Selbstständigkeit-Für und Wieder? Tipps gesucht

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Beitrag von sue20 20.04.10 - 13:18 Uhr

Hallo zusammen,

mein Mann möchte sich gerne selbstständig machen....Im Moment ist er bei der AXA Customer Care normal angestellt(unbefristet/2300 Euro netto)

Die Selbständigkeit wäre auch AXA abhängig, also AXA Gmbh....
Fixgehalt wäre 3500Euro plus zusätzliche Provision und Leasingfahrzeug(RenaultKombi)(würde komplett bezahlt werden)....das große ABER: die abzüglichen Kosten müssten dann noch abgezogen werden....Nur was ist gängig-Klar, Krankenversicherung(haben wir uns auch schon ausgrechnet(alle zusammen 300Euro über freiwillige gesetzl.)
Rentenvorsorge,Pflegeversicherung uws....aber was würde noch auf uns zukommen???
Steuer muss ich mir weglegen, damit ich nichtz am Ende des Jahres blöd da stehe...!

Wichtig war für mich....Er kann, wenn dies nicht klappen sollte(innerhalb der ersten zwei Jahre, nur vom Fixgehalt leben müsste/da keine Provision),zurück,aber dann normal angestellt bei der AXA Gmbh(mit mehr Gehalt als jetzt)und das Fixum wird 5 Jahre gezahlt....Danach muss man auf Provision arbeiten.

Welche Tipps könnt ihr mir geben....auch auf dem Hinblick, das man sich bald ein Haus anschafft(noch vor dem Schritt der Selbständigkeit) und zwei kleine Kinder hat?
Meint ihr man kommtmit ca.2000-2500 raus?

Vg Sue und #danke

Beitrag von marion2 20.04.10 - 13:32 Uhr

Hallo,

es ist nicht gesagt, dass dein Mann in der Selbständigkeit sofort 2.000,00 Euro in einem Monat verdient.

Schau Mal hier: https://lernboerse.arbeitsagentur.de/aktiv/index.php?item=existenz

Der Kurs für Existenzgründerinnen ist recht sinnvoll. (Kost nichts)

LG Marion

Beitrag von elsa345 20.04.10 - 15:58 Uhr

Hallo,
also entweder man macht sich selbständig und tritt vielleicht erstmal einige Jahre kürzer, oder Ihr kauft ein Haus! Alles auf einmal geht nicht. Du mußt damit rechnen, daß das Geld eben nicht gleich sprudelt und dann sollte man sowenig Kredit wie möglich am Hals haben. Denn bei den monatlichen Ausgaben sich mal einzuschränken geht schon, aber wenn fixe Kosten für Zinsen und Raten zu zahlen sind steht man ganz schnell vor dem Aus. Ausserdem bedeutet Selbständigkeit auch immer noch "Selbst und Ständig". Ist Euch das klar? Dein Mann wird keinen 8h Tag mehr haben und die Probleme bleiben auch nicht im Büro, sondern sind auf den Abendbrottisch wie die Butter und die Wurst. Selbständig sein heißt auch nicht, freier zu sein. Das bildet man sich nur ein, am Schluß ist man gefangener als jeder Arbeitnehmer mit einem geregelten Job. Viele glauben, man hätte mehr Zeit, das ist definitiv nicht so. Jeder Selbständige den ich kenne, arbeitet mehr als ein Angestellter und ganz oft für bedeutend weniger Gehalt. Wenn Euch das alles bewußt ist und auch DU damit leben kannst, dann solltet Ihr es tun. Aber wenn Du auf viel Freizeit, Urlaub, Haus und geregelte Wochenenden nicht verzichten möchtest, dann lasst die Finger davon.

Beitrag von lisa-1976 20.04.10 - 16:25 Uhr

Hallo Sue,

ich kann meiner Vorrednerin nur anschließen und das alles aus eigener Erfahrung genauso bestätigen.

Selbständigkeit ist kein Zuckerschlecken.

LG Lisa

Beitrag von werner1 20.04.10 - 16:37 Uhr

Hallo,

#Fixgehalt wäre 3500Euro plus zusätzliche Provision#
#alle zusammen 300Euro über freiwillige gesetzl#

da musst du nocheinmal nachrechnen: 3500 x 14,9 % ergibt bei mir 521,50 Euro Krankenkassenbeitrag.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von amory 20.04.10 - 20:18 Uhr

werner hat recht. das viel mir zu deinem beitrag als erstes ein.
als zweites bin ich über das wort "fixgehalt" gestolpert.
selbständige haben kein fixgehalt.....

Beitrag von sue20 21.04.10 - 08:06 Uhr

Woher nimmst du diese Weisheit?

Mein Mann wäre Selbständig nach dem HGB 84 und bekommt ein Fixgehalt, da er Angestellter auf Basis einer Selbstständigkeit ist!
Das ich dies nicht dabei geschrieben habe, ist relativ unerheblich wenn es um Krankenversicherung usw. geht....Und dafür habe ich ja noch mehr Tipps gesucht:-)

Trotzdem Vielen Dank, für deine Antwort:-)

Viele Grüße, Susann

Beitrag von manavgat 21.04.10 - 09:05 Uhr

Die Weisheiten kommen vielleicht daher, dass wir bereits selbstständig sind....

Du bist noch ganz, ganz jung und hast 0 Erfahrung. Sinnvoll wäre hier die Öhrchen zu spitzen und aufzupassen.

Wenn ihr jetzt hier in eurer Euphorie übereilt handelt, dann könnt ihr euch für den Rest des Lebens ruinieren.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sue20 21.04.10 - 08:02 Uhr

Da hast du Recht-daran hatte ich beim Schreiben nicht gedacht....die Zahl kam zu Stande das,als wir noch nicht wussten, welches Fixgehalt, wir erstmal mit knapp über 2000Euro gerechnet haben!

Vielen Dank für deine Antwort

VG Sue

Beitrag von rosaundblau 21.04.10 - 06:18 Uhr

Selbstständigkeit

Fixgehalt

Diese beiden Worte in einem Satz klingt sehr nach Scheinselbstständigkeit. Das kann böse nach hinten los gehen. Gerade Versicherungen werden da oft und gerne kontrolliert.

>>>Die Selbständigkeit wäre auch AXA abhängig, also AXA Gmbh<<< Hätte er noch weiter Kunden oder arbeitet er exklusiv für die AXA GmbH?

Beitrag von sue20 21.04.10 - 07:59 Uhr

Hallo,

vielen Dank für deine Antwort!

Er würde Bestandkunden übernehmen, für den Großraum Köln!Die Selbstständigkeit beruht auf HGB 84(also Angestellter auf Basis einer Selbstständigkeit)-deswegen auch das Fixgehalt(das ist übrigens schon so richtig)

Viele Grüße, Susann

Beitrag von manavgat 21.04.10 - 09:02 Uhr

Ich rate Euch ab.

Da wird mit mehr Geld gelockt und am Ende fährt er volles Risiko. Hinzu kommt: wenn er für die AXA ausschließlich arbeitet, dann könnte es eine Scheinselbstständigkeit sein. Da kommt dann irgendwann die Rentenversichung und langt ordentlich hin. Das ist eine Grauzone.

Gruß

Manavgat