Habe Kindergartenplatz abgelehnt und keiner versteht es

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von centrino2inside 20.04.10 - 13:14 Uhr

Hatte meine Tochter damals mit 2 Jahren beim Kindergarten angemeldet, weil ich ja nicht wußte ob ich evtl. dann wieder anfangen werde zu arbeiten.
Gehe ich nun aber nicht da ich wieder schwanger bin.

Nun habe ich den Platz für August bekommen, da ist meine Tochter aber grad 2 und ich finde es nicht nötig sie dann schon in den KiGa zu schicken.
Ich mein, ich find es nicht schlimm wenn andre es tun, aber da ich doch eh zu Hause bin reicht es doch wenn sie mit 3 in KiGa kommt und da habe ich auch eine verbindliche Zusage. Außerdem genießen wir beide noch die morgendlichen Rituale mit Kuscheln und LANGSAM fertig machen und den Tag entspannt starten. Das wäre dann ja vorbei.
Nur leider werde ich von allen Seiten komisch angeguckt, keiner kann verstehen wie ich so einen "wertvollen" Platz hab Sausen lassen.

Beitrag von muffin357 20.04.10 - 13:17 Uhr

hi,

also ich bin sehr traurig, dass es mit umserem Platz ab 2,5 nicht geklappt hat -- bei uns ist auch Nr.2 unterwegs ...

also mein Gedankengang war da ein anderer: -- nämlich dass ich morgens dann ein bisschen zeit für das baby ALLEINE habe oder wenn das baby schläft ich auch mal eine halbe stunde nur für MICH habe und vielleicht so auch den haushalt besser geregelt bekomme, also dauernd immer zwei um mich zu haben ... -- aber da hat jeder wohl einen anderen ansatz...

lg
tanja

Beitrag von snoopy86 20.04.10 - 13:26 Uhr

Genau so denke ich auch! ;)

Beitrag von sweathu 20.04.10 - 13:34 Uhr

ich sehe das etwas anders. eher wie die TE auch

Du brauchst den platz doch eigentlich nicht wirklich.
Es gibt schon so viel zu wenig Plätze, und gerade Mütter die Arbeiten haben oft probs ihre Kinder gescheit unterzubringen, weil die Plätze einfach zu rar sind.

Wenn ich doch nicht arbeiten gehe, kann ich doch auch das halbe Jahr beide Kinder zu Hause betreuen.

es soll kein Angriff sein, allerdings ist das pure bequemlichkeit inmeinen Augen.

Ich komme jetzt mal mit dem "früher" hatten unsere Mütter auch kaum andere Möglichkeiten, da gab es plätze erst ab 3:-).

Beitrag von annek1981 20.04.10 - 13:37 Uhr

Kommt drauf an wo in Deutschland du mit "früher" meinst ... hier im Osten gab es schon immer Krippenplätze, mein Mann war damals schon mit 3 Monaten in der Krippe (was ich persönlich nicht gut finde).

Beitrag von sweathu 20.04.10 - 13:56 Uhr

ja das stimmt. ich rede vom "westteil" des damals geteiltem Deutschland.

Wenn es genug Plätze gibt, sieht für mich die Sache ganz anders aus.
Damals war der "osten" ja in dem bereich sehr viel weiter.
Manche haben halt keine andere Wahl, sie müssen arbeiten, weshalb auch schon ganz kleine in der krippe sind..

Beitrag von annek1981 20.04.10 - 14:10 Uhr

Ich glaube, dass es selbst jetzt noch im Ostteil Deutschlands einfacher ist. Hier gibt es sehr viele Kindergärten mit Krippenteil, was hier selbstverständlich ist.

Beitrag von heimchen82 20.04.10 - 18:43 Uhr

#pro

Beitrag von juliocesar 20.04.10 - 21:18 Uhr

Es geht doch aber um einen Kingergartenplatz, der allen zusteht nicht nur berufstätigen Müttern. Oder seh ich das falsch. Wenn das Kind bereits mit 2 in den Kiga geht, besucht es dann nicht auch ein Jahr früher die Schule? Oder wie funktioniert das bei euch?

Beitrag von sweathu 20.04.10 - 22:30 Uhr

Nein. Ab 3 Hat man Anspruch auf einen kigaplatz
unter 3 sind extra plätze für berufstätige o.ä.

Schule ist ab 6. in Ausnahmefällen früher, egal wann es in die Kita/Kindergarten kommt.

Die Plätze unter 3 sind leider noch rar, da man dort mehr personal benötigt.

in unserer Kita gibt es 6 U3 Plätze, die alle an berufstätige und alleinerziehende gehen, da dort halt mehr Bedarf ist.
Diese 6 Plätze werden doppelt berechnet, sprich 12 plätze für 3 jährige = 6 Plätze für U3..


die Plätze für unter 3 jährige sollen aber mit der zeit ausgebaut werden, alles eine Kostenfrage;-).

Daher dneke ich, wenn es nicht nötig tut, sollte man die Plätze auch nicht unnötig in beschlag nehmen.

Beitrag von juliocesar 20.04.10 - 23:09 Uhr

Ach so, wenn das so ist, würd ich das Kind auch noch zuhause lassen. Dann ist's also ähnlich wie bei einem Krippenplatz.

Beitrag von sweathu 21.04.10 - 08:31 Uhr

ja krippe ist ja ab Minimaus:-D,

Die U3 Plätze wurden halt extra eingeführt, da es ja leider nicht jedem möglich ist, die vollen 3 Jahre elternzeit zu geniessen. Viele Krippen überfüllt sind, und gerade mit 2 ja schon so weit sind, nicht mehr mit den minimäusen zusammen sein zu müssen, sondern ihre Fähigkeiten etc ja eher an "großen" Messen können.

Mit Babys bastelt es sich halt nicht so gut;-)

Beitrag von sunflower.1976 20.04.10 - 13:18 Uhr

Hallo!

Ich habe unseren kleinen Sohn aus den gleichen Gründen für die Krippe angemeldet. Aber den Platz werde ich wahrscheinlich ebenfalls nicht annehmen. Ich habe ein Fernstudium begonnen, so dass ich länger als ursprünglich gedacht zuhause bin. Klar, es ist manchmal heftig, sich die Zeit zum lernen mittags und abends freizuschaufeln und es wird stressfreier, wenn ich irgendwann jeden Vormittag lernen kann. Aber trotzdem... Die Zeit geht so schnell rum und die Kinder sind groß. Mein Mann sieht das genauso. Unser kleiner Sohn wird - wie damals unser großer Sohn - erstmal zwei Mal pro Woche für zwei Stunden in eine Spielgruppe gehen und mit 2 3/4 in den KiGa.

LG Silvia

Beitrag von bibuba1977 20.04.10 - 13:23 Uhr

Hi,

ich finde, gerade wenn ein Geschwisterchen unterwegs ist, ist es gut, das grosse Kind noch etwas daheim zu behalten, wenn das geht. Klar wird das sicher anstrengend und entspannter waere es, vormittags ein paar Stunden allein mit dem Baby zu haben. Aber ich koennte mir vorstellen, dass sich das grosse Geschwisterkind dann auch leicht abgeschoben vorkommt.
Wir bekommen im Oktober Nachwuchs. Emmylou waere dann etwa 2 Monate im Kindergarten. Ich glaube, damit kaeme sie nicht klar.

Auf die Zeit mit ihr und dem Baby freu ich mich sehr. Um sie gut zu starten, bleibt der Papa die ersten 2 Monate auch daheim.
Ich freu mich aber auch auf die Zeit allein mit dem Baby, wenn Emmylou dann kommendes Jahr in den Kindergarten kommt. Immerhin hatte Emmylou die Zeit allein mit Mama auch. ;-)

Lass dir kein schlechtes Gewissen machen. Dein Herz weiss schon, was das beste ist fuer euch beide!

LG
Barbara

Beitrag von snoopy86 20.04.10 - 13:29 Uhr

Ich denke nicht das es soweit kommen könnte.

Es kommt drauf an wie man das Geschwisterkind vorbreitet.


Eine Story:
Ein Junge, 3 Jahre alt wird auf einmal Bruder, ihm wurde nichts gesagt, nicht vorbereitet, kaum ist das Baby da, geht es in den Kindergarten. Der Junge ist heute aggressiv gegenüber sein Geschwisterchen!
Das nenn ich abgeschoben!

Mein Sohn ist jetzt schon stolz, bzw. freut sich schon sehr darauf in die Krabbelstube zu kommen, er hat was, was seine Schwester nicht hat. Und 4 Stunden 3x die Woche tun ihn gut. Er ist mit anderen Kindern zusammen. Und ab Mittag wenn wir ihn holen, machen wir unseren Alltag weiter.

Beitrag von bibuba1977 20.04.10 - 13:33 Uhr

Jedem seine Meinung... Ich freu mich auf die Zeit zu dritt. Emmylou bereiten wir natuerlich vor und die freut sich jetzt schon drauf, mit zu wickeln, mit zu baden, mit zu fuettern... Sie wuerde auch im Kindergarten klar kommen. Aber wir haben auch so genug Kontakte (Turnen, Schwimmen, Musikgarten, Krabbelgruppe). Und ist dort zufaellig ein Baby, ist eh nix drumherum mehr interessant.
Der Kindergarten kommt fuer Emmylou noch frueh genug.

LG
Barbara

Beitrag von snoopy86 20.04.10 - 13:42 Uhr

Ja klar das schon.
Bis vor ein paar Wochen war ich auch der Meinung, das ich mein Sohn bis zum 4. Geburtstag daheim lasse.
Aber er braucht einfach die sozialen Kontakte zu anderen Kindern.

Und 2. bin am Vormittag eh immer beschäftigt mit aufräumen, putzen, kochen, einkaufen usw, sodass wir erst am Nachmittag rausgehen.

Beitrag von knueddel 20.04.10 - 13:24 Uhr

Hallo,

ich behalte meine Kleine auch zu Hause, bis sie fast 3 ist(hat im Oktober Geburtstag). Damit gehöre ich hier in der Nachbarschaft auch schon zu den Exoten, alle unsere Nachbarskinder gehen entweder zur Tagesmutter oder in die Kita.
Jeder wie er mag, aber für uns stand von vornherein fest, dass Carlotta erst mit drei in den Kindergarten geht, ich genieße auch die Zeit, jetzt wo sie so viel Neues lernt und anfängt zu sprechen. Da würde ich ja sonst auch alles mögliche verpassen.
Meine Nachbarin, deren Kleine genauso alt ist wie meine, meinte letztens auch, dass meine Tochter bestimmt auch Spaß am Kiga hätte. Ich glaub auch, dass sie gern unter Kindern ist und Spaß dann hat, aber das schaffen wir auch mit Spielgruppe, Kinderturnen und Spielplatzbekanntschaften.

Mach, wie es Dir richtig erscheint, damuss jeder seinen Weg finden.

LG Cindy

Beitrag von snoopy86 20.04.10 - 13:25 Uhr

Hallo.

Bei uns ist es normal das man die Kinder mit 3 od. 4 Jahren in den Kindergarten schickt. Da wird hier bei uns keiner so blöd angeschaut.

Mein Sohn wird im Juni 3 Jahre alt und ab Mai ist dann 1x die Woche eingewöhung. Ab Juli dann Schnuppern und ab Herbst dann fix 3x die Woche in die Krabbelstube (im Kindergarten habenwir noch kein Platz)

Ich bekomm im Juli mein 2. und Simon wird dann da schon ein Bambigruppen - Kind sein. Und jetzt freut er sich schon sehr darauf.

Lass die Leute reden, und hör ihnen nicht zu!

glg Kristina mit Simon 2,5 J. und Hannah im Bauch 27+2

Beitrag von tinar81 20.04.10 - 13:25 Uhr

Versteh dich da voll und ganz. Warum ein Kind schon so früh in den KiGa schicken wenn es nicht sein muss?? Die anderen sollen doch froh sein, dass du so Verantwortungsvoll handelst und nicht einen Platz blockierst, den eine andere Familie dringend nötig hätte.

Lg Martina

Beitrag von maschm2579 20.04.10 - 13:29 Uhr

Hallo,

ich würde jetzt anders denken. Wieso hat das neue Baby nicht auch 100% Mama verdient?
Deine Tochter hat jetzt 2 Jahre 100% Mama gehabt und das Baby wird nie in den Genuß kommen mit Mama studnenlang im Bett zu kuscheln und auch mal nur Mama zu haben.

Ich würde die Große in die Kita schicken und die Zeit mit dem Kleinen genießen und wertvolle Zeit für Dich und evlt den Haushalt nutzen. So könntest Du am Nachmittag voll für beide Kinder da sein und beide wären gleich behandelt.
Deine Tochter hätte in der Zeit Spaß mit Freunden und gleichaltrige Kinder.
Stell Dir vor Du bekommst ein Schreikind? Dann bist Du stundenlang damit beschäftig auf und ab zu gehen und die Große spielt nur ne Nebenrolle.

Also ich kann es nicht verstehen und hätte die Kita Lösung für die Große total toll gefunden.

Meine Tochter geht in die Kita und liiiiiebt die abgöttisch. Die Kinder, die Erzieherinnen, die Waldausflüge etc... bei uns sind alle Geschwisterkinder in der Kita und die Mamas genießen die zeit mit den Säuglingen (haben nämlich gerade Babyboom. Seit Nov 6 Babys und 2 folgen noch)

Beitrag von annek1981 20.04.10 - 13:41 Uhr

Kann mich dem nur anschließen. Unser Großer war schon 1 Jahr in der Kita als die Kleine zur Welt gekommen ist, er ist selbstverständlich weiter zur Kita gegangen und fand es total blöd, dass wir das Jahr in der Elternzeit nur einen Teilzeitplatz (von 8-14 Uhr) hatten und er nicht mehr mit seinen Freunden nachmittags spielen konnte.

Beitrag von mila... 20.04.10 - 22:19 Uhr

wieso hatte ihr nur noch einen teilzeit platz? habt ihr das dem Jugendamt extra mittgeteilt , dass ihr in Elternzeit seid oder wie?

Beitrag von juliocesar 20.04.10 - 21:15 Uhr

Ich weiss nicht, wie der Stundenplan des Kindergartens in Deutschland ist und wie viele Kinder pro Betreuerin sind. Hier in der CH kommen die Kinder mit 4, bzw 5 Jahren in den Kiga, werden dort aber relativ schnell auf die Schule vorbereitet. Davor gibt es noch Spielgruppen, die freiwillig und kostenpflichtig sind. Falls der Kiga bei euch ähnlich wie ne Spielgruppe ist, wo viel frei gespielt wird und der Druck noch nicht so gross ist, würd ich sagen, schick sie trotzdem.
Du wirst in der Anfangzeit 100 % mit dem Baby beschäftigt sein. Da wird die grosse viel eher eifersüchtig, als wenn sie beim Spielen mit Gleichaltrigen abgelenkt ist.

Beitrag von maschm2579 21.04.10 - 07:32 Uhr

In der Krippe ist es so das nur gespielt wird und mit 3 wechselt man in die Kita.

Bei uns die Beispiele bzw tagesablauf Krippe:
guten morgen kreis (singen, fingerspiele)
frühstück
spielen (ca 9.30-11.00)
fertig machen für das essen (wickeln, umziehen)
essen
schlafen
spielen wer wach ist
imbiß
spielen bis abgeholt wird

1x die Woche geht es in die turnhalle, ab 2jahren gehen die kinder ca 2x im monat schwimmen, viele waldspaziergängen

Im Kindergarten ist es ähnlich. Sie kommen und gehen spielen (raus oder drinnen), dann Frühstück wer will und dann wird bis zum Mittag gespielt.

Die Kindergarten Kinder gehen auch turnen, zum schwimmen und ab 5 Jahren wird englisch angeboten und die Kinder werden auf die Schule vorbereitet.

Also easy ;-)

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