Wie seht Ihr das? Kleinkind (14 Monate) allein bei Oma?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von jr-the-cat 21.04.10 - 22:13 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich würde gerne Eure Meinung zu folgendem "Problem" wissen.
(Grund: Mein Freund und ich haben uns gerade in die Haare bekommen und ich würde mich einfach gerne umhören, wie andere das beurteilen)

Mein Freund hat heute - weil ich arbeiten war - auf unseren Sohn aufgepaßt. Er war mit ihm bei seiner Mutter. Sie ist 87 Jahre alt, körperlich weitestgehend fit, aber eben (natürlich) nicht mehr so fit, dass sie den Kleinen (14 Monate, 12 kg) bsp. hochheben könnte.
Nun hat er den Kleinen bei ihr in der Wohnung gelassen (Wohnzimmer ist weitgehend kindersicher, obwohl natürlich hier und da auch Sachen rumstehen, die er nicht anfassen darf; aber eigentlich nichts wirklich gefährliches) und ist kurz einkaufen gefahren (vielleicht so 15-20 Minuten).

Ich habe ihn dafür angemeckert #schein, weil ich es nicht ok finde, dass ein Kleinkind mit einer Person alleine ist, die körperlich nicht in der Lage ist, sich - im Notfall (Kind fällt hin, steckt sich irgendetwas in den Mund etc) - um ein Kleinkind zu kümmern (eben im Zweifel auch mal hochzuheben). Auch wenn alles soweit abgesichert ist, denke ich, dass immer mal etwas sein kann und dann ist meine Schwiegermutter alleine und kann nach niemandem rufen etc (im Haus ist sonst niemand weiter).

Was meint Ihr? Reagiere ich über? Bin ich zu empfindlich?

Vielen Dank für Eure Antworten
und liebe Grüße

#katze

Beitrag von kleinemaus873 21.04.10 - 22:18 Uhr

Hallo


Nein ich finde nicht das du da Überreagierst. Meine Oma wird dieses Jahr 80 ist zwar noch topfit aber ich würde ihr NIE aber auch NIE meinen kleinen geben, weil ich weiß das sie das nichtt schaffen würde...


Ich würde ihm nochmal klipp und klar sagen das du das nicht willst...


Lg Kerstin und Lenny 14Monate

Beitrag von petunia72 21.04.10 - 22:22 Uhr

Ja, ich finde es übertrieben!

Er war doch nur ein paar Minuten weg und ich denke die Dame hat die Zeit mit dem Enkel sehr genossen und hat ihn keine Sekunde aus den Augen gelassen.

Als Babysitter würde ich die Omi nicht einsetzen und auch über Nacht würde ich das Kind nicht dort lassen, aber bei den paar Minuten würde ich mir keine Sorgen machen.

LG Tina

PS: gehört Dein Partner/Vater des Kindes nicht zu Deiner Familie? Du erwähnst ihn gar nicht in Deiner VK.

Beitrag von scura 21.04.10 - 22:23 Uhr

Du übertreibst!

Dein Freund sollte selber einschätzen können, ob er der Person die Aufsichtspflicht überlassen kann.
Sie hat sich sicher auch gefreut ihren Enkel allein haben zu können. Auch ältere Menschen können Kräfte mobilisieren.
Ausserdem ist Dein Freund bei ihr aufgewachsen. Der sollte wissen ob sie das kann.

Ich lasse unsere Tochter auch bei ihrer Uroma, sogar über Nacht. Die beiden freuen sich immer tierisch übereinander.
Meine Oma blüht immer richtig auf und sie ist auch nicht mehr gut zu Fuss!

Beitrag von mantamama 21.04.10 - 22:23 Uhr

Hallo,

also, wenn einer noch nicht mal in der Lage mehr ist, aufgrund des Alters, ein Kind hoch zu nehmen würd ich das auch nicht wagen.

Ich nenne mal ein Beispiel zu uns. Wir wohnen im Haus meiner Schwiegereltern. Meine Schwiemu ist noch relativ jung, 48 Jahre, und super fit! Ihr überlass ich gern mal meine Zwerge für eine Stunde. Evt. zum einkaufen, Arzt etc.
Mein Schwiegervater aber ist mittlerweile knapp 60 Jahr, und ist durch seinen Beruf, Maurer, ziemlich angeschlagen. die knie machen nicht mehr so mit und er Rücken.
IHM würd ich NICHT meine Kids anvertrauen, wenn er alleine(!) wäre. Noch nicht mal unseren Sohn, 33 Monate alt.

Er wäre einfach nicht schnell genug und unten lauern genug Gefahren, denn es ist NICHTS Kindersicher gemacht, außer das die Treppe nach UNTEN gesichert ist mit Törchen. Die Treppe nach OBEN zu uns ist NICHT gesichert! Da müssen wir noch ein Törchen holen. Also, meiner Schwiegermutter JA und Schwiegervater NEIN. Und da sind alle meiner Meinung. Zumal die Nerven von ihm öhm...ja....überhaupt nicht mehr stark sind. Er explodiert schnell.

Also wenn du meinst, das deine schwiegermutter dazu nicht mehr in der Lage ist, dann erklär es deinem Mann sachlich das du da Bedenken hast. Die in diesem Alter von 87 Jahren nun nicht von ungefair kommen.
Einfach in Ruhe reden. Vielleicht sieht er es bisschen ein.

LG Ramona + Jason 33 Monate + Lara-Sophie 7 Monate

Beitrag von mantamama 21.04.10 - 22:27 Uhr

Sorry, in der Satz war falsch ausgedrückt:

>IHM würd ich NICHT meine Kids anvertrauen, wenn er alleine(!) wäre. Noch nicht mal unseren Sohn ALLEIN, 33 Monate, ohne Lara-Sophie!<

Beitrag von anatoli 21.04.10 - 22:27 Uhr

H,
wir haben Zwillinge (22 Monate), und die Oma ist zwar noch jünger als eure, aber bewegungsmässig ein wenig eingeschränkt. Ich lasse die beiden auch schon mal für kurze Einkäufe bei ihr. Ich sehe da nicht so das Problem.Habs Handy mit und bin innerhalb von ein paar Minuten zurück. Und wenn wirklich was schlimmes passiert muss eh der Notarzt her. Den kann sie auch anrufen. Die Wohnung ist Kindersicher.
Ich persönlich finde das jetzt nicht so schlimm. Und die Omas wissen sich schon zu helfen, glaub es mir. Für so eine kurze Zeit finde ich es schon in Ordnung . Du kannst auch davon ausgehen, dass sie sich in dieser Zeit auch intensiv mit ihm beschäftigt. Macht unsere Oma jedenfalls. Bücher schauen, singen Gedichte etc. Finden die kleinen ganz toll.
LG
Anatoli

Beitrag von jr-the-cat 21.04.10 - 22:31 Uhr

Vielen Dank für Eure bisherigen Antworten. Ich finde es super, auch andere objektive Meinungen zu hören.

Es ist so, dass wir die gleiche Situation schon einmal hatten (er einkaufen gefahren und Kind bei Oma gelassen). Ich fand es nicht gut und habe ihm meine Bedenken mitgeteilt.

Er hat es damals verstanden und gesagt, daran hätte er noch gar nicht gedacht. Gerade noch vor ein paar Tagen kam das Gespräch zusammen mit seiner Mutter auf das Thema (sie bedauerte es, dass der Junge bei ihr nicht "ruhig" ist und sie ihn deshalb nicht nehmen kann). Wir haben ihr gesagt, dass wir auch ansonsten der Meinung sind, dass sie ihn nicht nehmen kann - eben aufgrund ihrer körperlichen Situation.

Ich dachte also, wir wären uns einig. Und heute nun das gleiche - nur, dass wir uns danach noch darüber gestritten haben (weil er es plötzlich gar nicht einsehen wollte, wo mein Problem liegt #schwitz)

Beitrag von scura 21.04.10 - 22:53 Uhr

Waren aber echt nur ein paar Minuten. Da kann man ja mal lockerer sein!;-)

Beitrag von freyjasmami 21.04.10 - 23:17 Uhr

Himmel, wie alt ist denn Dein Partner bei ner 87jährigen Mutter #schock
Ich hab zweimal gelesen, ob du nicht von seiner Oma sprichst #hicks (bin selber 27, meine OMA ist 75, meine älteste Cousine wird 38...nur so zum Vergleich ;-))

Du schreibst sie ist eigentlich recht fit,was ich durchaus glaube.
Die Schwester und der Schwager meiner Oma sind beide auch so in dem Alter Deiner SchwieMu und eigentlich auch noch sehr mobil. Sie mehr als er, aber auf jeden Fall noch in der Lage für eine Viertelstunde ein Kleinkind zu beaufsichtigen.

Ich hab meinen Sohn (20Mon.) heute auch bei meinen Großeltern gelassen (Opa wird 78).
Und aus Erfahrung kann ich Dir sagen, das selbst die Zwerge schon gut merken, das sie rücksichtsvoller sein müssen und merken mit wem sie noch mehr toben können usw..
Ich selbst war gerade mal 2 und hab meine Uromi damals wie ne Große ins Bad "geführt" (mit ganz kleinen Trippelschrittchen wie sie sie auch gemacht hat - Kinder machen halt gern nach), dabei auch ne 3stufige Treppe runter. Oma Lotte hatte damals schon mehrere Schlaganfälle und war dementsprechend körperlich nicht mehr so fit und meine Omi hat sie gepflegt.
Erzählt meine Omi mir immer wieder, das ich ne kleine Pflegerin war.#verliebt

Ältere Menschen strahlen eben auch ne gewisse Ruhe aus und die überträgt sich auf die Kinder.

Also nein, Du brauchst Dir für so kurze Zeit keine Sorgen machen. Und ich denke SchwieMu wird selbst sagen, was sie sich selbst noch zutraut.

Beitrag von jennyp 22.04.10 - 09:46 Uhr

Also ich bin da voll und ganz auf Deiner Seite. In 20 Minuten kann ne Menge passieren und wenn sie ihn nicht mal hochheben kann. Er braucht ja nur mal irgendwo bös hinfallen und sich weh tun. Ist vielleicht nicht Lebensbedrohlich, aber ein Kind in dem Alter fällt öfter mal hin und will dann auch auf den Arm genommen und getröstet werden. Das finde ich dann schon schlimm, wenn die Oma dann da steht und nichts machen kann. Oder schlimmer noch, sie versucht vielleicht vor lauter Verzweiflung ihn zu nehmen und kann ihn nicht halten. Ich bin immer gut daran mir schlimme Sachen auszumalen, daher würde ich das nicht wagen.

Ihr habt die Aufsichtspflicht und ich weiß nicht inwieweit ihr korrekt Eurer Aufsichtspflicht nachkommt, wenn ihr den kleinen der Oma überlasst, die eigentlich nicht auf ihn aufpassen kann. Da kommt es eigentlich nicht darauf an ob er ne halbe Stunde oder ne Stunde oder noch länger weg ist.

Also von mir ein ganz klares NEIN.

LG
Jenny

Beitrag von kathrincat 22.04.10 - 10:06 Uhr

ich hätte auch gemeckert, hallo er kann sein kind mitnehmen, sie könnte in nicht mal auf den arm nehmen. wenn was ist.

Beitrag von mandy2401 22.04.10 - 10:21 Uhr

Überempfindlich würd ich nicht sagen. Du hast schon recht mit deiner Meinung.
Setzt euch doch zu dritt nochmal zusammen und sprecht darüber und versetz dich auch mal in die Lage deiner Schwiegermutter (klar ist sie weit aus älter, aber welche Oma hört schon gern du kannst deinen Enkel nicht haben) und findet ne Lösung mit der ihr alle drei zurecht kommt.

Beitrag von christinaf 22.04.10 - 10:57 Uhr

Hallo,

für so eine kurze Zeit würde ich ihn da lassen. Länger, sprich zum Babysitten nicht.

lg

Christina

Beitrag von fernweh123 22.04.10 - 11:50 Uhr

Hallo,

wahrscheinlich hätte ich ähnlich wie du reagiert.
Bei uns ist es generell so, dass ich mir um alles nen Kopf mache #schwitz und mein Mann alles SEEEEHR gelassen sieht.
Ich versuche ihm immer auch "Freiheiten" zu lassen #zitter. Immerhin ist er der Papa und darf genauso entscheiden und abwägen, was er ok findet und was nicht.
Allerdings finde ich schon, dass man über solche Situationen reden sollte und vielleicht sieht dein Partner es dann ja ein, wenn du ihm deine Argumente sagst.

Viele Grüße

Andrea