Unterhalt kürzen wegen Nebenjob des Kindes? Taschengeld...

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von jillrips 21.04.10 - 20:43 Uhr

Hallo!

Mal angenommen, der KV will den Unterhalt für seine 16-jährige Tochter kürzen, weil er weiß, dass sie einen Nebenjob (nach der Schule ab und an ein paar Stunden) hat. Und es handelt sich um ein paar Euro, kein 400 Euro Job oder sowas. Nur ein bisschen das Taschengeld aufbessern...

Geht das?? Gibt es da wirklich Gesetze??
Ich habe so einen Fall im Bekanntenkreis und bin mehr als Sprachlos!

Danke für eure Antworten!#klee

Beitrag von 16061986 21.04.10 - 21:08 Uhr

Da du schreibst das sie sich ur ein paar euro dazuverdient- NEIN- darf er nicht! es gibt auch beim Unterhalt eine Höchsteinkommensgrenze,die nicht mal mit einem 400 euro job überschritten worden wäre.
Sollte der KV dennoch den unterhalt kürzen würde ich zu nem anwalt gehen,alles rechtliche aufsetzen und es dem vater zukommen lassen

Beitrag von blaue-rose 21.04.10 - 21:54 Uhr

Hallo,


ich denke bis zum 18. Lebensjahr dürfte das Einkommen des Kindes keine Rolle spielen, zu mindestens habe ich davon nichts gehört. Ein Gang zum Jugendamt sollte bei dieser Frage nicht schaden.

Beitrag von 16061986 22.04.10 - 09:53 Uhr

da spielt das alter keine rolle... auch wenn das kind unter 18 ist wird das einkommen angerechnet aber wie gesagt,es gibt eine höchsteinkommensgrenze und die wird bei ein paar euro im monat nie im leben überschritten

Beitrag von katerjoker 02.06.10 - 11:44 Uhr

Geht das Kind noch zur Schule, wird angenommen, dass die Schultätigkeit vollzeitig stattfindet. Darüber hinaus gehende, freiwillige Leistungen des Kindes nennt man "überobligatorisch": Das Kind ist nicht gzwungen, diese Leistung zu erbringen und das durch diese Leistung eingenommene Geld wird NICHT verrechnet.

Das gilt sogar für Studenten, die nebenher arbeiten!!! Diesen Fall haben wir jetzt gerade, da mein Mann noch für seine 21-jährige, studierende Tochter Unterhalt zahlen muss. Die Einkommen aus einem Nebenjob werden sind NICHT abzugsfähig. Das wussten wir bisher auch nicht...

Zieht der Kindsvater dennoch etwas vom Unterhalt ab, würde ich den Anwalt einschalten. Ich denke nicht, dass er es auf eine Klage ankommen läßt, da er keine Chance auf einen Sieg bei Gericht hat.

Anders ist es, wenn sich das Kind in einer Ausbildung befindet, bei der es eine Ausbildungsvergütung erhält. In diesem Fall wird der Lohn des Kindes auch dann angerechnet, wenn das Kind noch unter 18 Jahren ist.

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Gruß, Sandra