Vorzeitig Einschulen in Slowenien, ja oder nein? (Sorry extra lang)

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von andream12 20.04.10 - 09:42 Uhr

Hallo,

ich bin eigentlich ein stiller Leser, ich verfolge schon eine lange Zeit die Disskussionen über kann-kinder.

Mich würde Eure Meinung interessieren.
Meine Matea ist am 25. März 5 Jahre alt geworden. Wir leben schon ihr ganzes Leben in Slowenien, sie geht seit sie 10 Montae alt ist in den Kindergarten (grippe), besucht jetzt also das 4.? Kindergartenjahr. Seit letztem Jahr ist sie in der Vorschulgruppe, und fühlt sich dort sehr wohl. Dieses Jahr geht sie einmal inder Woche zum tanzen und in eine Englischgruppe. Ausserdem ist sie zweisprachig, spricht relativ gut deutsch, fliessend slowenisch (mitlerweile korrigiert sie mich regelmässig),
Bei uns werden alle Kinder eingeschult, die bis Ende Dezember 2004 geboren sind, Januarkinder sind Kann-kinder, Matea ist also drei Monate zu jung für die Schule.
Jetzt hat sie aber im letzten Jahr selbstständig alle Buchstaben gelernt (Grossschreibung), siet einem Monat fängt sie auch an diese zu verbinden und einzelne Wörter zu lesen und zu schreiben, sie kann die Zahlen schreiben (manchmal spiegelverkehrt) und kennt die Zahlen, mit Fingern rechnet sie bis 10.
Sie ist für ihr alter recht gross (115cm und 18kg).

Bei uns ist es so dass in der ersten Klasse noch nicht lesen gelernt wird, sondern die Zahlen bis 10 und viele Schreibübungen gemacht werden, das macht Matea wahnsinnig gerne zu Hause und sitzt teilweise mehr als zwei Stunden mit ihrem Aufgabenheft. Sie kann sich sehr gut konzentrieren.
Vorgestern hat sie einen kurzen Auftritt organiseirt, wo sie unsere benachbarten Freunde und Schwiegereltern eingeladen hat. Sie hat ohne es vorher zu üben alle höflich begrüsst und selbst die Lieder angesagt und dann alle zum Eis eingeladen (das war abgesprochen).

Ich bin sehr im Dilemma, bei uns ist alles "sehr klein", der Kindergarten und die Schule sind im gleichen Haus, die Erzieher und Lehrer sind meist miteinander verwandt. Alles ist wie eine grosse Familie.
Im Dezember habe ich die Erzieherin von Matea gefagt wie sie zu einer vorzeitigen Einschulung steht, sie fand es nicht so gut, aber auf der anderen Seite schwärmte sie mir vor wie selbstständig sie ist, und dass sie sich regelmässig daran errinern muss, dass Matea ja ein Jahr Jünger ist als ein Grossteil der anderen.

Ich will einfach nicht, dass sie sich lagweilt. Ich bin jetzt zur Hause, weil ich im August unser drittes Kind bekomme. Wenn ich Probleme habe, ist sie sehr rücksichtsvoll und hilft mir, zieht auch mal ihren jüngeren Bruder an und passt auf ihn auf.

Ich hoffe ich habe Euch jetzt nicht erschlagen mit soviel Text, was ist Eure Meinung?
Morgen habe ich ein erneutes Gespräch mit der Erzieherin von Matea, mal sehen was sie sagt.

Viele liebe Grüsse aus dem sonnigen Slowenien,

Andrea mit Matea und Philip und #ei

Beitrag von ballroomy 20.04.10 - 13:20 Uhr

Hallo,

nach Deiner Schilderung würde ich sie einschulen.

Es gibt hier bei urbia einen Club zur bilingualen Erziehung. Schau doch mal dort rein, wenn Du magst. Hier der Link: http://mein.urbia.de/club/zwei+bzw+mehrsprachige+Erziehung/



Viele Grüße

ballroomy

Beitrag von wetterleuchten 20.04.10 - 14:34 Uhr

Ich weiß nicht, ob du es darfst, sie einzuschulen, aber ich würde an deiner Stelle es definitv versuchen. Es sind nun mal nicht alle Kinder gleich begabt, und deine scheint wirklich (hoch)begabt zu sein, deshalb würde ich davon ausgehen, dass noch ein Jahr in KiGa ihr nicht gut tun würde.

LG