Mann von der Brücke gesprungen...

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von martha2111 21.04.10 - 09:20 Uhr

Hallo,

ich bin heute morgen zur Arbeit gefahren und auf der Gegenspur auf der A3 vor Kreuz Kaiserberg habe ich viele Polizeiwagen und einen kilometerlangen Stau gesehen. Außerdem meinte ich, dass ich einen Sack, ähnlich wie einen Leichensack gesehen habe.

Später rief mich meine Mutter an und erzählte mir, dass im Radio gesagt wurde, dass ein Mann mit seinem Hund von der Brücke gesprungen sei.

Warum Menschen freiwillig von uns gehen, wird wohl niemand verstehen, aber zur Zeit überwiegt die Wut, dass dieser Mann 1. seinen Hund mit in den Tod gerissen hat und 2. Menschen, vor denen er von der Brücke gesprungen ist soetzwas angetan hat.

Es hätte noch schlimmeres passieren können, dass er ein Auto getroffen hätte und wer weiß, was dann passiert wäre.

#kerze für den Hund und für die Menschen, die diese Bilder am Morgen sehen mussten....

Beitrag von motte1986 21.04.10 - 10:24 Uhr

hallo!

harter tobak, den du da schreibst.


schonmal nachgedacht, WARUM der mann gesprungen ist?

schonmal mit suizidformen getrennt nach weiblichen und männlichen tätern auseinander gesetzt?

sorry, aber ich verstehe DICH nicht.

der mann war sicher krank, lebensmüde mindestens. er wollte/konnte seinen hund nicht alleine lassen, er wollte ihn mitnehmen in eine für ihn bessere welt.

warum er von einer brücke gesprungen ist? weil männer immer die späktakulären, sicheren methoden wählen.

#kerze für den MANN, der keinen ausweg mehr gesehen hat.

Beitrag von martha2111 21.04.10 - 11:37 Uhr

Wie gesagt, ich verstehe nicht, wie er diesen Weg wählen konnte.

Ich verurteile ihn nicht, dass er nicht mehr leben wollte, er hat sicherlich seine Gründe gehabt.

Aber es macht mich wütend, wenn jemand bei seiner Entscheidung andere Menschen mit hineinzieht.
Was hätte denn geschehen können, wenn er auf ein anderes Auto gefallen wäre und jemanden verletzt hätte oder vll noch schlimmer?

Und der Mann tut mir nicht leid, da er seinen Weg selbst gegangen ist.
Die Frage WARUM er es getan hat, stelle ich mir gar nicht.

Ich denke eher an die Menschen, die LEBEN wollen und einfach nur auf dem Weg zur Arbeit waren, wie jeden Tag. An die Polizisten, die soetwas täglich ansehen müssen und an den Hund, der auch hätte in ein tierheim kommen können.

Ich habe mich sehrwohl mit Suizid auseinandergesetzt in jüngeren Jahren und auch das Kind (6 Jahre) einer Freundin wollte sich vom Balkon stürzen, das trifft mich auch.

Nur die Wahl andere Menschen darein zu ziehen - ich stehe zu meiner Meinung und ZUM GLÜCK hat jeder seine eigene, sondern wäre die Gesellschaft ja ziemlich langweilig - gefällt MIR nicht.

Beitrag von kleinessternchen05 21.04.10 - 12:48 Uhr

das ist echt übel was DU da von dir gibst!!!

meine güte...

schonmal drangedacht dass er es bestimmt nicht aus langeweile gemacht hat?!
er wird zu 100% krank gewesen sein. (depressionen, schizophren, schlimme diagnose erhalten, was -weiß-ich)

er wird seinen hund sicher mit genommen haben, damit er nicht - also der hund- alleine ist wenn der mann gestorben ist! vielleicht hatte er keinen angehörigen (mehr).


"Und der Mann tut mir nicht leid, da er seinen Weg selbst gegangen ist. "

GENAU, er hat sich das bestimtm selbst ausgesucht krank zu sein! genau.....#klatsch


mir fehlen echt die worte.... wie kann man so grausam sein wie du?!


eine #kerze für den unbekannten mann, der zu 100% seine gründe gehabt haben wird!

Beitrag von martha2111 21.04.10 - 12:53 Uhr

ich glaube, ihr habt mich da ziemlich missverstanden...

ich denke auch, dass er seine gründe gehabt haben muss, aber ich denke nunmal an die Personen, vor denen er vors Auto gefallen ist.

Wenn euch oder euren Verwandten / Bekannte etwas passieren würde, weil jemand durch den Suizid auf deren Auto gesprungen wäre, wärd ihr mit Sicherheit auch wütend auf denjenigen, der gesprungen ist.

Es geht mir nicht darum, DASS er es gemacht hat, sondern WIE.

Ein Hoch auf die Meinungsfreiheit...


Beitrag von hexe2004 21.04.10 - 13:08 Uhr

ich geb dir zu 100 % recht!
lg

Beitrag von arkti 21.04.10 - 13:53 Uhr

Dir scheint es in erster Linie um den Hund zu gehen.
Kanntest du den Hund?
Vielleicht war auch dieser Hund unheilbar krank und es war das letzte was der Mensch besessen und geliebt hat.

Ein Tierheim ist sich auch für einen Hund ganz toll #augen

Auch Tiere leiden wenn ihre Bezugspersonen nicht mehr da sind.
Vielleicht wollte er das seinem Hund ersparen.

Alle Spekulationen bringen nichts, er hat aus irgendeinem Grund diesen Weg gewählt.

Beitrag von sandra7.12.75 21.04.10 - 14:15 Uhr

Hallo

Und er hat nicht mehr so weit gedacht.Wenn du so weit unten bist ist dir alles egal.
Du kannst das nicht verstehen,genau wie meine Schwägerin es nicht verstehen kann warum mein Mann nicht zu ihrer h<ochzeit kommt.Mein Mann musste als Kind erleben wie mein SV meine SM fast umgebracht hat.Das ist jetzt alles aus ihm herausgebrochen.Nach über 20 Jahren.Sie hat es nicht miterlebt und ist der Meinung das er das ja jetzt mal vergessen sollte#klatsch.

S.

Beitrag von motte1986 21.04.10 - 13:54 Uhr

nein, du hast dich nicht mit suizid auseinandergesetzt, sonst ständest du nicht vor der frage, warum er andere menschen hineinzieht.

die polizisten und rettungskräfte sind auf solche fälle geschult. und täglich müssen das die selben polizisten sicher nicht ansehen.

du verstehst nichts, garnichts.

sonst würdest du nicht solch eine geistige dhiarrhö von dir geben!!!!!

Beitrag von romance 21.04.10 - 13:57 Uhr

#pro

Beitrag von martha2111 21.04.10 - 14:06 Uhr

Also bitte, wie niveaulos ist wird das denn jetzt hier?

1. beleidige ich hier niemanden und
2. ist das nunmal MEINE Meinung.

Ich bin keinem Rechenschaft schuldig, warum das nunmal meine Menung ist und bleibt.

Ich habe auf nrz gerade gelesen, dass es eine Frau war und sie tatsächlich von einer Eisenbahnbrücke gesprungen ist.

Ich denke, wenn sie ihren Hund mitgenommen hat, ist es (hart gesagt, aber im grunde wahr), als ob sie ihr Kind mit in den Tod genommen hätte...

Es geht mir (zum 100. mal gesagt) nicht um die Frau oder um den Hund), aber das ist mir egal, ob ihr es versteht oder nicht.

Ich wollte nicht mit euch darüber diskutieren und mach nun den Deckel drauf.

Beitrag von motte1986 21.04.10 - 19:45 Uhr

du hast in deinem ausgangspost geschrieben, dass dir der hund leid tut und jetzt auf einmal nicht.

ja, auch erweiterte suizide mit kindern sind nichts anderes als der verzweifelte gedanke, die kinder nicht allein zu lassen, selbst wenn man diesen weg wählen muss.

deine meinung hin oder her, sie ist falsch.

wenn jemand diktaturen super findet oder hexenverbrennung muss man auch aufklären und die fehler des denkens ausmerzen und nicht einfach jedem seine verschrobene meinung lassen.

Beitrag von tykat 23.04.10 - 00:11 Uhr

Es heißt Diarrhoe.

Beitrag von martina100 21.04.10 - 14:27 Uhr

Hallo,

wir tun hier wirklich alle Beteiligten leid.

In erste Linie derjenige der wohl im Leben keinen Ausweg mehr sah....andererseits wir Du schon richtig gesagt hast völlig Unbeteiligte die einen Suizid vielleicht mitansehen müssen und dadurch traumatisiert sind und natürlich auch alle Angehörige, Freunde usw. des Suizidverübenden, die den Verlust des Menschen betrauern und gleichzeitig vielleicht nie eine Antwort drauf bekommen warum der Mensch aus dem Leben scheiden wollte....wie gesagt ich wir tun hier wirklich alle leid.....

Beitrag von martha2111 21.04.10 - 14:35 Uhr

so kann man es auch sagen. endlich mal eine vernünftige antwort...

Beitrag von boncas 22.04.10 - 16:25 Uhr

Ich denke es geht - auch im Ausgangspost - nicht "nur" um das "mitansehen". Es war wohl auch so, dass sie nach ihrem Sprung von mehreren Autos überrollt wurde. Sowas stelle ich mir sehr traumatisch vor.

http://www.westline.de/lokales/Autos-ueberrollen-auf-der-A3-Frau-und-Hund;art255,122028

Beitrag von coco1902 21.04.10 - 14:34 Uhr

Ich geb dir völlig recht.

für alles gibt es eine lösung. aber unschuldige menschen mit reinzuziehen, das ist unmöglich.

der mann war sicher erwachsen. schlimm, dass man keinen ausweg sieht aber das tier kann am wenigsten dafür.

zum glück hat eben jeder seine eigene meinung.

mir tut auch seine familie oder freunde wie auch immer leid :(

Beitrag von fiori_ 21.04.10 - 14:56 Uhr

Hallo,


ich verstehe wenigstens was Du meinst, im Gegensatz zu manch anderer hier.

Früher habe ich auch Menschen bemitleidet, die suizid begangen haben.

Aber seitdem meine Freundin unschuldig durch solch einen Menschen mit in den Tod gerissen wurde, kann ich kaum noch Mitleid empfinden.
Wenn Sie sich umbringen wollen, dann sollen Sie das doch dort tun, wo Sie andere nicht mithineinziehen.

Der Typ der meine Freundin auf dem Gewissen hat, war ein Geisterfahrer. Er ist mit Ihrem Auto zusammengestoßen, beide waren sofort tod, leider war er tod. Ich gönne Ihm seinen Tod nicht. Er sollte lieber in der Hölle schmoren. Zu Hause fand man einen Abschiedsbrief von diesem Typen.

Das ganze ist jetzt 9 Jahre her, aber ich vermisse Sie immer noch.:-(

LG

Beitrag von knutschbacke07 22.04.10 - 13:21 Uhr

#kerze

#liebdrueck

Beitrag von fiori_ 21.04.10 - 14:47 Uhr

Der arme Hund....ich meinte damit aber das Tier.

Beitrag von arwen-berlin 21.04.10 - 14:50 Uhr

Ich finde es auch ziemlich hart was Du hier von Dir gibst. Erstmal vorweg, die Frau ist mit Sicherheit nicht freiwillig gegangen, denn in so einer Situation kann man einfach nicht mehr anders. Es ist einen alles egal, die Erlösung scheint der Tod. Diese Menschen sind schwer krank und Du hast Dich auf jeden Fall noch nicht mit dem Thema auseinander gesetzt, sonst würdest Du sowas nicht von Dir geben.
Ich hoffe sehr für Dich das Du niemals Depressionen oder sonstiges in der Richtung bekommst.

So nun möchte ich auch gerne ein paar Kerzen anzünden.

#kerze für die Frau
#kerze #hund
Ich wünsche allen beteiligten die Kraft das zu verarbeiten.

LG Steffi

Beitrag von diegute 22.04.10 - 14:05 Uhr

Hallo,

#kratzes wurde von einem MANN berichtet.

Bitte genau lesen bevor Du antwortest.

#kerze für den Mann und seinen Hund und alle die dadurch Leid und Kummer erfahren mussten.

LG diegute

Beitrag von sandra7.12.75 22.04.10 - 20:32 Uhr

Hallo

Es war wohl eine Frau.Guck mal weiter unten da steht der Artikel.

lg

Beitrag von jule3 21.04.10 - 15:09 Uhr

es ist nicht so leicht sich umzubringen, wie man vielleicht denken könnte :-(
nicht, wenn man sich damit beschäftig hat...

Beitrag von martha2111 21.04.10 - 15:26 Uhr

ob ihr es glaubt oder nicht, ich habe mich sehrwohl damit beschäftigt, mein Onkel hat sich vor ca 10 Jahren in der Garage erhangen. ich konnte es damals nicht verstehen, warum er es getan hat, abner ich verurteile ihn und sonst niemanden, der es tut.
das von wegen, ich hätte mich damit niht beschäftigt...

es ist natürlich traurig, dass menschen keinen anderen ausweg sehen als den freitod, dennoch kein grund andere menschen in gefahr zu bringen.
darum ging es mir eigentlich mit meinem beitrag.

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