unterschiedliche erziehung- wie am besten regeln?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von babe-nr.one 21.04.10 - 17:38 Uhr

hallo!
es geht um folgendes: meine schwester und ich sind schwanger, sie hat eine woche nach mir entbindungstermin.
sie kommt ca 6 wochen vor et , um hier zu entbinden, und wird dann bei uns wohnen:-)
zu, nun zu meinen "bedenken":
mein sohn wird im mai 3, ihre tochter wurde im februar 2.
in manchen dingen "erziehen" wir anders.
mein sohn soll zb mit messer und gabel essen, ihre tochter darf aber mit händen essen.
jedes mal, wenn wir uns gegenseitig besuchen, endet das essen im desaster, weil mein sohn es natürlich totaaal lustig findet, mit händen zu essen#augen#;-)


nächstes beispiel: mein kind darf nicht herumlaufen, wenn er einen lolli im mund hat( hab angst, das er fällt#hicks)
meine nichte jedoch darf laufen, bzw, läuft auch mit lutscher durch die gegend.


mein sohn darf sich einen kleinen stuhl in die küche holen, sich daraufstellen, und mit mir kochen- darf meine nichte nicht.
wie vereinbaren wir das in der zeit am besten?#kratz

meinem sohn alles erlauben, meiner nichte alles verbieten, andersrum?!#kratz- das geht ja auch nicht#schwitz


wie macht ihr sowas?#gruebel

Beitrag von jane-marple 21.04.10 - 18:17 Uhr

Hi,
das solltest du nicht uns fragen, sondern deine Schwester.

Reden soll helfen, wenn nicht, ist es immerhin noch dein Haus!

vg

Beitrag von babe-nr.one 21.04.10 - 18:28 Uhr

danke fürn DEN tipp- auf die idee wären wir nicht gekommen;-)
im ernst- haben wir natürlich schon....
uns kam bisher keine idee...
ich kann ja ihrer tochter schließlich nicht erlauben, sich auf stühle zu stellen, und mitzukochen....

Beitrag von jazzbassist 21.04.10 - 19:15 Uhr

Bei Gastkindern jeglicher Art war die Regel bei uns, dass wir als Gastgeber die Spielregeln bestimmen. Ich würde ein Kind also nicht mit den Fingern essen lassen, es nicht mit Lebensmitteln oder Getränken durch das Haus rennen lassen und einem Gastkind natürlich auch anbieten, beim Kochen zuzugucken und mitzuhelfen. Wenn die Eltern letzteres nicht möchten, kann ich daran wenig ändern - dann bleibt dieses Gastkind (leider) außen vor.

Das schreit bei inner-familiären Gastkindern sicherlich mal nach Konflikten; da hätte ich eher versucht, etwas „toleranter“ zu sein. Ich hätte nichts dagegen, wenn ein 3-Jähriger einmal wieder mit den Fingern essen darf. Aber so wie ich ihren Beitrag interpretiere, wird ihre Zweckswohngemeinschaft mehrere Wochen dauern - und - dass wäre mir persönlich nicht mehr recht. Grundsätzlich können es Kinder eigentlich sehr gut verstehen, dass „woanders“ eben „andere Regeln“ herrschen. Sei es bei Omi, wo man vielleicht auch mal vor dem Mittagessen schon den Pudding essen darf oder auch bei der Tante, wo man eben nicht mit dem Lolly im Mund rumrennen kann.

Wenn wir selbst mit unserem Sohn woanders Gäste waren, haben wir schon (hoffe ich) unsererseits auch versucht, auf andere Situationen Rücksicht zu nehmen. So wie ein Raucher im Regelfall woanders fragt, ob er rauchen darf, dürfen Eltern - wie ich finde - auch mal fragen, ob ein Kind mit einem Hörnchen in der Hand im Haus rumrennen darf. Ich muss dann natürlich akzeptieren, wenn der Gastgeber hier „Nein“ sagt und ich finde auch, der Gastgeber sollte auch wirklich „Nein“ sagen, wenn er das nicht möchte. Das hat bei uns auch inner-familiär sehr gut funktioniert. Wobei ich gestehen muss, dass meine Familie aus einem Bruder und Eltern, die ein paar tausend Kilometer entfernt im Ausland wohnen, besteht - und unsere Kids auch noch 7-9 Jahre auseinander liegen.

Beitrag von maschm2579 21.04.10 - 19:57 Uhr

Hallo,

ich bin eher geschockt das eine 2jährige Lollis essen darf und mit Fingern ißt #schock

Ich würde mit Deiner Schwester reden und entweder erzieht jeder wie er es immer macht. D.h. Dein Sohn muß sich wie immer verhalten und da gibt es kein ABER und Deine Nichte lebt nach Ihren Regeln.

Oder aber Du sagst klipp und klar das es bei Euch auch nach Euren Regel läuft, eine 2jährige mit Lolli im Mund ist ja auch einen Gefahr für Möbel und Umwelt.
Wenn Du kochst, darf sie genauso helfen wie Dein Sohn und dafür darf Dein Sohn auch mal mit Händen essen.

Setzt Euch zusammen udn klärt das. Wichtig ist ja auch wielange dieses Patchworkleben gehen soll?

lg und viel Glück

Beitrag von brille09 21.04.10 - 21:17 Uhr

Also, ich esse weder Radieschen noch Orangen oder nen Apfel mit Messer und Gabel. Pommes (außer im Restaurant, aber an der Würstbude schon) und Wurstbrote übrigens auch nicht. Und sogar im Knigge ist "Fingerfood" vorgesehen. Warum bist du also schockiert, wenn eine 2jährige mit den Fingern isst??

Beitrag von maschm2579 22.04.10 - 09:21 Uhr

Dieses Kind ist mit 2jahren alles mit den Händen und ich denke das muß nicht sein.
Nudeln, FLeisch und Soße kann ein Kind in dem Alter durchaus mit der Gabel essen.

Keine Ahnung ob Du auch Spaghetti Bolognese mit den Händen ißt, aber es gibt Eltern die legen wert darauf mit Ihren Kindern in der Öffentlichkeit essen zu können.

Und die TE hat ja geschrieben das dieses Kind alles mit den Händen ist.

Beitrag von thyme 21.04.10 - 22:00 Uhr

Etwas entspannter sehen würd ich das. Gewisse Dinge (Lolly) würde ich durchsetzen. Andere (Essen) find ich persönlich auch nicht tragisch. Essen lernen Kinder durch Nachahmung und für ein 2jähriges Kind sind Messer und Gabel doch ziemlich unhandliche Dinge. Kannst es ja spielerisch machen: Wer kann besser mit der Gabel essen, wer kriegt die Spagehtti aufgerollt, etc.

Das mit dem Mitkochen finde ich hingegen schon fast tragisch: Kinder lieben es, beim Kochen mitzuhelfen. Mein 4jähriger Sohn steht immer noch oft neben mir und "hilft" oder plantscht in der Spühle rum.
Dabei lernt er gleich nebenbei was über Essen und Kochen und darf natürlich auch mal naschen. Klar, dass da das eine oder andere Vitaminchen nebenbei im Bauch verschwindet. Ausserdem ist er da beschäftigt und ich hab ihn im Blick!

Ausserdem: Mit zwei frischen Babies ist sowieso alles ein bisschen anders, da würde ich jetzt nicht Regeln auf biegen und brechen durchsetzten. Wenn deine Schwester wieder abreist, hast du noch 18 Jahre Zeit, deinen Sohn nach deinen Vorstellungen zu erziehen.

Beitrag von rienchen77 22.04.10 - 07:48 Uhr

dein Haus... deine Regeln....

Beitrag von kathrincat 22.04.10 - 11:00 Uhr

der gast nimmt die regeln von den an wo er ist.