Ab wann Gläschen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von suzi1981 19.04.10 - 19:13 Uhr

Hallo ihr lieben,
also mein kleiner ist am 13.April genau 4 Monate alt geworden. Meine Mama und Schwimu sind der Meinung, er braucht unbedingt zusätzlich etwas dazu (ich stille voll). Manchmal nervt das so dermaßen...ich gebe ihm weder Wasser noch Tee und die zwei verstehen das irgendwie nicht....

Ich bin der Meinung er wird definitiv satt, nur wacht er in letzter Zeit nachts häufiger auf..aber es ist wirklich noch im Rahmen. Also eigentlich ganz normal..auch Tagsüber habe ich nicht das Gefühl als ob er hungert oder so!

So, heute habe ich einen Fruchtjoguhrt vor dem kleinen gegessen, er hat tatsächlich mit großen Augen geschaut als wollte er mitessen. Der war richtig aufgeregt....
Ich habe ihm ein ganz ganz ganz kleines bisschen auf seine Zunge geschmiert (bitte nicht falsch verstehen, es war wirklich ganz ganz winzig so viel wie eine nadelspitze) und er hat total genüsslich geschmatzt. und hoffte auf weiteres...

Meine Frage jetzt: Würdet ihr versuchen, ihm ein Gläschen Obstbrei oder Gemüsebrei zu geben? Da wo "nach dem 4. Monat" drauf steht, kann ich die dem schon geben...weil es heißt ja NACH!? Hmm bin echt bisschen durcheinander...ich will ihn auch nicht durcheinanderbringen..den ich möchte unbedingt weiterstillen! DANKEEE schonmal für eure Antworten..

LG

Beitrag von kathrincat 19.04.10 - 19:37 Uhr

wenn dein kind soweit ist ob mit 4-5-6-7-8-9... mon, du wirst es schon merken.

schmieren geht da nicht, kauf einfach ein mildes gemüse und halt den löffel damit hin, wenn dein kind soweit ist, macht es den mund auf und isst.

Beitrag von hope001 19.04.10 - 19:42 Uhr

Theoretisch kannst du ihm Gläschen geben, aber dann langsam mit 2-3 Löffeln Gemüse starten und das langsam von Tag zu Tag steigern.
1 neues Lebensmittel kann pro Woche dazu kommen.

Bsp. Mittasbrei:
- 1. Woche Gemüse (z.B. Pastinake, Kürbis oder Frühkarotte)
- 2. Woche, bzw. wenn er ca. 100g Gemüse schafft, Kartoffeln
- 3. Woche Fleisch (Aufdauer 2-3 pro Woche)
(evtl 1 TL Rapsöl)

Man sollte möglichst eine Zeit beim Startgemüse bleiben.

Man sollte pro 4 Wochen / Monat nur eine Mahlzeit ersetzten

Mein KiA emphielt Beikost mir vollendeten 5 Monaten, nicht früher und nicht viel Später.

Grundsätzlich gilt, da sind sie ausnahmsweise einig, keine Beikost vor vollendeten 4 Monaten.

Die WHO emphielt ab dem 7. Monat.

Wann man letztendlich mit Beikoststarten liegt an einem selber bzw. sollte vom Kind abhängen. Das eine Kinder sehr früh (mit 4 Monaten) soweit manche sogar erst mit 7 Monaten oder mehr.
Finn ist 5 Monate und bekommt seit 6 Tagen Beikost.

LG, Hope mit Finn 22 Wochen

Beitrag von soulmate83 19.04.10 - 21:25 Uhr

Hi,

mein Kleiner war am 15.4. genau 4 Monate alt und wir haben schon ein paar tage frueher mit Reisflocken angefangen,weil er mir auch jeden Loeffel nachgeschaut hat.
Hab's einfach mal probiert und klappt auch ganz gut.

Bei dem Thema gehen die Meinungen aber stark auseinander.
Kannst ihm ja einfach mal was anbieten,Pastinake zum Beispiel, und siehst ja dann selbst ob er;s tatsaechlich schon mag.

lg,
soulmate

Beitrag von aqua2marin 19.04.10 - 22:55 Uhr

Ja, Mütter und Schwiegermütter sind anscheinend sehr oft der Meinung, dass die Enkel etwas "Festes" dazu brauchen, das war bei mir genauso. Ich dagegen hatte das Gefühl, meine Tochter bekommt was sie braucht, wird auch von der Muttermilch gut satt. Ich habe lange immer wieder mit den Vorhaltungen gerungen, nächtelang im Internet gegooglet und irgendwann bin ich auf den Trichter gekommen - wenn die Natur gewollt hätte, dass ein Säugling mit 4 Monaten feste Nahrung zu sich nimmt, dann hätte er auch zu diesem Zeitpunkt ein paar Zähne, um eben diese Nahrung zerkleinern und verdauen zu können oder hast Du schon mal ne Katze gesehen, die ihre Mäuse püriert???????
Gehe nach Deinem Gefühl und gesunden Menschenverstand und lass Dich nicht von irgendwelchen Außenstehenden beeinflussen. Dass die Kleinen in Wachstumsschüben häufiger trinken ist ganz normal. Meine Tochter hat zu solchen Zeiten manchmal nen Tag lang 10!!!!!h an der Brust gehangen. Am nächsten oder übernächsten Tag gabs Milch im Überfluss und sie wurde insgesamt 8 Monate voll gestillt - und das ganz ohne Stress, also in Abständen von 3-4 h, mal mehr, mal weniger! Heute ist sie genau 9 Monate und seit ein paar Tagen führen wir die 2. Breimahlzeit ein.

Beitrag von suzi1981 19.04.10 - 23:29 Uhr

Hallo Aquamarin,
danke für deine Antwort. Ich weiß auch nicht, du wirst mir nicht glauben aber ich habs bis jetzt echt kaum geschafft bei den beiden durchzusetzen (wenn man das so sagen kann letztendlich ist es ja mein Kind, aber trotzdem), dass ich dem Kind einfach nichts zusätzlich geben wollte..
"Nein ein bisschen Tee hier und da schadet nicht..."..."braucht der kleine denn kein Wasser" bla bla bla...schlimm fand ich das echt..am ende hat man wirklich ein schlechtes Gewissen!

Naja das einzige Argument ist eigentlich nur, dass der kleine mir das heute gezeigt hat, dass er wirklich Interesse am Essen hat..nur deshalb würde ich es ihm gerne anbieten..aber vorher wollte ich mich eben bei euch umhören;-)

Danke für eure Antworten Mädels..