Mal nachgefragt...früh dran oder eigentlich normal?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von georgiasleute 20.04.10 - 21:24 Uhr

Huhu,

bevor ich meine Frage poste, möchte ich als erstes sagen: ich frage aus reinem Interesse, weil man dazu viel Unterschiedliches liest und ich selbst mal Pädagogik (natürlich hier auch frühkindl. Entwicklung) studiert habe, aber vieles nicht mehr richtig zusammen kriege.
Meine Tochter Gianna wird nächste Woche 20 Monate alt und kann seit ein paar Wochen Mengen bis 3 zählen und erkennen (also z.B. holt sie 3 Schoko-Bons aus der Tüte zund sagt "drei",) sowie die Farben, blau, rot, gelb, lila, weiß, orange und seit neuestem auch grün korrekt erkennen und benennen. Sie ist außerdem in der Lage, Tiere nicht nur als Oberbegriff, sondern auch nach Arten zu unterscheiden, also nicht nur "Vogel", sondern z. B. Storch, Reiher, Amsel, Eule, Elster, Meise, Flamingo, Strauß, Ente, Taube usw. auseinanderhalten und benennen. Ich finde das sehr früh und natürlich bin ich schon ein bißchen stolz auf mein Kind, aber ich bin vor allem verwundert. Sie war allerdings mit vielem bisher recht früh dran und wird auch von Pädagogen immer älter geschätzt, als sie ist.
Wie sind Eure Erfahrungen, gibt es das öfter als man denkt, oder ist das eher die Ausnahme?

Grüße, Daniela

Beitrag von alinashayenne 20.04.10 - 21:34 Uhr

Hallo!

Also sie ist mit Sicherheit sehr clever, aber ich glaube nicht, dass es jetzt sooo eine Ausnahme ist. Mein Sohn war (und ist) auch so, lese grade aus seinem "Baby-Buch" und er konnte mit damals genau eineinhalb Jahren ebenfalls alle Farben, bis zehn zählen, das Alphabet (allerdings nur gesungen) und und und. Auch das mit den verschiedenen Tieren (bei ihm warens auch die verschiedensten Vögel, aber auch Insekten, afrikanische Tiere etc.) hatter er schon drauf, was an den viiiiielen Büchern die wir immer schon angesehen und vorgelesen haben, liegt.- alle schätzen ihn älter und er konnte auch alles irrsinnig früh. Mag sein, dass eine Hochbegabung vorliegt, aber in dem Alter würde ich mich nicht mit Tests verrückt machen. Sei stolz auf deine Kleine und versuch sie weiterhin so viel wie möglich (und so viel wie sie Lust hat) zu fördern. Das mach ich genauso.

Liebe Grüße
Nina

Beitrag von georgiasleute 20.04.10 - 21:46 Uhr

Zur Hochbegabung kann man, so las ich erst kürzlich wieder, sowieso in diesem Alter überhaupt noch nichts sagen. Ich selbst war/bin wohl auch hochbegabt in einem bestimmten Bereich, dies wurde aber damals nicht erkannt, erst sehr viel später, als ich von der 1er-Schülerin zu einem Kind mit Schulproblemen wurde, und ich muss sagen, ich finde, dass Hochbegabung nicht wirklich was Tolles ist, im Gegenteil.
Es geht mir also ganz sicher nicht darum, meine Tochter als überdurchschnittlich oder sogar hochbegabt zu sehen. Sie ist übrigens auch so eine "Lese"ratte wie dein Sohn und hat einfach ganz viel Spaß daran, alles was sie weiß und kann, zu zeigen, seit sie reden kann.
Da in unserem Umfeld viele Kinder sind, aber keines mit diesen Fähigkeiten (dafür aber anderen, absolute Bewegungstalente und Kinder, die mit 14 Monaten schon 2-Wort Sätze sprechen) - wollte ich das mal "einordnen". :-)

Viele Grüße Daniela

Beitrag von alinashayenne 20.04.10 - 21:58 Uhr

Also bei uns war das ganz genauso (mit der Hochbegabung usw.) - Es wär also gut möglich, dass da was vererblich sein "könnte" Ich schreibe auch gerade eine Psychologie-Arbeit über das Thema Hochbegabung. Und ich bin auch keine der Mütter, die das als was Tolles betrachten (weil es u.a. meistens mehr Nach- als Vorteile nach sich zieht) Aber das weißt du ja selbst :-D So wollte ich das auch gar nicht rüberkommen lassen. Aber ja, wie gesagt clever und weit voraus ist deine Kleine (und mein Großer :-p) mit Sicherheit. Viele reagieren da leider sehr negativ drauf, - von wegen "klugscheißen" usw. und das auch schon bei kleinen Kindern, was ich besonders fürs Selbstbewusstsein schrecklich finde...Aber gut, man muss dann eben zuhaus mehr für die Mäuse tun...Bei uns ist das mit den Kindern der Umgebung auch ähnlich. Sind alle (auch ältere) nicht so weit wie meier, - andererseits klettern und hüpfen, schaukeln und turnen die WEITaus besser rum, als mein kleiner Tollpatsch #verliebt

Lg.Nina

Beitrag von nicki1820 20.04.10 - 21:36 Uhr

Hallo,

vorweg gesagt, ja, ich denke, dass deine Kleine früh damit dran ist aber das sind alles Dinge, die man sehr gut trainieren kann.
Meine Große (nun 4 Jahre) konnte oben aufgezähltes auch weit vor ihrem 2. Geburtstag aber ich habe mich auch sehr viel mit ihr beschäftigt. Die Farben, die Zahlen und auch die Tiere sowie das ABC saßen sehr früh. Sie ist auch in den motorischen Bereichen recht weit, fuhr Laufrad mit 18 Monaten, Fahrrad am dritten Geburtstag...
Dafür hat sie andere Schwachstellen wie z.B. im Sensomotorischen Bereich.

Bei meiner Kleinen ist das anders, sie ist bereits im Januar 2 geworden und konnte erst sehr spät sprechen, kann keine Farben (glaube ich), kann max. bis 2 zählen und alle Vögel sind "Taumen" (Taube) aber Laufrad fahren konnte sie mit 16 Monaten.

Das wirkliche Können zeigt sich aber sicher erst bei den Dingen, die nicht (wie bei einem Zirkustier) antrainiert wurden.

nicki

Beitrag von maylu28 20.04.10 - 21:37 Uhr

Hallo Daniela,

ich denke die Fähigkeiten sind unterschiedlich ausgeprägt.
Meiner kann die Farben auch schon fast alle, bei Vögeln ist es auch so...
Er kenn absolut alle Automarken und verblüfft jedesmal die Oma die eigentlich keine Automarke kennt.
Zählen kann er jetzt leider noch nicht. Leider fehlem ihm noch absolut die 2 Wort Sätze obwohl er einen unheimlich großen Wortschatz hat. Er kann auch leider noch nicht so gut klettern, zb. bei der Rutsche. Er ist extrem vorsichtig.
Puzzle löst er schon wo 4+ draufsteht. Aber mit Baukötzchen kann er überhaupt nichts anfangen.

Also alles unterschiedlich, die Entwicklung ist schon interessant....

Alles Liebe,

Maylu

Beitrag von jenny133 20.04.10 - 21:49 Uhr

Hallo Daniela

früh dran denke ich schon! Aber wohl nicht unbedingt aussergewöhnlich früh?!
Ich weiss nicht, wann Nico damit angefangen hat, sprich ob er das in dem Alter auch schon so gemacht hat aber damals war er auch schon richtig fit. Nun ist er 30 Monate alt und kann zählen bis elf kennt schon die Hälfte aller Buchstaben und alle Farben.
Das scheint am guten Erinnerungsvermögen der kleinen zu liegen. Sie müssen sich ja gut erinnern können um zu lernen. Deine kleine kann dann auch schon gut sprechen oder?

Gibts auch was, wo sie vielleicht noch hinter den anderen liegt? Bei Nico ist es definitv Körperbeherrschung und beweglichkeit. Zb. kann er noch nicht Laufrad fahren oder solche Sachen. Meisst haben sie in einer Sache stärken und in einer anderen hängen die kleinen etwas hinterher.

Das heisst noch nicht, das du ein kleines Wunderkind hast! Aber freu dich dran, das sie schon so fit ist!

Alles Liebe
Melanie mit Nico

Beitrag von georgiasleute 20.04.10 - 21:59 Uhr

Motorisch ist sie gut, auch feinmotorisch, sie kann Türme bauen und Puzzles lösen, also schätze ich mal ihr räumliches Vorstellungsvermögen ist altersgerecht. Sie lief schon mit 10 Monaten, aber spricht erst seit Jahresbeginn mehr als die üblichen Sachen, also begann das richtige Sprechen erst mit etwa 16 Monaten. Laufrad fahren weiß ich nicht so genau, sie hat noch keins, aber bei einem Freund hat sie eines probiert und das klappte eigentlich gleich ganz gut. Aber sie kann Trampolin springen und auf einer normalen Brettschaukel schaukeln, also hat sie wohl ein recht gutes Gleichgewicht. Sie kann auch ein paar Lieder. Das ABC hab ich bisher noch nicht vorgesagt.
Was sie auch schon gut kann ist soziales Verhalten, also teilen, Empathie, trösten (also merken wenn einer traurig ist oder aua hat und dementsprechend reagieren).

Aber sie ist wie gesagt mitz dem reden nicht sehr früh gewesen, hat jetzt aber einen Riesenwortschatz.

Ein Wunderkind ist sie sicher nicht, aber ich wundere mich schon manchmal über mein Kind! ;-)

Beitrag von cori0815 20.04.10 - 21:51 Uhr

hi Daniela!
Ich kann dazu keine wissenschaftlichen Aussagen machen, denn ich bin Mutter und keine "Kleinkind-Pädagogin".

Ich kann nur von meinen beiden Kindern sprechen, die auch beide mit nicht mal 2 Jahren bis 3 zählen konnten und Mengen benennen konnten. Mein Sohn konnte Farben noch bevor er sie richtig aussprechen konnte, benennen (wenn man ihn - wie wir - verstehen konnte ;-).

Wenn ich an unser Nachbarkind denke (gerade 2 geworden), kann sie auch schon prima zählen und Mengen benennen (bis 5 geht super, danach ist es Zufall) und kennt jedes Tier im Zoo mit Namen - wow.

Du siehst, es erscheint mir nicht so sehr eine Ausnahme zu sein.

Ich frage mich nur gerade, was es dir helfen soll, wenn du nun weißt, ob deine Tochter eher selten gut oder normal entwickelt ist.

LG
cori

Beitrag von georgiasleute 20.04.10 - 22:11 Uhr

Wo soll ich da anfangen:
es hilft mir, so wie es mir hilft, meine eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und einzuschätzen - da ich, wie ich oben schrieb, leider selbst die Erfahrung gemacht habe, dass es ebenso schlecht ist, Erwartungshaltungen erfüllen zu "müssen", weil man übersteigerten Ehrgeiz entwickelt, als es auch schlecht ist, ständig unterfordert zu sein. Ich hatte damit als Kind und Jugendliche eine Zeit lang Probleme damit und würde sogar sagen, dass es mich für mein Leben geprägt hat, positiv und negativ.

Im Moment ist das alles für meine Tochter noch total egal, aber ich weiß halt: Eltern und auch Großeltern vermitteln ihren Kindern unbewußt ein Selbstbild, auch schon im Kleinkindalter. Und da ist eine gesunde Einschätzung hilfreich, und vor allem, dass man da nichts von sich aufs Kind projiziert. Ich bin eher das Gegenteil der "Fördermamis", die ihre Kinder unbedingt zu kleinen Genies machen wollen.

Darüber hinaus: welche Mama und vor allem welche Mutter/welcher Vater, der selbst das Fach studiert hat, kann behaupten, er/sie interessiere sich nicht für die Frage, wie früh das eigene Kind in der Entwicklung ist?

Beitrag von cori0815 21.04.10 - 09:35 Uhr

;-) also bezeichnen wir es mal als "Berufskrankheit" *lach*

Ich selbst habe zum Glück nur Berufs- und Wirtschaftspädagogik studiert und kann deshalb von mir sagen, dass ich eher wenig vorbelastet die kindliche Entwicklung beobachte.

Klar macht man sich mal Gedanken, ob und wie gut das Kind entwickelt ist. Aber ich handel da eigentlich sehr intuitiv. Ich versuche immer, meinen Kindern Angebote zu machen, wir basteln und lesen viel, malen und toben, klettern und singen. Und ich stelle dabei einfach fest, was gut geht und was sie gern machen (das biete ich dann verstärkt an, wenn sie mal schlechter Laune sind oder nicht so gut drauf) und was nicht so gut geht und wo sie vielleicht noch "Förderbedarf" haben (das biete ich immer dann an, wenn sie gut drauf, wissbegierig und nicht zu halten sind). Klappt eigentlich ganz gut, ohne eine Wissenschaft draus zu machen.

Ich glaube, du solltest sie einfach mal machen lassen. Sie scheint ganz pfiffig zu sein und wird ihren Weg schon machen.

Lg
cori

Beitrag von christianeundhorst 20.04.10 - 22:00 Uhr

Hallo Daniela,
bei Frieda (21 Monate ) ist es ähnlich. Sie erzählt ganze Geschichten, die ich vorgelesen habe auswendig und Wort für Wort nach. Spricht nur in ganzen Sätzen und erfindet eigene Rollenspiele etc, sie kennt auch alle Farben und zählt bis 10 etc etc....... Bücher liest sie nur noch für 3 jährige, die anderen sind ihr zu kurz und sie spricht bereits etwas englisch.
Viele sagen mir das sei sehr früh, aber was solls? Die Kinder sind alle unterschiedlich und wenn sie was früh kann ist es ja auch schön. Wir machen nix besonderes, keine Kurse oder so, wir haben einfach Spass zusammen und so bleibt das auch;-)

Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 21 Monate

Beitrag von rmwib 20.04.10 - 22:06 Uhr

HUHU

Farben sind bei uns noch gar nicht aktuell. Interessiert ihn gar nicht.

Mein Kind wird 19 Monate, zählt bis 10, erkennt auch Mengen, ich glaub bis 4 und weiss, wie die Zahlen aussehen--- man könnt denken, er liest, wenn er eine 1 z.B. auf Buchseiten oder einer Packung oder oder sieht, zeigt er drauf und sagt eins.

Tiere hält er auch gut auseinander. Er unterscheidet auch Möwen, Enten, Tauben, Spatzen, Eule, Pelikane, Vogel Strauß usw.-

Ich finde mein Kind ziemlich clever aber nicht außerordentlich oder bemerkenswert begabt. Ich wunder mich oft, wie viel er kann und denke, er ist schon weit für sein Alter, gemessen am Durchschnittskind aber ich kenn eben auch andere Kinder, die so sind und deswegen denk ich nicht, dass es irre ausgefallen ist.

Aber stolz ist man ja trotzdem und das darf man auch sein #verliebt

GLG

Beitrag von danja1983 20.04.10 - 22:18 Uhr

Unsere Kleine zählt bis 12:-p

Das geht dann aber so:

einz, dwei, drei, vier, füntf, sächs, zieben, aht, neun, then, ölf, dwölf ....ich komme


LG
Dani

Beitrag von schwarzesetwas 20.04.10 - 22:46 Uhr

Ich finde das schon früh...
Und Du kannst zurecht stolz sein!

Allerdings sagst Du sehr wenig über andere Bereiche, oft hinken Kinder dann in anderen ja hinterher.

Meine Tochter (18) Mon. spricht nun nur noch 2-Wort/3-Wort/4-Wort-Sätze. Und ich bin jeden Tag baff.
Dazu ist sie motorisch/körperlich eine absolute Kanone und hängt 2-jährige ab.
Wundern tu ich mich nicht mehr.
Aber ich genieße es jeden Tag und 'gebe' auch gern mit ihr an... ;-)

Also: Genieß Dein Kind, ihre Fähigkeiten und förder sie. :-)

Lg,
SE

Beitrag von sunflower3 21.04.10 - 09:12 Uhr

hallo,

ist doch super...
meine kleine ist 2 und zählt bis 10 seid ein paar monaten auf english ... sie erkennt sie auch und kann auch mit gegenständen zählen .. sie erkennt auch fast alle farben... hat letztens auf einem buch auch eine eule (owl) erkannt, anstatt einfach nur den vogel...
wie kann auch schon volle sätze sprechen und 2 sprachen komplett verstehen...

denke aber es hat etwas damit zu tun wieviel man sich mit einem kind beschäftigt...

lg nadine

Beitrag von sunflower3 21.04.10 - 09:17 Uhr

motorisch ist sie auch recht gut.. sie läuft seid sie 11 monate alt ist ... und hat schon sehr früh türmchen gebaut und spielt liebend gerne mit ihrer mini baby sammlung.. zieht sie an und aus und so weiter...

nur trocken werden mag sie noch nicht haha

Beitrag von blackcat9 21.04.10 - 09:35 Uhr

Hallo Daniela,

Colin (22 Monate) ist redefaul. Er spricht ein paar Wörter, erkennt sie aber in seinem Buch fast immer. Seine kleine Freundin (20 Monate) redet wie ein Wasserfall. Sie erkennt alles, zeigt drauf und benennt sie. Ist echt unglaublich. Da war ich echt baff, weil sie das schon seit guten 3 Monaten macht. Hammer.

Aber jedes Kind entwickelt sich anders. Zumal Mädchen eher mit Reden dran sind (meistens) als Jungs. Sie müssen sich schon warmreden. ;-)

LG
Franzi mit Colin und den Stiefkids Niklas und Justin