In Einliegerwohnung der Schwiegereltern einziehen oder eigene Wohnung?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von tina8719 21.04.10 - 11:59 Uhr

Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier und wollte mich mal nach euren Erfahrungen zum Thema wohnen bei den Schwiegereltern erkundigen.

Mein Freund und ich führen eine Wochenendbeziehung (200 km). Meistens bin ich bei ihm weil es mir dort einfach besser gefällt.
Wir haben schon länger die Absicht zusammen zu ziehen. Bis jetzt war da immer die Rede von der Erdgeschosswohnung bei seinen Eltern im Haus. Ich habe da immer den finanziellen Aspekt gesehen (keine Miete usw).

Allerdings zweifel ich momentan ob das wirklich die richtige Entscheidung wär. Mein Freund wohnt noch zu Hause und wird von seiner Mutter rund um versorgt (Wäsche waschen, bügeln, kochen, ja, sogar sein Zimmer wird geputzt). Ansich wär er recht selbsständig, immerhin hat er für sein Studium 5 Jahre allein gelebt und sich versorgt. Aber wenn Mama alles macht wird es ja gerne angenommen.

Ich verstehe mich sehr gut mit seinen Eltern, weiß aber aus meiner letzten Beziehung, dass sich das schnell ändern kann wenn man zu nah beieinander wohnt.

Ich fürchte einfach, dass sie es vielleicht nicht akzeptiert wenn nicht mehr sie sich um ihn kümmert, sondern ich für ihn koch usw.
Außerdem ist die Wohnung unten komplett eingerichtet mit Deko und allem. Ich würde alles raus schmeißen, weil es nicht mein Stil ist. Ich weiß nur nicht ob sie damit einverstanden wär. Immerhin ist ja "ihre" Wohnung, die trotzdessen, dass sie unbewohnt ist wöchentlich geputzt wird ;-)

Mittlerweile denke ich wirklich es wäre besser wenn wir uns eine Wohnung in der Nähe mieten und später mal kaufen. Die Preise hier in der Gegend sind sehr gut.

Bis jetzt hatte ich wie gesagt immer den finanzielle Aspekt gesehen. Und natürlich auch die Kinderbetreuung wenn wir später mal Kinder haben.

Was sagt ihr denn dazu? Glaubt ihr es ist möglich mit den Eltern gewisse Regeln auszumachen? Oder werden diese womöglich nicht eingehalten?

Freue mich auf eure Antworten!

Beitrag von kiernan 21.04.10 - 12:13 Uhr

Hallo Tina,

also ... ganz ehrlich????
Ich würde es nicht tun, lieber eine eigene Wohnung.

Ich habe das Ganze hinter mir ... eigentlich auch ein gutes Verhältnis zu meinen SE. Bin seit 11 Jahren mit meinem jetzt-Mann zusammen, wir haben 6 Jahre zusammen in einer Wohnung gelebt, dann aber mit dem Bauen begonnen und dankbar das Angebot meiner SE angenommen, für ein paar Monate dort zu wohnen, um "Geld zu sparen". So konnten wir uns die Miete sparen und ins Haus stecken, weil meine SE nur "Kostgeld" haben wollten.


Müsste ich die Entscheidung nochmal treffen, würde ich wahrscheinlich den finanziellen Aspekt ignorieren - also es war keine furchtbare Zeit ... nicht, dass das hier jemand falsch versteht, aber es gibt diesen Spruch mit "Alt und Jung ..." nicht umsonst ;-)

Jung und Alt haben halt andere Vorstellungen :-)

Unsere 7 Monate unter SE's Dach endeten in einer Riesen-Auseinandersetzung ... aber seit wir in unser Haus gezogen sind, haben wir alle Dinge geklärt und nun ist das Verhältnis auch wie vorher (zum Glück) :-D

Mein Rat daher: besser was Eigenes :-)

LG,
kiernan

Beitrag von berry26 21.04.10 - 12:19 Uhr

Hi,

also ich würde soetwas NIE machen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen das soetwas auf Dauer gut gehen kann. Gerade was Kinderbetreuung und auch den finanziellen Aspekt angeht, so würde ich das nicht NUR positiv sehen. Sie haben euch damit sozusagen in der Hand und da sowohl die Mutter wie auch dein Freund ja anscheinend schon gut daran gewöhnt sind, das Sie alles für ihn macht, wird es für dich warscheinlich schon schwierig werden ein eigenständiges Leben mit deinem Freund zu führen.

LG

Judith

Beitrag von tina8719 21.04.10 - 12:46 Uhr

Danke erstmal für die schnellen Antworten.

Soetwas hatte ich schon erwartet. In denke, für mich habe ich es schon entschieden. Jetzt muss ich das nur noch meinem Freund beibringen.
Ich hoffe er wird es verstehen.

Bei meinem ExFreund war es so, dass wir eine eigene Wohnung hatten, aber auf der anderen Straßenseite wohnte seine Schwester und 2 Straßen weiter seien Mutter. Und immer wieder klingelte das Telefon "Kannst du mal das machen, kannst du mal dies machen, deiner Schwester gehts nicht gut, mach mal das und das.

So eine Entscheidung muss wohl sehr gut überlegt sein...

Beitrag von ja-wer-schon 21.04.10 - 12:47 Uhr

Hallo,
ehrlich gesagt: NEIN - ich würde dir nicht empfehlen bei den Schwiegereltern einzuziehen.
Ich hab diese Situation so ähnlich hinter mir, ist zwar schon 18 Jahre her, aber weiß noch vieles sehr genau:
Bis dahin hatte ich auch ein sehr gutes Verhältnis mit den SE (eigentlich besser als zu meinen Eltern, dachte ich), aber dann als ich da gewohnt habe, sind die ersten Bande zerbrochen. Es war einfach viel zu eng aufeinander, meine Schwiegermutter hat sich auch weiterhin so um ihren Sohn gekümmert, wie vorher. Wir sind dann nach 8 Monaten zusammen dort ausgezogen und das war im Nachhinein noch viel schwieriger, als wenn wir gleich ne eigene Wohnung genommen hätten: Da kamen nämlich dann schon bestimmte Vorwürfe, hab da auch einige Dinge durch Dritte erfahren.
Ich denke wenn wir von Anfang an eine eigene Wohnung genommen hätten, würde ich vielleicht auch heute noch besser mit meiner SM klarkommen (Mein SV ist vor 13 J. verstorben). Die SE hätten es damals wahrscheinlich irgendwie akzeptiert, wenn auch nicht ganz verstanden, wenn wir gleich ne eigene Wohnung genommen hätten, aber so haben sie sich richtig gekränkt gefühlt, weil wir es bei ihnen nicht "aushalten".
Überleg dir das gut, denn dein Freund bleibt der Sohn deiner SM und sie wird ihre Angewohnheiten nicht von jetzt auf gleich ändern können od. wollen!!!!
LG
C.

Beitrag von lunasxx 21.04.10 - 13:21 Uhr

Ich sag nur NIE !!!!!!!!!!!!!!! (aus eigener Erfahrung)

Beitrag von lieserle 21.04.10 - 14:14 Uhr

Hallo,

ich würde niemals, niemals, niemals mehr zu meinen Schwiegereltern ziehen! Momentan wohnen wir noch da und ziehen aber bald in unser eigenes Haus - ich zähle die Tage bis zum Umzug.

Meine Schwiegereltern sind nett und hilfsbereit, aber das Aufeinanderhocken tut uns nicht gut. Meine Schwiemu ist leider auch schwer zufriedenzustellen, was Sauberkeit/Ordnung etc betrifft und das führt öfter zu Spannungen.
Klar betreut sie manchmal unsere Tochter, aber ob ich die nun hier im Haus gleich zur Oma bringe oder 2km fahre (soweit wird unser Haus weg sein), ist nicht wirklich entscheidend.

Grade wenn Du die Erfahrung schonmal gemacht hast, wie Du schreibst, würde ich es erst recht lassen.

Meine Tante sagt z. B. immer: "Verwandtschaft muss in Manteldistanz wohnen, sonst geht es schief" und ich finde, sie hat recht. Ich würde auch mit meinen Eltern nicht in einem Haus wohnen wollen.

Viele Grüße
Lieserle

Beitrag von imzadi 21.04.10 - 14:37 Uhr

Würd ich nie machen, Streit ist vorprogrammiert wenn man dicht aufeinander wohnt. Schon lieber deine Nerven statt den Geldbeutel. ;-)

Beitrag von malvm 21.04.10 - 14:44 Uhr

Hallo,

ich habe mir vor ca. einen 3/4 Jahr eine ähnliche Frage gestellt. Meine Schwiegereltern haben ein Mehrfamilienhaus in dem eine Wohnung frei wurde (meine Schwägerin hatte sich von ihrem Freund gerennt und ist in eine kleinere Wohnung im Haus gezogen)
Da wurde wir gefragt ob wir die Wohnung nicht nehmen wollen.
Wir zahlen da allerdings auch Miete...
Ich habe auch ein sehr gutes Verhälnis zu meinen Schwiegerleten und das auch weiterhin.
Meine Große Tochter liebt es mein Schwager und ja auch meine Schwägerin wohnen auch hier im Haus. und die Kleine steht jeden Morgen an der Tür und möchte zu Opa Frühstücken :-)
Ich würde einfach mal mit deinem Freund sprechen, wie seine Mutter wohl reagiert wenn ihr euch NEU einrichten wollt Möbel, Deko etc...
Und vielleicht bei einem nächsten Besuch bei den Schwiegereltern mal verlauten lassen unter dem Motto dann kannst du dir ein Hobby zulegen da ich ja dann die Wohnung putze wäsche wasche und koche bla bla bla..
Natürlich als lockeren Spruch.
Und dann mal schaun wie sie reagiert, freut sie sich darüber und findet es gut - dann ist es doch ein Risiko wert ABER macht sie "Zicken" will nicht das neu gestrichen wird, neue Möbel, Deko das du kochst, wäscht etc...dann würde ich es lassen.

LG
Vanessa - die immer wieder mit den Schwiegereltern unter ein Dach ziehen würde

Beitrag von artemis1981 21.04.10 - 16:01 Uhr



Macht es nicht !!!!!!
Sucht euch was eigenes (spreche aus erfahrung)

Beitrag von kathrincat 21.04.10 - 16:59 Uhr

eigene wohnung, alles ander geht bestimmt nicht lange gut.

Beitrag von silbermond65 21.04.10 - 17:17 Uhr

Laß es besser.Ich hab das durch und kann dir sagen : NIE WIEDER !

Beitrag von unilein 21.04.10 - 19:35 Uhr

Kann man über solche Dinge nicht VORHER mit den SE reden? Sie sind doch auch nur Menschen und können doch deine Bedenken bestimmt nachempfinden, wenn du erzählst, dass du schon häufiger von Problemen der-und-der Art bei dieser Wohnkonstellation gehört hast. Sie machen sich doch vielleicht auch Sorgen, wie sich die Beziehung zu dir in der Zukunft entwickeln wird? Auch Schwiegereltern haben doch ein Interesse daran, zu ihren Schwiegertöchtern/-söhnen ein gutes Verhältnis aufzubauen.

Sag ihnen doch, dass du nur dort einziehen möchtest, wenn sie sich ganz sicher sind, dass sie mit einigen für dich wichtigen Punkten keine Probleme haben (Möbel rausschmeißen, nicht ungefragt die Wohnung betreten etc.) Außerdem würde ich je nach eigerner finanzieller Situation und der der SE schon Miete zahlen. Vielleicht nicht so viel, wie bei einem fremden Vermieter aber eben so, dass beide Seite etwas davon haben. (ihr wohnt günstiger und die SE haben einen Zuverdienst+den Sohn in der Nähe) Denn wenn ihr komplett mietfrei wohnt und quasi auf das Wohlwollen der SE angewiesen seid, habt ihr ja keine Argumentationsgrundlage, wenn Probleme diskutiert werden sollen.

Beitrag von king.with.deckchair 21.04.10 - 20:46 Uhr

"wenn nicht mehr sie sich um ihn kümmert, sondern ich für ihn koch"

Ich wundere mich, dass in der heutigen Zeit der Satz nicht lautet "sondern wir für uns alleine kochen usw. möchten". Oder ist der Herr Studierte inzwischen wieder zu einem solchen Bubele mutiert, dass immer eine Frau "für ihn kochen" muss... #kratz

Beitrag von asimbonanga 21.04.10 - 21:14 Uhr

Hier bei urbia feiern die 50ziger fröhliche Urzustände.;-)

Beitrag von tina8719 22.04.10 - 10:40 Uhr

Ja, das mit dem Kochen...
Wenn mein Freund bei mir ist kann er erstaunlicherweise sehr viel. Da putzt er meine Wohnung und kocht mir was wenn ich aus der Arbeit komme.
Aber zu Hause kann er das dann alles nicht mehr.

Vielleicht ist auch gerade deshalb eine eigene Wohnung sehr wichtig. Dort wird er dann sicher wieder alles selber können.

Aber wie ich sehe, es haben so viele geantwortet und nur eine würde nochmal "ja" sagen.
Und bevor wir auf Risiko die ganze Wohnung neu einrichten und renovieren, sollten wir das lieber gleich wo anders machen.

Beitrag von blume82 22.04.10 - 13:44 Uhr

Hallo,

ich würde es machen und auf jeden Fall mal vorher mit seiner Mutter sprechen.

Vielleicht findet sie es ja auch nicht so toll, alles für ihn zu machen.
Mit der Wäsche finde ja noch okay, weil eine Person hat ja höchstens eine Maschine pro Woche und dann kann man die Sachen schon zusammen waschen.

Wichtig ist auch noch, dass ihr einen eigene Tür habt und euch auch einig seit wie das zusammenleben aussieht und ob es seine Eltern überhaupt wirklich wollen.

Beitrag von petra1982 22.04.10 - 11:48 Uhr

Ich sehe es kommen, in nem halben bis einem Jahr bist du eine der vielen die hier schreiben das sie nicht mehr so können nur streit usw. :-) Ich rate dir davon ab :-)

Beitrag von jolly12 22.04.10 - 19:51 Uhr

Nein niemals!!!!!!!!!!!!!
Meine Schwiegermutter und ich würden innerhalb von 5 Minuten Streit bekommen.