Ebay, Ware kam nicht an... Was nun???

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Beitrag von matzzi 20.04.10 - 14:45 Uhr

Hallo

ich hab bei Ebay eine Jacke verkauft und versicherten Versand oder Warensendung angeboten. Der Käufer hat Warensendung gewählt und ich hab es so verschickt, nachdem erst nach 2 Wochen das Geld kam. Das war am 1.4. Bis jetzt kam nichts bei demjenigen an.

Was ist nun, ist das erste Mal dass nichts ankam??? Muss ich das Geld zurück überweisen oder wie einigt man sich da? Ich hab ja eigentlich meinen Teil erfüllt und hab auch noch den Portobeleg irgendwo.

Danke ...

Lg matzzi

Beitrag von nightwitch 20.04.10 - 15:05 Uhr

Hallo,

du musst garnichts machen. Du KÖNNTEST versuchen bei der Post einen Nachforschungsauftrag zu stellen. Manchmal haben diese Erfolg, aber es gibt eben keine Garantie bzw bekommst auch kein Geld zurück.
Da das Versandrisiko bei privaten Verkäufern IMMER zulasten des Käufers geht, hat der Käufer einfach Pech.

Selbst wenn du ein gewerblicher Verkäufer bist, hast du dem Käufer die Wahl gelassen. Entscheidet sich der Käufer für einen unversicherten Versand, obwohl ein versicherter angeboten wurde, so haftet der Verkäufer nicht für den Verlust.

Sprich: du musst garnichts und kannst dich gemütlich zurück lehnen, solltest dich aber darauf einstellen, dass du eine negative Bewertung kassierst. Einen Portobeleg zählt bei einem unversicherten Versand nicht. Da steht ja weder der Empfängername oder sonst ein Hinweis drauf, dass der Beleg auch wirklich zu dem verschwundenen Umschlag gehört.

Gruß
Sandra

Beitrag von tennishase 20.04.10 - 18:46 Uhr

Hallo,

wenn man bei einem gewerblichen Verkäufer kauft, trägt immer! der Verkäufer das Versandrisiko.

"Selbst wenn du ein gewerblicher Verkäufer bist, hast du dem Käufer die Wahl gelassen. Entscheidet sich der Käufer für einen unversicherten Versand, obwohl ein versicherter angeboten wurde, so haftet der Verkäufer nicht für den Verlust. "
...ist falsch. Es ist mittlerweile sogar gesetzlich untersagt, dem Käufer die Wahloption zwischen versichert und unversichertem Versand zu lassen. Der LG hat entschieden, das dieses eine Irreführung des Käufers ist:

LG Bochum v. 10.02.2009:
Durch die ohne nähere Erläuterung aufgezeigte Möglichkeit des versicherten bzw. unversicherten Versands zu unterschiedlichen Preisen führt der Verfügungsbeklagte seine Kunden in die Irre (§ 5 UWG). Denn der Kunder wird davon ausgehen, der versicherte Versand, für den er einen höheren Betrag zu zahlen hat, brächte ihm Vorteile. Dies ist jedoch tatsächlich nicht der Fall, da der Unternehmer allein das Risiko des Versandes (§§ 474, 447 BGB) zu tragen hat.


Grüße von Tennishase

Beitrag von liesschen_1980 20.04.10 - 15:31 Uhr

Hallo,
da ich den Fall leider auch schon hatte (hatte die Quittung noch und habe auch einen Nachforschungsauftrag gestellt, der leider -aber erwartet- zu nichts führte), hier ein Link:
http://www.123recht.net/article.asp?a=8277&ccheck=1
LG Anne

Beitrag von gaeltarra 20.04.10 - 16:38 Uhr

Hi,

nützt nichts - denn WIE willst du im Zweifelsfall beweisen, DASS du die Ware abgegeben hast bzw. in den Postkasten geworfen? Sprich, in dem Fall müsste man immer einen Zeugen haben! Also nie alleine zur Post gehen, sondern Nachbarin etc. mitnehme, oder aber die Verkaufskraft bei der Post unterschreiben lassen, dass die SEndung abgegeben wurde (was utopisch ist).

LG
Gael

Beitrag von liesschen_1980 20.04.10 - 19:47 Uhr

Ja, Du hast recht.
Eigentlich ist man wirklich gea***, wenn nichts ankommt.
Auf der Quittung steht ja leider nur, dass eine Warensendung bezahlt wurde (aber nicht, an wen adressiert war).
"Zeugen" hab ich oft dabei.
In den Postkasten werf ich wirklich nur im Ausnahmefall (eben wegen einem mal nicht angekommenen Artikel).
Aber irgendwie ist der ganze Aufwand lachhaft. Schade eigentlich, dass man sich als ehrlicher Verkäufer -und als solche betrachte ich mich- so absichern muss.
#gruebel
Aber das liegt ja auch immer im Auge des Betrachters.

LG Anne