Nun bist du schon 8 Jahre nicht mehr bei uns

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von melani3 19.04.10 - 22:09 Uhr

Ich habe lange überlegt ob ich hier schreibe aber ich bin zu dem entschluß gekommen das es mir vieleicht hilft endlich mit dem was passiert ist klar zu kommen.

Mein Opa ist nun vor fast 9 Jahren von uns gegangen.
Am 25.12.2001 ist er einfach ohne jede vorahnung eingeschlafen.
Ich war damals zwar erst 10 Jahre alt aber mein Opa hat mich diese 10 Jahre groß gezogen und war immer der tollste und beste Mensch für mich!
Halt wie der Vater den ich nie hatte und dann auf einmal war er weck.
Einfach so hat er mich alleine gelassen.
wiesooooooooo?????? wieso werden einem immer die menschen genommen die man am meisten liebt?
es ist so ungerecht.

Die letzte 2/3 Jahre bin ich auch ganz gut zurecht gekommen damit aber seitdem ich Mama bin komm ich damit nicht mehr klar.
Ich wünsche mir so sehr das mein kleiner seinen Opa kennen lernt aber das geht nicht mehr und das macht mich so unendlich traurig.
Dieser tolle mensch der mich vor allem beschützt hat, der immer für mich da war hat nicht das recht seinen urenkel kennen zu lernen das ist soo gemein!

Aber ich irgendwie glaube ich das mein Opa auf meinen kleinen schatz aufpasst, als er geboren wurde war es strahlender sonnenschein aber kurz nach seiner Geburt hat es für 1 oder 2 minuten geregnet.
auch wenn es sich vieleicht blöd anhört aber ich glaube in diesem moment hat mein opa gesehen das unser kleine da ist!

meint ihr das hört irgendwann auf weh zu tun?

ok sorry für das viele blabla aber es tut gut sich mal alles von der seele zu schreiben!

wir vermissen dich mein opi in liebe deine enkeltochter und dein urenkel!

Beitrag von fascia 20.04.10 - 11:50 Uhr

Ach Melanie,

hast deinen OPapa verloren - da warst du ja ein Kind.
Das Kind, das du warst, verschwindet doch nicht einfach. Dem tut das Herz auch später noch weh. Du bist erwachsen - eine junge Mutter schon.
Aber es wird doch immer weh tun - mal mehr mal weniger.

Denk an gute Zeiten mit deinem GroßVater. Denk an fröhliche Momente, schöne Tage.
Sehnsucht ist doch eine Form von Liebe! Ein Geschenk.

Wenn du dir vorstellst, dass er da ist irgendwo: Dann mach ihm die Freude, ihm zu zeigen, dass die Zeit, während der er für dich da war, ausgereicht hat. Dass er dir genug Vertrauen vermitteln konnte ins Leben und in dich selbst. Zeig ihm, dass du es ohne ihn (aber mit ihm im Herzen und in Gedanken) schaffst. Dass Du es schaffst, froh zu sein. So bedankst du dich für deine ersten zehn Jahre und ehrst deinen OPapa.

Alles Liebe!

(Erzähl deinem Söhnchen von ihm. Beim Stillen oder Füttern, beim Wickeln oder wenn der Kleine schläft...)

f.





Beitrag von asimbonanga 20.04.10 - 20:47 Uhr

Hallo,
sehr schöne Worte hast du gefunden und mich gleich irgendwie mit getröstet.
Ich komme gerade vom Friedhof, mein Vater ist heute vor einem Monat gestorben und das Kind in mir spürt eine große Trauer.
L.G.