Zahnop bei meinem Lütten

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von schalkegirl30 19.04.10 - 19:54 Uhr

Mein kleiner ist 4 Jahre alt und wird demnächst unter vollnarkose behandelt.

ein zahn muss raus und 3 werden die nerven rausgeholt, verfüllt und verkront....die ganze aktion kostet uns 205€. Da wir ALG2 bekommen weiß ich im moment nicht wie es bezahlen soll. KK und ARGE haben uns absagen erteilt. Ich bin schon am überlegen ob ich zum Anwalt geh. Aber bewirkt das was? bitte Helft mir....Wer hat erfahrung damit?

Beitrag von phifa2003 19.04.10 - 19:58 Uhr

hi,
hast du dich bei der kassenärztlichen vereinigung mal erkundigt? es gibt behandlungen bei kindern die komplett bezahlt werden müssen, aber ärzte damit profit machen.
hab zwei freundinnen die eine teure behandlung bezahlt haben und wir haben das nicht bezahlen müssen!!! anderer arzt!!!
lg

Beitrag von nicki1820 19.04.10 - 21:21 Uhr

Hallo,

normalerweise kostet diese Sache (leider) nichts. Ich würde noch mal genau nach fragen, für was du das Geld zahlen sollst.

nicki

Beitrag von vivia 19.04.10 - 22:48 Uhr

Bei meinem Sohn, damals 6, sollten mehrere Zähne unter Vollnarkose behandelt werden, teilweise Füllungen und teilweise Kinderkronen, Kostenvoranschlag war ca. 400 Euro.
Ich muss betonen: Er hatte KEINE Zahnschmerzen, sonst hätte ich es evtl.machen lassen, aber mir war das ganze nicht geheuer, die Vollnarkose von 1 1/2 Stunden, da hatte ich wirklich Bedenken. Ich habe den Termin abgesagt!
Ich hab mich dann im Internet umgesehen was ich noch tun könnte, um dieses Kariesproblem zu stoppen, normales Putzen half alles nichts. Jedenfalls bin ich auf XYLIT gestoßen.
Guck hier:
http://www.nexus-magazin.de/artikel/lesen/xylitol-die-suesse-rettung
Ich habe begonnen, 3xtäglich seine Zähne mit Xylit zu putzen und dadurch konnten wir die Karies tatsächlich stoppen! So hatte ich Zeit, mir einen Zahnarzt zu suchen, der es nochmal mit viel Geduld und Liebe und ohne Vollnarkose versucht. Wir haben das dann auch geschafft. Wir waren eine Zeit lang 14tägig beim Zahnarzt. Die Vollnarkose war nicht nötig und er hat bis jetzt (8) KEINE Kinderkrone gebraucht, das war damals meiner Meinung nach alles nur Geldmacherei dieser sog. Kinderzahnärztin :-[
Ich weiß ja nicht, wie die Zähne deines Kindes aussehen, aber ich würde das schon nochmal einem anderen Zahnarzt ansehen lassen.
Ich war damals mit meinem Sohn dann ja auch bei mehreren Zahnärzten. Davon hat wie oben schon geschildert als erstes die Kinderzahnärztin einen Kostenvoranschlag von 400 Euro gemacht, ein weiterer ZA meinte, das würde mit Vollnarkose ca. 200 Euro kosten und ein dritter meinte, das koste mit Vollnarkose GAR KEINE #klatsch Zuzahlung. Aber - wie gesagt - ich hatte mich ja grundsätzlich dagegen entschieden und das bis heute nicht bereut. Durch das Xylit hatten wir Zeit, weil sich der Zustand zumindest nicht mehr verschlechtert hat und inzwischen ist er bei jedem Zahnarztbesuch ohne Befund.
Falls noch Fragen sind, gerne.
Viele liebe Grüße und alles Gute
vivia

Beitrag von blondesgift81 20.04.10 - 07:46 Uhr

Hallo,

Anwalt wird da nichts bringen, weil dein ZA im Recht ist.
Heute wird die Vollnarkose bei zahnmedizinischen Sachen nicht mehr grundsätzlich übernommen.
Grad bei den ITN-Sanierungen (komplett Sanierungen wie bei deinem Sohn beschrieben) wurde gekürzt, weil eben dies auch Sachen sind, die ohne Vollnarkose gemacht werden können.

Ich weiß, ich werde bestimmt gesteinigt, aber ich finde es richtig.
Die Eltern sollten dazu angehalten werden, ihrem Kind vernünftig die Zähne zu putzen. Es KANN immer mal eine kariöse Stelle sein, die dann ruckizucki behandelt werden kann, allerdings die Behandlungen die du geschrieben hast, kommen ganz eindeutig von ungenügender Mundhygiene! Das muss ich dir, so hart wie es klingen mag, sagen.

Auch die Ausrede "weiche zähne" hilft da wenig.
Auch wenn ein Kind anfälligere zähne hat, würden die Zähne gesund sein, wenn sie regelmässig geputzt werden. Bei Medikamteneinnahme meist auch (da gibt es nur gaaaaanz wenige wos ggf. auftreten kann)

Falls du noch andere Fragen zu dem Thema hast, kannst mich gern anschreiben.

Ich mein das auch nicht böse, allerdings wird einem oftmals beim ZA "honig ums Maul geschmiert" und schön geredet....

LG
Mary, die seit 1997 ZAH ist

Mary

Beitrag von claudia_71 20.04.10 - 08:14 Uhr

Hallo,

haha, putzen, schlechter Witz! Ich erzähl dir mal meine Geschichte:

ich habe drei Söhne, der erste hatte bis heute (er ist 14 Jahre alt) noch nicht einen Zahn mit Karies, der zweite (12Jahre) hat einen bleibenden Molar mit einer kleinen einflächigen Füllung).
Der dritte (wird 4 Jahre alt) hat leider schon eine Kinderkrone - warum? Ich habe ihm genauso die Zähne geputzt, auch mit Zahnseide, wie den Großen; im September dachte ich mir, dass ein Zahn so ´nen Schatten hat und bin zum Zahnarzt (den er schon seit Geburt kennt ;-) und auch immer nachschaun hat lassen). Naja, der meinte dann, er sieht nichts, ich solle zum Kinderzahnarzt. Gut, die machten dann eine Übersichtsaufnahme, genau dieser Zahn hatte Approximalkaries, schon so tief, dass er überkront werden musste :-(. Und zusätzlich hätte er noch 8 weiter Stellen, die kariös sind. Muss alles unter Narkose gemacht werden #kratz. Nee, nicht mit mir! Wir sind dann verschiedene Kinderzahnärzte abgefahren, sind aber wieder bei der ersten gelandet, die diesen Zahn jetzt unter Sedierung überkront hat. Und die anderen lassen wir mal, da die Hygiene ja stimmt!
Meiner Meinung nach hat mein Körper in der Schwangerschaft einfach nicht mehr soviele Reserven gehabt, um meinem dritten Kind auch noch so gutes Startkapital zu geben! Also, es liegt nicht immer am Putzen!

LG Claudia (auch gelernte ZH!)

Beitrag von blondesgift81 20.04.10 - 08:33 Uhr

Aber du als gelernte ZAH solltest wissen, das rein medizinisch es nicht möglich ist bei einem sauberen Zahn eine Karies zu bekommen.

Es geht technisch gar nicht. Du weißt doch sicherlich aus deiner Ausbildungszeit noch wie sich eine Karies bildet oder?

Hört sich böse an, ist aber nicht so gemeint.

Es gibt sicherlich immer Ausnahmen, aber die meisten Eltern ruhen sich auf der Ausrede "weiche Zähne" aus...Weißt wahrscheinlich selbst

Mary