Seid ihr auch so schlimm, bin zu ängstlich, zu besorgt usw...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von schnecke1505 21.04.10 - 22:25 Uhr

Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Ich habe eine Tochter, sie ist fast 15 Monate alt. Unser erstes Kind, habe über 3 Jahre versucht schwanger zu werden.

Ich bin so ein Angsthase, wenn es um eine Tochter geht. Ständig laufe ich ihr hinterher überall, habe immer Angst, dass etwas passiert, sie sich stößt oder runterfällt usw.. Beim Essen habe ich Angst, dass sie sich verschluckt, gebe ihr fast nix so in die Hand (und sie hat nur 2 Zähne).
Beim Autofahren habe Angst, vorallem wenn ich alleine mit ihr unterwegs bin. Und das größte Problem, ich will sie nicht bei meinen Schwiegereltern lassen. Wenn wir da zur Besuch sind, will ich sie nicht eine Sekunde alleine mit den lassen, muß immer beobachten, wie sie mit ihr spielen, wie sie mit ihr umgehen usw.. Manchmal denke ich ,dass das schon krankhaft ist. Will schon nicht zu meinen Schwiegereltern fahren, weil ich das nicht mehr ertragen kann, diese ständige Kontrolle, ist für mich richtig anstrengend. Und ich weiß, dass das alles nicht richtig ist, aber ich kann nichts dagegen tun. In meinen Augen machen sie alles falsch. Was meint ihr, wer hat so was auch. Ich habe immer gedacht, wenn meine Tochter älter wird, es wird besser mit der Zeit, aber es wird immer schlimmer. Ich weiß nicht was ich machen soll.

Beitrag von agrokate 21.04.10 - 22:34 Uhr

Hallo Du,

ich kenne das gar nicht, außer vielleicht bei den Schwiegereltern manchmal:-p!
Ich finde, daß hört sich sehr stark nach Verlustängsten
an!
Für mich gehört zum Vertrauen, auch das "zu trauen" dazu und das habe ich bei meiner kleinen Tochter (übrigens auch die 1.#verliebt) vom ersten Tag an#sonne!
Leider kann ich Dir keinen Rat geben, würde aber im Interesse Deiner Süßen versuchen, Deine Ängste aufzuarbeiten!
Wünsche Dir ganz viel Kraft dabei!

GLG,agrokate!

Beitrag von mamavonyannick 21.04.10 - 22:35 Uhr

Hallo,

du solltest das dringend mal bei deinem Arzt ansprechen. Das man sich sorgen macht und nur das Beste will - verständlich. Aber das was du machst ist nicht gesund. Für dich nicht, nicht für das Verhältnis zu deinen SE und vor allem nicht für die Entwicklung deiner Tochter.
Du sagst selbst, dass es schlimmer wird und dich inzwischen anstrengt - lass dir helfen.

vg, m.

Beitrag von maggyogq 21.04.10 - 22:40 Uhr

da geht es mir fast genau so:-(habe das an manchen tagen weniger,an manchen mehr......habe auch schon überlegt mit meinem arzt zu sprechen,da mein kleiner ab september mit 2jahre und3mon.in kiga muss.und ich habe natürlich sehr grosse angst,das ich das alles nicht durchziehe mit dem kiga wegen den ganzen ängsten:-((((

Beitrag von schnecke1505 21.04.10 - 22:43 Uhr

Also bin ich nicht alleine mit diesen Ängsten. Wie gesagt das Schlimmste ist für mich das Problem mit den Schwiegereltern. Will gar nicht darüber denken, wann wir wieder zu den fahren müssen. Bei meinen Eltern habe ich das nicht, weil ich es wahrscheinlich alles sagen kann.

Beitrag von maggyogq 21.04.10 - 22:57 Uhr

also bei mir war das nach der geburt sofort so...wenn die schwiegermutter meinen kleinen auf dem arm hatte,hatte ich angst,das sie ihn fallen lässt.ich könnte sie nicht mit meinem sohn alleine lassen,wenn sie ihn gefüttert hat,hatte angst,dass er sich verschluckt und sie nichts machen kann!!!hatte nur bei meinen eltern keine angst,habe aber auch bei meinen eltern die ersten 4mon.leben müssen!ICH WEISS gar nicht wie es der schwiegermutter jetzt wäre,haben so gut wie kein kontakt mehr! habe auch angst meinen sohn mit seinem vater irgendwohin fahren zu lassen,muss dazu sagen,wir waren auch sehr viel getrennt diese 2jahre! habe auch schon erste hilfe kurs am kind gemacht,naja einbisschen hat es schon geholfen...vllt kannst du es auch machen,dann weisst du zumindest wie du dich verhalten sollst! ich weiss nicht woher diese ängste kommen,muss aber sagen,dass meine mama so ängstlich um uns war,...es hilft mir aber auch mich immer so ein kleines stückchen von meinem sohn zulösen...zb mal ihn auch mit seinem vater rausgehen zu lassen usw....wie sieht esdenn mit deinem mann aus?kannst du euer kind ihm anvetrauen???

Beitrag von anatoli 21.04.10 - 22:47 Uhr

Hi,
ich denke du must einfach mal versuchen, auf die Fähigkeiten deiner Tochter zu vertrauen. Auch so kleine Kinder sind durchaus in der Lage zu erkennen was sie können oder nicht. Wir haben 22 Monate alte Zwillinge, und da geht es schon mal rund. Aber ich greife nur ein , wenn ich das Gefühl habe das packen sie nicht. Und das ist echt selten. Klar fallen sie hin, oder mal wo runter, aber das sind Erfahrungen die Kinder machen müssen um ihre eigenen Grenzen zu erfahren. Bisher hatten wir ausser ein paar Beulen oder blaue Flecken, keine ernsthafteren Verletzungen. Wenn ich mir nur Gedanken darüber machen würde, was passieren "könnte", dann könnte man mich schon einweisen. Versuche es einfach mal etwas lockerer zu sehen. Wenn du merkst du kannst das nicht dann schliesse ich mich meiner Vorschreiberin an, versuche dir Hilfe zu holen. Denn auf Dauer hälst du das mit den Ängsten bestimmt nicht aus.
LG
Anatoli

Beitrag von guppy77 21.04.10 - 22:59 Uhr

huhu

ich kenns von meiner mutti und schwiegermutter und ich find schlimm wenn man zu ängstlich ist. ich sag schon immer das sie ihn lassen sollen.

in der spielgruppe haben wir 2 mamas die so überängstlich sind wie du. die ängst der mütter überträgt sich aufs kind und das wird meist dann auch ängstlich. ich sprech da aus eigener erfahrung weil ich so groß geworden bin und mein größtteil meines lebens unter starken ängsten und minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen hatte.

die eine mama nimmt meinen an die hand wenn er was machen will wo sie denkt, er könnt sich verletzten. komisch aber das er vorher schon 20 mal das selbe tat wo ich das ganze nur von weitem beobachtet habe, ich sah null gefahr. und die eine sagt immer das mein sohn grad dies und dies macht und ich aufpassen soll. ich denn immer was denn ? ich seh keine gefahr .. und wenn ich eine seh dann geh ich schon hin. na sie hat immer schiss dass ihrer hinfällt sich stoßt oder sonstwas, sie da keine ruhe hat.

was man tun kann, entweder seine ängste bekämpfen oder wenigstens die ängste nicht aufs kind übertragen ! wenn du immer hinter ihr her bist kann es nicht selbstbewusst werden.

lg guppy

Beitrag von ..fruchtzwerg.. 22.04.10 - 00:03 Uhr

also ich denke auch du bist etwas zu vorsichtig...
ich lasse meinen sohn viel alleine machen ...
er ist auch schon mal wo runter geplumpst oder hat sich gestoßen aber ich denke sowas gehört dazu...

zb habe eine katze mein sohn meinte immer vor ihn hauen zu müssen habe ihn 3 mal gesagt nicht der teddy haut zurück..
nach dem 4 mal hat der kater ihm auf den arm gehauen dies hat er noch 4 mal gemacht jetzt weiß er der legt dir ohren an sollte besser aufhören...

denke wir musste alle fehler machen um zu lernen und Kleinkinder auch..

Beitrag von dschinie82 22.04.10 - 07:51 Uhr

Hallöchen,

also ich denke, dass du dir schnellstens Hilfe holen solltest. Wenn es dich selber schon belastet und du schon Panik hast, wenn du nur an solche Situationen denkst, dann ist es weder für dich noch für deine Tochter gesund. Tu es auch für deine Tochter. Sie braucht Selbstvertrauen, und das kann sie nur bekommen, wenn sie selbst ihre Erfahrungen macht. Wenn sie also auch Dinge alleine machen darf.

Wir hatten gestern z.B. zwar eine ganz kleine Situation, aber für dich wahrscheinlihc schon ein Grund gewesen hinzurennen und zu helfen. Mein Sohn ist 18 Monate und lief eine Treppe hoch (eine ganz flache mit breiten Stufen). Ganz langsam, aber er kam gut hoch. Auf der zweiten Stufe wackelte er kurz und nahm seine Hände auf den Boden. Sagte kurz "aua", aber alles war gut. Dann auf der nächsten Stufe streckte er seine Hand nach mir aus. Ich sollte ihm nun helfen, damit er bei der nächsten Stufe kein AUA mehr macht. Aber ich habe ihm gut zugeredet, gesagt, dass er es auch alleine schafft und die anderen Stufen ja auch schon geschafft hat. Dann hat er ne Weile überlegt und ist alleine hoch. Als ers geschafft hat, war er total happy, hat sich gefreut. Solche kleinen Situationen stärken das Selbstbewusstsein der Kinder. Sie können etwas alleine und ohne Hilfe - das ist wichtig für die Kleinen. Besonders in dem Alter. Und vor allem hat er auch gemerkt, dass Mama ihm was zutraut.

Bitte, geh zum Arzt und lass dir helfen.
Meine Mutti ist auch eine sehr ängstliche Person. Sie ist Erzieherin und kennt natürlich auch einige Gefahren. Bei Tim ist sie auch immer sehr ängstlich, rennt ihm hinterher und so weiter. Ich sage dann auch, dass sie ihn lassen soll, er kann das schon alleine. Das fällt ihr richtig schwer, aber sie versucht es dann. Was ich shcon mal sehr gut finde.

Also, ich wünsche dir viel Kraft und alles, alles Gute.
Dschinie

Beitrag von pegsi 22.04.10 - 07:52 Uhr

Ich bin auch eine von der ängstlichen Truppe.
Ich versuche das immer als gutes Zeichen zu nehmen: Ich weiß, daß ich viel zu verlieren habe, ist das nicht schön? :-)

Von alleine wird so etwas nie besser. Ich würde Dir raten, mit Deinen Schwiegereltern offen zu reden, sie werden sicher viel mehr Verständnis für Dich zeigen, wenn sie sehen, daß Du darunter leidest.

Im Umgang mit Deiner Maus würde ich Dir raten: üben, üben, üben.

Ich habe meine Kleine schon mit unter 1 Jahr in der Kita abgegeben (das war schwer für mich, aber nicht so schwer für sie) und mir wird nach über einem Jahr jetzt immer noch ganz schlecht, wenn sie wieder mit einem blauen Fleck auf der Nase, auf der Stirn und wo überall nach Hause kommt. Die Erzieherinnen necken mich auch gerne, wenn ich meine Kleine auf einer Treppe an die Hand nehme, wo sie sonst ständig alleine heruntergeht (woher sollte ich das denn wissen? ;-))... Auch sonst sagen mir meine Schwester oder andere Leute öfter einmal: Loslassen, sie kann das. Zum Glück habe ich ein sehr fittes Kind, das sich auch gerne von mir losmacht oder mich auch mal energisch anschreit, dass sie etwas alleine machen will.

Ich denke, je öfter Du positive Erfahrungen macht, desto mehr lernst Du Vertrauen. :-)

Viel Glück!

Beitrag von mandy2401 22.04.10 - 10:09 Uhr

Die Anfangszeit hab ich mir auch Sorgen gemacht und war ängstlich. Es könnte dies passieren, es könnte das passieren! Aber ich kann doch mein Kind nicht die ganze Zeit in Watte packen. Mal ehrlich was soll denn anderes passieren, wenn das Kind bei den Schwiegereltern ist und was können die denn nicht was du kannst. Die haben ihre Kinder doch auch großgezogen und ich kann doch nicht überall dabei sein. Mein kleiner (2 Jahre) geht seit er 1 Jahr alt ist in die KiTa, jeden Tag hat er neue blaue Flecken und Dellen, die spielen, toben, rennen wie wild in der Gegend rum. Er hat einen riesen Spass und die Dellen stören ihn gar nicht. Mit einem Jahr hatten wir den ersten Armbruch, vor kurzem den ersten Sturz mit dem Dreirad mit Nasenbluten. Mein Gott das passiert und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein und gehört dazu. So schnell wie es passiert ist, ist es auch wieder vergessen.

Ich glaube, ja du bist zu ängstlich. Lass dich einfach mal beraten, wenn du es nicht selbst in den Griff bekommst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Verhalten für dein Kind förderlich ist. Es soll doch mal ein eigenständiger Mensch werden, der sich im Leben zurecht findet.

Gib dein Kind doch mal zu den SE, 1 Stunde 2 Stunden. Die werden sich wahrscheinlich freuen und du genießt mal die Zeit für dich mit Freundinnen und hast einfach mal Vertrauen zu deinen SE und wenn du dein Kind wieder holst wirst du sehen, das da gar nichts passiert ist. Weil die können das auch.

Beitrag von widowwadman 22.04.10 - 10:26 Uhr

Das klingt bei dir schon krankhaft und es ist nicht gut fuer deine Tochter. Ich wuerd da doch mal mit meinem Arzt sprechen, wenn ich du waere.

Beitrag von gingerbun 22.04.10 - 11:14 Uhr

Hallo,
das ist schon zu arg. Das könnte sich unter Umständen etwas negativ auf die Entwicklung Eures Kindes auswirken. Denk mal dran wenn sie anfängt zu Klettern oder ähnliches und Du ihr dann mehr verbietest als nötig.
Geh mal in Dich und versuche erstmal zu ergründen woran genau das liegen könnte.
Alles Gute!
Britta

Beitrag von blackcat9 22.04.10 - 12:20 Uhr

Hallo.

Ich denke, dass Du dringend etwas machen solltest. Etas vorsichtig sein ist schön und gut, aber man kanns übertreiben.

Das kann sich auf Deine Tochter übertragen. Sie kann überängstlich werden und wird ein absolutes Mama-Kind, das keine andere Menschen mag. Du sollst sie ja nicht Fremden überlassen (auch, wenn Du das irgendwann wegen KiTa oder Schule machen musst), aber hier gehts z.B. um die Schwiegereltern. Sie haben selbst Kinder und wissen, wie man mit ihnen umgeht. Sie machen das nicht zum ersten Mal. Und sie wollen Ihrer Enkelin sicher nichts böses. Oder?

Auch bei Dir wird das irgendwann richtig an den Nerven zerren, wenn es das bisher noch nicht tut. Hab etwas Vertrauen.

Ich lass Colin viel machen, seit er klein ist. Er sammelt seine eigenen Erfahrungen. Ich greife in einigen Situationen ein, wenn ich denke, dass es jetzt genug ist mit ausprobieren. Ergebnis ist, dass er ein typischer Junge ist: Er klettert viel, spielt schön und hat bekannten Gesichtern gegenüber keine Berührungsängste, so dass er gern bei seinen Großeltern ist oder bei Schatzis Exfreundin (sie ist die Mutter seiner 2 Kinder) zu Besuch ist. Bin echt froh, dass er so geworden ist. Bei Fremden ist er jedoch sehr vorsichtig.

Ne Narbe hat Colin auf der Stirn schon, weil er unglücklich in der KiTa gestürzt ist, aber sowas passiert. Er hat auch den einen oder anderen Fleck schon gehabt. Aber er kann Situationen schon recht gut einschätzen, wenn er nicht gerade ungestüm ist. ;-)

Versuch, die Angst etwas zu nehmen. Ist ja auch nicht gut fürs Verhältnis zwischen Dir und Deinen Schwiegereltern. Wenn Du da nicht mal mehr hinfahren willst. Sowas kann große Bahnen ziehen, aber versuch die Notbremse zu ziehen.

Alles Gute
Franzi mit Colin und den Stiefkids Niklas und Justin

Beitrag von morla29 22.04.10 - 22:23 Uhr

Hallo,

also ich war immer das Gegenteil von dir. Ich war immer die "unängstliche" Mama und dachte mir, es passiert schon nix. Deshalb sind meine Mädels auch ziemlich schnell Treppen alleine gegangen, usw.

Das hat sich leider seit Ende Januar geändert. Da haben wir unsere kleinste Tochter verloren (sie wurde in der 31. ssw still geboren).

Seit dem hab ich auch viel Angst um meine beiden Mädels. Deshalb lass ich mir jetzt auch therapeutisch helfen. Wg. der Trauer und der Angst, dass noch mal was Schlimmes passiert.

Vielleicht hilft dir auch sowas?

Viele Grüße
morla
mit Ramona 4,5
Christina fast 3
und #stern-Kind Verena (still geboren am 29.1.10 in der 31. ssw)