unverheiratet ein Haus kaufen?

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Forum: Haushalt & Wohnen

In diesem Forum haben Haushaltstipps und alle Fragen rund ums Wohnen und den Garten ihren Platz. Fragen zur Baufinanzierung sind besser bei Finanzen & Beruf aufgehoben. Viele Tricks und Kniffe zum Thema Haushalt findet ihr in unserem Service Die besten Haushaltstipps.

Beitrag von redsnapper 20.04.10 - 08:22 Uhr

Guten Morgen,

mein Lebensgefährte und ich sind gerade am überlegen das Elternhaus von ihm zu übernehmen.
Ich würde z.B. ca. 20000€ mitinvestieren, können wir das genauso notariell festschreiben lassen und was kostet das so? Kann mir hier jemand berichten wie ihr das mit dem Notar geregelt habe?

Vielen Dank
redsnapper

Beitrag von miau2 20.04.10 - 09:08 Uhr

Hi,
guck mal, gestern zufällig mitbekommen

http://wiso.zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,8063081,00.html

Vielleicht findest du da ja Antworten auf deine Fragen.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von wemauchimmer 20.04.10 - 11:08 Uhr

Na, grundsätzlich kannst Du beim Notar irgendeine Verteilung am Eigentum eintragen lassen, z.B. 20% Du, 80% Er (ich weiß ja nicht, was die Hütte wert ist im Vergleich zu den 20.000). Und ohne es genau zu wissen: Ich glaube nicht, daß das die notarielle Beurkundung des Eigentumsübergangs großartig verteuert (wenn überhaupt). Der Notar muß bei Grundstücksangelegenheiten immer tätig werden.
Die Frage, die Ihr wohl erstmal Euch überlegen müsst, ist, wie soll es denn funktionieren: Soll Dir ein Teil des Hauses gehören? Oder soll es quasi Deine Miete für X Jahre darstellen? Oder geht es Dir darum, im Fall einer Trennung die 20.000 auf jeden Fall wiederzusehen?
LG

Beitrag von redsnapper 20.04.10 - 13:46 Uhr

Hallo,

vielen Dank für die Info.
Da es sein Elternhaus ist und seine Eltern auch noch mit wohnen, wird das Haus nur im gehören. Es geht uns eher darum im Falle einer Trennung mein Geld wiederzubekommen.
Leider kann er den Umbau wahrscheinlich nicht komplett finanzieren, deswegen muss mein Teil auch noch mit dazu.

VG

Beitrag von wemauchimmer 20.04.10 - 14:28 Uhr

Also, dann hat das mit dem Grundbuch erstmal nichts zu tun. Es geht darum, daß Du ihm 20.000€ zinslos(?) leihst und quasi "jederzeit" die Rückzahlung fordern kannst.
=> Als "Paar" gedacht wäre es ja idiotisch, wenn er sich überschuldet und Du hast 20.000 auf der hohen Kante. Es ist also vollkommen sinnvoll, wenn Du dieses Geld in dieses Projekt steckst, sonst zahlt Ihr zusammengerechnet viel mehr für die Finanzierung
=> Als "Potenzieller Single" gedacht finde ich es riskant, die 20.000 zu leihen, es ist ja viel Geld, das kann dann irgendwie zwischen Euch stehen und Eure Beziehung womöglich belasten, unterschwellig oder offen. Die Konstellation wäre ja so, daß er es sich nicht leisten kann, die Beziehung zu beenden, weil er das Geld nicht hat. Das könnte ihn ganz schön unter Druck setzen und der Schuß könnte gewaltig nach hinten losgehen.
Ich würde erstmal entscheiden, ob es eine gemeinsame Zukunft gibt. Wenn ja, würde ich das Geld herschenken, wenn nein bzw. unsicher, würde ich es lieber behalten und nicht den Kreditgeber spielen. Schließlich kann man es bei einem Umbau sicherlich auch ein paar Nummern kleiner machen.
LG

Beitrag von joy1975 20.04.10 - 13:15 Uhr

Würde ich nicht machen. Gibt immer Streß im Falle einer Trennung, ich hätte darauf keinen Bock.
Mein Lebensgefährte und ich sind seit 8 Jahren zusammen. Letztes Jahr haben wir auch ein Haus gebaut, aber wir waren uns von Anfang an einig, dass wir kein "Rechtskuddelmuddel" haben wollen. Da ich derjenige bin, der auf jeden Fall weiter in dem Haus wohnen will (nah an meiner Arbeit etc.), wenn wir uns trennen sollten, gehört das Haus alleine mir. Auch der Kredit läuft komplett auf mich. Er gibt mir monatlich 500€ als Quasi-Miete für seine Beteiligung an Nebenkosten und wenn er woanders wohnen würde oder wir eine Mietwohnung hätte, müßte er ja auch zahlen. Er ist damit immer noch billiger weg, als bei unserer letzten Mietwohnung (1500€ inkl. Strom, Telefon etc.).

Wir sind mit dieser Regelung beide total zufrieden.

Beitrag von ayshe 20.04.10 - 13:23 Uhr

hallo,

zum grundbucheintrag hat dir ja wemauchimmer schon alles gesagt.
man kann es eben auch anteilig eintragen lassen.
also es geht.

und die notarkosten sind eben unterschiedlich.


im falle einer trennung ist es auch kein anderes problem, als wäre man verheiratet.


also wir hatten es auch gemacht, bevor wir verheiratet waren, aber mit 50:50.