Verhütung, wenn ein Partner nur schwer Kinder zeugen kann?

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Forum: Verhütung

Pille, Kondom oder doch Spirale? Im Laufe der Jahre probieren die meisten Frauen verschiedene Methoden der Verhütung aus. Da tauchen eine Menge Fragen auf, für die hier der Raum ist. Übrigens: Medikamente und Verhütungsmittel dürfen bei uns nicht weitergegeben werden.

Beitrag von lachris 21.04.10 - 10:49 Uhr

Zur Vorgeschichte:

Mein Freund hat zwei ärztliche Gutachten von vor drei/vier Jahren, dass er, wenn dann nur unter erschwerten Bedingungen Kinder zeugen kann. Sprich auf natürlichem Wege sei es nicht möglich Kinder zu bekommen...

Er hat mit seiner Exfrau versucht Kinder zu bekommen. Sie waren sogar in einer KIWU Klinik. Allerdings ohne Erfolg.

Doch Ärzte können sich irren. Dieser Irrtum ist mittlerweile 8 Wochen alt und schläft gerade neben mir :-)

Nun verhält es sich aber so, dass wir - sofern auf natürlichem Wege möglich - gerne zwei Kinder hätten.

Allerdings nicht gerade unbedingt sofort. Wir dachten so in zwei Jahren...

Aufgrund der Vorgeschichte ist aber eine Planung kaum möglich.

Am Montag war ich bei meiner FA und die meinte bei der Vorgeschichte würde sie eher gar nicht verhüten und es darauf ankommen lassen. Denn wenn ich jetzt wieder mit Verhütung anfange und es dann in zwei Jahren nicht klappen würde, könnte es gut sein, dass ich mir dann Vorwürfe mache, die Zeit nicht genutzt zu haben.

Dazu kommt, dass wir beide mit 36 Jahren zum Kinderkriegen nicht mehr ganz jung sind...

Ansonsten würde sie mir eine kurzfristige Verhütungsmethode (reine Gestagen Pille, Qlaira, Zäpfchen oder NuvaRing -ich stille nicht) empfehlen.

Ein Zweites Kind jetzt gleich wäre zwar nicht wirklich schlimm, aber ein/zwei Jahre dazwischen fänd ich halt persönlich besser.

Was würdet ihr in einer solchen Situation machen? Und welche der drei o.g. Methoden würdet ihr empfehlen?

VG lachris

Beitrag von nicole9981 21.04.10 - 10:56 Uhr

Hallo!

Eine Bekannte von mir hatte 3 FG und eine Totgeburt in der 36. SSW. Dann bekam sie eine Tochter. Und dann dachte sie sich dass sie gerne ein 2. wollte, aber falls wieder alles schief geht wollten sie es sofort darauf ankommen lassen damit der Abstand nicht zu groß wird. Die Kindert sind 15 Monate auseinander und es war anfangs sehr anstrengend aber jetzt sind die Kurzen 4 und 5 Jahre und die Mutter würde es immer wieder genau so machen.

Wenn ein Kind jetzt kein sehr großes Problem darstellt würde ich es darauf ankommen lassen. Selbst unter normalen Umständen kann es ja auch gerne mal ein Jahr dauern bis es klappt. Ich würde nur verhüten wenn ein Kind wirklich absolut überhaupt nicht passen würde im Moment.

LG Nicole

Beitrag von jerade 21.04.10 - 17:10 Uhr

Würde ich auch so machen. Besser drauf ankommen lassen als sich später ärgern, wenn es nie mehr klappt. Ich würde maximal ein halbes Jahr verhüten, aber keine zwei.

Beitrag von kyrilla 21.04.10 - 18:15 Uhr

Hallo Lachris,

erstmal freue ich mit sehr für euch, dass es trotz der Diagnose "einfach so" bei euch geklappt hat.

Wenn ihr doch noch eine kleine Weile warten wollt mit einer zweiten Schwangerschaft, kannst du dich ja mal mit NFP auseinandersetzen.
Der Vorteil daran ist, dass du keinen Eingriff in deinen Körper vornimmst und daher jederzeit empfängnisbereit sein kannst, wenn du willst. Ausserdem hilft es auch, die "Bemühungen" auf die richtige Zeit zu konzentrieren.

Andersweitig verhüten würde ich an eurer Stelle auch nicht, da ihr ja auf jeden Fall noch ein Kind wollt.
Unsere Jungs sind auch "nur" 19 Monate auseinander und es ist großartig (meistens :-p)

LG
Kyrilla

Beitrag von shasmata 22.04.10 - 22:03 Uhr

"Ansonsten würde sie mir eine kurzfristige Verhütungsmethode (reine Gestagen Pille, Qlaira, Zäpfchen oder NuvaRing -ich stille nicht) empfehlen. "

Kurzfristig? Deiner Ärztin ist hoffentlich klar, dass sowohl die Cerazette als auch die Qlaira und der Nuvaring Hormone enthalten und somit den Zyklus enorm beeinflussen. Auch wenn man nur für einige Monate hormonell verhütet, kann es nach dem Absetzen dauern, bis der Zyklus sich eingependelt hat.

Ich würde dir dann eher raten, etwas hormonfreies zu nehmen. Vielleicht NFP in Verbindung mit Kondomen?

Beitrag von nyiri 26.04.10 - 06:19 Uhr

Sowas würde ich in erster Linie mit meinem Mann besprechen und beschließen.