Brief vom Amt- Vorsorgeuntersuchung

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von karna.dalilah 20.04.10 - 09:31 Uhr

Neulich kam ein Brief an meinen Mann gerichtet an, indem er an die Vorsorgeuntersuchuung eines unserer Söhne erinnert wird.
Zunächst wird er auf die MÖGLICHKEIT der kostenlosen und freiwilligen Vorsorgeuntersuchung hingewiesen.
Dann zur Terminvereinbarung für diese beauftragt.
Hinerher kommt die Drohung, wenn kein Schreiben vom Arzt eingeht, sprich diese FREIWILLIGE Untersuchung nicht gemacht wird, das Jugendamt unterrichtet wird:-[

Was mir echt sauer aufstößt ist die Tatsache dass:
Bei allem was unser Kind betrifft werden wir beide angeschrieben.
Hier bleibe ich außen vor#kratz
Wieso die Drohung mit dem Jugendamt, wenn die Untersuchung doch freiwillig ist???#gruebel

Prinzipiell finde ich die Erinnerung daran ja gut.
Wir haben schon mal eine Untersuchung verpaßt, weil es in dem Zeitraum bei uns so viel anlag, dass dieses unter den Tisch fiel.
ABER meine Kinder gehen in Kitas und da fallen ja wohl Vernachlässigung, Defizite und ähnliches ja wohl auf.
Unser Kinderarzt schaut grundsätzlich nicht nur auf die Symtomatik wegen derwir zu ihm kommen, sondern schaut sich das Kind im Ganzen an. Stellt auch immer mal Fragen zur momentanen Familiensituation, den Geschwistern des Kindes und befragt uns zu dem Alltag, dem Leben des Kindes.
So macht er sich immer ein umfassendes Bild.
Abgesehen davon kann ich sehr wohl feststellen, ob eines meiner Kinder Hilfestellungen oder Behandlungen bedarf, schließlich ist man ja stetig in Kommunikation mit Lehrern, Betreuern, bringt selber Erfahrungen, Beobachtungen und Wissen mit.
Ist somit in der Lage Abweichungen, Schwierigkeiten ect zu erkennen und Hilfe einzuholen.
Ich für mich sehe uns durch das Schreiben in der Form unter Druck gesetzt, (wenn es auch höflich formuliert wurde)und auch ein Stück entmündigt, denn die Entscheidung für oder gegen die freiwillige Untersuchung wird hier für uns getroffen.

Ich finde die Erinnerungen sollten bestehen bleiben.
Zur Pflicht sollte es für die Kinder gemacht werden, die keine Kindereinrichtung, Tagesmutter ect. regelmäßig besuchen.

Wie seht ihr das?

Beitrag von yvonnechen72 20.04.10 - 09:54 Uhr

Hallo,

warum rufst dunicht einfach mal auf dem Amt an und erkundigst dich, aus welchem Grund dein Mann zu der Vorsorgeuntersuchung aufgefordert wird und warum der Brief nur an ihn und nicht an euch beide gerichtet ist.
Das wäre vermutlich das erste, was ICH getan hätte.

LG Yvonne

Beitrag von syhana 20.04.10 - 11:49 Uhr

Da würde ich mal von aus gehen das die Kinder beim vater versichert sind ;-)

Beitrag von yvonnechen72 20.04.10 - 13:37 Uhr

Wäre eine Möglichkeit#klatsch

Beitrag von hezna 20.04.10 - 09:59 Uhr

Wer will das überprüfen?

Hier wird pauschal jeder angeschrieben, der seine Kinder nicht zu diesen Untersuchungen gebracht hat.

Und halt weiter erinnert.

In meinen Augen besser als das Kinder verhungern, oder sonstige Leiden erdulden müssen.

Denn wenn sie erstmal das Jugendamt auf den Plan bringen, wird sicherlich schnell deutlich, ob in der Familie alles in Ordnung ist.

Bei euch mag ja alles gut sein, aber das sie so hartnäckig hinterher sind, finde ich völlig in Ordnung. Es soll im Ende ja nur die Kinder schützen, bei denen etwas "faul" ist.

Ich würde, wenn es dir so wichtig ist, dort höchstens hinterfragen, warum du nicht mit angeschrieben wirst.

Ansonsten einfach die Untersuchung machen lassen und gut ist.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von karna.dalilah 20.04.10 - 10:19 Uhr

Bei uns in Niedersachsen, steht gleich die Drohung das wenn man den Schein mit Stempel vom Arzt hinschickt bzw derArzt sich da nicht meldet das ans Jugendamt weitergeleitet wird.
Was soll das...sind doch freiwillige Untersuchungen und ich finde bei Kindern die Kitas und Tagesmütter regelmäßig besuchen völlig unnötig.
Von einem Arzt erwarte ich eine ganzheitliche und umfassende Betreuung eines Kindes.

Mir geht esja nur darum dass man ja bei einer angeblich freiwilligen Untersuchung gar keine Wahl hat.
Also eine von freiwilligkeit ja gar keine Rede sein kann

Lieben Gruß
Karna

Beitrag von hezna 20.04.10 - 10:35 Uhr

Vermutlich geht man davon aus, das Familien, die sich um ihre Kinder sorgen, die Untersuchungen sowieso machen lassen, weil sie verantwortungsbewußt handeln.

Dies bedeutet im Umkehrschluß, daß die, die es nicht machen, evtl. einen Grund haben, warum sie nicht hingehen.

Und da die Jugendämter mehr als sensiblisiert sind durch die Vorgänge der letzten Jahre, werden sie halt gerufen.

Sicherlich geht da die "Freiwilligkeit" ein wenig verloren.

Aber du kannst es ja drauf ankommen lassen.

Beitrag von karna.dalilah 20.04.10 - 11:06 Uhr

Ums darauf ankommen lassen gehts ja gar nicht.
Es geht mir um die unangemessene Androhung bei einem Ersterinnerungsschreiben.
Bei U´s die wir in der Regel auch machen lassen sind nie Defizite/Auffälligkeiten festgestellt worden, erst bei Zwischenzeitlichen Arztbesuchen (die aus diesem Grund stattfanden)

Beitrag von yale 20.04.10 - 11:50 Uhr

"Hier wird pauschal jeder angeschrieben, der seine Kinder nicht zu diesen Untersuchungen gebracht hat."

Ich glaub es geht los ich geh immer mit meinen Kindern zu den U-Untersuchungen.

Einzig die U6 meines jüngsten ist nach dem 1.geb durchgeführt worden,trotzdem aber eingetragen.

Also irgendwo ist mal schluss,man kann nicht alle Eltern über einen Kamm scheren nur weil einige der meinung sind das es wichtiger sei sich um ein virtuelles baby zu kümmern als ums eigene-siehe China.

Beitrag von gh1954 20.04.10 - 12:04 Uhr

Woher soll ein Amt wissen, welche Eltern über einen Kamm geschoren werden dürfen?

Wenn alle gleich behandlt werden, hat doch niemand Grund, sich zu beschweren.

Wenn du zu den Eltern gehörst, die sich kümmern, mag so eine Erinnerung ärgerlich sein, aber es gibt leider genug Eltern, die eine Drohung brauchen, um aktiv zu werden.

Beitrag von kruemlschen 20.04.10 - 10:04 Uhr

Hallo,

bist Du sicher, dass die U bei Euch freiwillig ist? Es gibt ja inzwischen einige Bundesländer wo die U's Pflicht sind und nicht freiwillig...

Aber mal ganz davon abgesehen, nein, ich teile Deine Ansicht ganz und gar nicht und kann erst recht nicht verstehen, warum Du Dich darüber aufregst!

Die U's werden mehr und mehr zur verpflichtenden Untersuchung gemacht um Kindesmisshandlung vorzubeugen oder zumindest frühzeitig zu bemerken und entsprechend handeln zu können.
Warum findest Du das nicht gut? Meinst Du nicht, dass man unsere Kinder besser schützen sollte?

Woher soll denn das Jugendamt wissen, dass ihr fürsorgliche Eltern seid?? Woher soll das JA wissen, dass Euer Kinderarzt zu der Sorte gehört, die sich die Kinder bei jedem Besuch genau ansehen?
Warum fühlst Du Dich durch das Schreiben des JA's so "bedroht"?
Und nein, Du als Leihe kannst nicht immer frühzeitig erkennen wenn Dein Kind ein Defiziet entwickelt, erst recht nicht wenn es nicht alltäglich ist. Darum haben Kinderärzte bzw. Ärzte im Allgemeinen ja Medizin studiert.

Ich finde die U's sollten für ALLE Kinder verpflichtend sein!

Gruß Krüml

Beitrag von yvonnechen72 20.04.10 - 10:17 Uhr

Hallo,

nicht böse sein, aber "Leihe" find ich schon echt süß!;-)
Was hat sie denn geliehen? Ihre Kinder evtl.?;-)
Was du meintest ist der "Laie":-p

LG Yvonne

Beitrag von kruemlschen 20.04.10 - 10:32 Uhr

jaaa, als ich es abgeschickt hab, hab ich mir noch gedacht das war jetzt bestimmt falsch #augen aber dann hab ich was anderes gemacht und in der Zwischenzeit vergessen hier noch einen hinterher zu schieben #schein

#danke

lg krüml

Beitrag von karna.dalilah 20.04.10 - 10:31 Uhr

Ich gehe mal davon aus, dass ich als Mehrfachmutter in Zusammenarbeit mit den Lehrern und Betreuern meiner Kinder sehr wohl Defizite aufdecken kann und auch habe.
Lt Lehrerin verwächst sich evt noch die Unkonzentriertheit eines meiner Söhne. Ich sehe seit einiger Zeit keine Entwicklung in diesem Bezug und lasse dies nun in verschiedenen Richtungen abklären.
Ich denke auch das Lehrer und Erzieher die nahezu täglich mit meinen Kindern zu tun haben, Vernachlässigungen erkennen.
Die Erinnerungen find ich wie gesagt super, denn in einergroßen Familie fällt mal sowas unter den Tisch#schwitz
Ich finde lediglichdie Drohung mit dem JA völlig daneben.

Beitrag von kruemlschen 20.04.10 - 10:47 Uhr

Du pickst Dir aus meinem Beitrag ausschließlich den heraus, dem Du etwas entgegen zu setzen hast, alles andere lässt Du unkommentiert...

Du meinst also, Mehrfacheltern soll man schon mal grundsätzlich nicht anschreiben und Kinder die fremdbetreut werden auch nicht. Wer soll denn Deiner Meinung nach die Mehrkosten für den erhöhten Prüfungsaufwandes des JA's bezahlen, damit auch nur die "richtigen" Familien angeschrieben werden?

Und warum findest Du die "Drohnung" mit dem JA daneben? Wer wenn nicht das JA soll sich denn um mögliche Kindesmisshandlungen kümmern?

Nein ehrlich, ich finde Deine Beiträge meist sehr anregend und teile oft Deine Meinung, aber in diesem Fall versteh ich Dich so ganz und gar nicht.

Ist das "verletzter Stolz" der aus Deinem Mutterherz spricht?

Gruß Krüml

Beitrag von karna.dalilah 20.04.10 - 11:14 Uhr

nein mir geht es um die unangemessene Drohung mit dem JA bei einem Ersterinnerungsschreiben.
Eine freundliche Erinnerung wäre doch in dem fall völlig angemessen und ausreichend gewesen, zumal wir noch 6 Monate Zeit haben.
Die Erinnerung selber finde ich ja gut, weil so weit auseinanderliegende Termine doch schnell in Vergessenheit geraten.
Das nicht ich für mein Kind etwas entscheide sondern eine Institution für mich.
Das gilt jetzt für mich als Privatperson.
Klar sollen damit Kindesmisshandlungen und Vernachlässigungen eher aufgedeckt werden(was es sicher auch wird), aber das war im Moment nicht Gegenstand der Disskussion.
Im übrigen sind nie Auffälligkeiten/Defizite bei einer VU festgestellt worden, sondern immer bei zwischenzeitlichen Untersuchungen die aus diesem Grund stattfanden.

Beitrag von kruemlschen 20.04.10 - 11:33 Uhr

Ich kenne solche "Erinnerungsschreiben" bisher nur, wenn die Untersuchung kurz bevor steht, oder der Zeitrahmen für die U sogar schon verstrichen ist und beim KiA noch kein Termin für die U festgehalten wurde. Ich ging davon aus, dass Du auch so ein schreiben erhalten hast.

Wenn ihr sogar noch 5 Monate Zeit habt bis zur nächsten U, dann verstehe ich den Brief ehrlich gesagt auch nicht.

Ich bekomme immer nur ein Erinnerungsschreiben von meiner KK, allerdings wird mir da auch nicht "gedroht".

Unter diesen Umständen kann ich Deinen "Ärger" schon eher nachvollziehen, trotzdem aber nicht wirklich verstehen. Entsorg es doch einfach in der Ablage P und gut ist's ;-)

Beitrag von sissy1981 20.04.10 - 12:07 Uhr

Es ist ja nicht nur die Frage wer die Mehrkosten des Prüfungsaufwandes bezahlt sondenr auch die Tatsache, dass sich dsa Verfahren unangemessen in die Länge zieht - zum Nachteil der Kinder die Schutz und schnelle öffentliche Fürsorge nötig hätten.

Beitrag von xyz74 20.04.10 - 10:04 Uhr

Ich weiß nicht in welchen Bundesland du lebst, aber bei uns in Hessen sind die U's Pflicht.
Erscheinen wir in den Zeitfenster nicht beim KIA gibt es erst ein freundliches Erinnerungsschreiben und sollte man darauf nicht reagieren, steht das JA vor der Tür.

Ich hab damit kein Problem.
Ob der Vater oder ich anschrieben werden...
Ganz ehrlich, ist mir relativ egal.

Mir persönlich sind Pflichtuntersuchungen und schreiben von JA lieber als Meldungen in den Medien über tote Kinder.

Und nur weil Kinder irgendwelche Einrichtungen besuchen, heißt das noch lange nicht, dass dort Misshandlungen auffallen!

Beitrag von karna.dalilah 20.04.10 - 10:35 Uhr

Und nur weil Kinder irgendwelche Einrichtungen besuchen, heißt das noch lange nicht, dass dort Misshandlungen auffallen! "

Dann sollte das Personal geschult werden. Denn die Aufgabe der Kita ist nicht die Kinderaufbewahrung!- meine Sicht

Auch Ärzten fallen Misshandlungen nicht zwangläufig auf und teilweise können sie es auch nicht, weil ein Arzt zu wenig Zeit mit dem Kind verbringt. Ich denke das könnten Lehrer und Betreuer eher auffallen.

Beitrag von frauke131 20.04.10 - 11:24 Uhr

So einfach ist das nicht immer. Bei meiner Schwester im Kiga (also wo ihre Kinder sind) wurde ein äußerlich unversehrtes Kind abgegeben, welches plötzlich kollabierte! ratlosigkeit bei den Erziehern- bis sich rausstellte, dass der Vater das Kind geschüttelt hat und dann einfach abgab!

Beitrag von rittmeisters 20.04.10 - 10:06 Uhr

Ich finde es sehr gut das die Gesundheits und Jugendämter sich da nun so Hinter hängen.

Und ich finde es sollte für alle Familien bestehen, denn es ist egal in welcher Sozialen schicht man sich befindet und ob das Kind in einem Kindergarten einer Schule oder sonst etwas geht.

Es ist doch so das in der heutigen Zeit die Zeit so schnell vorbeirast und man als Elternteil auch mal den ein oder anderen Termin vergisst.
Und diese Vorsorgeuntersuchungen sind Wichtig in meinen Augen und ich denke, das es für Eltern eigentlich immer das Wichtigste sein sollte darauf zu Achten das es den Kindern gut geht und sie Zeitgerecht entwickelt sind!!!

Beitrag von pizza-hawaii 20.04.10 - 10:12 Uhr

Und wenn das nächste Kind verhungert ist schreist Du vermutlich als erstes wo denn das Amt war!

Kann man es eigentlich auch richtig machen, als Amt?

Wir haben auch ein Schreiben bekommen, müssen wir zur U5 mit zum Arzt nehmen und unterschreiben lassen.

Desweiteren werde ich an jede U von meiner KK erinnert und das Gesundheitsamt macht hier drei Termine im ersten Lebensjahr zur Beratung, die kann man allerdings absagen.

Ich finde das alles auch etwas nervig, weiss aber warum es gemacht wird und das nunmal nicht alle Eltern so Verantwortungsbewusst sind.

Das Amt kann das vorher aber nicht wissen, also werden alle angeschrieben! Und woher sollen sie bitte wissen welche Kinder in Kitas gehen oder zu Tagesmüttern?

pizza

Beitrag von karna.dalilah 20.04.10 - 10:39 Uhr

weil alle Daten über EDV abrufbar sind ;-)
glaub mir!
Mich hat ein Mitarbeiter derStadtverwaltung angeschrieben über eine E-Mail Adresse die ich nie dafür nutze und auch nirgendwo angegeben habe. Die Stadtverwaltung schreibt über eine andere Adresse.

Beitrag von pizza-hawaii 20.04.10 - 11:21 Uhr

Wenn ich mein Kind bei einer Tagesmutter habe dann taucht das nicht zwingend in einer Datenbank auf!