Kassenptienten sind Menschen 2. Klasse!

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Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 21:19 Uhr

Hallo!

seit Sonntag ist Johanna in stationärer Behandlung wegen Niernbeckenentzündung...Am Montag wurden wir in unser Wunschkrankenhaus verlegt, soweit so gut, bis ein zweites Kind dazu kam un der Mutter es nicht in den Kragen gepasst hat, dass mein Mann über Nacht bei Johanna bleibt. Sie möchte nicht mit einem Mann im Zimmer schlafen, und außerdem wäre sie Privatpatientin und das gehe ja überhaupt nicht :-[
Die 1. Nacht haben beide gut überstanden und es war dann doch eigentlich alles okay, bis wir heute um ca. 16 Uhr von unserem Spaziergang ins Zimmer wollten wurden wir aufgehalten und gebeten schnellstens die Sachen zu packen, da wir umziehen müssen in eine andere Station :-(
Okay, da sind wir dann angekommen in ein Minizimmer mit einem Totkranken Kind :-( Ich fühle so viel Leid wenn ich dieses kleine Mädchen sehe, dass ich weinen musste und aus dem Zimmer gehen musste. Johanna spürt das wohl auch und ist sehr sehr unruhig. Mir tut das Mädchen so leid.
Die Schwestern sind total unmöglich da, kein Wunder, wir sind ja auch auf der extremsten Station gelandet, mit einer Nierenbeckenentzündung, nur weil eine Madame Privatversichert Aufstand baut:-[ ich könnte kotzen.
Sorry fürs bla bla, aber ich bin so kaputt und traurig und sauer und ach einfach alles doof!!!
LG Melanie

Beitrag von eresa 21.04.10 - 21:26 Uhr

Ihr Armen!
#liebdrueck
Das ist ja wirklich ein unmöglicher Zustand.
Da sieht man mal wieder Geld regiert die Welt!

lg und gute Nerven,

eresa

Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 21:30 Uhr

Weißt Du, was ich so furchtbar finde? Dass dieses totkranke Mädchen nicht alleine "sterben" darf!!!! Aber eine privatversicherte ein Einzelzimmer bekommt...Ich hasse dieses System, diese Macht des Geldes!

Beitrag von claudiab80 21.04.10 - 21:29 Uhr

Versteh dein Problem nicht so ganz.

Ich würde es auch nicht wollen, mit einem wildfremden Mann in einem Zimmer zu schlafen. Egal ob privat- oder kassenversichert.
Und das andere ist, als Privatpatient zahlst du auch dafür!

Schon mal darüber nachgedacht, dass sich manche privatversichern MÜSSEN!
Ich bin z. B. Beamtin und ich MUSS mich privatversichern.
Oft genug fühle ich mich NICHT als Patient 1. Klasse!

Claudia

Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 21:31 Uhr

Diese Dame war auf Wunsch privat versichert. Klar dass Du mich nicht verstehst, denn Du bist ja nicht ich!

Beitrag von snak77 21.04.10 - 21:32 Uhr

#pro

Beitrag von claudiab80 21.04.10 - 21:34 Uhr

Wenn es ihr Wunsch ist, zahlt sie auch dafür!

Wenn ich in meinem Tarif ein Einzelzimmer habe und ich zahle dafür, dann möchte ich keinen Bettnachbarn haben!
Und wenn ich in ein Zweibettzimmer verlegt werden, geht der andere.

Versetz dich doch mal in die andere Seite.

Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 21:36 Uhr

versetze Du Dich erstmal in meine ;-)

Beitrag von claudiab80 21.04.10 - 21:44 Uhr

Ich kann das schon gut nachvollziehen und will da auch nichts schön reden.

Aber als sie zahlt dafür. Ob freiwillig privatversichert oder nicht!
Würdest du nicht auch darauf bestehen?

Und das andere ist nämlich, wenn ich als Privatpatient meine Rechnung vom Krankenhaus bekomme, dann habe ich eine Zahlungsfrist. Dann hast du nämlich mal nebenbei 4000€ innerhalb von 7 Tagen ans KH zu zahlen. Da fragt nämlich auch keiner.
Sicher bekommst du das Geld der Krankenkasse wieder, aber das ist auch ne Frage der Zeit.

Solche Sachen sieht ein Kassenpatient nicht. Denn da wird direkt mit der Krankenkasse abgerechnet.
Und keine Sorge, Praxisgbühr ect. zahle ich auch. Die wird nämlich gleich abgebucht.

Aber ist ja auch egal, ich will mich da nicht streiten.

Beitrag von katejones 21.04.10 - 23:57 Uhr

Ich verstehe beide Seiten. War auch längere Zeit privat versichert, bin z.Z. wieder Kassenpatientin und werde aber, da bald das Ref anfängt, bald wieder privat versichert sein.

Und so toll ist es wirklich nicht - klar, hat auch Vorteile, aber auch Nachteile, die andere nicht sehen.
Man bekommt manchmal viel zu viel Untersuchungen, die gar nicht nötig wären und einfach nur Stress bedeuten. Man muss immer in Vorkasse gehen und hat zu Hause zusätzlich einen fetten Ordner voll mit Rechnungen und Briefverkehr. Muss sich dauernd mit Ärzten besprechen, weil ein zu hoher Satz berechnet wurde usw, es ist wirklich ätzend. Und dafür profitiert man nichtmal unbedingt. Da kann ich es schon verstehen, wenn man auf sein EZ im KH besteht (einer der wirklich wenigen Vorteile als Privatpatient).

Und wenn ich für ein EZ bezahlt habe oder bezahlen werde, dann möchte ich auch eines.

Allerdings finde ich, könnte das Krankenhauspersonal da etwas sensibler vorgehen, denn nur weil ich ein EZ möchte, müssen die anderen nicht urplötzlich umziehen *find*, sondern das geht dann zur Not auch mal einen Tag später - je nachdem, weshalb ich im KH bin. Ich würde dann auch nicht mit einem fremden Mann im Zimmer schlafen wollen.
Meine Mutter (ebenfalls PV) musste sich übrigens kürzlich im KH sogar ein bad mit Männern teilen - DAS fand ich ja schon krass. Egal, andere Baustelle.

Jedenfalls könnte man eben schauen, wer zu wem gelegt wird und wenns gar nicht anders geht, den Leuten sagen, dass es keine Alternative gibt. Allerdings ist da die Frage, wie sehr man das im hektischen KH-Alltag verwirklichen kann.

Bei der Geburt meines zweiten Kindes übrigens kam eine junge Frau auf mein Zimmer, die privatversichert war - und so wurde auch ich bei der Visite vom Chefarzt beäugt. So kann man dann auch mal profitieren.

Ich bin dazu übergegangen, den Privatpatienten-Status im KH abzulehnen und dafür den "Bonus" (wenn man das so bezeichnen will) zu bekommen. Da hab ich mehr von, denn letztlich ist es meist sogar umständlicher, den Chefarzt rufen zu lassen usw.

Naja, wie dem auch sei: Ich verstehe beide Seiten unheimlich gut und es ist nicht für jeden leicht, sich in andere zu versetzen. Manchmal muss man dann halt mal meckern und seinem Ärger Luft machen und dann ists wieder gut. Braucht doch jeder Mal.

LG,
Miri #stern

Beitrag von schnee-weisschen 22.04.10 - 12:55 Uhr

Wenn es darum geht, bei meinem kranken Kind zu sein, würde ich mit Gozilla in einem Zimmer schlafen, denn ein Anrecht hat man darauf nicht.
Wenn man nicht gerade halbnackt durch die Gegend läuft, ist das Ganze ziemlich unerotisch, kann ich Dir sagen.

VG

sw, die schon mit fremden Männern im Krankenzimmer geschlafen hat

Beitrag von tykat 21.04.10 - 21:39 Uhr

Aber Du weißt ja gar nicht, ob die Frau auf Wunsch privat versichert ist (wie Du an anderer Stelle sagtest)
Wir müssen uns zB auch privat versichern, weil mein Mann Beamter ist.
Und leider ist es nunmal so, dass Ärzte von vielen gesetzlichen Kassen für viele Untersuchungen einfach kein Geld bekommen.Da können dann weder die Ärzte noch die Schwestern was dafür.

Und zu dem todkranken Mädchen:Was hat es denn genau?Wenn es wirklich so schwer krank ist müßte es doch eigentlich intensiv überwacht werden...manchmal sieht es schlimmer aus als es ist (ohne jetzt den Zustand des Mädchens herunter zu spielen)
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine Privatpatientin ein eigenes Zimmer zu Lasten eines todkranken Kindes bekommt!Geld regiert zwar die Welt, aber so herzlos ist auch kein Klinikmitarbeiter.
Und dass die Mutter auf ein Privatzimmer besteht kann ich insofern verstehen, weil es echt eine Menge Kohle monatlich kostet privat versichert zu sein.

LG

Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 21:42 Uhr

Ich weiß das, weil wir uns mit der Dame ganz nett unterhalten haben und sie mir erzählt hat, was sie arbeiten, sie sind KEINE Beamte.
Und das von dem todkranken Mädchen weiß ich, weil auch da der Vater es mir unter Tränen erzählt hat!
Also mal ehrlich, glaubst Du tatsächlich ich würde mir etwas zusammenspinnen? Ich belüge mich doch selbst nicht.

Beitrag von tykat 21.04.10 - 21:47 Uhr

Nicht zusammenspinnen aber vielleicht etwas überdramatisieren...?
Ich kenne es einfach aus keiner Klinik, dass ein sterbender Patient zusammen mit anderen Patienten auf einem Zimmer ist (zumindest nicht in der Kinderpflege)

Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 21:53 Uhr

Weißt Du, wenn das Herz außerhalb des Körpers herumläuft nimmt man sich sehr viel zu Herzen!! Dieses Mädchen wird nicht in den nächsten Stunden sterben, sie soll in ein Pflegeheim die letzten Tage, Jahre, keine Ahnung verbringen und sie ist erst 7 Monate alt und war seit Geburt höchstens 2 Monate zu Hause, sie ist geistig behindert und kann kaum atmen, ist angeschlossen. Trinken kann sie auch nicht richtig, sie wird mit einer Spritze gefüttert und das hat mir der verzweifelte Papa erzählt. Ich finde es einfach nur schlimm, dass dieses Mächen nicht alleien sein darf!!!! Es geht nicht um MICH sondern um das Mädchen, ich würde ihr und der Familie einfach ein Einzelzimmer viel mehr gönnen als der andereren Dame...

Beitrag von tykat 21.04.10 - 22:06 Uhr

Also die Erfahrung die ich mit behinderten Kindern gemacht habe hat mir eigentlich gezeigt, dass es den Eltern mehr hilft, wenn man ihnen Normalität bietet.Wenn die Familie nicht behandelt wird wie ein rohes Ei.
Natürlich ist das ein schweres Schicksal, keine Frage.
Aber es kann genauso sein, dass das Kind noch 20Jahre lebt.Soll man sie bis dahin immer abschotten weil sie ja bald sterben könnte?Das ist weder gesund für die Eltern noch ist es praktikabel.

ich kenne wirkloch sehr viele schwerstbehinderte Kinder, das kannst du mir glauben.Aber ich kenne keine Eltern, die sagen:Wir möchten immer für uns sein.

Wenn der Zustand jetzt akut wäre, wäre es was anderes.

Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 22:58 Uhr

Ich habe Dein Statement diesbezüglich erst jetzt gelesen, hab ich wohl übersehen...
Das Zimmer ist nur serh klein, 2,5 auf 2,5 Meter mit zwei Kindern und zweit Männern und der Mama von den Kindern :-) Alleine sein ist natürlich nicht schön, aber der Papa meinte zu der Schwester, dass es schon echt sehr eng wäre, also wage ich mal zu behaupten, dass er lieber alleine wäre!
Zum Thema schwerstbehinderte Kinder. Ich kenne auch sehr viele, ich arbeite mit ihnen ;-)

Beitrag von tykat 21.04.10 - 23:02 Uhr

Oh, dann haben wir ja doch eine Gemeinsamkeit.;-)

Ja, das ist sehr eng und natürlich nicht schön.Aber ich denke, der Wunsch des Vaters hat in dem Fall nix mit der Krankheit der Tochter zu tun, sondern mit der Enge des Zimmers.So eine Enge ist ja für niemanden schön.

Beitrag von cherry19.. 21.04.10 - 22:46 Uhr

das zum einen und zum anderen finde ich es mehr als seltsam, dass ein kind mit nierenbeckenentzündung in ein zimmer mit einem solch kranken kind gelegt wird. das ist wirklcih sehr sehr bedauerlich. für euch und für die andere familie. ok, deine maus ist erst 2 monate alt. aber ihr als eltern bekommt einfach zu viel mit, was nicht sein müsste. nur weil hier ein privatpatient mehr zahlt, als ihr. is echt lächerlich. demnächst gibts suiten in einem krankenhaus.

Beitrag von claudiab80 21.04.10 - 21:48 Uhr

#pro

Und es ist immer wieder ein Aufwand, Rechnungen an Beihilfe und Krankenkasse einzureichen.
Jeden Scheiß darf man doppelt und dreifach nachprüfen, ob es auch übernommen worden ist.

So schön ist es für mich nicht. Es hat sicher auch Vorteile, ganz klar.

Beitrag von tykat 21.04.10 - 21:56 Uhr

Oh ja, deshalb habe ich meinem Mann die Aufgabe gegeben, sich um die Abwicklung der Arztkosten zu kümmern;-)Und dass man auch immer alles doppelt machen muß nervt echt.

Ich war jahrelang gesetzlich versichert und habe mich nie als 2.Klasse Patient gefühlt.Aber ich denke mir jetzt:Dafür dass wir eine Menge bezahlen genieße ich auch die Vorzüge die es hat.

Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 22:00 Uhr

sorry aber wo ist der*kotz*urbini??!!

Beitrag von tykat 21.04.10 - 22:02 Uhr

Sorry, wo ist der *woistDeinProblem* oder der *Neid-urbini*???

Beitrag von flyingsoul 21.04.10 - 22:04 Uhr

#rofl

Beitrag von tykat 21.04.10 - 22:08 Uhr

#kratz
Ja was denn nun?#rofl