schlechtes Gewissen wg. Kaiserschnitt? DRINGEND!!!

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von erniebird 20.04.10 - 11:49 Uhr

Hallo zusammen,

ich brauche unbedingt mal eure Meinungen.

Folgendes: ich bin jetzt in der 37. SSW. Vor zwei Wochen wurde von meiner FA zu wenig FW diagnostiziert und ich bekam die Aussage das unsere Tochter 1-2 Wochen hinter der Zeit wäre. Wir wollen nun 2x Woche CTG machen und 1x US um eine Unterversorgung auszuschließen. #zitter
Weil ich nach dieser Aussage aber nun sehr beunruhigt war, habe ich mir eine 2. Meinung eingeholt. Der Arzt konnte nicht zu wenig FW feststellen und meinte auch die kleine wäre ein normal gewachsenes Baby. #kratz
Gestern nun war ich wieder bei meiner FA in der Praxis. Da sie allerdings im Urlaub war, kam ich zu ihrer Kollegin zum US. Sie konnte auch nicht zu wenig FW bestätigen, meinte allerdings das die kleine tatsächlich zu klein für die SSW wäre. :-[
Ergebnis: 3 Ärzte, 3 Meinungen. Und ich überlege nun, ob ich mich nicht besser fühlen würde, wenn ich unsere Maus früher holen lasse. Habe einfach Angst das noch was schief gehen kann. Auf der anderen Seite, hätte ich Angst das ich dann ein schlechtes Gewissen wegen dem KS hätte. Versteht ihr was ich meine??? Was würdet ihr tun???
Zur Info: sie hat jetzt ca. 2700g und 46 cm.

Sorry, für das #bla aber das musste ich mal los werden.

LG Birdie#blume

Beitrag von seikon 20.04.10 - 12:17 Uhr

Schwierige Entscheidung. Du hast 3 Ärzte, wovon 2 sagen FW ist in Ordnung und nur einer sagt FW ist zu wenig.
1 sagt Kindsgröße passt, 2 sagen Kind ist zu klein. Du solltest dir vor Augen führen, dass eine Größen/Gewichtsabschätzung per Ultraschall eben nur eine Schätzung ist. Die tatsächlichen Werte können teilwese um bis zu 1 kg abweichen. Es wurden schon einige Kinder auf weit über 4000 Gramm geschätzt und kamen dann mit normalen Gewichten von 3200 Gramm auf die Welt.
Von daher würde ich mir da weniger Gedanken machen. 2700 Gramm ist auch nicht sooo schlecht. Meine Tochter kam 4 Tage vor ET mit 47 cm und 2595 Gramm zu Welt. Die Ursache ist bis heute unklar. Plazenta war einwandfrei. Habe nicht geraucht und keinen Alkohol getrunken.

Ist das CTG denn auffällig? Wenn die Herztöne i.O. sind und es dir und dem Kind ansonsten gut geht würde ich es nicht holen lassen. Ich denke 2x pro Woche CTG und 1x Ultraschall sollten völlig ausreichen. Und sollte sich doch noch etwas ergeben, dann kann man immer noch schnell genug handeln.

Beitrag von erniebird 20.04.10 - 12:42 Uhr

Ja das CTG ist jedesmal prima. Mir geht es gut (bis auf die Gedanken halt) und die kleine spüre ich auch regelmäßig.

Danke für deine Antwort!

Beitrag von lilbella 20.04.10 - 12:22 Uhr

also lass dich erstmal nicht verrückt machen!

es gibt einfach mal kleine und große babys. die frage ist die sich mir stellt: bist du sehr groß? so das dein baby unverhältnismäßig klein ist? denn wenn du klein bist ist es doch gut das auch dein baby kein brecher ist, schließlich muss es noch raus ;-)
(den fall hatten wir in meinem GVK, sie hat sich aber nicht verrückt machen lassen und die kleine ist halt zu ihrem körper passend gewesen)

sie früher zu holen hieße das auf jedenfall kaiserschnitt oder könnte man es nicht auch mit einleitung versuchen? denn ich hatten einen notkaiserschnitt und wenn du keinen brauchst, würde ich ihn an deiner nicht in kauf nehmen...

dir und deiner maus alles gute

lg
isa und die schlafende larissa

Beitrag von erniebird 20.04.10 - 12:44 Uhr

Ich bin selbst 1,77 groß mein Mann noch Größer. Bei uns in der Familie hat es noch nie zierliche Baby´s gegeben. Bisher waren wir alle ziemliche Brummer ;-) Das macht mich ja so kirre... Bisher wurde nur von KS gesprochen, werde aber meine FA ggf. nach einer Einleitung fragen.

Danke dir!

Beitrag von lilbella 20.04.10 - 22:55 Uhr

gern geschehen! dafür sind wir doch hier! das man sich gegenseitig hilft und mutmacht...erfahrungen ausstauscht!
wie alle anderen schon sagten: die schwankungen bei den gewichtsschätzungen sind teilweise echt heftig... deswegen echt nicht verrückt machen lassen, wenn es wirklich schlimm stehen würde, würde sofort gehandelt werden und ich würde nicht sofort KS machen lassen, wenn die einleitung eine allternative ist...

alles gute für die geburt!!!

Beitrag von becca04 20.04.10 - 12:32 Uhr

Hallo,

ich weiß jetzt nicht, wo Du bereits warst zwecks Abklärung der Größe und der Fruchtwassermenge.

Du könntest evtl. noch einmal in ein (Uni-)Krankenhaus mit angeschlossener Pränataldiagnostik gehen - dort sitzen meiner Erfahrung nach schon die Spezialisten, die auch einfach viele Kinder um den ET herum sehen.

Ansonsten kann ich meine Vorschreiberinnen im Hinblick auf die Fehlschätzungen beim US nur bestätigen. Meinem Wissen und Gefühl (!) nach sollte eine engmaschige Kontrolle reichen - lass vielleicht auch einmal einen Doppler-US der Nabelschnur und der Plazenta machen, da kann man gut den Blutaustausch abbilden!

LG und Kopf hoch: Es wird alles gut enden,
Becca.

Beitrag von erniebird 20.04.10 - 12:46 Uhr

Danke dir!
Doppler wurde bereits gemacht. Der war auch unauffällig.
Werde mich wohl mal überraschen lassen, was bei der nächsten US festgestellt wird und dann entscheiden.

Beitrag von sabienchen22 20.04.10 - 13:51 Uhr

HI!

also ich kann dir nur von mir berichten:

Sarah wurde ein Monat vor dem ET auf ca. 2500-2800g geschätzt und war somit anscheinend etwas kleiner als der Durchschnitt (wie bei dir!)
Eine Woche vor ET kam sie dann mit 2460g und 47cm auf die Welt, es war von Anfang an alles in Ordung und es hat NIE jemand ein Wort dazu verloren, dass sie kleiner bzw. leichter war! Bis heute ist sie eher zierlich und leicht, aber gesund ;-)

Bei Sebastian wurde in der 20.SSW beim Organscreening festgestellt, dass irgendeine Durchblutung bei der Plazenta nicht passt und das Baby zwei Wochen zu klein ist! Daher musste ich dann alle zwei Wochen zur Kontrolle, immer war er ca. zwei Wochen hintennach, diese "Durchblutungsstörung" wurde dann irgendwann mal besser!
Eine Woche nach ET kam er dann mit 3290g und 50cm auf die Welt.

Bei keinem meiner Kinder war jemals davon die Rede, dass sie früher geholt werden müssen, nur weil sie etwas kleiner sind #kratz beide Geburten haben natürlich begonnen ohne Einleitung, etc. #freu

Ich denk einfach, dass leider viel zu oft Stress gemacht wird bzw. das sich die werdenden Mamis zu leicht verunsichern lassen #zitter
Man kann auch ein bisschen auf sich, seine Gefühle und seinen Körper hören, dann findet man den richtigen Weg #pro

Alles Liebe,
Sabine & Kids

Beitrag von seikon 20.04.10 - 14:30 Uhr

Ja das denke ich auch. Klar wollen sich die Ärzte aus der Schusslinie bringen, wenn dann was passieren sollte. Wollen nicht, dass sie verklagt werden können. Aber ich finde es schon abartig, wie die Unsicherheit der Frauen noch weiter geschürt wird. Sie absichtlich nervös gemacht und zum Kaiserschnitt gedrängt werden, obwohl viele gar nicht nötig wären. Klar hinterher kann man dann immer sagen "gut dass wir einen gemacht haben, weil.." aber ich denke, das sagen die Ärzte oftmals nur um die frischgebackenen Muttis ruhig zu halten.


@TE wenn die CTGs immer prima sind und der Doppler nichts auffälliges ergeben hat, dann würde ich einfach warten bis es von allein los geht. Dann ist dein Kind ja offenbar wunderbar versorgt und es wird einfach vielleicht ein zierliches Baby.

Beitrag von lieke 20.04.10 - 14:28 Uhr

Hallo,

also wenn ich dich richtig verstehe, ist es deine Idee, dass Kind früher zu holen und nicht die der Ärzte, stimmt das?
Selbst der, mit der Diagnose wenig FW, Kind zu klein hielt das nicht für notwendig?

Vielleicht, weil eben nicht nur die Größe wichtig ist, sondern auch die Reife des Kindes. Mit einer verfrühten Geburt nimmst du deinem Kind die Möglichkeit, so lange zu reifen, wie es braucht. Daran solltest du auch denken. Ich habe selber auch diese Entscheidung treffen müssen und weiß, wie schwierig das ist.

Von einer Einleitung bei unreifem Befund auf eigenen Wunsch rate ich dir dringend ab.

Zu welchem Arzt hast du denn das meiste Vertrauen? Besprich es doch noch einmal ganz offen und sag auch,dass du verwirrt bist wegen der verschiedenen Meinungen. Vielleicht läßt sich ja doch noch das eine oder andere klären.

Alles Gute Dir!

Lieke

Beitrag von terrorevil 20.04.10 - 14:45 Uhr

Och Leute...

Lasst euch doch nicht so kirre machen mensch....

Birdie... wie geht es Deiner kleinen denn? Ist sie aktiv? Sagt der Arzt (egal welcher der 3) das sie unterversorgt ist oder sonstwas nicht stimmt?
Gewichtsangaben per Ultraschall sind immer mehr Schätzungen als wissen... das kann bis zu nem Kilo schwanken ;) Ausserdem gibt es halt auch wirklich zierlichere Kinder, die dann aber robuster sind als sie aussehen ;)
Lass dich nicht allzu irre machen und das Baby vorzeitig holen zu lassen... wozu???
Ganz im ernst, wenn weder Du noch das Kind in irgendeiner akuten gefahr seid, sehe ich absolut keinen grund das Kind holen zu lassen und schon garnicht als Vorsorge ala es könnte was passieren...

Mein Rat an Dich: So schwer es manchmal fällt, aber komm bisschen runter, entspanne Dich, red mit Deinem Mäuschen, mach was was Dir gut tut und freu Dich auf das Kleine und lass Dich nicht irre machen!
Wer weiß, vielleicht haste am Ende ein 3,5 Kilo Baby im Arm ;) Warte ab solange keine Grund dafür da ist (und den sehe ich hier absolut nicht) das Kind früher zu holen... denk dran das das Kleine auch noch nicht ganz "fertig" ist ;)

Alles liebe Mel

Beitrag von minnie85 20.04.10 - 17:17 Uhr

Schau doch mal in die Perzentilen, denn ich denke, dass 2700 g keinesfalls zu klein sind. Das hatte ich bei der Geburt über ET damals!
Kommt ja auch immer drauf an, wie groß du bist. Und FW vermindert sich zum ET hin physiologisch.

Frag doch mal deine Hebamme, was sie meint...die haben oft praxisbezogenere Meinungen und gehen auch auf dich ein, was Ärzte ja meist nicht tun.

Und wenn dein Kind schon kommen soll, lass doch lieber sanft einleiten (also erstmal 3 Tage Homöopathie, Akupunktur, Cocktail usw und dann erst Medikamente).

Beitrag von yorks 20.04.10 - 19:14 Uhr

Also nur mal zu deinen Daten. Louis war 50 cm groß und wog nur 2.530 Gramm bei der Geburt. Er wurde bei 38+3 SSW per KS geboren, wäre aber an dem Tag auch von alleine auf die Welt gekommen. So unnatürlich finde ich die Werte also nicht. Eine Freundin von mir hat auch nur eine zarte Maus. Sie wog was bei 2.030 Gramm und war auch nur 46 cm klein. Weil sie so leicht war lag sie zwei Tage auf Intensiv aber nur vorsichtshalber, es war alles ok.

LG yorks mit Louis (17 Wochen alt)

Beitrag von nicky78 20.04.10 - 20:40 Uhr

Hi Birdie!

Kann Dich versteh'n.. Man macht sich immer Sorgen in der SS (und auch danach noch), aber vielleicht kann ich Dich ja beruhigen? #schein
Meine Maus kam 2 Tage vor meinem errechneten ET und exakt eine Woche vor dem ET meines FA's, also ziemlich pünktlich. Sie war 45cm gross und 2315g schwer und kerngesund! Deine Maus is' ja jetzt schon grösser und schwerer, und ganz ehrlich, meines Erachtens nach is' sie total normal im Gewicht und der Grösse für die SSW?! Man sagt, dass ein #baby bei der Geburt durchschnittlich 50cm hat und 3000g schwer is'. Das Gewicht müsst' Deine erreichen, wenn sie bis zum Ende durchhält. Vielleicht is' sie etwas kleiner, doch noch immer im Rahmen.
Ich kann Dir die Entscheidung nicht abnehmen, doch ich würd' klar warten und aber sicher regelmässig zum Check geh'n.
Viel Glück! #pro

Nicky