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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von alex1501 20.04.10 - 12:30 Uhr

Hallo :-(

Unsere Tochter Carina ist jetzt 20 Monate alt und sie war von Anfang an ein sehr pflegeleichtes und liebes Kind. Abends haben wir sie einfach in ihr Bett gelegt, Licht aus und sind gegangen...sie schlief dann ein. Nachts musste ich so 2-3x aufstehen, um ihr kurz den Schnuller reinzustecken...konnte dann aber sofort wieder gehen. Es gabe selten Probleme, ausser sie war krank oder hat gezahnt.

Seit Weihnachten 2009 (da war sie 16 Monate alt) ist sie nachts unruhiger geworden. Es gab Nächte, da musste ich stündlich zu ihr rein. Mit dem Einschlafen am Abend klappte es aber immer noch tadellos.
Nun, seit ca. 3 Wochen, erkenne ich mein Kind nicht wieder. Abends großes Theater wenn sie ins Bett soll. Ich muss dabei sitzen bleiben, bis sie eingeschlafen ist nachdem sie geweint und gebrüllt hat.
Dazu muss ich sagen, dass sie auch keinen Mittagsschlaf mehr machen will und ich dann dachte, ok, dann klappt das abends bestimmt besser. Von wegen!
Nun ja, wenn sie mittags ab und zu doch mal ne Stunde schläft, wird es nur abends schwieriger.
Wenn sie dann endlich schläft, wacht sie so um 00 Uhr auf und will zu uns ins Bett. Ich bekomme sie partout nicht dazu in ihrem Bett zu bleiben (sie hat seit mehreren Monaten schon ein großes Bett - klappte bis vor kurzem alles prima).
Somit landet sie ständig bei uns :-[ Sie ist es nie gewöhnt gewesen, im Elternbett zu schlafen. Sie wollte es auch nie, aber jetzt...
Insgesamt hat sie momentan ne totale "Mama-Phase", hängt mir nur am Rockzipfel und bei allem muss ich dabei sein. Sonst konnte auch mein Mann ALLE Aufgaben genauso gut erledigen, aber jetzt akzeptiert sie ihn alleine nicht mehr. Das ist für mich unheimlich anstrengend. Zudem erwarten wir im August unser 2. Kind und ich habe tierisch Angst, dass sie sich jetzt alle "schlechten" Dinge angewöhnt und mir das Leben unnötig schwer gemacht wird.

Kennt Ihr solche Phasen (ich hoffe ja immer, dass es NUR eine Phase ist ;-))??? Habt Ihr Tipps? Ich bin echt am Ende meiner Kräfte und Ideen.

Übrigens haben wir alltägliche Rituale, die wir auch immer einhalten. An sowas kann es nicht liegen.

Vielen Dank!!! Lg Alex

Beitrag von rabe2 20.04.10 - 13:57 Uhr

Zitat: "...dass sie sich jetzt alle "schlechten" Dinge angewöhnt und mir das Leben unnötig schwer gemacht wird."

Ich bin mir sicher, dass deine Tochter nicht plötzlich beschlossen hat, unartig zu sein. Genauso wenig glaube ich, dass sie dir das Leben schwer machen will.


Dein Töchterchen macht wahrscheinlich gerade wirklich eine Phase durch. Hey, sie lernt gerade Unmengen von Sachen (neue Wörter, neue Gesichter) und auch das schlimmste, was sich ein Kind vorstellen kann: Mama kann auch ohne mich sein! Will heißen, sie erkennt sich selbst als Individuum, losgelöst von dir. Und genauso wie sie ihren eigenen Willen entdeckt, begreift sie langsam, dass die Mama auch einen hat!

In meinen Augen ist es eine Form von Verlustängste! Deine Tochter braucht wahrscheinlich einfach nur die Rückversicherung, dass Mama immer noch da ist!

Euch alles Gute!
#klee

Beitrag von jenny133 20.04.10 - 13:57 Uhr

Hallo Alex

sorry, hab deine Frage nicht früher gelesen!
Es ist wohl eine Phase, denn Nico hat auch so eine hinter sich. Ging etwa zwei Monate (also doch recht lange). Er machte in der Zeit keinen Mittagsschlaf -war aber auch total fit - und schlief trotzdem schlecht ein.

Allerdings darf er schon immer in der Nacht zu uns rüber. Das heisst er schläft problemlos in seinem Bett ein und irgendwann in der Nacht (meisstens so um zwei) wacht er auf, ruft mich und schläft dann bei uns drüben weiter.

Mittlerweile macht er wieder eine Stunde Mittagsschlaf und abends passt es auch wieder. Also Kopf hoch!! Wird auch wieder anders werden!

LG
Melanie die dir viel Kraft wünscht!

Beitrag von lieserle 20.04.10 - 14:03 Uhr

Hallo,

ich glaube, dieses Verhalten liegt einfach am Alter, zumindest bei meiner Tochter erscheint es mir so (sie wird im Mai 2 Jahre alt).
Ich merke, dass sie sich z. B. an mehr Dinge erinnert und das muss sie ja auch erstmal verarbeiten. Sie entwickelt plötzlich auch viele Ängste, die sie bisher nicht hatte.

Jedenfalls schläft sie seit einiger Zeit an manchen Tagen auch sehr schwer ein, wälzt sich dann im Bett, plappert vor sich hin über Sachen, die sie erlebt hat und träumt manchmal auch anscheinend heftig.

Ich hole sie dann zu uns ins Bett, habe ich allerdings schon immer gemacht, wenn sie nicht gut schlafen konnte. Ich vertraue einfach mal drauf, dass es nur eine Phase ist und sie nicht auf ewig bei uns im Bett bleibt. ;-)

Was die Mama-Phase betrifft, hat unsere Tochter das auch manchmal bzw. glaub ich, sie probiert einfach aus, inwiefern sie manche Dinge beeinflussen kann. Z. B.: ich will mit ihr Zähne putzen, da rennt sie zu Papa. Mein Mann sagt dann: ok, ich putze Dir die Zähne - da will sie wieder zu Mama...

Außerdem kann es natürlich sein, dass Deine Tochter auch schon spürt, dass sich eine Veränderung (Geschwisterchen) ankündigt und Dir deshalb am Rockzipfel hängt.

Ich glaub, man muss das einfach alles gelassen nehmen (ich weiß, ist manchmal leichter gesagt als getan!) und drauf vertrauen, dass "alles nur eine Phase ist". ;-)

Alles Gute
Lieserle

Beitrag von nana141080 20.04.10 - 14:06 Uhr

Gestillte Bedürfnisse vergehen schneller als ignorierte!

Nimms leicht, mach kein Drama draus:-p.
Dann ist die "Phase" auch wieder vorbei wenn sie es möchte;-)

VG nana

Beitrag von christianeundhorst 20.04.10 - 14:08 Uhr

Hallo Alex,
das ist ganz normal in dem Alter:-) Da kann ich Dich trösten! Unsere Kleinen werden selbständig und lernen sich selbst mit eigenem Willen, eigener Persönlichkeit ( "Hier bin ich!" ) und auch vielen neuen Fähigkeiten kennen. Dazu gehört, daß sie sich einerseits immer wieder von Mama abgrenzen müssen. ( "Nein, ich will nicht" ) Das nennen wir oft Trotzphase. Es ist nur ein abgrenzen von den Eltern und selbständig werden - mehr nicht. Andererseits gehört auch dazu, daß sie gaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Nähe brauchen von Mama. Oft pendeln diese Bedürfnisse - Abgrenzen und Nähe - im Sekundentakt hin und her, was für das Kind stressig ist und es sehr unausgeglichen erscheinen läßt. Für die Eltern ist es auch Stress ;-)
Mit dem schlafen: Lass sie bei Dir schlafen!!!! Sie braucht das sehr jetzt und es ist wichtig für sie! Auch das "in den Schlaf begleiten" ist wichtig! Durch die größere Selbständigkeit braucht Dein Kind einfach mehr Nähe und Geborgenheit.
Mittagsschlaf macht Frieda auch nur noch selten. Biete es weiter an, lege Dich mit Deinem Kind zusammen ins Bett und versuche mit ihr gemeinsam zu schlafen. Wenn sie dann nicht schlafen mag dann ist es ok. Doch bestimmt wird sie es mögen und ihr könnt beide Mittagsschlaf machen, was Dir dann auch gut tut und Kräfte weckt :-)
Das sind keine schlechten Angewohnheiten, sondern normale Bedürfnisse und es geht vorbei :-)
Kann ich Dir noch weiter helfen? Ich kann Dir auch sehr ein Buch empfehlen: " Das glücklichste Kleinkind der Welt.Wie sie ihr Kind liebevoll durch die Trotzphase begleiten." von Dr. Harvey Karp
Wenn Du noch Fragen hast meld Dich gern.

Ganz liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 21 Monate

Beitrag von polidori 20.04.10 - 14:15 Uhr

Hallo,
nimm`es einfach so wie es ist. Geniss die Zeit mir Deiner Tochter, lass`sie bei Dir schlafen. Auch sie merkt, dass sich bald alles ändert. Mach`Dir nicht schon jetzt Gedanken darüber, was im Sommer ist... Glaub' mir, es regelt sich alles von selbst! Hab' Geduld!

Grüße
Polidori mit zwei Minimonstern!

Beitrag von ines01.06.79 20.04.10 - 14:41 Uhr

Huhu!!!

Ich denke Deine Tochter holt sich jetzt nochmal die volle Aufmerksamkeit von Mama.
Sie bekommt es doch mit das ein Geschwisterchen unterwegs ist!
vielleicht wird der wachsene Bauch gestreichelt,#verliebt
Leute die Du triffst die sagen "Naaaa bekommst Du ein Geschwisterchen dann mußt du aber alles teilen"
(was ja von denen nicht böse gemeint ist!!!
Das verstehen die Lütten besser als wir denken!!!

Meine Tochter war auch so in meiner 2. Schwangerschaft!!!

Allerdings sind meine beiden nur 15 monate auseinander!

Aber seit dem Tag als Lukas geboren war bzw. die 1. Nacht zu hause schlief, ist Marie nie mehr nachts aufgewacht!!!!

Vielleicht kommt auch noch erschwerend hinzu das sie in dem Alter eh in einer Trotzphase steckt!!!

Bezieh sie doch einfach in allem was du so machst mit ein!!!

Haushalt, Schwangerschaftspflege u.s.w.!!!

Ich wünsch Dir alles Gute und eine schöne Entbindung!!!

Kopf hoch!!!#ole#ole#ole#ole#ole#ole#ole#ole

Beitrag von alex1501 20.04.10 - 14:51 Uhr

Finde es interessant, was Du schreibst...habe immer angenommen, dass sie das noch nicht versteht, dass da jemand unterwegs ist.

Wir erzählen ihr zwar, dass da Baby Felix im Bauch bei Mama ist und heia macht; sie streichelt und küsst auch gerne von sich aus den Bauch, aber dass sie dadurch vielleicht wirklich gewisse Ängste in sich trägt, war mir noch nicht so klar. Kann natürlich gut sein.

Stimmt, wahrscheinlich kapieren die viel mehr, als man zunächst annimmt. DANKE!