Hüftop nach tönnis/pseudoathrose/hüft-tep

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von phifa2003 19.04.10 - 20:01 Uhr

hi,
hatte vor 12 jahren eine op nach tönnis und seit 4 jahren nun an der stelle eine pseudoathrose.
wer hat die gleichen erfahrung gemacht und wer hat danach eine neue hüfte bekommen?
lg

Beitrag von myimmortal1977 19.04.10 - 20:44 Uhr

Du hattest eine Triple Osteotomie machen lassen. Hast oder hattest Du eine Hüftdysplasie? Ich habe das selbe und die Triple Osteotomie im Babyalter erhalten.

Das Problem ist, wenn Du Dir in so relativ jungen Jahren ein künstliches Hüftgelenk einsetzen lässt, dass so eine Endoprothese nur eine begrenzte Lebenszeit hat. Diese OP kann man 2 - 3 mal machen. Wenn man Glück hat!!!! Bei jeder OP wird der Knochen ein Stück weniger. Das kann man 1 - 2 Mal mit Zement ausgleichen. Danach nicht mehr. D. h. das Bein wird kürzer und kürzer und kürzer.

Das Ende vom Lied wird sein, dass Du im Alter wahrscheinlich eine Beinverlängerung machen musst. Dabei wird der Knochen gebrochen und mit einem Fixateur über einen recht langen Zeitraum auseinander gezogen.

Ich bin 33 Jahre alt. Mir hat man von einem Einsetzen der Endoprothese von mehreren Seiten abgeraten. Es würde zwar meine Beschwerden für ggf. 10 Jahre lindern, aber dann...... Dann geht es richtig los mit den Problemen.

Eine Endoprothese hat eine Lebenszeit bei pfleglicher Behandlung von max. 15 Jahren. Bei meinem Opa mussten sie schon nach 8 und eine nach 10 Jahren ausgetauscht werden.

Mein Orthopäde sagt, solange die Beschwerden auszuhalten sind, FRÜHESTENS mit einer Endoprothese ab 45 Jahren anzufangen. Frühestens.

2 andere Ärzte bestätigten mir das.

Ist Deine Entscheidung. Ich habe mich dagegen entschieden.

LG Janette

Beitrag von phifa2003 19.04.10 - 22:55 Uhr

hi,
die umstellung wurde gemacht da war ich 19, soweit alles gut gelaufen. die athrose macht mir zu schaffen. dass die prothese nur 8 jahre halten kann, wusste ich auch noch nicht.
was machst du gegen die schmerzen? ziemlich oft wache ich schon mit schmerzen auf. aber die nacht ist am schlimmsten.
lg

Beitrag von myimmortal1977 20.04.10 - 11:15 Uhr

Tut es Dir denn in dem im Gelenk der Hüfte weh? Oder an den Stellen, wo das Becken gebrochen wurde? Z. B. Schambein.

Ich hatte mal mit argen Schmerzen zu kämpfen. Damals hörte ich mit dem Rauchen auf, nahm innerhalb von 2 Jahren 15 kg zu. Wog zum Schluss 63 kg. Ist nicht viel auf meine Größe von 1,60 m. Halt Normalgewicht, aber zu viel für meinen Körper. Ich ging am Abend ohne Schmerzen ins Bett, konnte nächsten Morgen fast gar nicht mehr laufen.

Das ganze dauerte ca. 2 Jahre. Was mir geholfen hat, war eine Kur und viel Sport (Krankengymnastik). Die Schmerzen werden zwar zuerst mehr, aber mit der Zeit wurde es immer besser und besser. Ich reduzierte auch mein Gewicht. Und nahm, auch wenn es mir zuerst schwer viel, einen Gehstock zur Entlastung. Das half sehr gut über die Zeit.

Man kann Schmerzmittel nehmen, ich habe es damals allerdings nicht getan. Wogegen mir 2 Ärzte bestätigten, dass das eigentlich falsch sei. Der Kopf hat ein Schmerzzentrum. Dort sitzen Rezeptoren. Je mehr Schmerzen der Körper hat, umso mehr Rezeptoren sprießen in dem Schmerzzentrum. Das Ende vom Lied ist, dass der Kopf einen Schmerz "meldet", obwohl organisch gar nichts mehr vorhanden ist. Der Kopf lügt den Körper so zu sagen voll.

Dein beschriebener Ruheschmerz kommt auch von der Muskulatur. Du wirst sicherlich, so wie ich damals, komisch verkrampft laufen. Teils atypische Bewegungen halt. Wärme hat mir sehr geholfen. Bei der Krankengymnastik machen sie so "heiße Rollen". Da wird ein feuchtes Handtuch auf so und so viel Grad erhitzt und zu einer Rolle gedreht. Die KG rollt mit dem heißen Handtuch immer mit Druck über den Muskel. Das entspannt sehr gut die Muskulatur und fördert die Durchblutung. Das wiederum sorgt dafür, dass das Gewebe besser versorgt wird und die Entzündungsstoffe abtransportiert werden können. Kann ich nur empfehlen.

Eine OP ist nicht die ultimative Lösung. Sie wird ggf. erstmal Linderung bringen. Sie kann aber auch nach hinten los gehen.

Schmerzmittel kann man so einiges probieren. Angefangen mit NSAR (Diclofenac, Ibuprofen). Man kann aber auch ein Antiepileptikum probieren. Z. B. http://de.wikipedia.org/wiki/Gabapentin

Das hört sich in erster Linie komisch an, aber wenn Dein Kopf die einzige noch bestehende Ursache ist, die den falschen Schmerz "meldet", kann dieses helfen!!!!! Man setzt das Mittel so kurz wie möglich ein, aber es hilft dabei, das der Kopf den Schmerz "verlernt".

In letzter Instanz kommen die ganz harten Sachen, wie Opiode.

Ich kann Dir nur den Tipp geben, Dir noch ein bißchen Zeit zu geben, bis Du Dich für eine OP tatsächlich entscheidest. Versuch es erstmal mit viel KG. vor allem mit Muskelentspannung und Förderung der Durchblutung. Das Antiepi kannst Du auch probieren, ist nicht schlimm. Und wenn es kurzfristig hilft....

Und eine Gehilfe zur Entlastung. Wirkt auch Wunder!!!! Was Du auf gar keinen Fall tun solltest, ist Dich hinzusetzen und gar nicht mehr zu belasten. Denn das legt die Durchblutung lahm und ist Gift, für jeden Heilungsprozess.

Reich mal ne Kur ein. Hat mir auf lange Sicht (!) gesehen, sehr sehr viel gebracht!!!!!

Solltest Du übergewichtig sein, da muss auch was getan werden.

Wenn dann gar nichts mehr geht..... Dann kannst Du Dich immer noch für eine OP entscheiden.

Bei mir ging es nach 2 Jahren wieder weg. Und seit dem war nichts mehr. Alles gut!!!

#liebdrueck Janette

Beitrag von phifa2003 20.04.10 - 16:04 Uhr

danke für deine antwort. hab grad baby im arm. screib bischen kurz. mein probelm ist auch mein gewicht, ich 1,63 bin 78kg und bei entbindung vor 6 mon 95kg, konnte 8 wochen vor kaiserschnitt vor schmerzen kaum denken geschw. denn schlafen. war die letzten 15 jahre nie leichter als 65kg. will zum hausarzt, viell abnehmmittel?! um abzunehmen muss ich richtig hungern u viel sport, aber mit meinen drei kinder (twins 6jahre) ist der tag zu kurz u die schmerzen sin bereits bei geringer belastung sehr stark. auf schmerzmittel habe ich nie verzichtet, ich wußte wg schmerzzentrum bescheid. die schmerzen sind seit 4 jahren exakt an der gleichen stelle (das begann zu dem zeitpunkt als ich noch sport gemacht habe u 68 kg wog), kurz über dem schambei n bis ins knie, so als ob ein messer intervallmässig in meine hüfte stechen wsürde. kann zum teil auch von der andscheibe kommen. habe vorfall in l4/l5si u th11/12. für schmezen nehme ich ibu 800 oder novalgin u tramal gemischt. ich werd mal ein termin machen müssen für eine röntgen, zudem der schambeinast nicht ganz knöchernd durchbaut ist. war beider rückbildung u ganz erstaunt was gesunde frauen für übungen machen können, mehr als 50% konnte ich gar nicht mitmachen. ich bin immer dankbar für tipps.
lg

Beitrag von myimmortal1977 20.04.10 - 21:56 Uhr

Guck erstmal, von wo genau her Deine Schmerzen eigentlich resultieren. Denn wenn das Problem nicht das Hüftgelenk ist, sondern das Schambein oder die Bandscheiben, wird Dir auch das künstliche Gelenk nicht viel bringen.

Röntgen und MRT. MRT ist insofern gut, wenn eine sichtbare Entzündung in den Weichteilen zu sehen ist, genau sehen zu können, wo das Problem eigentlich liegt.

Abnehmen, ja abnehmen ist immer eine gute Sache. Meine Kolleginnen waren damals alle mit Weight Watchers sehr erfolgreich, ohne Jo-Jo-Effekt :-)

Und jedes Kilo weniger danken Dir Deine Knochen ungemein. Meine haben es mir gedankt.... :-)

Ich drücke die Daumen!!!

LG Janette