Wo LRS Schwäche testen lassen?

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Beitrag von mama2003-2009 22.04.10 - 08:20 Uhr

Hallöchen

mein Sohnemann 7 Jahre - 1 Klasse hat ganz schön Probleme beim Lesen und Schreiben nach Diktat.

Mathe klappt super, beim Lesen gibt er schnell auf, wir haben schon so einiges Probiert. Mal nicht in der Fibel lesen sondern Bücher die Ihn interessieren... Er verliert schnell die Lust, fängt an zu weinen. Auch beim Schreiben verwechselt er Buchstaben.. Weis nicht wie ich das so erklären soll.

Nun habe ich Online mal nen Test gemacht der mir sagte das eine LRS Schwäche vorliegen KÖNNTE !!!! Nun habe ich auch nen Termin bei seiner Klassenlehrerin einfach mal drüber sprechen sie hat Ihn beobachtet und das Sie denkt wir müssen Ihm helfen. Das er nicht aufrutschen wird, wir haben bei uns zwar sogenannte FLEX Klassen wo es eins sitzenbleiben direkt nicht gibt aber es bringt nichts wenn er mit dem Stoff nicht hinterher kommt und irgentwann wirklich die Lust verliert an der Schule.

Nun würde ich dieses Eben Testen lassen, es bringt mir nichts immer Ihn unter Druck zu setzten du liest jetzt du schreibst jetzt, wenn vielleicht ne "Krankheit" dahinter steckt.
Bzw weis jemand wie das dann ist, wo und wie dieses gefördert wird?
Wie ist das mit den Kosten, bekommt man eventuell Unterstützung von der Krankenkasse bzw Arge (Beziehen ALG2)

Ich denke manchmal das ich versagt habe als Mutter, das es an mir liegt. #schmoll

Will Ihm nur helfen...


Liebe Grüße
mama2003-2009

Beitrag von manavgat 22.04.10 - 09:18 Uhr

Schwachsinn!!!!!!!

von ein paar Wochen bis zu 2 Jahren ist es völlig normal, um sinnverstehend Lesen und Schreiben zu lernen.

Nicht die Kinder sich (lese-/rechtschreibschwach)


sondern sowohl Lehrer als auch übereifrige Eltern sind pädagogisch schwach.

Es gibt keine "Krankheit" LRS (den Begriff gibt es nur in deutschsprachigen Ländern). Es handelts sich hier nur um ein Etikett um die "Schuld" für dieses Versagen den Eltern/Schülern zuzuschieben.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sweathu 22.04.10 - 09:52 Uhr

hmm

bist du wirklich der Meinung, daß man das verallgemeinern sollte?


Es gibt verschiedene ursachen. Einmal gibt es die Störungen, und die vererbten..


"..."Die Legasthenie (Lese-Rechtschreibschwäche) bezeichnet eine umschriebene Störung im Erlernen der Schriftsprache, die nicht durch eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklungs-, Milieu- oder Unterrichtsbedingungen erklärt werden kann. Vielmehr ist die Legasthenie das Ergebnis von Teilleistungsschwächen der Wahrnehmung, Motorik und/oder der sensorischen Integration, bei denen es sich um anlagebedingte und/oder durch äußere schädigende Einwirkungen entstandene Entwicklungsstörungen von Teilfunktionen des zentralen Nervensystems handelt. "

Mein Exmann ist Legastheniker.

Er lernt seid Jahren das schreiben und lesen, es fällt ihm nicht leicht.

es ist keine Krankheit an sich, aber die Möglichkeit der vererbung Zur Neigung ist definitiv gegeben, womit es wohl bei einigen immerhin veranlagung der gene ist;-).

Anders herum gibt es sehr viele die einfach so "herangezogen" werden..

Als sekundäre Legasthenie werden von manchen Autoren massive Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten bezeichnet, die durch mangelnde Anregungen oder gar schädigende Einflüsse des kleinkindlichen Umfelds verursacht sind: beispielsweise Vernachlässigung (ebenso wie Überbehütung!), auch gravierende soziale Probleme der Familie ( Armut, Dauerarbeitslosigkeit, Alkoholismus eines Elternteils). Wenn das Aufwachsen des Kindes unter bestimmten problematischen Bedingungen die Entwicklung von Wahrnehmungsfunktionen des Sinnesapparats beeinträchtigt, etwa weil Bewegungsmangel, Reizüberflutung und einseitige Ernährung vorherrschen, können die störenden Auswirkungen auf den Schriftspracherwerb in der Schule ähnlich nachhaltig und gravierend sein wie bei der primären Legasthenie. Diese Problematik hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen und wird unter dem Stichwort "neue Kindheit" diskutiert. Wenn man weiß, dass die Bewegungs- und Sinneserfahrungen des Kleinkindes unmittelbar bestimmend für die Ausdifferenzierung der Gehirnstrukturen sind, kann man die Bedeutung des Spielens im Freien im Vergleich mit einer "Fernseh-Kindheit" erahnen...


Also in meinen Augen sollte man das thema nicht verallgemeinern, aber das ist ja das gleiche wie bei ADS/ADHS;-)

lg Karin

Beitrag von manavgat 22.04.10 - 09:57 Uhr

Wir reden hier nicht über Legasthenie.

Ich bin vom Fach und Du kannst mir glauben, dass ich mich auskenne.

Legasthenie haben ca. 3 % der Bevölkerung weltweit (der Eskimo, der Nordamerikaner, der Asiate....), es ist eine Schwierigkeite Zeichen zu deuten und zu benutzen, hängt zusammen mit der Steuerung durch die Gehirnhälften. Durch die "Erfindung LRS" haben diese Menschen in unserem Schulsystem erhebliche Schwierigkeiten. Hat man früher bis zum Abitur bei nachgewiesener Legasthenie keine Rechtschreibnoten gegeben, ist man heute der Meinung dass ab der Oberstufe kein Schutz mehr gegeben wird.

Bei echten Legasthenikern halte ich persönlich ein Drill und eine Übertherapie für völligen Blödsinn, solange bei Schriftstücken trotz Rechtschreibfehlern die Schreibabsicht erkannt werden kann. Personen haben ein hohes Kreativitätspotential, was durch das Abstempeln als Kranker komplett erstickt werden kann.

Schüler hingegen mit dem Stempel LRS haben das Recht darauf, dass ihnen jemand Lesen und Schreiben vernünftig beibringt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sweathu 22.04.10 - 10:36 Uhr

Ich glaube dir sehr gerne, daß du dich da auskennst:-).
habe ich nie angezweifelt, meine Frage war lediglich, ob man das verallgemeinern sollte;-).

ich habe es so rausgelesen, daß unter anderem die Lehrer "Schuld" daran tragen.

Das gerade die Kinder am wenigsten dafür können ist mir völlig klar.


zum Thema Drill kann ich nur sagen. seh ich auch so. Allerdings ist es wirklich schwr dort überhaupt ein Schriftbild zu erkennen.

Ich sehe die "Makel" die mein großer hat nicht als Krankheit, er bekommt halt einfach nicht alles so hin wie er da möchte, und die evtl der "norm" entsprechen.

Ich hoffe sehr stark, daß wir einen gescheiten Weg finden ihm zu helfen, daß er sienen Weg einigermaßen gut meistern kann.

Léon hat den Stempel vor 2 Jahren im Januar bekommen, seither aber auch wahnsinnig viel unterstützung in der Schule erfahren, was zur Folge hat, daß er das Lesen hinbekommt, aber das schreiben..*puh*
Er bekommt Schulnoten, allerdings wird es ihm gerade im Punkt Diktakt etwas einfacher gemacht, er bekommt Abschreibtexte, die Benotung beginnt dort dann allerdings est mit Note 3.

ich hoffe sehr, daß wir gerade im Bezug auf die weiterführenden Schulen weiterhin Unterstützung bekommen.

Beitrag von 3wichtel 23.04.10 - 09:14 Uhr

Ich finde es nicht schön, ihre Anfrage einfach als Schwachsinn abzutun.
Unabhängig davon, ob es LRS nun gibt oder nicht (ist ja nicht das einzige umstrittene Gebiet, siehe auch KISS oder ADHS, etc.pp.), ist es für die Mutter doch wichtig, sich vertrauensvoll mit einem Fachmann darüber unterhalten zu können.

Daher finde ich es immer besser, dem Fragenden zu helfen, gute Adressen in seiner Nähe zu finden.

Beitrag von manavgat 23.04.10 - 10:29 Uhr

Für ein Kind in der ersten!!!!! Klasse brauchst Du keinen Fachmann/keine Frachfrau.

Genau das ist nämlich hier der Schwachsinn.

Vielleicht kann man den Kindern einfach mal Zeit geben sich zu entwickeln und zu lernen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von 3wichtel 23.04.10 - 10:33 Uhr

Wie gesagt: Das sachliche Argument kann ich nachvollziehen.

Aber wenn ein Elternteil beunruhigt ist, dann hilft nur Beratung durch einen Profi.
Verunsicherung der Eltern kann sich auch negativ auf den Lernerfolg des Kindes auswirken.

Es würde allen Beteiligten helfen, wenn die Mutter sich entspannt zurücklehnen könnte mit dem Gefühl "Wird schon".

Aber dafür braucht die Mutter eine gute Anlaufstelle.
Das ist mit einer flapsigen Bemerkung bei urbia nicht getan.

Beitrag von sweathu 22.04.10 - 09:36 Uhr

Huhu

erstmal nen #tasse rüberschieb.

Ich würde dir abraten, dich mit onlinetest o.ä. verrückt zu machen.

Mein Großer hat leider so einiges an Macken, unter anderem LRS.
in der 1. Klasse passiert da noch absolut nichts. frühestens im 2. Halbjahr der 2. Klasse.

Jedes Kind hat sein eigenes lerntempo.

Es gibt Lesekiner und solche die Bücher gerne verbrennen würden.

ist doch bei den Erwachsenen niht anders. Ich bin eine absolute Leseratte, mein schatz meidet Bücher wo es nur geht;)..
Auch wenn ich es vielleicht anders sehe als manche anderen. unsere Rektorin hat gesagt.:

Frau F. auch wenn es Ihnen schwerfällt, an erster Stelle sind WIR Lehrer die personen die Ihren Kinder das Lesen, schreiben und rechnen beibringen. Es ist nicht Ihre Aufgabe unseren job zu übernehmen..sicherlich unterstützend begleitend, allerdings zuviel Lernen bringt oft negatives mit sich..."

Sie meinte damit, daß ich zu eifrig dabei bin ihm helfen zu wollen, indem ich gerade diese Sachen immer wieder mit ihm lernenwill.
Aber das ist einfach ZUVIEL für die Kinderköpfe.

Wir haben 1-4 in einer Klasse. Sprich 6 kinder aus jeder klassenstufe in einer klasse. Sie lernen Jahrgangsübergreifend und in 12 std die Woche in ihrer Klassenstufe.


Das die Lehrerin bei einem 1. Klässler!! so eine Aussage macht finde ich unmöglich.

Er MUSS nicht alles schon können.
gerade in dem Bereich gibt es doch unheimliche altersspannen. Es gibt Kinder die lesen mit 5 andere erst mit 7.*kopfschütteL+

Naja den test machen Kinderpsychologen und wie gesagt bei uns macht es keiner schon im 1. schuljahr. soe ein Schwachsinn., ehrlich.

Wenn dein kleiner irgendwann getestet werden sollte, und du eine Förderung anstrebst, mußt du die in erster Linie komplett selber zahlen.
Außer er ist dadurch seelisch so benachteiligt, daß das Jugendamt nach Antrag auf §35a

http://www.sgbviii.de/S55.html

einen Zuschuß oder komplette Bewilligung der Kosten zur Förderung übernimmt.
Aber das durchzubekommen, benötigt schon eine Menge.

Wir sind gerade dabei den Antrag durchzubekommen, und léon ist wegen seiner schulschwächen (LRS,Dyskalie) extrem Deppressionsgefährdet. er leidet sehr darunter unter anderem extreme Prüfungsangst etc.

wenn ein gutachten vom therapeuten vorliegt, wo drin steh, daß dein kind durch diese Problematik im alltag benachteiligt ist, oder auch eine seelische behinderung die folge haben kann, sollte es normalerweise machbar sein, daß das Jugendamt einen teil übernimmt.
Früher haben die KK noch einen teil übernommen, aber wie gsagt wir sind gerade am kämpfen.
Die Förderung in beiden bereichen kostet sehr viel:-(.

Zieh dir bitte nciht den Schuh an, daß dein Sohn wegen dir Probleme haben KÖNNTE.wenn es so ist, dann sei einfach für ihn da, aber setz ihn nicht unter Druck.

und das wichtigste lass ihnicht in eine Schiene schieben,
für mich klingt das alles noch total normal.
Sie bekommen im 1. Jahr noch lange keine Noten, erst mit der 2. Hälfte des 2. Schuljahres, da die Kinder dann das erlernte anwenden können sollten.
Egal in welchem Bereich;)

Beitrag von sweathu 22.04.10 - 09:40 Uhr

#rofl jetzt ar ich so schnell im schreiben, daß ich prompt nen fehler drin habe:


Wir sind gerade dabei den Antrag durchzubekommen, und léon ist wegen seiner schulschwächen (LRS,Dyskalie) extrem Deppressionsgefährdet

Nicht dyskalie sondern Dyskalkulie #klatsch

Beitrag von 3erclan 22.04.10 - 11:03 Uhr

Hallo

meine hat ein getestete isolierte Rechtschreibstörung.

Sie wurde ein halbes Jahr lang getestet mit IQ Test usw..Es hat eine Kinder und Jugendpsychiaterin durchgeführt.
Finde es in der 1.Klasse noch sehr früh denn manche Kinder brauche einfach mehr Zeit.

Meine hat auch beim Sprechen immer die gleichen Buchstaben verwechselt.

Macht dein Sohn immer die gleichen Fehlter???

Wie ist er in den Anderen Fächer ausser Mathe??

Meine liest jetzt liebend gerne Pixibücher da ist sie ganz stolz drauf wenn sie eins schafft und sie Fragen dazu beantwortten kann.

Kannst dich gerne nochmal melden

lg

Beitrag von pummelchen74 22.04.10 - 14:16 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist anerkannter Legasteniker und hat sehr massive Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben.
Bei ihm wurde es Ende 2. Schuljahr von einer Kinder und Jugendpsychologin festgestellt.
Wir haben nachdem das Ergebnis feststand direkt mit der Förderung bei einer anerkannten Lerntherapeutin begonnen. Die Kosten mußten wir selber übernehmen(50 Euro/50 Minuten). Nach einem Jahr haben wir einen Antrag beim Jugendamt gestellt. Nach einem Gutachten von der Kinder und Jugendpsychologin und mehren Arztberichten haben wir die Kostenübernahme für zwei Jahre übernommen bekommen, war aber ein harter und langwieriger Weg.
Die zwei Jahre sind leider jetzt rum und leider haben wir trotz Gutachtens der Psychologin keine weitere Förderung bewilligt bekommen.#schmoll
Also müssen wir jetzt die Kosten wieder selber tragen, was wir aber für unseren Sohn gerne tun.

Er ist mittlerweile in der 5. Klasse und liest leider immer noch sehr sehr schlecht. Schreiben ist so schlecht das man teilweise kein einziges Wort lesen kann und nicht versteht was er überhaupt schreiben will.:-(

Ich finde die Äußerung der Klassenlehrerin ganz schön verfrüht.
Lass dich bloss nicht von ihr verrückt machen und warte erst mal ab.
Wenn die Leistungen nicht besser werden kannst du ihn immer noch Ende 2. Schuljahrs testen lassen.

Mein Kleiner ist jetzt in der 2. Klasse und ihn haben wir vor ein paar WOchen testen lassen, aber bei ihm sind die Ergebnisse grenzwertig und so werden wir erst mal abwarten.
Er hat auch nicht so viel Probleme und Schwierigkeiten wie der Großer, aber wir wollten auf Nummer sicher gehen.

LG Pummelchen

Beitrag von 3wichtel 23.04.10 - 09:12 Uhr

Du kannst mal schauen, ob es bei Euch in der Region Lerntherapeuten oder eine
Lese-Rechtschreib-Werkstatt gibt.

Ausserdem kannst Du Dir Adressen übers Jugendamt oder die Erziehungsberatungsstelle holen.

Und als letzte Möglichkeit bleibt noch der schulpsychologische Dienst (die haben aber in den meisten Bundesländern lange Wartezeiten).

Beitrag von leseratte.0232 23.04.10 - 13:50 Uhr

Hi erstmal!
Weiß nicht wie das bei Euch ist, aber bei uns wird das in der ersten Klasse getestet (verpflichtend!)!
Sprich doch einfach mal die Lehrerin darauf an!
LG
leseratte

Beitrag von nienicht 25.04.10 - 17:52 Uhr

Hallo,

wir haben das mit unserer Tocher bei einer Psychologin machen lassen!

Lieben Gruß
nienicht