Warum macht ihr so lange mit ???

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von verstehe_ich_nicht 20.04.10 - 13:30 Uhr

Hallo

Ich lese hier öfter was betroffene so schreiben und für Probleme haben.

Mittlerweile stelle ich mir die Frage
Warum macht ihr das alle so lange mit ???

Mal ein paar Beispiele

- zockt den ganzen Tag am PC
- arbeitslos
- hilft nicht im Haushalt
- will kein Sex
- macht nichts mit den Kindern
usw...

Ich kenne Leute auf die treffen alle oben genannten Punkte zu ;-) das hat für mich nichts mit Ehe zutun sondern mit einer Zweckgemeinschaft.

Warum seit ihr Jahre mit jemandem zusammen der euch so unzufrieden macht das ist reine Zeitverschwendung.

Habt ihr keine Ziele mehr für euch oder für eure Kinder ?

Da kommen dann Antworten ja aber mein Mann ja entweder man lebt ZUSAMMEN oder eben nicht also wenn mein Partner eher ein Störfaktor ist dann trenne ich mich und jammere nicht noch Jahre rum in denen sich sowieso nichts ändert.

Bin auf eure Antworten gespannt

LG

Beitrag von medina26 20.04.10 - 13:35 Uhr

Also wenn ich mich jedes Mal wegen solchen Sachen gleich trennen würde, hätte ich in ein paar Jahren fünf Kinder von fünf verschiedenen Vätern. :-p

Ne, im Ernst! Ich führe zwar keine Ehe aber eine 10 Jährige Beziehung. Und ich bin der Meinung das man bei solch kleinen Sachen auch mal kämpfen muss und nicht immer gleich an Trennung denken. Die Menschen ändern sich. Und das was er/sie früher niemals gemacht hat kann heute schon wieder anders aussehen. Dann sollte man versuchen das zu ändern wenn es zu sehr stört und wenn es garnicht mehr geht, und man damit nicht leben kann, dann erst sollte man sich trennen. Meistens sind auch Kinder mit im Spiel die auch mitberechnet werden müssen.

Meine Meinung ;-)

Beitrag von verstehe-ich-nicht 20.04.10 - 13:55 Uhr

So war das nicht gemeint ich meine das auf Jahre hinweg bezogen da wo sich einfach nichts mehr ändern wird.

Bei vielen fängt es ja schon beim Gespräch an das einfach nicht gesucht wird oder eben nicht stattfindet warum auch immer.

Meine Frage mal anders gestellt warum bleibt man Jahre mit jemanden zusammen mit dem man einfach unzufrieden ist ???


Beitrag von medina26 20.04.10 - 14:00 Uhr

Wie ich hier schon öfter gelesen habe, gibt es erschreckend viele Frauen die kein Selbstbewusstsein mehr haben. Und die sind überglücklich wenn sie wenigstens einen Mann abbekommen mit dem sie eine Familie gründen können, weil sie denken sie finden keinen anderen Mann mehr. Andere machen sich von ihren Männern finanziell abhängig und haben Angst ohne alles dazustehen. Es ist sehr schade das die Frauen nicht stark genug sind um ihr Leben selber in die Hand zu nehmen. Aber leider die Realität!

Beitrag von gh1954 20.04.10 - 14:06 Uhr

Ds machen nicht "alle" so lange mit.

Du dafst nicht vergessen, dass urbia (glücklicherweise) NICHT repräsentativ ist.

Beitrag von thyme 20.04.10 - 14:17 Uhr

Ach weisst du, man gewöhnt sich an alles.

LG

Beitrag von ttr 20.04.10 - 14:35 Uhr

antwort: weil die meisten zu bequem sind.

entweder stimmt die geldbörse, oder das bequeme eigenheim, das umfeld...oder sie werden einfach in ruhe gelassen. wieso sollte eine frau dann gehen?

damals war es gewiss noch einfacher, denn da gab es ja die versorgerehe....da durfte der mann ja gern noch für den lebensunterhalt der ex-frau aufkommen...ggf bis zum lebensende. das ist ja leider heute nicht mehr der fall, was auch zutiefst zu bedauern ist.
DA waren die frauen noch frei und mussten sich um ihre finanzielle zukunft weniger gedanken machen, als heute.
heute endet das meist mit dem bezug von hartz4, wenn sie sich einen ausgesucht haben, der nicht grad 5000 euro im monat nach hause bringt und die kids schön über 3 jahre alt sind, müssen sie wieder durch einen halbtagsjob für sich allein sorgen.
und das finde ich schon besonders bitter. ich denke, die frauen haben oft einfach angst vor der verantwortung, es allein nicht zu schaffen...weils dann eben schwer wird....finanziell eng....keiner mal eben auf die kids aufpassen kann, der eh in der wohnung lebt...und dann am burn-out vor die hunde gehen mit hartz4-satz ...neee..danke.

solang niemand so wirklich leidet, geht er doch auch nicht....meist wird das in der beziehung gar nicht hinterfragt...kaum kommt aber ein neuer ins spiel, fällt einem dann auf: mensch ist das aber scheisse bei mir daheim...ich bin ja sooo unglücklich und er kann mir gar nichts rechtmachen...beim neuen ists ja viiiel besser....aber meist kann dieser dann finanziell nicht mithalten oder will gar nichts festes und so belibt man dann beim alten und begründet es damit, dass man ihm die kinder ja nicht nehmen will... in wirklichkeit will man nur nicht jeden cent einzeln umdrehen müssen...

überspitzt gesagt: würden die damen weiterhin den lebensstandard halten können und wäre der mann dazu verpflichtet, seinener ex-frau weiterhin ein schönes, sorgenfreies leben zu finanzieren...... wir hätten millionen scheidungen mehr und endlich zufriedene ausgeglichene mütter für unsere kinder....ein traum!!!!!

Beitrag von gh1954 20.04.10 - 14:58 Uhr

>>>damals war es gewiss noch einfacher, denn da gab es ja die versorgerehe....da durfte der mann ja gern noch für den lebensunterhalt der ex-frau aufkommen...ggf bis zum lebensende.<<<

Ich weiß nicht, was du genau mit "damals" meinst, aber die sognannte "Versorgerehe" war nie ein Rechtsbegriff.

Wenn vor dem "neuen" Scheidungsrecht (1977) eine Frau die Scheidung wollte, hat sie überhaupt keinen Unterhalt bekommen, wenn sie ihrem Mann nicht zweifelsfrei die Schuld am Scheitern der Ehe nachweisen konnte.

Beitrag von ttr 20.04.10 - 15:29 Uhr

DAS war das geringste problem. dazu kannte frau damals genügend mittel und wege.
und so unclever stellten sich die wenigsten an, um leer auszugehen

Beitrag von gh1954 20.04.10 - 15:57 Uhr

Das wage ich mal heftigst anzuzweifeln.

Beitrag von kleinemimi 20.04.10 - 16:05 Uhr

Aber es ist nicht nur die Bequemlichkeit der Frau, es gibt leider auch genug Männer, die so handeln. Die jahrelang in einer Ehe leben, wo es keine Liebe mehr gibt, ja sogar keinen Sex mehr, da wird sich gemeinsam um die Kinder gekümmert, man geht seinen Beruf nach und achtet auf geregeltes Kaffeetrinken am Wochenende auf der Terasse des selbstgebauten Hauses. Es wird nebenher gelebt, bis irgendwann eine neue Frau ins Leben tritt und dann entscheidet man, Verlassen oder Affaire. Auch Männer machen es sich damit nicht einfach, Angst vor dem Verlust des Kindes, oder Androhung der Frau sich einweisen zu lassen, wenn er geht, all das belastet und dann wird überlegt und überlegt. Ich werde es dennoch nie verstehen, wie man mit einem Menschen zusammenleben kann der einen nicht liebt, obwohl die wenigsten wissen nix davon, das ist ein schleichender Prozess.

Beitrag von mindgames 20.04.10 - 16:32 Uhr

Deine Frage ist nicht unberechtigt, aber stell Dir vor, in welcher Situation die Damen ihre Beitraege verfassen und abschicken... Gerade ist etwas Schlimmes passiert! Da kann es sehr wohl mal vorkommen, dass die Posterinnen alles auch etwas ueberspitzt darstellen, als es in Wirklichkeit wirklich ist. Man sieht ja in solchen Momenten nur das Schlechte im Partner :-p Ich behaupte, dass dies in manchen (!) Faellen so ist. Auch will frau ja bemitleidet werden, also koennte sie die Tatsachen z. T. auch leider etwas verdrehen..
Also, Beitraege mit Vorsicht geniessen und immer dran denken, dass hier nur die Meinung von einer Person geschildert wird ;-)

Beitrag von flesh 20.04.10 - 19:28 Uhr

Weil man auch einen arbeitslosen, sexunlustigen PC-Junkie von ganzem Herzen lieben kann...

Beitrag von asimbonanga 20.04.10 - 19:49 Uhr

Nicht dein Ernst----oder?

Beitrag von flesh 20.04.10 - 19:51 Uhr

Doch das ist mein ernst.

Wie oft kommen denn in den benannten Threads Sätze vor wie zb: Aber ich liebe ihn doch. Trotzdem ist er meine große Liebe. Und dergleichen...

Beitrag von sandycheeks 21.04.10 - 14:10 Uhr

Ich habs in einem anderen Thread auch schon mal geschrieben:

Das muß keine Liebe sein, das kann durchaus auch emotionale Abhängigkeit sein.