Antrag auf Integrationskraft!

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von skbochum 20.04.10 - 21:05 Uhr

Hallo,

ich bin fassungslos.
Nach viel Rennerei nach allen möglichen Berichten, Telefonaten, Gesprächen und hin und her gibt es nun eine Antwort auf unseren Antrag:

Das Budget für die Förderung von Kindern unter 3 ist erschöpft und so bekommen wir keine Hilfe.
Unser Antrag wurde geprüft, wenn denn noch Geld da wäre, wäre unser Kleiner berechtigt. :-[#klatsch#heul

Der Witz ist, dass der Antrag von uns ja schon im Dezember da war, aber der fehlende Bericht halt erst im März.
UND Justus ist zwar schon über drei, zählt aber für dieses Kita-Jahr noch für unter drei, weil die Frist Kitajahrbeginn plus drei Monate, das wäre der 1.11.2009 gewesen.
Justus wurde am 22.11 3 Jahre alt #klatsch
Wäre er vorher drei gewesen, wäre das alles kein Problem, weil für über Dreijährige das Budget nicht so eng gesteckt ist.

Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll!!!
Was meint ihr?

Beitrag von punkt3 20.04.10 - 22:24 Uhr

Das ist echt blöd! Und ein neuer Antrag für einen über Dreijährigen??? Was passiert, wenn Ihr den jetzt stellt?

Beitrag von skbochum 20.04.10 - 22:47 Uhr

Den können wir jetzt nicht stellen, weil das Alter vom Gesamtjahr gilt, also die Regel mit Beginn der Kitajahres plus drei Monate!
Es ist wirklich unfassbar, jetzt müssen wir auf´s nächste Kitajahr warten.

Beitrag von mama03 21.04.10 - 08:15 Uhr

Hallo!

#liebdrueck

Nehmt Euch einen Anwalt!!!
Wir haben so eine ähnliche Geschichte gerade durch! Zum Schluß erfolgreich!
Also holt Euch Rechtsbeistand!!!
Wenn Du weitere Fragen hast, gerne per PN.

Liebe Grüße

Beitrag von nicola_noah 21.04.10 - 08:33 Uhr

Hallo,

Mensch,das ist eckt Kacke auf gut Deutsch gesagt....

Dann haben wir wohl echt viel Glück gehabt....Max ist erst 2 und das ging alles total Unproblematisch.

Beitrag von skbochum 21.04.10 - 14:21 Uhr

Manchmal hat man es auch einfach mal verdient Glück zu haben, vielleicht sind ja beim nächsten Mal d´ran!

Beitrag von nicola_noah 21.04.10 - 16:05 Uhr

Ich wünsche es Euch#liebdrueck

Beitrag von skbochum 22.04.10 - 17:27 Uhr

#danke

Das ist lieb!

Beitrag von kati543 21.04.10 - 18:37 Uhr

"Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll!!! "
Ganz einfach...sofort in Widerspruch gehen. Das ist doch wohl nicht dein problem, dass das Budget erschöpft ist. Dein Sohn hat einen Anspruch darauf. Geh mal zu einer Sozialarbeiterin des SPZ oder Lebenshilfe e.V. Die helfen dir dort. Allerdings verpaß nicht die Frist für den Widerspruch.

Beitrag von skbochum 21.04.10 - 21:18 Uhr

Ganz so einfach ist es momentan halt nicht.
Wir haben die Aussage noch nicht schriftlich und für einen Widerspruch brauchen wir das.
Telefonisch haben wir die Absage, aber das reicht nicht für den Wiederspruch.
Echt verfahren der ganze Mist!


Beitrag von mama03 22.04.10 - 08:35 Uhr

Deshalb, hier nochmal mein Rat:

Geh zum Anwalt!!! Der berät Dich und zeigt Dir Deine Möglichkeiten auf.

Wir haben so für unser Kind gekämpft und im Endeffekt gewonnen! Aber das muß jeder selbst wissen wie sehr er für sein Kind kämpfen will...


Wünsch Euch alles Gute!

Beitrag von skbochum 22.04.10 - 17:26 Uhr

" Aber das muß jeder selbst wissen wie sehr er für sein Kind kämpfen will... "

Für einen gerichtlichen Kampf brauche ich die schriftliche Ablehnung, die habe ich nicht, nur telefonisch. Das reicht nicht, damit der Anwalt tätig werden kann.
Für diesen Schritt müssen wir warten, bis das Amt die Zeit überschreitet, die es hat um den Antrag abzulehnen oder zu bestätigen.

Den Satz oben find ich ganz schön daneben und auch verletzend. Du hast keine Ahnung wie lange wir kämpfen und an welchen Fronten, deswegen latent zu unterstellen, das es vielleicht an unserem Willen zu kämpfen liegt, finde ich einfach nur befremdlich.

Beitrag von mama03 23.04.10 - 13:23 Uhr

Du hast Recht! Der Satz ist wirklich verletzend!
Deshalb möchte ich mich bei Dir wirklich entschuldigen!!!

Ich weiß nicht ob Du schon beim Anwalt warst. Ich kann Dir nur sagen, daß unser Anwalt auch schon VOR dem schriftlichen Eingang der Ablehnung etwas unternommen hat...
Und ein Anwalt bringt wirklich was! Natürlich hast Du ein Recht auf den Platz, aber wenn Dir das Amt den Platz nicht gewähren will, mußt Du ihn erstreiten!!! GERICHTLICH! Und da Deine Chancen auf Gewinn zu fast 100% sicher sind, kommen auch keine Kosten auf Dich zu!
Da die Sozialgerichte derzeit stark überlastet sind, dauert es bis zur Verhandlung ca. 18 Monate. 18 Monate, die man ja nicht hat. Also braucht man einen Anwalt, der eine Einstweilige Verfügung für den Platz beantragt. Dann hat man ihn binnen 8 Wochen.
Soweit muß es aber nicht kommen, denn die Ämter haben meistens keine Lust auf Anwalt und Gericht und gewähren vorher. Dann mußt Du die Anwaltskosten zwar selbst tragen, aber die sind echt erschwinglich. Da kann man mit dem Anwalt auch was vereinbaren.

Dieses Thema bringt mich auf die Palme, denn bei uns war es auch ein Kampf bis zur Bewilligung. Und wir bekamen auch das fehlende Geld als Grund der Ablehnung genannt...
Geld, Geld , Geld...


ES GEHT UM DIE ZUKUNFT UNSERER KINDER!!!
Und deren Leistungsfähigkeit, daran müßte doch der Staat
interessiert sein!!!

Alles Liebe für Euch, vorallem viel Kraft zum kämpfen.

Beitrag von skbochum 23.04.10 - 20:47 Uhr

#danke das du das nochmal geschrieben hast.

Ich werde nächste Woche nochmal mit unserem Sachbearbeiter telefonieren, der eigentlich sehr nett ist.
Wenn der eine Zusage für die Förderung im nächsten KigaJahr, also September macht, dann wäre das für uns erträglich.
Wir haben ENDLICH eine Einweisung zur Diagnostik im SPZ, 14 Tage stationär. Zusammen mit der Schließungszeit der KiTa und unserem Urlaub kommen wir locker auf zwei Monate, die der Kleine nicht in die Gruppe geht.

Von daher wäre es für uns "erträglich" auf´s nächste KiTajahr zu warten.
Aber eine Zusage wäre die Vorraussetzung.

Ich bin bereit gerichtlich dagegen vorzugehen, auch wenn das bedeutet, dass ich meinen eigenen Arbeitgeber verklage. Wenn es nicht anders möglich ist, dann ist das so.

Beste Grüße
Susanne

Beitrag von kati543 22.04.10 - 22:47 Uhr

Dann warte erst einmal auf die schriftliche Absage. Ohne die kannst du wirklich nichts machen. Einen Anwalt einzuschalten halte ich für sinnlos. Zumal du noch nicht einmal in Widerspruch gegangen bist. Ein Anwalt kostet nämlich in erster Linie Geld und zwar ohne dass sicher ist, ob der I-Platz dann bewilligt wird, oder nicht.

Generell hat dein Kind einen Anspruch zur Eingliederungshilfe. Der ist gesetzlich verankert. Wenn das Amt jetzt auf Zeit spielt, musst du Druck machen... anders geht es leider nicht. Also immer schön Fristen setzen. Wenn bis Mitte nächste Woche der Bescheid nicht da ist, Brief schreiben und beschweren,...
Bei Widerspruch auch auf sofortige Überprüfung bestehen und wieder Frist setzen.

Beitrag von skbochum 22.04.10 - 23:02 Uhr

#danke

Einen Brief mit der Aufforderung einen Bescheid zu bekommen werde ich auf jeden Fall schreiben.