ost- west, west-ost beziehung umfrage!

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von xenia29 20.04.10 - 07:11 Uhr

ich wollte mal ne kleine umfrage starten, hatte gestern hier was zum thema "ossi "wessi" gelesen.

wer hat hier alles ne ost-west beziehung??

mein partner kommt aus dem "westen" und ich aus dem "osten" und wir wohnen im schwabenländle.

ich merke so gut wie keine unterschiede war aber auch zu jung beim mauerfall!

mich würden mal paar antworten von euch interessieren!

Beitrag von wir auch 20.04.10 - 07:50 Uhr

Wir führen auch eine Ost-West-Beziehung.

Mein Freund ist aus dem Westen, ich aus dem Osten.

Probleme haben wir keine. Er meint sogar, ich wäre manchmal mehr "Wessi" als er. Komme allerdings auch aus einem Elternhaus, dass dem System in der DDR in keiner Weise zugetan war. Im Gegenteil.

Ich bin 47, mein Freund ist 55. Waren also beide schon in etwas fortgeschrittenem Alter, als die Mauer gefallen ist.

Beitrag von swety.k 20.04.10 - 08:09 Uhr

Hallo,

ich war 17 als die Mauer fiel und komme aus Brandenburg. Mein erster Partner kam auch aus Brandenburg. Danach hatte ich nur noch "West-Männer", was aber eher Zufall war. Mein Mann kommt aus Hannover.

Fröhliche Grüße von Swety

Beitrag von bananenboot 20.04.10 - 08:45 Uhr

Morgähn

Ich, weiblich, 29 hatte seit fall der Mauer nur noch Ost-Männer. Und ich muß sagen, ich will keinen West Manm mehr.
Die "Ossis" sind irgendwie anders...ich komme vieeel besser mit denen klar.
Muß dazu sagen, ich wohne nur 6 km von der Grenze nach Thüringen weg und war auch nur im "Osten" weg als ich noch "jung" war. Durch de Nähe zu Thüringen und das man auch so zum shoppen usw. hingefahren ist, ist es vielleicht anders. Noch dazu kommt mein Opa auch aus Thüringen.

L Diana

Beitrag von scrollan01 20.04.10 - 09:08 Uhr

Letztendlich ist es egal ob Ost oder West!

Ich bin Anfang 40 und hatte lang Zeit eine Beziehung mit einem Ossi, der abr schon Mitte der 80er hier rüber ist mit der Familie. Wir kamen zusammen als ich 17 war!
Getrennt habe ich mich von ihm mit 28!

Er ist heute noch ein super Kerl als Feund!

Die Beziehung scheiterte aus gnau den Gründen, wie sie hier mit West - Männern auch oftmals scheitert!
Ich glaube nicht, dass es bei den Menschen hüben wie drüben solche Unterschiede gibt!

WAS ich allerdings bemerkt habe und immer noch merke ist, dass die ältere Generation (die heute 70 jährigen hier wie dort) sehr unterschiedlich sind!
Da merkt man doch noch ein Stück weit wohr sie kommen!
Die Ostler sind immer noch skeptisch und reden sich ihre alte Heimat recht schön! Sie sind ehrgeiziger, sie sind aber auch geiziger ... ;-)) DAS erlebe ich hier regelmäßig im Freundskreis! Sie sind noch ein wenig sturr und halten fest an allem, was damals vielleicht tatsächlich nicht so verkehrt war in der DDR.

Aber ich kann das verstehen!
Es war ja auch ein riesen Einschnitt als die Mauer fiel - da kann man nicht so schnell umdenken - für die "Alten" sind 20 Jahre noch zu wenig!
Aber ich bin zuversichtlich!

#klee

LG

Beitrag von schlumpfine2304 20.04.10 - 09:36 Uhr

also ...

ih bin zwar noch jung (im gegensatz zu dir *grins*), aber ich muss mir meine ehemalige heimat nicht schön reden. SIE WAR SCHÖN. ich hatte als kind alles, was ich brauchte. meine eltern waren stets in lohn und arbeit, auch sie waren glücklich. wir wohnten inner platte (was damals aber privileg war *lach*) und mir hat es nie an irgendwas gefehlt!

in einem land, wo sich nicht immer alles nur um geld und konsum dreht, kann man auch gut leben (natürlich nicht, wenn man geld und konsum will) urlaub war auch schön anner ostsee. ich hab auch heute noch nicht die große sehnsucht nach der weiten welt. von stasi-gedöns kann ich nichts berichten, da weder meine familie oder gar ich jemals damit in berührung gekommen wären. woher ich das weiß? weil in meiner familie über solche themen gesprochen wird :-)

ich wäre übrigens auch heut noch da, wenn ich denn dort nen job bekommen hätte, was ich aber nicht habe.

also ... es gibt durchaus menschen, die GERN in der ddr gelebt haben.

lg a.

Beitrag von scrollan01 20.04.10 - 11:35 Uhr

Du, ich habe auch nicht gemeint, dass die sich das jetzt irgendwie schön reden, weil WIR Wessis es so meinen!

Ich sage es mal so, und das ist das ewig alte Lied, es gab einfach Dinge damals dort, die waren und sind aus unserer Sicht her einfach schlimm/unvertsändlich!

Aber natürlich gab und gibt es auch Dinge, die sind um Welten besser als hier gewesen!

Ich selber bin hier geboren weiß aber durch meine Mutter, was in kommunist. Ländern war und ist! ;-)

Aber ich mag Menschen nunmal nicht klassifizieren in Ost oder West!
Von daher ist die Frage der TE doch eigentlich "Unsinn"!
Dnn es gibt überall auf der Welt solche und solche Männer und Frauen! ;-))

LG

Beitrag von binnurich 20.04.10 - 11:49 Uhr

"in einem land, wo sich nicht immer alles nur um geld und konsum dreht"

drehte es sich denn im Osten nicht darum? ich habe auch die ersten Lebensjahre im Osten verbracht. Kindheit bedeutet eine gewisse "Weltferne" und es kommt sehr darauf an, was dir deine Eltern vermittelten.
Setzen sie sich hin und jammern die ganze Zeit, wirst du das als Kind anders wahrnehmen.
Deine Eltern haben dir eine "heile Welt" (ist jetzt nicht abwertend gemeint!) vermittelt. Ich denke, sie ussten sich trotzdem täglich um die Frage nach Geld und Konsum kümmern: Waschmaschine Fernsehr etc waren teuer oder kaum zu haben, ..... Vielleicht haben die Eltern das damals nicht so offensiv vor den Kindern diskutiert.

Ich denke ... man vergißt das nicht so schöne, es sei denn es war extrem unschön und bewahrt sich das bessere.

Wenn ich zurückdenke komme ich aus einem kleinen Dorf und es gab wenig Autos und wir konnten auf der Straße spielen, ich bin allein in den Kiga gegangen in meinem letzten Jahr. Wir hatten auch Süßkram und waren an der Ostsee im Urlaub...... das ist schlicht und ergreifend kindliche Idylle.

Beitrag von blacknickinblue 20.04.10 - 12:33 Uhr

also ... es gibt durchaus menschen, die GERN in der ddr gelebt haben.

Also ich habe einen Großteil meines Lebens in der DDR gelebt und es war alles andere als schön.

So wie Du Euer Leben und Eure Zufriedenheit mit diesem System beschreibst, da kommt mir immer der Verdacht auf, dass das was nicht "gestimmt" hat.

Auch in der DDR ging es in erster Linie um Geld und Konsum. Es ging darum, wer Westgeld hatte und wer genug Ostgeld hatte, um dieses zu kaufen.

Es ging darum, möglichst attraktive Waren usw. anbieten zu können, um dann das zu bekommen, was man brauchte.

Wenn Ihr z.B. an die Ostsee fahren konntet - sogar regelmäßig (Glückwunsch!!!). Für die meisten DDR-Bürger war ein Urlaubsplatz an der Ostsee ein Hauptgewinn. Der wurde einem nicht hinterhergeschmissen.

Hatte man nichts, was man bieten konnte, war man das letzte Stück Dr**. Ich weiß, wovon ich rede.

Heute liegt es an mir selbst, was ich aus meinem Leben mache. Damals gab es diese Chancen nicht. Das fängt damit an, dass ich z.B. kein Abi machen durfte, was nicht an meinen schulischen Leistungen lag.

Gruß,

B.

Beitrag von schlumpfine2304 20.04.10 - 20:09 Uhr

ich habe auch kein abi (trotz grenzfall)... bin ich deshalb ein schlechterer mensch?

also nix für ungut, aber meine eltern waren/sind durch und durch "ossis"... wir hatten nie westgeld, wollten auch keins haben, um irgendwem was zu beweisen. meine eltern hatten nie ein auto. haben sie auch heute nicht. und sind sie deshalb schlechtere menschen? meinem vater wird heute sein dipl-ök nicht anerkannt, weil er es bei der nva gemacht hat. ist er deshalb ein schlechter mensch?

ja. mein vater war bei der nva. dadurch hatten wir sicherlich vorteile "im system" ... aber auch in der ddr konnte man etwas aus sich machen! wenn vielleicht auch nicht alles, was man wollte. aber das kann ich heute auch nicht! aus anderen gründen sicher.

ich denke nach wie vor, dass jede staatsform vor- aber auch nachteile hat.

lg a.

Beitrag von blacknickinblue 21.04.10 - 07:58 Uhr

mein vater war bei der nva. dadurch hatten wir sicherlich vorteile "im system" ... aber auch in der ddr konnte man etwas aus sich machen!

Alles klar, hab ich doch geahnt, dass es in diese Richtung geht.

Beitrag von schlumpfine2304 26.04.10 - 12:57 Uhr

mir hätte es auch klar sein müssen.
böse böse nva!

heut sagt kein arsch was, wenn die "bundeswehr" in afghanistan menschen abknallt!

#wolke

Beitrag von schlumpfine2304 20.04.10 - 09:30 Uhr

also wir kommen beide ausm osten ...
haben uns im westen (nrw) kennengelernt und bleiben nun auch hier.

wir haben allerdings zwei wessi-kinder. OHGOTT. deshalb trampeln die uns immer so auf den nerven rum *grins*

lg a.

Beitrag von nicky131974 20.04.10 - 10:11 Uhr

Hallo,
also ich komme aus dem Schwabenländle und mein Mann aus Brandenburg.

Und wir leben im Schwabenländle . Wir sind 36 und 44 Jahre alt .

Unsere zwei Kinder bezeichne ich immer als Wossis:-p#rofl

Ich musste mich an die Sprüche oder die Art wie mein Mann oder auch die Verwandtschaft manchmal antwortet gewöhnen. Man darf nicht alles dort auf sich beziehen.

Weiss aber nicht ob das an Ost/West liegt.#kratz. Jedenfalls finde ich Ossis teilweise herzlicher, wie die Schwaben.

Lg Nicole

Beitrag von schwarzbaer 20.04.10 - 10:15 Uhr

ich (Ossi) hatte zwei geschiterte West-Beziehungen und bin am Ende doch bei einem Ossi hängengeblieben.

Ist auch gut so. Ich habe es nie anders kennengelernt als das die Frauen in meiner Familie immer voll gearbeitet und auch Karriere gemacht haben - habe es selber genauso gehandhabt. Mein Mann, der Ossi :-), kennt es aus seiner Familie auch nicht anders und unterstützt mich dabei. Auch seine Familie steht da hinter unserem Lebensentwurf.

Das wäre bei meinen Westbeziehungen anders gewesen, da hätte ich meine Berufstätigkeit und Karriere permanent innerhalb der Beziehung und gegen die potentiellen Schwiegermütter verteidigen müssen. Auch deshalb habe ich beide male den reißaus genommen.

Beitrag von binnurich 20.04.10 - 11:02 Uhr

ich weiß nicht, 20 Jahre nach der Wende finde ich das schon fast eine seltsame Frage.
Ich weiß von vielen Leuten, die ich kenne gar nicht, wo sie geboren sind. Nicht wenige haben einige Jahre in Berlin gelebt - sind das dann Ossis oder Wessis? wonach richtet sich das dann?

Beitrag von .doctor-avalanche. 20.04.10 - 12:07 Uhr

Keine Ahnung, warum Ost-West. Warum nicht Nord-Süd?

Ich weiss nur, dass aus Thüringen die hübschesten Mädchen kommen und wenn sie akzentfreies Hochdeutsch beherrschen, kann man schon mal versuchen, sie hier im Westen weiter zu domestizieren......

Natürlich müssen die dann noch sehr viel lernen, der DDR-Bürger an sich kannte ja keine wirkliche Zivilisation. Auch mit der Auffassung von Arbeit hapert es ein wenig.

Na ja, und seien wir ehrlich: So richtig intelligent sind die da auch der ehemaligen Zone auch nicht.

Aber warum auch? Wenn man hübsch ist?



Beitrag von binnurich 20.04.10 - 12:13 Uhr

du hast noch vergessen, dass im Osten immer FKK war und man sehr viel freizügiger war..... da läuft dann die hübsche nicht so intelligente Frau wenigstens ohne Bekleidung in der Wohnung herum ;-)

Vg von einer nicht unbedingt bildhübschen aber intelligenten Frau, die nicht zur Freizügigkeit neigt, dafür leider etwas dialektbeladen spricht und aus dem Osten stammt ;-) ;-) ;-)

Beitrag von einfachich68 20.04.10 - 12:56 Uhr

Da ist es wohl bei unserer Angie wohl genau andersherum ! Wobei, Schönheit ist relativ.

Beitrag von misshawaii 20.04.10 - 15:45 Uhr

Huhu,

na danke schön...Ich bin Thüringerin;o))))

Da ich sehr grenznah zu Bayern und Hessen lebe,spreche ich komplett akzentfrei.
Wobei 10 Orte weiter schon ein wenig "gesächselt" wird.

Ich kann nur sagen aus Erfahrung,dass für mich West-Ost nicht ging,lag aber sicher an den Bayern,den ich hatte.Jetzt habe ich einen Berliner(Ost-) und wir passen zusammen wie die Faust aufs Auge.Er hat übrigens die gleichen Erfahrungen gemacht.

LG

Beitrag von blackxy39 21.04.10 - 06:53 Uhr

was hat die intelligenz mit der herkunft zu tun?
dort gibt es ganz normale gymnasien usw. wo man das gleiche abi machen kann wie anders wo.

oder meinste solche schulen gibts net im osten?

und das mit der auffassung zur arbeit kapiere ich auch net.
ich wohne als ossi im schwabenländle und habe hier festgestellt das sehr viele schwaben lieber ostdeutsche einstellen.
was nicht unbedingt mit niedrigeren löhnen sondern vor allem mit der arbeitsmoral zusammen hängt. meine chefin hats mir auch immer wieder bestätigt und oft gesagt lieber 10 von dir als einen schwaben.

bei uns isses so das wenn meine kollegen 14 uhr schluss haben genau 14 uhr der hammer fällt, ab 13.30 Uhr war schon deren vorbereitung auf den feierabend. und es war denen egal das es gebrannt hat und die chefs nimmer wußten wo vorn und hinten ist.
ich bin immer freiwillig länger geblieben und erst gegangen wenn das chaos vorbei war. und ja es wurde mir bezahlt.
das hatte natürlich zur folge das ich der schleimer war aber is mir doch wurscht ich wollte nur helfen.

und was es noch zu folge hatte war das ich immer weiter befördert wurde und die anderen nicht#schwitz.

also nicht 3 personen kennen und das dann auf alle beziehen#zitter

Beitrag von agostea 20.04.10 - 12:12 Uhr

Ein Ossi - Mann käme für mich nur in Frage, wenn er Hochdeutsch spricht. Ich könnte es nicht ertragen, wenn er mir ins Ohr sächselt....ich finde neben dem Wiener Dialekt oder Österreichisch#freu im allgemeinen nichts unerotischer, als sächsisch.

Gegen die Menschen habe ich natürlich nichts, ist mir völlig Hupe, wo einer her kommt. Nur der Dialekt....#zitter

Gruss
agostea

Beitrag von asimbonanga 20.04.10 - 12:25 Uhr

Geht mir auch so-beim sächsisch würde es aufhören.
Alles Andere hat sich doch weitestgehend verwachsen.;-)

Beitrag von fienchen1101 20.04.10 - 15:13 Uhr

Nicht alle Ossis sächseln ;-). Nur mal so angemerkt...

In Sachsen wird gesächselt. Aber in der ehem. DDR gibt es ja noch weitere 5 Bundesländer. Dort wird nicht gesächselt.

Nicht jeder Ossi ist ein Sachse #aha.

lg
Fienchen
(ehem. Brandenburgerin, jetzt lebend in Hessen und perfekt Hochdeutsch-sprechend)

Beitrag von agostea 20.04.10 - 15:31 Uhr

Jooo, isch weeeeeees :-D Aber das ist eben ein Dialekt, der hat sich mir eingebrannt...#zitter

Gruss
agostea

  • 1
  • 2