KV hat Antrag wegen Umgangsrecht bei Gericht gestellt. Was nun???

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von naddikiel79 20.04.10 - 16:47 Uhr

Hallo..

Habe heute telef. von meiner Anwältin erfahren, dass der KV einen Antrag auf Umgangsrecht beim Amtsgericht Kiel eingereicht hat.
Das Schreiben werde ich morgen per Post erhalten und soll daraufhin bei meine Anwältin zwecks Besprechung einen Termin anfordern (nachdem ich es mir durchgelesen habe).

Ich bin völlig durch den Wind aus folgendenen Gründen:
Im Januar hatte der KV durch seine Anwältin einen Umgangswunsch geäussert. Warum es nicht so laufen KANN hatte meine Anwältin begründet und gleichzeitig Vorschläge gemacht, wie man einen Umgang im Sinne von unserem gemeinsamen Sohn gestalten könnte.
Daraufhin hat der KV nicht einmal reagiert!!!
Noch dazu ist es so, dass der KV wort- u. grußlos an seinem Sohn vorbeigeht... auch hat der KV mehrere Umgangstermine einfach nicht wahrgenommen.
Mein Sohn hatte so oft gesagt, dass er seinen Papa sehen möchte, heute genau sind es 4 Monate ohne Kontakt!
Nein, ich habe den Kontakt nie unterbunden!
Daher bin ich sehr geschockt.

Es freut mich natürlich, dass der KV Interesse an seinem Sohn hat und es ist auch sein gutes Recht ihn zu sehen..
Es ärgert mich nur zutiefst, dass er auf keines der Vorschläge meiner Anwältin reagiert hatte..
Im Vorwege hat er sich auch nicht auf Vorschläge von mir eingelassen.. andererseits hatte er keinen besseren Vorschlag.. und ich möchte betonen, dass es sich dabei um VORSCHLÄGE -nicht um Bestimmungen- gehandelt hatte. Wenn es dem werten Herrn Papa nicht gepasst hatte, wurde er verbal ausfallend/angreifend und hat einfach aufgelegt in der Vergangenheit.

Ich verstehe es alles nicht..

Habt ihr einen Vorschlag wie die Umgangsregelung aussehen könnte?
Ich weiß nicht einmal wie der Inhalt des Schreibens aussieht, dies werde ich ja morgen erfahren..

Danke für eure Antworten..

LG

Beitrag von grundlosdiver 20.04.10 - 17:32 Uhr

Was hat er für Wünsche geäußert, was hast Du für Vorschläge gemacht?

Beitrag von -janna- 20.04.10 - 17:36 Uhr

Wahrscheinlich werdet ihr sowieso erstmal zum Jugendamt geschickt um da mit einer Sozialarbeiterin über die Situation zu sprechen und dort wird versucht eine Lösung zu finden, bevor irgendein Richter mit dem Hämmerchen aufs Holz klopft und dich zu irgendeiner Umgangsregelung verdonnert ;)

Beitrag von hexe1503 20.04.10 - 17:40 Uhr

Vermutlich könnt ihr (so lese ich es ja heraus, da Vater den Hörer auflegt) nicht auf Elternebene kommunizieren. Somit ist Herr Papa gekränkt und läuft zum Anwalt.

Naja bei solchen Dingen wird vom Gericht automatisch zu 99 Prozent das Jugendamt mit eingeschalten und dort wird versucht, eine Umgangsregelung zum Wohle des Kindes zu finden.

Hoffe zum Wohle Eures Kindes, dass dies ganz schnell funktioniert und Dir viel Kraft.

Gruss die Hexe

Beitrag von naddikiel79 20.04.10 - 18:03 Uhr

Ich hatte im August letzten Jahres das JA aufgesucht wegen einer regelmässigen Umgangsregelung, da es seit Juni so ist, dass der KV es aus dem Nichts heraus (vielleicht war der Grund auch Verliebtheit) eingestellt hatte seinen Sohn zu sehen.
Vorher hatte er meine Kinder (er war für meine Tochter aus einer vorherigen Beziehung gleichermaßen da, das rechne ich dem KV auch hoch an.. ist nicht selbstverständlich!) beide fast täglich gesehen. Auch durften sie öfter dort übernachten. Selbstverständlich konnte es nicht mehr in dem Ausmaß weiterlaufen, das ist mir klar. Aber von 100% auf o% Kontakt darf es auch nicht laufen.
Sie hat uns zu Gesprächen bei einer Erziehungsberatungstelle geraten. Diese war ich auch bereit -im Sinne meines Sohnes- zu führen.
Jedoch hat der KV den absoluten Aufstand geprobt, als ich meine Anwältin mit der Unterhaltsberechung und -betitelung beauftragt hatte (nachdem es über das JA nicht geklappt hatte) und mir folgendes mehr als nur einmal gesagt hatte: "Wenn Du nicht Abstand von deiner Anwältin nimmst, bin ich zu nichts mehr bereit und will ..... nicht mehr sehen!Überleg es Dir gut!"..
Mehrfach hatte ich ihn gefragt, ob er es ernst meinte.. er bejahte.
2 Wochen später erhielt ich einen Anruf von der Dame des JA´s, die ich aufgesucht hatte und war sehr erstaunt darüber, dass ich ihren Rat nicht befolgt hatte (Meditationsgespräche), schlug sich auf die Seite des KV´s. Ich denke, dies wird mir negativ ausgelegt, auch wenn es mehfach Zeugen für diese Telefonate gab.

Beitrag von janamausi 20.04.10 - 19:28 Uhr

Hallo!

Warum hast Du denn die Meditationsgespräche ausgeschlagen?

Ich denke, es wird jetzt auch nicht darum gehen, was mal wiar, sondern wie es in Zukunft weiter gehen soll. Sicherlich wird es zur Spache kommen, wie es bisher gelaufen ist, warum Du die Meditationsgespräche ausgeschlagen hast etc. aber letztendlich geht es darum, eine Lösung für die Zukunft zu finden.

LG janamausi

Beitrag von parzifal 21.04.10 - 09:30 Uhr

Ohne konkrete Ausführungen, warum Du die Mediatioin nicht wahrgenommen hast bzw. welche Uangswünsche und Vorschläge gemacht wurden kann man doch gar nichts sagen. Leuchtet das nicht ein?

Bevor sich das Jugendamt auf die Seite des Vaters stellt muss normalerweise einiges passieren.

Beitrag von manavgat 21.04.10 - 10:01 Uhr

Kann es sein, dass ihr eigentlich um den Unterhalt streitet und der Umgangs"wunsch" nur dazu dienen soll, dich unter Druck zu setzen?

gruß

Manavgat