Wie war Eure AS?

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von boccelli2000 21.04.10 - 16:00 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich soll am Freitag zur AS, keine Herztöne in der 9. SSW und auch der HCG Wert ist nicht deutlich genug gestiegen. Habe eine Woche gehofft, aber nun haben wir die Gewissheit *heul*

Aber vom seelischen abgesehen - ich hab ganz schön Angst vor diesem "kleinen" Routineeingriff - wie ist das so?? Muss ich Angst haben?

Lieben Dank!
Anna

Beitrag von nicki1971 21.04.10 - 16:04 Uhr

Also ich kann nur sagen, dass die bei mir ganz toll waren. Keine Schmerzen hinterher und auch Blutungen hatte ich nicht. Vor der AS selber brauchst du keine Angst zu haben #liebdrueck

Beitrag von loveangel1311 21.04.10 - 16:04 Uhr

Liebe Anna,
tut mir leid, dass Du nun auch bei uns bist.

Nein, Du musst gar keine Angst haben. Ich hatte vorher nochmal ne US-UNtersuchung, hab ne Tablette zum Weichwerden des Muttermundes eingeführt bekommen, wurde nochmal vom Arzt und der Anästhesistin aufgeklärt.
Dann hab ich mich umgezogen, den TRopf gelegt bekommen, kam in Narkose und 15 Minuten bist du schon wieder am aufwachen.
Man bekommt gar nix mit, es geht echt schnell und alles wird gut.

Hört sich schlimm an udn man ist ja eh schon so down und traurig, aber das schaffst du.

Ich drpck dir die Daumen.

Beitrag von steffiblue 21.04.10 - 18:25 Uhr

Ich kann mich den Anderen vor mir nur anschließen. Daß der Eingriff an sich stattfinden muss ist einfach eine schlimme Geschichte. Aber von der OP habe ich wirklich gar nichts mitbekommen. Und auch alle Beteiligten, seien es die Schwestern auf Station (war ja schon seit zwei Tagen im KH wegen der Blutungen), aber auch die im OP, die Ärzte und eben alle waren sehr nett, aber auch nicht zu freundlich, einfach gut. Und hinterher habe ich rein körperlich gar keine Schwierigkeiten gehabt, nur Blutungen bis Abends und auch die nur sehr leicht. Und sonst hab ich nix gemerkt...

Beitrag von jezero 21.04.10 - 20:56 Uhr

Liebe Anna,

sei unbesorgt! Die Ärzte und Schwestern im Krankenhaus sind professionell und werden sicher alles machen, damit du dich nicht noch schlechter fühlst. Ich habe Anfang März in der 11. SSW eine Fehlgeburt gehabt. Nach 2,5 Wochen Blutungen und Bangen und Hoffen und Bangen hat das Herz nicht mehr geschlagen. Dieser Moment war schrecklich genug. Wegen der Blutungen hat mich mein Frauenarzt direkt ins Krankenhaus eingewiesen. Dort bin ich sehr herzlich und verständnisvoll aufgenommen worden. Keiner hat plumpes Beileid ausgedrückt. Wenn ich sprechen wollte, hat mir aber jeder zugehört.

Die OP an sich ist sehr unspektakulär. Ich habe sogar vorher noch Schlaf- und Schmerzmittel bekommen, damit die Wartezeit nicht zu belastend wird. Ich habe allerdings im OP ein bisschen länger gebraucht, weil es dann doch nicht Routine war. Wieder auf meinem Zimmer war ich sehr erleichtert, auch Schmerzmittel nehmen zu können, da ich die Wochen vorher immer wieder teilweise recht starke Unterleibsschmerzen hatte und wegen der Schwangerschaft ja nichts nehmen konnte. Der Anästhesist hat nur gemeint, dass man sich nach einer Fehlgeburt nun wirklich nicht auch noch mit körperlichen Schmerzen oder Beschwerden herumquälen müsse...

Lass die OP auf dich zukommen, versuch zu entspannen und vielleicht kannst du die Fehlgeburt dann auch irgendwann als Teil des Lebens annehmen.

Alles Liebe,

Petra

Beitrag von victoria1986 21.04.10 - 21:40 Uhr

Hallo Anna,
schlimm dass jetzt auch du davon betroffen bist. Ich weiß was jetzt in dir vorgeht:-(
du brauchst wirklich keine Angst zu haben. Ich hatte auch große Angst vor dem Eingriff aber es war gar nicht schlimm. Auf dem Zahnarztstuhl hab ich schon schlimmeres durchgemacht!
Im besten Fall wirst du nach dem Aufwachen keine Schmerzen haben und schnell wieder auf den Beinen sein! das was du zur Zeit seelisch aushalten musst ist wirklich tausend mal schlimmer...
Ich wünsch dir alles Gute und ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
LG und fühl dich #liebdrueck

Beitrag von boccelli2000 21.04.10 - 23:22 Uhr

Ganz ganz lieben Dank für Eure lieben Beiträge!!!! Ihr habt mir wirklich einen großen Teil meiner Angst genommen!

Ich hoffe ich falle nicht nach der AS in ein tieferes Loch... jetzt kann ich mir immernoch sagen, dass ich meinen Wurm "bei mir" habe... danach ist es endgültig vorbei!

Aber ich hab auch schon so viel Mist und Katastrophen in letzter Zeit hinter mir (Beziehungskrise, Depressionen, Umzug gezwungenerweise und Todesfälle - meine Mutti erst im Januar) - Immer auf die Kleinen, kein Wunder, dass sie nicht wachsen! :-(

Aber was sag ich selbst immer? Es muss auch schlechte Tage geben, damit man die Guten zu schätzen weiss! - Dummer Spruch, aber ohne Unglück kein Glück!
Aber damit kann jetzt auch mal genug sein! Etwas weniger Unglück tuts auch! Für uns alle!

Ich drück Euch alle! Vielen Dank nochmal!

Aber schreibt ruhig mehr! Jeder Bericht "beruhigt"!

Anna mit Gott sei Dank einem wunderbaren gesunden Sohn Tobi (2) und dem kleinen #stern -chen

Beitrag von luette25 22.04.10 - 10:39 Uhr

Hallo Anna,
also da du darum bittest, dass dir noch mehr schreiben, mache ich das doch mal. Wie der Ablauf ist, haben dir ja schon so einige geschrieben. Ich habe übrigens auch eine Beruhigungstablette vorher bekommen. Aber, so aufgeregt ich vielleicht auch vorher war, im KH war ich vollkommen entspannt und hätte die Tablette gar nicht gebraucht. Ich habe mich gefreut, auf dem US noch einmal beim Baby sehen zu können (was viel besser war als bei meiner FA, hatten halt ein besseres Gerät). Die Ärzte waren sehr nett, aber auch nicht übertrieben freundlich. Als ich in den OP geschoben wurde, war ich so schnell weg, das bekommt man gar nicht richtig mit. Nach der OP hab ich vielleicht ein wenig mit der Narkose kämpfen müssen, mir war nämlich etwas übel und ich hatte ganz leichte Schmerzen, also eher so wie bei der Mens. Beides zusammen hat mich dann wohl ein wenig genervt, und so habe ich noch 2 mal einen Tropf mit Schmerzmittel und irgendeiner Medi gegen Übelkeit bekommen. Beim 2. Tropf hat es dann auch gut angeschlagen und ich bin noch mal eingeschlafen. Danach ging es mir super. Gehen durfte ich, nachdem ich etwas gegessen hatte. Anschließend war alles prima, keinerlei Schmerzen und nur wenig Blutungen (allerdings ca. 10 Tage lang).
Also, du brauchst vor der OP keine Angst haben, ist wirklich nicht schlimm (ich glaube jeder Zahnarztbesuch ist unangenehmer!).

Schade, dass du diese Erfahrung auch machen mußt, aber an solchen können wir wohl nur wachsen!

Liebe Grüße und alles Gute,

Steffi