Tochter hat Ringelröteln und ich bin in der 7 Woche schwanger.Was nun?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kelloggmaus 19.04.10 - 20:21 Uhr

Hallo,
wir haben Zwillinge und eine davon hat jetzt seit Mittwoch Ausschlag im Gesicht.Und seit Sonntag sind wir uns sicher das es Ringelröteln(RR) sind,da jetzt der charakteristische Ausschlag aufgetaucht ist. Jetzt steckt sich Lillian doch bestimmt auch bald an.
Ich habe sie seit dem 30.März nicht mehr in den Kiga gelassen,da da die RR aufgetreten sind und ich schwanger bin. Mein FA meinte auch ich solle sie raus lassen,aber es scheint wohl schon zu spät gewesen zu sein.Es kann ja im schlimmsten Fall 21 Tage dauern bis die Krankheit ausbricht.
Sobald der Ausschlag da ist,ist man nicht mehr ansteckend.

Und jetzt zu meiner Frage:

Was ist jetzt mit mir?
Ich habe mir Blut abnehmen lassen um den Titer bestimmen zu lassen,Ergebnis kommt morgen.Was passiert wenn ich noch nie die RR hatte?
Muss ich jetzt ernsthaft Angst um unser Baby haben?

Wäre schön wenn mir jemand antworten könnte.

Danke


LG kelloggmaus (7.SSW)

Beitrag von babe2006 19.04.10 - 20:33 Uhr

Hallöchen,

du wirst jede Woche oder spätestens alle 14 Tage zur Blutuntersuchung müssen.

klar ist kann das gefährlich fürs Baby sein... aber nur kann....

also nicht unnötig verrückt machen....

drücke dir ganz fest die daumen das nichts ist :)

lg

Beitrag von babe2006 19.04.10 - 20:37 Uhr

Hab dir mal nen Auszug ausm Wiki ;)

Während der Schwangerschaft kann das Parvovirus B19 in etwa einem Drittel der Fälle über den Mutterkuchen (Plazenta) auf das Ungeborene übertragen werden. Das Virus befällt beim Kind insbesondere die Zellen, die die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) bilden und zerstört diese schließlich. Besonders die blutbildenden Zellen in Leber und Knochenmark sind betroffen mit der Folge, dass es zu einer starken Verringerung leistungsfähiger roter Blutkörperchen und damit zu einer schweren Blutarmut (Anämie) beim Ungeborenen kommt (rund zehn Prozent). Häufige Begleiterscheinungen sind der Hydrops fetalis (rund zehn Prozent), Aszites, Abfall der Herzleistung (kardiale Dekompensation) und im schlimmsten Fall kommt es zur Fehlgeburt bzw. Totgeburt (rund neun Prozent, besonders hohes Risiko bei Infektion im Zeitraum der 10. bis 22. Schwangerschaftswoche).

Das Virus kann vorgeburtlich eventuell im kindlichen Blut oder im Fruchtwasser nachgewiesen werden, dies gelingt jedoch nicht immer. Gleiches gilt für den Nachweis von Antikörpern und selbst ein Nachweis ist zum Teil bei Ungeborenen nicht aussagekräftig. Die Kontrolle der Kindesentwicklung mittels Ultraschalluntersuchungen in relativ kurzen Abständen ist daher das Mittel der Wahl zur Dokumentation des Infektionsverlaufes. Insbesondere auf die Ausbildung eines Hydrops fetalis ist hier zu achten und ggf. sind andere Ursachen wie z.B. die Rhesus-Unverträglichkeit abzuklären, damit eine eingeleitete Therapie greifen kann. Bei fetaler Anämie besteht die Therapie in der Gabe einer Bluttransfusion über die Nabelschnur.

Verläuft die Infektion ohne Komplikationen, ist in der Regel nicht mit negativen Folgen (Spätschäden) für das Kind zu rechnen, gegenwärtig gibt es keine Hinweise auf eine Parvovirus-B19-assoziierte fehlbildungsverursachende Entwicklungsstörung des Kindes (Embryopathie). Deshalb ist die Parvovirus-B19-Infektion in der Schwangerschaft auch keine hinreichende Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch.


alles liebe

Beitrag von ryja 19.04.10 - 20:53 Uhr

Ganz viele Menschen hatten Ringelröteln ohne es zu wissen. Ging mir in meiner letzten SS so. Drücke dir die Daumen, dass es so ist.
DANN wäre es kein Problem.

Ansonsten desinfizieren wo es nur geht. Ist es eine Tröpfcheninfektion kannst du auch mit Mundschutz was erreichen (sieht zwar doof aus, aber im Notfall)