Kind wächst ohne Großeltern auf- Eure Situation

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von baby1610 21.04.10 - 11:42 Uhr

Und zwar geht es darum das ich gern mal von Euch wissen möchte wie Eure Situation ist Ihr das beste daraus macht.

Es geht darum, das wir weit weg von Oma &Opa wohnen und sie auch nicht oft sehen, ist ja klar. Unsere Kleine ist jetzt 3 1/2 Jahre und schon jetzt merkt man man das ihr zu ihnen in der ein oder anderen Sache der Bezug fehlt. Meine Schwester hat ein Kind das im Haus seiner Großeltern lebt, tagtäglich mit ihnen zusammen ist. Wenn wir dann telefonieren geht es nur um diesen Enkel weil sie einfach alles über ihn wissen.

Ganz im Gegensatz zu unserer Kleinen. Wir teilen viel telefonisch mit, teilen auch viel Zeit miteinander wenn sie hier sind, aber sobald wir dort sind wird wieder mehr auf den Enkel geschielt. Hatte das schon oft zur Sprache gebracht, da hieß es immer nur ich bilde mir nur was ein etc. wird völlig ignoriert. Meine Schwester hilft mir auch nicht sondern genießt es noch das "ihr" Kind immer im Vordergrund ist.

Manchmal sitzt unsere nur hier und will zu Oma und Opa,will telefonieren und weint.
Sie denken immer das wäre nur die Phase, sie hätte doch nichts zu wenig- DOCH! Ihre Großeltern!

Wir lenken sie oft ab, unternehmen viel, sie geht in den KIGa und hat so Ablenkung- aber wir können die Großeltern eben nicht ersetzen! Dieses bißchen bemuttern was sie so gern tun usw.
Die Situation hat sich total verfahren, klar können sie doch nicht immer da sein, das weiß ich, aber etwas anders verhalten wäre doch schon mal gut.
Demnächst kommt mein 2.Kind und ich hab Angst das sie zu diesem dann gar keinen Bezug mehr haben und umgedreht.

Die anderen Großeltern haben schon vor langer Zeit mit uns abgeschlossen und kümmern sich auch nicht mehr um uns (seit die Enkelin, die bei denen mit im Haus wohnt, geboren wurde). Es ist zum verrückt werden.

Noch mehr könnte ich schreien wenn dann hier manche schreiben das die Oma (nebenan, in der Nähe) sich zu viel kümmert oder sich ab und an mal einmischt! Sie wissen gar nicht was sie für ein Glück es ist jemanden in der Nähe zu wissen zu dem das Kind mal kann und es nicht ständig leiden zu sehen!!!

Habe auch schon an eine Ersatzoma etc. gedacht, aber wohin wenden?

Wie ist Eure Situation, wie geht Ihr damit um?

Danke im voraus
LG
baby

Beitrag von schwarzbaer 21.04.10 - 11:51 Uhr

unsere großeltern wohnen auch weit weg 300 und 350 km, wir sehen uns auch eher selten - trotzdem haben beide kinder ein super Verhältnis zu beiden, fahren alleine dorthin in Urlaub etc.

Das Problem ist also nicht die Entfernung sondern die Großeltern - und die kannst Du vermutlich nicht ändern.

Vielleicht versuchst Du über Großelterndienste, die es in vielen Gemeinden gibt, eine "Leihoma" zu finden? Oder vielleicht reicht schon ein Babysitter, den ihr Euch 1 x pro Woche ins Haus holt (wir haben da 2 ganz tolle Schülerinnen, die mit unseren Kids das volle Verwöhnprogramm fahren und inzwischen große Vorbilder sind - gefunden durch aushang im Supermarkt).

Ansonsten: in dem Maß, in dem Verabredungen mit anderen Kids hochkochen in der Kita (könnt ihr ja auch forcieren), wird die Sehnsucht geringen, dann sind die kleinen viel zu beschäftigt...

Beitrag von ichclaudia 21.04.10 - 11:53 Uhr

Hallo,

zunächst mal klingt es für mich so, als ob du ein wenig neidisch, auf die Nichte/Neffe bist, die bei den jeweiligen Großeltern leben. Dass da ein ganz anderer Bezug ist, als zu einem Kind, dass weiter weg wohnt, liegt ja auf der Hand !

Wenn es euch so wichtig ist und ihr seht, dass euer Kind darunter leidet, warum versucht ihr dann nicht, dichter an die Großeltern zu ziehen, es klingt für mich nämlich danach, dass Ihr von den Eltern so weit weggezogen seid - nicht umgekehrt !

Bei uns ist es so, dass unser Sohn jeden Samstag Oma & Opa sieht und wenn es einmal eine Woche nicht klappt (z.B. wegen Urlaub, Krankheit etc.) dann wird hier geheult, was das Zeug hält...

Ich bin aber der Meinung, wenn dein Kind unglücklich mit der Situation ist und darunter leidet, dann solltet ihr als Eltern etwas ändern und nicht die Großeltern. Es ist Eure Aufgabe !

Leihomas gut und schön, aber die Sehnsucht nach der richtigen Oma wird damit nicht gestillt.


LG

Beitrag von baby1610 21.04.10 - 12:03 Uhr

Na klar sind wir weggezogen wegen der Arbeit, aber was wollten wir denn machen wenn es dort keine Arbeit gibt? Staatslasten ist kein Thema! Deswegen hat sich das mit den näher ranziehen auch erledigt!

Bin ich auch nicht neidisch auf den Neffen, im Gegenteil! Nur traurig über die Großeltern das sie so sind wie sie sind! Na klar muß was geändert werden.

Da wären wir ja soooo froh wenn wir sie JEDES Wochenende sehen würden, das geht aber nicht! Also kann man da schon mal gar nicht mitreden!
Ist es das einzige Enkelkind ? Dann können sie sich ja voll darauf konzentrieren, wenn mehr da sind sieht die Situation schon schlimmer aus!

Leihomas finde ich super von der Sache her, klar braucht man die nicht wenn man die Großeltern eh jedes Wochenende sieht!
Aber über größere Durststrecken wunderbarer Ersatz!

Beitrag von ichclaudia 21.04.10 - 13:30 Uhr

Hallo,

meine Schwiegereltern haben unseren Sohn erst einmal gesehen und das war auf der Taufe, da war er 11 Monate alt, mein Sohn kennt diese also gar nicht weiter. Auch traurig, lässt sich aber nicht ändern.

Und bei meinen Eltern gibt es noch 3 weitere Enkelkinder, die am Opa/Opa-Tag natürlich auch anwesend sind ! Es werden dann alle Enkel gleich behandelt..

Arbeit haben wir immer gefunden, war nicht immer der Traumjob, aber wir hatten immer Arbeit. Seit 2 Jahren nun auch den fast perfekten...

LG

Beitrag von kueckchen 21.04.10 - 12:19 Uhr

Hallo!

Es "freut" freut mich das ich nicht alleine bin! Meine Schwiegereltern wohnen 700km weiter weg ,zu meinen Eltern Habe ich seit Jahren keinen Kontakt mehr , wir wohnen in einer Neuen Stadt und gerade jetzt wo meine kleine da ist sehe ich das etwas fehlt!

Als wir über Ostern bei der Fam waren hat sie sich unglaublich an Oma und Opa geklammert und es tat mir echt in der seele weh das zu sehen und zu Wissen : in paar Tagen ists vorbei - meine Kleine war so niedlich und nun sind wir wieder Allein....#schmoll

Meine Schwiegereltern haben natürlich auch viel mehr Kontakt zu den Nichten und manchmal Kotzt es mich unglaublich an das wir nach 8 Monaten wieder kommen und die genau in dieser Zeit die Cousinen bei sich haben müssen (ich hab sie gern , aber von meiner kleinen Profitieren die so NULL)

Ich finds auch manchmal erstaunlich wenn ich hier lese wie sich Darüber aufgeregt wird was oma und opa machen - meine weiss nichtmal was das ist und ich würde unglaublich gerne ein einziges mal alle 3 Monate davon Profitieren und mit meinem Mann einen Abend allein haben aber immer wenn wir da sind kommt was dazwischen und eigentlich hocken wir dann da nur allein rum (denn MIT uns unternehmen die auch nichts , haben nur die Cousinen im Kopf)

Lieben Gruß#sonne

Beitrag von 090900 21.04.10 - 12:55 Uhr

Hallo Baby,

ich kann Dich schon etwas verstehen denn bei uns ist es nicht anderst und das obwohl wir in der selben Straße wie meine Mom wohnen und meinn Vater vielleicht 500m Luftlinie, ist es so dass die Kids (die ich sehr liebe) jeden Wochenende und auch 2 Mal unter der Woche bei meiner Mama oder Papa sind und Yannick meine Mom ca. 5 im JAHR sieht, meinen Papa hat er noch nie gesehen obwohl ich es ihm nie verboten hatte (wir reden seit 9 Jahren nicht mehr miteinander, mein Mann schon wenn er ihn trifft).

Mir als Mama tut es in der Seeleweh wenn ich vergleiche was die Kids von meiner Schwester alles an Liebe, Zuwendung aber auch Geld und Geschenke bekommen und mein Sohn geht komplett leer aus und auch sein Bruder wird von den Beiden Nichts zu erwarten haben.

Meine Schwiegermutter liebt meinen Sohn, aber so richtige Ausflüge oder Übernachtungen sind nicht drin, ist aber okay für mich.

Unser 2.Sohn wird Ende Mai (Einleitung) auf die Welt kommen und meine Mama lässt sich genau in dieser Zeit ein küstliches Knie machen obwohl sie nicht dringend hätte müssen (die Ärzte meinten Herbst wäre für so eine OP mit anschließendender Rehe besser geeignet)
Würde meine Schwester in der Zeit entbinden, hätte sie sowas nicht gemacht, das ist einfach reine Absicht.

Aber wir haben bsi jetzt Alles allein gemeistert und darauf sind wir stolz.

Lebt Euer Leben und schaut nicht auf die Anderen, auch wenn es weh tut aber ändern kann man es eh nicht.

Wünsch Euch alles Gute
Irene

Beitrag von rienchen77 21.04.10 - 13:13 Uhr

meine Neffen leben auch bei den Großeltern mit im Haus... aber... die sind gerade in der Pubertät und die Stimmung ist derzeit dort manchmal nicht rosig...

da freuen sich meine Eltern mal ein paar "normale" Kinder vor die Augen zu bekommen usw...

mir wäre es echt zu blöde ständig mit meinen Eltern zusammenzuglucken...

mir reicht schon meine Schwiegermutter hier im Hause mit der ich mich "prächtig" verstehe...

Beitrag von anne53 21.04.10 - 14:01 Uhr

Hallo,

wir haben zwei Enkelsöhne 2,5 und 3 Monate.
Ich habe sie regelmäßig 2x die Woche betreut, erst den einen, dann beide. Das war sehr schön und hat uns allen gefallen und vor allem meiner Schwiegertochter große Hilfe gebracht.

Jetzt sind wir seit April auf Mallorca zuhause. War schon immer unser Traum, hier mal alt zu werden. Glücklicherweise haben wir in unserer alten Heimat eine kleine Einliegerwohnung behalten können, um doch öfters mal bei unseren Kindern und Enkeln zu sein. Andererseits kommen sie uns auch oft besuchen. Der 2,5 jährige ist sogar schon alleine zu uns geflogen, natürlich in Betreuung einer LH Stewardess. Wir sind froh, dass wir das Glück und die Möglichkeit dazu haben. Auf jeden Fall ist es wichtig, den Kontakt nicht zu verlieren. Ob man sich täglich (was ich persönlich gar nicht wollte!!) oder nur alle paar Wochen sieht, darauf kommt es nicht wirklich an. Ich denke, die Enkel werden größer und haben dann auch ihren eigenen Freundeskreis.
Etwas anderes ist es natürlich, wenn die Großeltern aktiv in die Betreuung mit einplant werden müssen wegen Arbeit usw.

Gruß

Anne#herzlich

Beitrag von loonis 21.04.10 - 14:27 Uhr




Kenne ich ...

Meine SE u. mein Vater leben leider nicht mehr ...
meine Mutter wohnt 300 km weiter weg.

Da unser Großer nun in d.1.Klasse geht ,können wir nur
noch in d.Ferien verreisen ...mein Mann u. ich arbeiten auch noch abwechselnd WE & Feiertage.
Echt kompliziert manchmal.

Es ist aber nicht zu ändern.
Wir versuchen regelmäßig meine Mutter zu besuchen od. sie kommt zu uns ...
Wir sehen uns im Schnitt alle 12 Wo ...


Mein Bruder wohnt vor Ort ,d.h. mein Neffe hat eine ganz and. Bindung zu meiner Mutter als unsere Kids ...

LG Kerstin

Beitrag von imzadi 21.04.10 - 14:36 Uhr

Mein Sohn(6) sieht seine einzigen noch lebenden Großeltern meist 3 mal im Jahr (500 KM entfernung). Dafür darf er seit er 4 ist auch mal mehrere Wochen bleiben. Also wächst er mit Grosseltern auf, wenn auch nicht im üblichen Sinn.

An eine Ersatzoma zuhause haben wir noch nie gedacht. Sicher wäre es schön wenn man jemand ums Eck hätte wo man das Kind mal hintun kann, aber geht auch so. Notfalls hat man ja noch Freunde.

Ich bin als Kind auch praktisch ohne (hab sie alle paar Wochen/Monate mal 1-2 Stunden gesehen) Grosseltern aufgewachsen, schlimm fand ich das nicht, kannte es ja nicht anders.

Beitrag von sabeto21 21.04.10 - 14:44 Uhr

Hi,

vorneweg,wir haben 4 Kinder.
Meine Eltern sind schon seit ich 3 bin geschieden,mein Vater wohnt 700km weit weg,kommt 1 mal im Jahr für ne halbe Stunde zu Besuch.
Meine Mutter wohnt ca.5 Minuten weit weg und sieht ihre Enkel ca. 1-2 mal im Jahr,weil sie mit ihren 2 Katzen!soo beschäftigt ist (sie arbeitet nicht!).

Die Mutter meines Mannes wohnt knapp 30km entfernt,hat ihre Enkel inzwischen seit fast 1 Jahr nicht mehr gesehen,immer im Stress....
Der Vater meines Mannes lebt in einer 1 Zimmer Bude und macht nix außer Kette Rauchen#augen

Du siehst,meine Kinder haben keine Grosseltern! In den letzten Jahren,in denen teilweise kein Kontakt bestand,hab ich mich dran gewöhnt . Unsere Kinder auch. Leider haben wir somit seit der Geburt des Ältesten vor fast 8 Jahren keinen freien Tag bzw. Abend gehabt,aber was solls.Wir wollten unsere Kinder und kümmern uns alleine drum,das alles funktioniert.

Schade für die Kids,aber ich kanns nicht ändern...

LG Saskia#sonne

Beitrag von belly72 21.04.10 - 15:01 Uhr

hi,

die eltern meines mannes leben nicht mehr.

meine mutter lebt in den usa. mit den kindern (3 1/2 und knapp 2) möchte ich vorerst keine langstreckenflüge versuchen. zur zeit sind 4-5 std das höchste der gefühle. alles andere ist mir zu stressig.

mein vater und seine frau leben ca. 800 km entfernt von uns. mein kleiner bruder mit seiner familie ebenfalls. ich versuche sie mindestens alle 3 monate zu besuchen bzw. sie besuchen uns auch. dazu gibt es auch skype. ich wünschte, wir wären nicht so weit auseinander aber wir haben uns so gut es geht mit der situation arrangiert. meine stiefmutter meinte neulich, dass sie mit unseren kindern mehr qualitätszeit verbringt als mit meiner nichte obwohl die kleine in der gleichen stadt wohnt. sie sagte, es läge daran, dass sowohl sie (meine stiefmutter und mein vater) und mein bruder (mit seiner familie) sehr viel zu tun hätten und sie sich nicht so oft gegenseitig besuchen könnten, wie sie es gerne hätten und wenn wir sie besuchen oder umgekehrt, dann beschäftigen sie sich über mehrere tage intensiv mit den kindern (ausflüge, basteln etc.). so gesehen hat es vorteile.

viele grüße

belly72

Beitrag von h-m 21.04.10 - 15:48 Uhr

Die Oma väterlichseits, die am nächsten wohnte und zu der meine Tochter den besten Bezug hatte, ist vor wenigen Wochen verstorben.

Zu meinen Elternund ihrem Opa väterlichseits hat meine Tochter keine besonders große Bindung, auch aufgrund der größeren räumlichen Entfernung und der entsprechend selteneren Besuche. Weder sie, noch ihr Vater oder ich finden das tragisch. Sie kennt es ja nicht anders. Ich kann mir bei ihr nicht vorstellen, dass sie vor weinend vor dem Telefon sitzen würde oder dass sie einen Großeltern-Ersatz bräuchte. Sie kennt sie zwar, aber hat nicht mehr Bindung zu ihnen, als zu der weitläufigeren Verwandtschaft (wie meine Cousins etwa) oder zu Freunden von mir/von ihrem Papa, die wir halt ab und an sehen, und dann wieder ein paar Monate nicht.

Ich finde es ganz in Ordnung, so wie es ist, so pfuscht uns auch keiner von denen zu sehr in die Erziehung. Wenn meine Tochter die Großeltern dann einmal im Monat (oder auch nur alle paar Monate) mal sieht, kann ich die Verwöhnerei lockerer sehen, als wenn das mehrmals wöchentlich vorkäme.

Ich selbst bin auch weitgehend ohne Großeltern aufgewachsen und hab nichts vermisst, weil ich es nicht anders kannte. (Meine beiden Opas sind schon lange vor meiner Geburt verstorben, meine eine Großmutter lebt in einem anderen Erdteil - ich habe sie zweimal in meinem ganzen Leben gesehen).

Beitrag von nele27 21.04.10 - 17:24 Uhr

Hi,

wir haben zu meiner Mutter keinen Kontakt, zu den Schweigereltern nur sporadisch... aber unser Anton hat die Mutter seiner Patentante als Oma adoptiert #herzlich

Das hat sich zufällig ergeben, weil Patentante (eine Freundin von mir) Anton immer zu ihren Eltern geschleppt hat :-) Inzwischen verbringt er dort alle 5-6 Wochen ein Wochenende (sie wohnen 100 km weit weg)...

Habt Ihr den gute Freunde im Großelternalter, die Eurer Kind ins Herz geschlossen haben? Dann intensiviert doch den Kontakt!

Ich finde Großeltern schon wichtig - auch wenn man zur Not natürlich ohne auskommt...

LG, Nele

Beitrag von alocin1970 21.04.10 - 21:12 Uhr

Komisch, ich sehe das ganz anders als du. Meine beiden Großeltern wohnten nie bei uns in der Stadt, sondern ein paar 100 km weit weg. Wir sind dafür 1x/Monat ein WE zu meiner Oma gefahren und haben dort geschlafen, am Sonntag dann meine anderen Großeltern besucht. Ich fand das super, wie ein Fest - und alle meine Cousinen und Cousins, die dort wohnten, waren neidisch auf mich und meinen Bruder, weil wir etwas "Besonderes" für Omas und Opa waren. Sie waren Alltag, wir waren das Besondere. Wir waren in allen Ferien jeweils einige Tage dort zu Besuch, und wir hatten eine viel engere Bindung zu Omas und Opa als die Enkel vor Ort. Denn die haben sich mal ein paar Stunden nebenher gesehen, aber wenn wir da waren, wurde das richtig ausgekostet und wir waren dann der Mittelpunkt für Omas und Opa.

Bei uns ist es so, dass wir alle 4 Großeltern hier vor Ort haben. Das ist zwar ab und an praktisch, aber ich finde, dass meine Kinder im Alltag einiges von meinen Eltern und Schwiegereltern mitbekommen, aber eben nur Alltag, nicht die Highlights. Ich beneide da immer meinen Bruder und seine Familie, der 400 km weit weg in Hamburg wohnt und die in den Ferien dann Urlaub bei meinen Eltern machen. Und die feiern dann die Zeit richtig, genießen es - und meine Nichte und mein Neffe haben so viel mehr besondere Zeit mit meinen Eltern als meine Kinder. Oma und Opa unserer Nachbarn wohnen auch weit weg, und die Kinder verbringen jede Ferien einige Tage dort. Dann haben meine Nachbran eine Woche sturmfrei, ohne Kinder - und das habe ich niemals, weil meine Eltern und Schwiegereltern eben nur im Alltag vorkommen.

LG Nico

Beitrag von curly80 21.04.10 - 22:22 Uhr

ja kann dich gut verstehn is echt nich einfach!

meine Eltern haben auch so gut wie keinen Kontakt mit uns. Sie leben 270 km von hier.
Sehen uns höchstens 1 bis 2 mal im Jahr
telef. sehr sehr selten. Is keine Vertrauensbasis da. Leider!!

Aber es is schon sehr schade das man auf die Großeltern nich zurück greifen kann.. wäre ja auch für die kinder schöner! Zum Geb. meiner jüngsten kamen sie auch nich.

Beitrag von scrollan01 22.04.10 - 09:16 Uhr

Wir sind so eine Familie, die direkt neben den Großeltern (meinen SE) leben!

Und klar ist auch: SICHER ist es oft genug super, dass ich nicht immer durch die halbe Stadt zu meinen Eltern fahren muss um die Kinder mal eben für 1h abgeben zu müssen wegen Arzttermin o.ä.
Sondern ich kann sie rüberschicken durch den Garten!

ABER: es ist eben NICHT immer schön, wenn Großeltern alles wissen! Und das tun sie zwangsläufig!
Man hat trotz gutem Verständnis nie wirklich Autonomie, sitzt ni alleine auf der Terrasse weil alle Nase lang jemand vorbei schaut!

Als Eltern die Kinder alleine erleben im Garten ist kaum möglich, jemand setzt sich immer irgendwie dazu! Und manchmal wollen wir einfach alleine sein - ohne Eltern!

ABER: natürlich ist es für die Kinder schön, beim Backen helfen zu dürfen oder sonst wie Zeit mit denen zu verbringen! Das gestehen wir ihnen zu!

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ABER AUCH: wenn meine Schwägerin mit ihren 3 Kindern vorbei kommt, dann schellen die Kinder hir und wollen, dass unsere auch rüber gehen! Machen sie auch dann öfters - aber man merkt, dass gerade mein SV nicht sooo den ganz engen Bezug hat zu diesn Kindern!
Sie sind halt ein "wenig anstrengender" ... und hören ist so gut wie gar nicht drin inkl. Aufräumen, dass müssen dann unsere alleine machen!

Worauf ich aber achte ist, dass wir uns ab und an aus dem Staub machen wenn wir wissen, die kommen!
So haben die anderen Kinder dann mal Oma und Opa für sich! Sie beschäftigen sich dann auch mal mit meinen SE. Sonst sind die nur mit meinen Kindern unterwegs und reden kaum mit den Großeltern!

Manchmal schaut meine Schwägerin ein wenig komisch - gesagt hat sie noch wie was, sie ist eine ganz liebe!
Aber ich versuche auf meine Art, dass sie den Kontakt zu ihren Eltern auch mal alleine hat! Sie will ja auch mal mit denen über Sachen reden, die uns evtl. nichts angehen!

Auf der anderen Seite weiß ich auch, dass sie ganz froh ist, das sie nicht neben an wohnt! ;-))
So ist sie dem Alleswissenmüssen entkommen! ;-))

LG

Beitrag von elaberg80 22.04.10 - 09:42 Uhr

Hallo!
Wir haben leider ach keine Großeltern im für unseren Sohn!
Meine Mutter und Schwiegermutter leben beide nicht mehr und zu meinemVater und Schwiegervaterbesteht nur wenig bis gar kein Kontakt.
Jedoch haben wir z.B.eine superliebe Nachbarin und eineklasse Tagesmutter! Unser Sohn fühlt sich in beiden Familien wie Zuhause und ich glaube nicht das er etwas vermisst.
Bei meinem Schwiegervater wohnt noch meine Schwägerin mit Mann und 2 Jungs! Die bekommen alles! Zu uns kommt man noch nicht mal zum 1. oder 2. Geburtstag, trotz schriftlicher einladung!
Aber wir haben das akzeptiert. Zu Anfang hab ich mich oft geärgert, aber das ist für mich abgeschlossen!
Ändern kann ich es eh nicht. Aber wir haben auch echt tollen Großelternersatz gefunden!

L.G.Ela

Beitrag von chryssy09 16.09.10 - 22:54 Uhr

Hallo!!
Unsere Großeltern bzw. die meiner Tochter wohnen auch weit weg(ca.400km u.die von meinen Freund 300km)
Ist alles nicht so einfach,meine Tochter ist erst 9 Monate,sie kann sich noch nicht so äußern wie dein Kleiner,aber man merkt das schon wenn wir mal da sind wie gut es ihr geht und wie ausgeglichen wir alle sind!!
Ich hatte auch schon mit den Gedanken gespielt wieder nach Hause zu gehen,damit sie wenigsten bei einer Oma mit groß wird,aber irgendwie kann ich das meinen Freund nicht antun!!Aber dann denke ich auch es es währe vieles einfacher!!Da man sich nicht immer teilen muss zu den Feiertagen oder überhaupt damit jeder mal die Kleine sieht und zeit mit ihr hat was ja auch nicht wirklich lange ist:-(
Wir habe das jetzt einmal probiert und hatte sie zu meinen Eltern gebracht und dort für 4Tage gelassen,ihr ging es gut und ihre Großeltern hatten mal genügend Zeit mit ihr und der pos. Nebeneffekt,ich u.mein Freund hatten auch mal zeit für uns:-D ich könnte noch mehr schreiben,aber das sprengt denn rahmen,weil ich mich zur zeit so hin und her gerissen fühle,wie es weiter gehen soll und wird,jetzt ist nämlich meine Tagesmutter schwanger(also ich freu mich für sie aber für mich leider ungünstig) und einen Krippenplatz habe ich auch noch keine zusagen und jetzt weis ich nicht was wird wenn ich ab Dezember wieder arbeiten gehen will:-(
Aber bei dir finde ich es so schade das die Großeltern ihr Enkelkind so abschreiben nur weil ein anderes mit im Haus wohnt und ihr nun mal nicht!!Ihr/man macht das doch nicht mit Absicht,warum verstehen sie das nicht!!
Wissen die eigentlich das ihr Enkelkind so darunter leidet??
Ich hab da mal ne gegenfrage an dich,wenn du könntest würdest du zu deinen oder deines Mannes Eltern ziehen,damit dein Kind seine Großeltern hat und ihr es vielleicht auch etwas leichter!!

Lg