Welchen Job würdet Ihr nehmen??

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Beitrag von nele27 20.04.10 - 09:53 Uhr

Hi,

mein Mann hat nach der Technikerschule, die er in Vollzeit macht, zwei Bewerbungen am laufen, die ganz gut aussehen. Wir sind uns unschlüssig wenn es bei beiden was wird - welchen Job würdet Ihr nehmen??

Job 1:

Vorteile:
- Werkstattleiter (Bereich Maschinenbau), das ist die Position unterm Niederlassungsleiter, also gute Aufstiegschancen und gute Bewerbungschancen, wenn er mal wechseln will
- Firmenwagen zur privaten Nutzung
- sehr abwechslungsreiche Tätigkeit (eigentlich kein Berufseinsteigerjob)

Nachteile:
- Gehalt ist in Festbetrag und Provision geteilt: Festgehalt 400 Euro brutto weniger als in Job 2 (die ersten 6 Monate bekommt er aber, da er dann wg. Einarbeitung noch keine Prov. erwirtschaften kann, nur 200 Euro weniger)
- er müsste nebenbei noch einen Lehrgang machen (wie, ist noch nicht ausgehandel, wahrscheinlich Fernlehrgang nebenbei). Lehrgang würde Firma bezahlen, trotzdem kostet es ihn halt Zeit.
- viel Arbeit (die Werkstatt wird neu geschaffen bzw. erweitert, ist also kein 8-Stunden-Job)

Job 2:

Vorteile:
- 400 Euro brutto mehr als in Job 1
- er kennt die Firma schon (jobbt dort gerade als Aushilfe)
- normale Arbeitszeiten (klar, ein paar Überstunden sind dabei, aber die Niederlassung ist nicht im Aufbau wie bei Job 1)

Nachteile:
- "stinknormaler Job" in der Branche (Konstrukteur Maschinenbau). Also keine besonderen Aufstiegschancen.


Der Fahrtweg ist bei beiden Firmen gleich und es sind beides mittelständische Betriebe...
Job 1 ist halt unsicherer in Bezug auf den tatsächlichen Verdienst wegen der Provision, öffnet meinem Mann aber uU gute Perspektiven auf leitende Positionen.
Job 2 ist erstmal finanziell gewinnbringender, aber keine besondere Position.

Direkt angewiesen sind wir auf die 400 Euro nicht, weil ich gutes Elterngeld bekomme. Aber schön wären sie natürlich trotzdem :-)

Wie wäre Eure Wahl??

LG, Nele

Beitrag von biene81 20.04.10 - 10:00 Uhr

Tach Nele,

ICH wuerde den 2. Job nehmen. Ganz einfach, weil ich nicht Karriere machen will und mich mit einem "stinknormalen" Job, solange er halbwegs Spass macht, zufrieden gebe.
Es kommt doch aber drauf an was er will.
Denkt er so wie ich? Oder will er Karriere machen?

LG

Biene

Beitrag von nele27 20.04.10 - 10:02 Uhr

Er ist so aufgeregt, dass er noch gar nichts denkt #zitter
Daher übernehme ich das ... :-)

Beitrag von fred_kotelett 20.04.10 - 10:13 Uhr

Die Frage ist um wieviel Prozent kann er durch die Provision sein Grundgehalt steigern.

Sind das nur ein paar hundert tacken, würd ich zu Job 2 tendieren und aus der Position weitersuchen.

Beitrag von nele27 20.04.10 - 10:18 Uhr

Tja, das ist eine gute Frage #kratz Es sind

Das Weitersuchen wird aus Job 1 aber definitiv leichter sein... also zumindest wenn es um gute Positionen geht.

Mir schmeckt das mit der Position auch überhaupt nicht, aber 6 Monate lang hätte er zumindest nur 200 Euro weniger (und er arbeitet eh erstmal auf Kl. 5!!). Und ich glaube, WENN er gut in den Job reinkomt, kann er dort gut was werden.

Job 2 wäre halt ruhiger, er muss nichts aufbauen. Aber er würde dort auch nichts und die Frage ist, auf was er sich hinterher bewerben kann...

Schwierig!

Beitrag von nusch 20.04.10 - 11:07 Uhr

Hallo Nele,

wieso arbeitet er auf Steuerklasse V, wenn Du in Elternzeit bist?

Grüße
Nusch

Beitrag von nele27 20.04.10 - 11:18 Uhr

Ich gehe im Oktober in den Mutterschutz, die Jobs sind ab Juli... wir wechseln im Oktober in 4/4.

Beitrag von nusch 20.04.10 - 11:40 Uhr

Würde es denn nicht Sinn machen, im Oktober in III für Deinen Mann und V für Dich zu wechseln, da das Elterngeld ja nicht versteuert wird?

Beitrag von nele27 20.04.10 - 11:45 Uhr

Ich habe am Donnerstag deswegen einen Steuerberatungstermin. Ich tendiere aber zu 4/4, weil mein Elterngeld recht hoch ist und ich Angst habe, dass wir so viel nachzahlen müssen...

LG, Nele

Beitrag von nusch 20.04.10 - 13:20 Uhr

Hm, ja, die Progression darf man natürlich nicht vergessen.

Beste Lösung: er III, Du V und Elterngeld auf 2 Jahre splitten und zu Hause bleiben.

Dann ist die Progression nicht so wild, er hat zwei Jahre Zeit, die Karriere richtig anzukurbeln, weil Du ihm den Rück freihälst.

Sorry, ich spinn grad nur rum, nimm mich nicht zu ernst.

Beitrag von nele27 20.04.10 - 14:08 Uhr

Tja, das wäre auch eine Lösung, nach der saftigen Erhöhung in Hamburgs Kitas auch nicht doof - aber ich habe einen Zeitvertrag. Wenn ich 2 Jahre EZ nehmen würde, hätte ich nur noch 1 Jahr übrig, das ist mir zu knapp.

Und das schöne dicke Elterngeld wäre ja nur noch halb so schön :-)

Och, ich bin immer für kreative Lösungen offen. Vielleicht sollte er sich um einen Job 3 in Dubai bemühen ... da zahlt man gar keine Steuern ;-)

Beitrag von purpur100 20.04.10 - 10:14 Uhr

Job Nr. 2
erscheint mir als Einstieg erstmal logischer. Wenn er das richtig gut hinkriegt, dann kann er sich hinterher immer noch umorientieren und die Karriereleiter hochklettern.

Beitrag von nele27 20.04.10 - 10:24 Uhr

Ja, logischer ist es ... Job 1 hat halt mehr Klippen zu umschiffen. Andererseits ist es eben ein Reiz, etwas aufzubauen und viele Möglichkeiten zu bekommen.

Wäre er Hauptverdiener würde ich auch klar sagen, Job 2. Aber so bekommt er eine Chance, die er zumindest in meiner Elternzeit gut nutzen kann und bewerben kann er sich definitiv besser aus Job 1.

Beitrag von badguy 20.04.10 - 10:26 Uhr

Prinzipiell stellt sich für mich die Frage, was er möchte. Möchte er den eher ruhigen Job 2 oder juckt es ihn in den Fingern Karriere zu machen und mit einer Herausforderung zu starten.

Nächste Frage ist die Provision. 4800 Euro sind sein Abschlag im Vergleich zu Angebot 2.

Wie sieht es mit dem Übergang von Aushilfe zu Festanstellung aus? Stichwort: Talent aus den eigenen Reihen ist weniger Wert als Talent aus fremdem Stall.

Beitrag von fred_kotelett 20.04.10 - 10:27 Uhr

"Wie sieht es mit dem Übergang von Aushilfe zu Festanstellung aus? Stichwort: Talent aus den eigenen Reihen ist weniger Wert als Talent aus fremdem Stall."

Gute Frage

Beitrag von nele27 20.04.10 - 10:30 Uhr

4800 Euro - Du meinst Jahresbrutto, nicht wahr??

Naja und was die Festanstellung betrifft: Job 1 wäre unbefristet, bei Job 2 wissen wir es nicht...

Beitrag von diana1608 20.04.10 - 10:32 Uhr

Hallo, ich würde mich auch für Job 2 entscheiden, da ist dein Mann auf der sicheren Seite. Auch wenn es ein stink normaler Job ist und er vielleicht nicht so gute Aufstiegschancen hat.
Bei Job 1 bekommt er eine Provision. Was ist wenn er krank ist oder Urlaub hat? Bekommt er dann die Provision auch?
Gruß Diana

Beitrag von nele27 20.04.10 - 10:37 Uhr

Nee, die Provision bekommt er nur, wenn er mit seiner Werkstatt Aufträge an Land gezogen hat... ganz genau weiß ich es aber nicht.

Die Frage ist halt, ob man da Karriere machen kann. Denn wenn es so ist, bietet sich nur JETZT die Gelegenheit. Ich bin Hauptverdiener und wenn ich aus der Elternzeit (MuSchu beginnt im Oktober) raus bin und er verdient weiterhin weniger als ich, werde ich keinesfalls reduzieren, dann muss er das machen. Daher könnte er sich JETZT erproben und Karriere machen, ich bin ich zu Hause. Wenn das erfolgreich ist, reduziere ich später gern. Aber eben nicht, wenn ich mehr verdiene (wäre ja unsinnig). --- Deswegen kommt die Chance wenn jetzt, dann gerade richtig.

Danke für Deine Meinung!

LG

Beitrag von seikon 20.04.10 - 10:47 Uhr

Ich würde Job 2 als Einstieg vorziehen.

Er kommt frisch von der Technikerschule. Ist also auf dem Gebiet zumindest ein Berufseinsteiger.

Er verdient brutto mehr Geld. Provision ist ja schön und gut. Aber die müsste er erst mal rein arbeiten und ausserdem sind die ja meist steuerfrei und fallen z.B. bei der Alg 1 Berechnung dann raus.
Ein Dienstwagen zur privaten Nutzung ist ja schön und gut. Aber den müsste er dann mit 1% vom Listenpreis versteuern. Egal wie alt der Wagen ist und wie viel er real noch wert ist.
Bei Freunden von uns macht das mal eben gute 500 Euro im Monat aus. Und für das Geld kann man sich schon fast ein privates Auto halten. Selbst wenn der Sprit und die Unterhaltskosten von der Firma übernommen werden kann (nicht muss, aber kann) diese Variante am Ende die teurere sein.

Aus Job 2 heraus kann er sich auch sehr gut bewerben. Wenn er sich nicht dumm anstellt und entsprechende Kontakte knüpft, dann wird es ihm recht leicht fallen als Maschinenbautechniker etwas neues zu finden.
Und er wird eben nicht gleich so extrem unter Druck gesetzt wie bei Job 1. Er hat mehr Zeit und Ruhe sich einzuarbeiten und kann auf die Erfahrung von Kollegen zurück greifen. Bei Job 1 wäre er mehr oder weniger auf sich allein gestellt. Und obwohl die Firma jetzt noch sagt, dass er ja 6 Monate lang eingearbeitet wird denke ich, dass der Erwartungsdruck recht schnell da sein wird.

Beitrag von nele27 20.04.10 - 11:00 Uhr

#danke

Ja, mit dem Erwartungsdruck hast Du Recht.

Das Auto wäre ein Golf (Neuwagen) und Unterhaltskosten/Sprit werden übernommen (das ist aber eh nicht Ausschlag gebend für uns, ich habe es nur erwähnt, weil es eben zu den Konditionen gehört).

Ja, ALG-Berechnung, Rente etc stimmt schon. Ich bin auch kein Freund von Provisionen. Aber es wäre halt eine Chance, die sich gut entwickeln könnte und das Aufgabengebiet interessiert ihn. Ich habe es vorhin schon mal geschrieben: Während meiner Elternzeit wäre es eben DIE Gelegenheit, sowas auszuprobieren... später wäre das nicht mehr so gut (mein Job kostet ja auch Zeit).

Job 2 ist auch schön (das war das 1. Angebot, das im Raum stand). Die Frage ist eben, ob Job 1 lukrativer ist....
Bei Job 2 wäre er auch nicht um 16 Uhr zu Hause, aber er kann halt Überstunden abbummeln, das würde bei Job 1 wohl nicht gehen... Job 2 könnte ein Zeitvertrag sein (das wissen wir nicht / 1 ist auf jeden Fall fest - das müssen wir auch bedenken, da ich immer Zeitvertträge hatte und ich nicht weiß, wann sich das ändert).

Wenn er Job 1 nimmt und dort gut verdienen sollte, würde ich reduzieren nach der Elternzeit. Wenn nicht, dann geht das eh nicht...

Danke für Deine Meinung. Mir helfen die ganzen Argumente beim Überlegen :-)

LG, Nele

Beitrag von seikon 20.04.10 - 11:22 Uhr

Wie gesagt, beide Jobs haben vor und Nachteile.

Natürlich kann er bei Job 1 sicherlich mehr als 400 Euro brutto Provision machen. Das sollte er auch, wenn es ein Job mit Führungsverantwortung ist, im Gegensatz zu einem Konstrukteursjob.

Ihr müsstet halt mal schaun, was der Dienstwagen per Listenpreis kostet und wie viel euch das dann monatlich belastet. Da kann man ja auch die private Nutzung dann einfach ablehnen, dann fallen die Kosten weg.

Ich denke aus Job 2 kann er sich trotzdem auch gut weiter entwickeln und hocharbeiten. Er kann sich dann recht schnell zum Projektleiter/Teamleiter hocharbeiten. Was er bei Job 1 natürlich von Haus aus schon hätte.

Bei Job 1 müsst ihr genau auf das Kleingedruckte achten. Am Ende erhält er zwar eine gute Bezahlung, aber ackert dafür auch 250 Stunden im Monat oder mehr. Das mit der Arbeitszeit, und wie mit anfallenden Überstunden umgegangen wird sollte also schon irgendwo geregelt sein.

Bei Job 1 hat er zwar mehr Druck im Rücken, aber sicherlich auch mehr Freiheiten und Gestaltungsmöglichkeiten. Job 2 wäre halt erstmal der klassische Lemmingjob.


Aber ehrlich gesagt, so wie du schreibst, habt ihr euch eigentlich schon entschieden ;-).
Man liest aus deinem Text schon ziemlich deutlich raus, dass du/ihr euch eigentlich lieber für Job 1 entscheiden würdet, aber einfach unsicher seid, ob es das richtige ist.

Ich sag mal so. Dein Mann ist nach der Technikerschule eine hochqualifizierte Arbeitskraft. Das Angebot klingt gut und wenn ihr euch damit wohler fühlt, dann macht das so. Wichtig ist, dass dein Mann sich nicht über den Tisch ziehen lässt. Damit meine ich sowohl beim Arbeitsvertrag, als auch beim arbeiten später. Er soll zeitig auch seinen Chef in die Schranken weisen, wenn er merkt, dass er eigentlich nur ausgebeutet wird. Sollte er wirklich gekündigt werden, dann wird er nicht lange ohne Job bleiben, wenn er sich nicht gerade ganz blöde anstellt. Und da er ja noch in der Schule ist, und jetzt bereits zwei recht konkrete Jobangebote hat zeigt doch, dass er offensichtlich recht gefragt ist auf dem Arbeitsmarkt.

Wichtig ist, dass IHR euch mit der Entscheidung wohl fühlt. Was bringt es euch, wenn er Job 2 nimmt, und eigentlich vom Bauch her aber lieber Job 1 gemacht hätte? Er wäre unglücklich, unmotiviert und würde sich immer Vorwürfe machen, wieso er die Chance nicht genutzt hat. Ich denke so Lemmingjobs gibt es zahlenmäßig auch mehr als Jobs als Werkstattleiter. Und wenn er merkt, dass es nicht geht, dann kann er sich aus Job 1 heraus immer noch was neues suchen und dann kündigen.

Beitrag von nele27 20.04.10 - 11:42 Uhr

Ganz lieben Dank für Deine Antwort!

Es ist für uns eben eine völlig neue Situation. Bisher ging es immer um MEINE Karriere. Nele muss sich bewerben, Nele will mehr Verantwortung, Nele will umziehen, weil es woanders was besseres gibt.

Nils war in Elternzeit, Nils hat immer gekocht, Nils und Anton waren praktisch eine Einheit :-) Bis die Schule kam. Und auch die organisierte er um meine Arbeit herum.

Naja und ich würde ihm nun eben auch einen tollen Job gönnen. Job 2 stand zuerst im Raum und erschien uns auch logisch und als Glückstreffer (weil er schon seine Facharbeit mit der Fa schreiben konnte und der Minijob abfiel). Plötzlich kam Job 1 dazwischen. Leitende Position. Da waren wir erstmal platt. Wäre ich nun Hausfrau oder Verkäuferin oder Arzthelferin, würden wir natürlich Job 2 nehmen!! Es geht lediglich um die Chance, die sich ihm bietet, während meiner Elternzeit sich voll auf den Beruf zu stürzen...

Falls das klappt mit Job 1 hätte er auch nicht ewig so viel zu tun. Er soll halt eine neue Werkstatt leiten und für diese Werkstatt Aufträge bearbeiten/abwickeln. Ich denke, entweder er baut das auf und es klappt und dann kommt eine etwas ruhigere Phase. Naja oder er scheitert, weil zu viel vorgenommen #schwitz Dann wäre es natürlich ärgerlich, wenn es keinen Konstrukteursjob mehr gibt...
Ich weiß halt nicht, ob er bei Job 1 dann mit schwarzen Ringen um die Augen abends um 23 Uhr Job 2 hinterherweint #schock
Oder ob es genau das richtige ist...

Mit dem Kleingedruckten hast Du völlig recht. Wichtig ist vor allem, dann er nach der Einarbeitungszeit, wenn er Einblick in die Sache mit der Provision hat, genau prüft, ob es das war. Und ggf. sich traut, den Kram wieder hinzuschmeißen... Manche schmoren ja dann so im Saft der Firma und merke nicht, wie sie vereinnahmt werden...

Oder er sagt sich, Konstrukteur reicht mir und nimmt Job 2. Aber ich denke, wenn die Chance besteht, so einen "Lemming-Job" auch hinterher zu bekommen, könnte er erstmal Job 1 nehmen und dann Job 2, wenn es nicht hinhaut.

Richtig beworben hat er sich noch gar nicht. Das Angebot für Job 2 kam während seiner Versuche für die Facharbeit. Naja und mit dem Geschäftsführer von Job 1 kam er beim Grillen ins Gespräch über Maschinebau im Allgemeinen und so (das ist nämlich der Opa von Antons Kindergartenfreund :-)) Der wollte schon länger die Werkstatt in HH erweitern und war gerade am überlegen, wo und mit wem...

Beitrag von mikabe 20.04.10 - 10:57 Uhr

Hallo Nele,

zu der finanziellen Seite ist Dir ja schon einiges gesagt worden. Ich würde noch bedenken, wie es ist, wenn Du wieder in den Job einsteigst. Und willst Du eher kurz zuhause bleiben oder schon das ganze Jahr nutzen?
Wenn ihr dann beide einen Job habt, der euch arg und lange fordert, finde ich das rel. ungünstig. Deshalb bin ich auf die freiberufliche Variante umgestiegen....da kann man sich die Zeit wenigstens ab und zu frei einteilen. Und mein Mann hat momentan den "besseren" Job. Als er noch Doktorand war, war es bei uns auch umgekehrt. Und ein klein bißchen genieße ich das jetzt auch, daß ich beruflich etwas ungebundener bin.

Ich glaube aber ich würde zu Job zwei tendieren. Dein Mann ist ja auch nicht mehr ganz "jung" und unerfahren, ich denke da schafft er den Job gut. (klar der Karrieregedanke muß da sein, und das Geld muß am Ende auch stimmen).

Also viel Glück bei der Entscheidung, und ab und zu das Denken für den eigene Mann zu übernehmen ist auch nicht schlecht....

LG Micha

Beitrag von nele27 20.04.10 - 11:13 Uhr

Also zurzeit bin ich Alleinverdiener. Ich gehe im Oktober in Mutterschutz und dann 1 Jahr in Elternzeit. In der Zeit stellt sich heraus, wie es weitergeht.
Wenn mein Mann einen top Job an Land gezogen hat, reduziere ich meine Arbeitszeit.
Ist es ein Job, bei dem er weniger verdient als ich, reduzieren wir beide oder nur er.

Also eine Chance auf so einen Job wie 1. besteht nur jetzt. Später, wenn ich einsteige, muss das geklärt sein.

Klar, Job 2 ist prinzipiell besser zum Einstieg. Aber Job 1 ist halt eine Chance... und wenn ich wieder arbeite und das Vollzeit tun sollte, geht es halt nicht mehr. Denn zwei anstrengende VZ-Jobs wollen wir nicht.

#danke

Nele

Beitrag von mikabe 20.04.10 - 12:44 Uhr

Ups, ich hab mich vorhin vertippt und meinte eigentlich Job 1 sorry.....na ja die Eile.

Ich dachte schon auch eher an die Chance. Ich würde es erst mal einfach versuchen, so ein Jahr ist schnell rum, sollte es nicht passen kann er sich dann ja woanders bewerben....

Mein Bruder arbeitet schon seit etwa 4 Jahren als Fahrzeugtechnikingenieur und Gutachter mit Fixgehalt und Provision. Er dachte anfangs auch, dass er ja wechseln kann wenn es nicht läuft. Es läuft aber super. Und er blieb.

Die Provision meines Mannes und meines anderen Bruders (beide Geowissenschhaftler) wird mit versteuert und geht somit auch in Rente und Alg mit ein, aber das ist vielleicht immer unterschiedlich. Das weiß ich nicht.

Das einzige Problem was ich mir denken könnte, daß es für den Übergang bis du im Mutterschutz bist etwas stressig werden könnte. Du bist in der 10. SSW? Und wann würde Dein Mann anfangen müssen?

Ich hoffe du liest das noch und verzeihst mir meinen Schwangerschaftsdemenzfehler von vorhin....

lg micha