Wer kennt sich mit Asthma (Medikation) beim Kind aus?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von madmat 20.04.10 - 10:55 Uhr

Hallo,

es geht um meinen 10 Jahre alten Sohn.
Vor 3 1/2 Jahren wurde bei ihm ein allergisches Asthma diagnostiziert.
Die ltzten Jahre kam er gut mit Ventilastin zurecht. Hatte keine schweren Anfälle. Eher häufiger "Husten", wenn die Pollenzeit anfing.
Letzten Donnerstag hatte er einen schweren Asthmaanfall, wurde im KH aufgenommen. Die dortigen Ärzte verschrieben ihm ein Antiallergikum sowie Salbutamol, welches er im KH alle 2-3 Std bekam.
So, gestern war ich mit ihm beim Kinderarzt. Der meinte, das Ventilastin würde nicht mehr bei ihm wirken. Da hat er recht, denn es zeigte bei seinem Anfall keinerlei Wirkung. Er hat ihm Novopulmon 200 verschrieben, für die Dauer für 4 Wochen, zweimal täglich. Gestern nachmittag nahm er den ersten Hub. Seine Peak Flow Werte:
Vor der Inhaltation: 160
10 Min nach der Inhalation: 200
20 Min nach der Inh. : 120, dazu wieder mehr Atemnot, sowie starker Husten, der bis in den frühen Morgen anhielt, und ihn/uns nicht schlafen ließ.

Das kann doch eigentlich nicht Sinn und Zweck der Sache sein, oder?
Achso, sein Pf Werte von heute morgen:
Vor der Inh.: 200
10 Min nach der Inh.: 240
Trotzdem weiter Husten.

Hatte vergessen zu fragen, ob das Salbutamol wirklich nur ein Notallspray ist, weiß das jemand von Euch?

Ich danke Euch!

LG
madi

Beitrag von cassidy 20.04.10 - 12:20 Uhr

Hi,

ich kann dir nur bedingt antworten. Unser Sohn hatte in den letzten Jahren obstruktive Bronchitis und vor kurzem seinen ersten heftigen Asthma-Anfall. (Höchstwahrscheinlich provoziert durch Renovierungsarbeiten im Kiga während der Betreuungszeit). Er bekam in den ersten drei Tagen nach dem Anfall Cortison-Zäpfchen und zusätzlich musste er alle 2 Std inhalieren. Mit Salbutamol. Salbutamol kennen wir leider schon von Geburt an. Leider!

Salbutamol weitet die Bronchien.

Nun hat unser Sohn seid Tagen Husten und bekommt ein Antiallergikum. Der Kinderarzt vermutet, das er ein Allergie entwickelt hat. Evtl. durch den Asthma-Anfall. Sind momentan erst am Beginn der Diagnostik.

Das Messen mit dem Peak-Flow kenne ich von meiner Arbeit aus der Kinderklinik (Erzieherin, Kur-Klinik auf Sylt). Kann dein Sohn mit dem Peak-Flow gut um? Hat er evtl. nicht ordentlich gepustet? Ich finde die Messungen immer sehr ungenau. Musste auch mal ne Zeit lang damit messen.

Wenn alles gut läuft, finde ich das was du beschreibst, auch sehr merkwürdig. Bist du "nur" bei einem Kinderarzt? Sonst würde ich dir empfehlen, mal einen Pneumologen aufzusuchen.

Liebe Grüße,

cassidy

Beitrag von madmat 20.04.10 - 12:41 Uhr

Hallo cassidy,

danke für Deine Antwort.
Ja, er wurde darin geschult, mit dem Peak Flow umzugehen. Er soll drei mal pusten, und wir sollen den höchsten Wert in sein Tagebuch eintragen. Dieses wird dann in 4 Wochen kontrolliert. Dann wird erneut ein Allergietest, sowie eine Luf-Testung gemacht.
Gestern vormittag waren seine Lungen frei, aber dieser Husten nach dem neuen Spray macht mir etwas Sorgen.
Wir sind bisher nur beim Kinderarzt, überlegen aber, mal einen Pneumologen aufzusuchen.

Vielen Dank
Liebe Grüße