Provokant und total auf Mama fixiert

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von zelda 20.04.10 - 10:49 Uhr

Guten Morgen,
wir durchleben eine ganz schwierige Zeit mit unserem Großen, 3,5 Jahre alt.
Ich weiß, es ist normal, dass sie die Grenzen austesten, aber ich würde gerne wissen wie Ihr damit umgeht.
Einige Beispiele:
Max ist total auf mich fixiert, ich darf nicht mal alleine auf Toilette gehen oder den Raum verlassen um in Ruhe zu telefonieren, dann gibt es ein Geschrei.
Er weigert sich zur Zeit, seinem Vater gute Nacht oder guten Morgen zu sagen.
Wenn er nachts aufwacht oder auf Toilette muss, darf nur Mama kommen. Wenn man Pech hat, ist er dann nachts auch mal komplett wach, dann schreit er das ganze Haus zusammen, wenn er weiterschlafen soll...
Morgens ist er total mies drauf, man hat absolute Mühe, ihn anzuziehen. Abends das gleiche Spiel.
Meistens muss mal alles mehrmals sagen, bis er überhaupt mal reagiert.
Wegen jedem Sch... wird geheult und gezornt. Vor allem, wenn es nicht nach seiner Nase geht.
Er weigert sich, sich alleine Schuhe an-und auszuziehen (obwohl Klettverschluss) oder auch die Jacke. Obwohl er es eigentlich kann...
Morgens sagt er grundsätzlich, er will nicht in den Kindergarten, wenn man ihn dann abholen kommt, will er nicht nach Hause...
Ich könnte diese Liste ja unendlich fortsetzen...

Es hört sich ja echt alles normal und typisch für das Alter an, was mich aber echt fertig macht, ist, dass mein Mann sich auf das selbe Niveau begibt und die beiden ständig Zoff haben. Meinem Mann darf man in den Situationen auch nichts sagen, sonst ist er auch noch sauer. Im Prinzip habe ich also zwei trotzige Kleinkinder da und das zermürbt dermaßen...

Wie überlebt Ihr solch schwierige Phasen unbeschadet?

Meine Nerven sind echt schon am Anschlag und sein kleiner Bruder (1), braucht ja auch noch Zuwendung...

Bin gespannt, wie es Euch so geht...

Liebe Grüße und schon mal danke für Antworten,

Katharina

Beitrag von tinar81 20.04.10 - 11:16 Uhr

Hab da des öfteren auch so ein Theater daheim. Aber da bin ich konsequent - und wenn es bei Papa und Sohn mal wieder richtig kritisch wird, dann vereinbar ich mit meinen Freundinnen abends ein Treffen und die beiden sind auf sich alleine gestellt, da vertragen sie sich schnell wieder.

Ich denk mir immer - jetzt nen kühlen Kopf bewahren und durchstehen, in der Pubertät wird es noch viiiiiel schlimmer :-))))

Lg Martina mit Sebastian 4,5 Jahre und Viktoria 1,5 Jahre

Beitrag von -tinkerbellchen- 20.04.10 - 11:34 Uhr

Durchhalten... Das geht vorbei...







































und kommt nach ein paar Wochen wieder#schwitz

Wir haben diese Zickigen Phasen alle paar Wochen. Mamafixiert ist sie so oder so.

Beitrag von nudelmaus27 20.04.10 - 12:25 Uhr

Hallo!

Also meine Tochter befindet sich in dem gleichen Alter und vieles was du so schreibst, klingt wie bei uns daheim.

Allerdings mache ich viele Sachen anders wie du und habe meiner Meinung nach mehr Erfolg.

Du schreibst z. B. das er Mama - fixiert ist und Papa schon mal garnicht antreten darf. Das hat unser Kind auch versucht und da habe ich gesagt, nein die Mama kommt jetzt nicht, entweder der Papa oder niemand. Klar hat sie am Anfang gebockt aber eh niemand auftaucht hat sie sich auch mit Papa angefreundet.
Und so Sachen wie "man hat Mühe ihn anzuziehen"; er ist schon groß genug sich selbst anzuziehen, was er ja auch kann laut deiner Aussage und wenn er nicht will, tja, dann geht er eben im Schlafanzug in die Kita. Meine Tochter hatte sich auch geweigert, sich früh zu waschen. Ich habe dann gesagt, wenn sie nicht in 5 Minuten da ist zum Waschen, da geht sie stinkig in die Kita, sie heulte dann nur noch "Nein Mama ich will nicht stinken :-)".
Auch verbitte ich mir, dass mein Kind mir auf Toilette folgt. Zur Not schließe ich eben ab.

Was natürlich blöd ist wenn Männe aufs Niveau vom Kind herab sinkt und die zwei sich wie kleine Kinder zoffen. Das Problem haben wir auch gerade irgendwie aber meiner Meinung sieht Papa nicht zeitig genug, das Grenzen zu setzen sind und deshalb kommt es zu diesen Auseinandersetzungen.
Wir haben deshalb nächste Woche einen Beratungstermin. Ist ja keine Schande sich mal erkundigen zu gehen!

Ich denke man sollte sich klare Überlegungen machen, wie man das Kind erziehen möchte, entsprechende Grenzen setzen, Konsequenzen ankündigen und natürlich auch durchsetzen. Ansonsten braucht man wohl einfach gute Nerven und den Funken Hoffnung, dass es irgendwann einfach vorbei ist.

Alles Gute,
Nudelmaus (die ihren "Wüterich" heute morgen auch nur mit Protest weggebracht hat ;-))

Beitrag von zelda 20.04.10 - 15:18 Uhr

Hallo,
vielen Dank für Deine lange Antwort! Ja, ich schließe bei der Toilette auch ab, aber er wütet dann vor der Tür und schlägt sie fast ein...
Und ich habe mich auch schon geweigert, zu gehen, als er gerufen hat und mein Mann ging, er schreit dann das ganze Haus zusammen und weckt dann noch seinen kleinen Bruder... Es ist schon schwer, es allen recht zu machen...Klar, ohne Konsequenz geht gar nichts, das weiß ich...Ich versuche auch mein bestes und Gott sei Dank kommt es nachts nicht oft vor, dass er sich meldet. Aber dann geh trotzdem meistens ich... Auch immer in der Hoffnung, dass es irgendwann mal von alleine besser wird.
Und die Argumente, dass er stinken würde oder im Schlafanzug in den Kindergarten muss, das würde ihn dermaßen kalt lassen...Männer eben ;-)!

Na ja, wenn es nicht besser wird, denke ich auch mal über einen Beratungstemin nach...

Liebe Grüße, Katharina

Beitrag von chrissie1405 20.04.10 - 18:50 Uhr

Hallo meine Liebe #liebdrueck

Ohje, dass hört sich ja echt stressig bei euch an.. Da habe ich es ja in meinem Zickenhaushalt immoment echt gut...
Luisa-Marie war auch mal eine zeitlang so.. Zur Zeit läuft es echt super mit ihr, da wir einige Regeln aufgestellt haben :-)

Redest du viel mit Max, vorallendingen darüber was er gerade denkt und fühlt (und andersrum genauso, also was du bzw. Eli gerade denkt und fühlt)? Sobald ich merke, dass Luisa-Marie wieder in die provokante Richtung geht, frage ich sie direkt was los ist.. 50 % blockt sie ab, dann bringe ich sie in ihr Zimmer und sie möchte bitte darüber nachdenken, was los ist.. Oft sagt sie dann sogar selber, dass sie sich ausbocken möchte.. Sie kommt dann meist wieder mit den Satz "Mama, ich habe mich ausgebockt und bin jetzt wieder eine Liebe", dann können wir in Ruhe drüber reden, was los ist bzw. war und was wir dagegen unternehmen können, damit es wieder besser geht...
Genauso rede ich mit ihr darüber, wenn es mir oder Micha nicht gut geht.. Denn auch wir Erwachsenen können oft bocken ;-)

Mit dem Anziehen, nicht schlafen wollen etc.pp. halte ich es genauso.. Wir reden im allgemeinen jetzt sehr viel miteinander, da die Mäuse jetzt mittlerweile auch in einem Alter sind, wo sie sich ausdrücken können und auch die Welt eines anderen verstehen lernen... Wie geht es mir? Wie geht es Mama, Papa etc.? Was ist los mit mir? Warum möchte ich das nicht? Warum sind Mama und Papa böse/traurig? (...)

Klar, läuft bei uns auch nicht alles bombastisch, aber es hat sich seitdem einiges gebessert.. Micha war auch oft mein 3. kleines Kind #aerger, also wenn ich nicht schon genug Ärger hätte #augen Ihn habe ich dann auch wachgerüttelt, indem ich ihn in solchen Situationen immer wieder klar gemacht habe, dass er sich gerade selber wie ein kleines Kind benimmt und mir damit erst recht nicht hilft, sondern er mein 3. kleines Kind dann ist (die Tatsache hat ihm nie Gefallen und er denkt jetzt selber erst nach, bevor er sich auf das Niveau seiner Töchter begibt :-p) Und auch er hinterfragt jetzt erst vieles, bevor der Ärger erst richtig los geht..

Und wenn alles reden nichts hilft, dann gibt es immer noch die lieben Konsequenzen.. Entweder, Oder... Entweder du ziehst dich an Oder du kannst draußen nicht spielen.. Entweder du hilfst mit dein Zimmer aufzuräumen Oder es gibt kein Fernsehen (bei uns ist es das Sandmännchen und zur Zeit Yakari - erst fällt Yakari weg, wenn nach einer bestimmten Zeit immer noch gebockt wird bzw. diskutiert wird (was Luisa-Marie sehr gut kann) fällt der Sandmann eben auch noch weg)..

Zur Zeit ist Jasmin meine größere Zicke #schwitz Die Maus hat nen Dickschädel das ist der Wahnsinn.. Wenn etwas nicht nach ihrem Willen geht, dann schmeißt sie sich gerne (egal wo) auf den Boden, macht totalen Terz.. Fängt an mit Hauen, Beißen und Fitzen.. Aber auch damit hat sie wenig Erfolg und ich ignoriere sie konsequent... Da auch sie ein totales Mamakind ist (Luisa-Marie ja eigentlich bisher Papabezogen - nun eher ausgewogen) und von anderen irgendwas ungern machen lässt, ist das Theater zur Zeit um so größer... Aber ich sage mir, auch die Zeit geht vorbei und sie wird älter und es kommen andere schlimme, aber auch wunderschöne Zeiten...

Was nur umbedingt wichtig ist... Das du und Eli euch eins seit! Sobald die Mäuse merken, dass zwischen den Eltern was nicht stimmt und sie unterschiedliche Meinungen haben, geht der Terror erst richtig los.. Denn sie wissen, dass sie da den größten Erfolg erzielen können.. Ala, Mama und Papa sind fix und fertig und ich bekomme nach eine Menge Theater eh das was ich möchte - der Terz den ich mache lohnt sich also vollkommen für mich #schein

Auch wir haben uns Hilfe geholt und sind froh darüber.. Aber wir kamen um Ecken dazu.. Da Luisa-Marie nach Eintritt in den Kiga mit dem Nachtschreck zu tun hatte und nen knappes 3/4 Jahr für die Eingewöhnung in den Kindergarten gebraucht hatte.. Die Ärztin (Neuropädiatrie) ist echt bombastisch.. Wir waren erst 1/4 jährlich bei ihr und gehen jetzt nach Bedarf hin (nun das erste mal seit einem 3/4 Jahr) #sonne Luisa-Marie hatte ja echt zu tun, sich einzugliedern, lag im feinmotorischen und sprachlichen Bereich weiter hinten und ist ja deshalb seit August 09 in der Frühförderung.. Ihr hat es super gut getan, sie hat sich super eingegliedert und alles aufgeholt, sodass die Förderung im Sommer endet.. Wir werden aber trotzdem weiterhin zur Ärztin gehen.. Wir können mit ihr Probleme besprechen die wir haben, wie wir unser Kind besser verstehen können etc. .. Klar sie nimmt uns nichts ab, aber mit dem ein oder anderen Ratschlag fällt einem einiges leichter mit der Zeit (Was geht in meinem Kinder überhaupt vor? Warum ist es so wie es ist?) Wir wissen, dass Luisa-Marie ein schwieriger Typ ist und konnten das Zahlenschloss zum Glück immer mehr anknacken.. In 2 Tagen haben wir einen Termin und wir haben keine Bedenken diesesmal :-)

Liebe Grüße
Christiane



Beitrag von ninadeantyler 14.08.10 - 18:33 Uhr

Ja genau das selbe Problem habe ich auch, bis auf das mein Freund mich nicht richtig unterstützt... Er denkt sich Mama macht das schon... Mein großer (Dean) ist jetzt gerade 2 geworden und mein kleiner (Tyler) nicht ganz ein halbes Jahr...
Dean hört auch absolut gar nicht, wenn ich was sage interessiert es ihn überhaupt gar nicht... Selbst wenn ich mit ihm draußen bin hört er nicht... Wenn er weg rennt und ich ihm sage er soll stehen bleiben da ist eine Straße rennt er weiter... Der einzige auf den er hört ist Opa... komischer weise...
Aber das mit dem anziehen kenn ich auch... Morgens will er sich nicht anziehen lassen... Ich kann ja wohl schlecht sagen dann gehst du eben so wie du bist, dann sagt er ok, denn hat er das bekommen was er wollte... er musste sich nicht anziehen lassen...
dean ist leider auch noch seht aggressiv... Er haut mich und auch andere, beißt, kneift und tritt... Viele sagen er hat ADHS... Aber das ist für andere immer leicht ihn in "eine Schublade" zu stecken...
Wenn jemand mal ein Tipp für mich hat wäre ich sehr dankbar darüber...

P.s. Habe mich von dem Vater der Kinder getrennt und suche mir und den Kindern eine eigene Wohnung! Wir haben leider nicht die kurve mehr bekommen zusammen an einem Strang zu ziehen.


lg Nina