Tagesmutter? Bin so unentschlossen

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Beitrag von gartenrose 21.04.10 - 20:25 Uhr

Guten Abend Mädels,

ich bin am hin und her überlegen bzgl. einer Tagesmutter...#schwitz

Also, mein Mann und ich sind selbstständig, wir haben eine Praxis. Noch ist unser Söhnchen klein (7 Wochen) und ich kann ihn ohne Probleme mit zur Arbeit nehmen (ist nur ein bis zwei Mal pro Woche für ca. zwei Stunden). Muß zudem sagen, er ist ein Frühchen und hatte auch arge Startprobleme (bin wie ne Glucke:-p)

Da wir leider keine Omi oder Opi hier in der Gegend wohnen haben, und auch sonst niemanden, der mal für zwei, drei Stunden aufpassen könnte, kam mir die Idee mit einer Tagesmutter.

Schon vor der Geburt habe ich über eine Liste vom Jugendamt eine 48 jährige Dame mit entsprechenden Erfahrungen kennengelernt. Ich war von Ihren Referenzen ganz angetan, da sie auch gelernte Kinderpflegerin ist und bei einem bekannten Friseur in unserem Ort die Kinder betreut hat.

Anfangs dachte ich, es wäre schon sehr praktisch, wenn ich unter der Woche auch mal einen Großeinkauf machen könnte, mal zum Friseur, Arztbesuch usw. und der kleine ist dann bei der Tagesmutti in guten Händen.

Letzte Woche kam sie dann das 1. Mal zum Baby-Kennenlernen und wir waren am überlegen, wie wir nun fortfahren.

Ich kann mich jetzt absolut nicht mit dem Gedanken anfreunden ihn dieser Person zu überlassen. Sie wirkt auf mich so extrem unsicher.#zitter

Sie ist zwar nett, aber irgendwie....ich weiß auch nicht.

Bis nach unserem Sommerurlaub würde sie immer nur mit ihm tüdeln in meinem Beisein, also zum Kennenlernen und ich will natürlich wissen, wie sie mit ihm umgeht. Hatten eine Stunde pro Woche ausgemacht. Ich würde währenddessen Büroarbeit zu Hause machen.

Sie meinte letzte Woche schon, dass sie ja auch schon mal mit ihm spazieren gehen könnte, aber ich habe total abgeblockt. Ich kann doch nicht eine wildfremde Person einfach mit meinem Baby los ziehen lassen#schwitz

Ich habe die ganze Zeit Horrorvorstellungen, die vermutlich völlig übertrieben sind, aber ich kann irgendwie auch nicht über meinen Schatten springen. #zitter

Habe Angst, dass sie mit ihm auf dem Arm unsere gefährliche Wendeltreppe runterstürzt, er ihr vom Wickeltisch fällt usw.#zitter

Ich denke, ich reagiere da evtl. über, aber...hmpf.

Übermorgen kommt sie wieder und ich bin echt am überlegen, ob ich sie weiter kommen lassen soll.
Andererseits denke ich dann wieder was ist, wenn mal ein Notfall ist, ich selber krank bin, oder oder....

Gibt es Mütter, die ein ähnliches Problem hatten oder haben?

Wenn der kleine ca. ein Jahr alt ist, würde er evtl. für 2-3 Std. pro Woche in ein Familiencentrum gehen, da sind dann auch andere kleine Kinder.
So hab ich es mir zu mindest mal theoretisch vorgestellt #schwitz

Sorry für das ganze #bla #bla, aber ich mußte es einfach mal los werden.

Euch allen einen schönen Abend:-D

Beitrag von cora27 21.04.10 - 20:34 Uhr

hallo,

hör auf Dein Gefühl. Und wenn Dir das sagt, es ist nicht richtig, dann mach es auch nicht. Ich glaube ich könnte mich bei der Arbeit nie konzentrieren, wenn ich ständig denken würde, dass mein Kind bei jemandem ist, dem ich nicht vertraue.

Wir hatten unseren Sohn schon in einer Kita angemeldet, aber da war mein Gefühl auch nicht so gut. Mittlerweile haben wir eine tolle TAgesmutter gefunden, bei der ich ihn sofort lassen würde (und er wäre vermutlich beim Kennlerngespräch auch gleich dageblieben, der hatte gar keine Augen mehr für mich....).

Wenn mal ein Notfall ist, dann findet sich schon eine Lösung - z.B. Freunde. Oder such weiter nach einer anderen Betreuungsperson, bei der Du ein besseres Gefühl hast.

Viele Grüße und viel Glück bei der Suche,
Cora

Beitrag von tauchmausi 21.04.10 - 20:42 Uhr

Hallo und einen schönen Abend,

ich kann das alles gut nachvollziehen. Ich arbeite 3 Tage die Woche für 3 Stunden und gebe meine Kleine - erst schweren Herzens - zu einer Tagesmutter und das mittlerweile zur Dritten (aber nicht weil ich so kritisch bin, sondern weil die Erste selber ein Baby bekommen hat, die Zweite musste aufhören aus gesundheitlichen Gründen). Ich war und bin mit allen zufrieden gewesen und habe denen vertraut. Allerdings kannte ich alle schon vorher. Aber hätte ich ein ungutes Gefühl, würde ich mir jemanden suchen, den ich vertraue. Es ist sowieso schwierig sein Baby abzugeben und dann noch an jemanden den ich nicht mag - keine Chance.

Übrigens ist eine Tagesmutter garnicht so schlecht, weil Sie das Kind ganz anders fördert als du selber und dass bringt dem Kind enorm viel.

Entweder du suchst dir eine andere Tagesmutter oder du gibst der jetztigen einfach mal eine Chance.
Übrigens kommt es meiner Meinung nach nicht immer nur auf Qualifikation an, sondern auf die Art, wie mit dem Baby umgegangen wird.

Noch ein kleiner Tipp von mir : Das erste Mal das Baby abzugeben ist hart, aber es wird besser !


Lg Steffi

Beitrag von muddi08 21.04.10 - 20:58 Uhr

Hallo!

Ich habe mir auch 3 Tagesmütter angesehen, bis ich mich für die letzte entschieden habe. Das ist reines Bauchgefühl gewesen, bei den anderen beiden hat mich immer irgendwas gestört (die eine hatte kein Fenster im Schlafraum#schock, die andere war irgendwie schmuddelig). Und bis jetzt bin ich heilfroh, dass ich unsere jetzige TaMu gefunden habe.

Guck dir ruhig noch andere an, die richtige wird schon dabei sein.

Beitrag von dentatus77 21.04.10 - 21:03 Uhr

Hallo!
Ich bin auch selbstständig und Stina geht darum zur Tagesmutter, seit sie 3 Monate alt ist.
Unsere Tagesmutter betreut neben Stina noch 8 andere Kinder (allerdings nicht gleichzeitig) bei sich zu hause. Sie ist auch beim Jugendamt gemeldet, allerdings bekommt sie schon seit ner Weile die Kinder nur noch auf Empfehlung. Wir hatten ehrlich gesagt ein riesen Glück mit ihr, die Tagesmutter macht das wirklich toll, und Stina profitiert von dem Kontakt zu den anderen Kindern enorm. Sie ist viel offener als andere Kinder in ihrem Alter.
Ich hatte ehrlich gesagt am Anfang auch ein mulmiges Gefühl, aber wir hatten eine 14tägige Eingewöhnungsphase verabredet, wo Stina dann jeden Tag etwas länger bei der Tagesmutter war, und so konnten wir uns beide langsam an die Trennung gewöhnen. Allerdings hatte ich vom ersten Tag an das Gefühl, dass Stina in guten Händen ist. Da muss man wirklich auf seine Intuition vertrauen.
Liebe Grüße!

Beitrag von kiscica77 21.04.10 - 21:30 Uhr

Hallo!

Werde ein ähnliches Problem haben!

Habe zwar keine Praxis, arbeite aber ab Oktober wieder als Ärztin im Krankenhaus und da man dort meist nicht wirklich pünktlich rauskommt, werde ich auch eine Tagesmutter brauchen, da ich auch keine Verwandtschaft in der Umgebung habe!

Ich beschäftige mich schon seit der Geburt im Oktober 2009 mit dem Gedanken meinen kleinen Schatz schon früh abgeben zu müssen.

Ich habe allerdings noch keine Tagesmutter.

Ich weiß nicht ob Dein Gefühl bei einer anderen TM besser wäre.

Ich glaube es wird für uns Mamis in jedem Fall schlimm. Aber ich bin mir sicher es ist für uns viiiieeeel schlimmer als für die Kleinen!

Es wird in den nächsten Jahren immer wieder Situationen geben, in denen wir loslassen oder die Kleinen aus unserem behüteten Schoß entlassen müssen!

Das gehört wohl leider dazu!
Drehe und wende den Gedanken in Deinem Kopf und wirst bestimmt eine Lösung findet mit dersich Kopf und Herz anfreunden können!

LG

Kiscica
Auch eine 32-jährige Mami aus Norddeutschland die "bald" schluchzend ihren kleinen Engel in fremde Hände geben muss!