Nackenfaltenmessung - ja oder nein

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von maylu28 22.04.10 - 10:45 Uhr

Hallo zusammen,

da ich noch nicht 35 bin oder eben schon 33 Jahre hat es mir mein FA offen gelassen ob ich eine Nackenfaltenmessung machen lassen möchte. Müsste ja auch dafür zahlen.

Jetzt bin ich schon ganz schön unentschlossen. Zum Teil weil ich finde ich mir erst die Frage beantworten müßte, was mache ich wenn etwas dabei rauskommt. Ich glaube nicht, dass ich dann abtreiben könnte...aber ich weiss nicht....

Was macht ihr euch da für Gedanken...

Alles Liebe,

Maylu

Beitrag von nicole2012 22.04.10 - 10:52 Uhr

Hallo,

wir haben die NFM nicht machen lassen. Erstens, weil das Ergebnis für uns keinerlei Konsequenzen gehabt hätte. Ich hätte die SS nicht beendet, egal was dabei rausgekommen wär.

Zweitens, ist das alles ja "Nur" eine Schätzung, weitere invasive Untersuchungen folgen meist nach einem schlechten Ergebnis, ansonsten ist die NFM ja nur eine Warscheinlichkeitsrechnung. Die Invasiven Untersuchungen z.B Chorionzottenbiopsie bergen immer ein gewisses Risiko. Und dann setze ich meine warscheinlich intakte SS und womöglich gesunden Kind, einem, zwar geringen, Risiko aus.

Es muß jede Frau für sich selbst entscheiden.

LG

Nicole

Beitrag von matildal 22.04.10 - 10:54 Uhr

Genau, so haben wir argumentiert und uns gegen die Untersuchungen entschieden!#pro

Beitrag von maylu28 22.04.10 - 10:57 Uhr

Ich sehe es eigentlich genau so.....

Finde es nur blöd, dass er es angesprochen hat, ich glaube ich hätte sonst garnicht darüber nachgedacht....

Danke für Deine Meinung.

LG maylu

Beitrag von wollzopf 22.04.10 - 10:58 Uhr

Hallo!

Also ich habe die NFM machen lassen. Und ich habe es nicht bereut, auch wenn sie 140 Euro gekostet hat.
Es gibt mir ein sichereres Gefühl und die 20 min waren durch den ganuen Ultraschall die schönste seit Beginn meiner Schwangerschaft.

Wenn das Ergebnis aber nichts ändern würde und Du keine Konsequenzen ziehen würdest, wenn was negatives rauskommt, dann solltest Du sie nicht machen lassen. Ich wollte aber meinem Kind eine geistige Behinderung ersparen. Und deswegen habe ich mich dafür entschieden!

Mandy #huepf 14. SSW

Beitrag von anyca 22.04.10 - 11:17 Uhr

"Ich wollte aber meinem Kind eine geistige Behinderung ersparen."

Wenn das Kind behindert ist, ist es behindert, da kann man auch mit der NFM dem Kind nichts "ersparen", man kann es nur noch abtreiben!

Beitrag von wollzopf 22.04.10 - 11:54 Uhr

Ja, und diese Konsequenz hätte ich gezogen. Es wäre superhart gewesen, aber ich denke, dass muss jeder für sich selber entscheiden. Aber zum Glück bin ich davon verschont geblieben!

Mandy #huepf 14. SSW

Beitrag von stellina2384 22.04.10 - 10:53 Uhr

also wir haben die NFM nicht machen lassen. Die Werte sind nicht mal richtig sicher sondern nur irgendwelche Richtwerte.
Uns war dass zu ungenau, mich hätte das alles nur verrückt gemacht.

Beitrag von bobderbaumeister 22.04.10 - 10:54 Uhr

Hallo,
Also ich musste dafür nie was zahlen meine Ärtztin hat da immer so nachgeschaut.
Unabhängig davon hat es mich auch nicht interresiert, weil meiner Meinung nach entscheide ich mich vor der Zeugung für ein Kind Gesund oder nicht, das risiko besteht immer wenn du ein Kind willst.
Aber da sind die meinungen wohl leider sehr unterschiedelich.
Gruss

Beitrag von bebibella 22.04.10 - 10:54 Uhr

Hallo,
gab es denn schon Vorfälle von Down-Syndrom bei euch in der Familie? Wenn nein, dann ist euer Risiko doch recht gering.
Du musst dir mit deinem Partner einfach im Klaren darüber sein, was wäre, wenn euer Risiko als hoch eingestuft wird. Dann gibt es Folgeuntersuchungen, die auch ein gewisses Risiko darstellen (Fruchtwasseruntersuchung) und erst dann weiss man genaueres. Wenn ihr das Kind so oder so behalten möchtet, dann braucht ihr keine NF-Messung.
LG,
bb

Beitrag von anyca 22.04.10 - 10:55 Uhr

Bei der NFM kommt erst mal nur ne Wahrscheinlichkeit raus, und was fängst Du mit 1:3654 oder 1:132 an? In beiden Fällen ist das Kind mit über 99% Sicherheit gesund, aber eben nie mit 100%.

Würdest Du denn bei einem schlechten Ergebnis eine Fruchtwasseruntersuchung machen, die ein Fehlgeburtsrisiko mit sich bringt?

Aber wenn Du eh nicht abtreiben würdest, kannst Du Dir die NFM auch gleich schenken.

Ich selber habe drei behinderte Kinder in der Familie, wo NFM oder FWU nichts hätten anzeigen können (zwei super seltene Sachen, nach denen gar nicht gesucht wird, ein Unfall :-() Ich hab die NFM nicht gemacht, da es aus meiner Sicht eh Schicksal ist, ob man eines Tages mit einem behinderten Kind dasteht. Es kann ja auch während der Geburt oder später was passieren.

Beitrag von littlesnail 22.04.10 - 10:56 Uhr

Ich stand auch vor der Entscheidung JA/ NEIN. In dem letzten halben Jahr waren insgesamt 4 Freundinnen von mir schwanger und ALLE haben die NTM machen lassen. Ich habe mich letztendlich dagegen entschieden. Die Entscheidung war leichter nachdem ich mit meinem Chef darüber gesprochen hatte (er ist Arzt). ER meinte das diese Werte nur "Anhaltswerte" seien und mn NIE 100%ig sagen könne ob nun ein Gendefekt vorliegt oder eben nicht. Er hat selber 3 Kinder und es bei KEINEM der 3en machen lassen.
Letztendlich musst DU entscheiden und auch mit dem Ergebnis einer evtl. Behinderung leben. Ich persönlich hätte das nicht gewollt. Ich hoffe ich habe dir etwas geholfen. Wünsche dir noch eine ganz tolle Restschangerschaft. Lg littlesnail mit (gerade sehr aktiven) Bauchzicke

Beitrag von baldurstar 22.04.10 - 10:59 Uhr

also ich war bei der geburt vom ersten 26, beim zweiten 27 und bei der dritten 28 jahre jung.

ich habe bei allen dreien die messung machen lassen.

denn es gibt ja auch die freie trisonomie, die also zufalls bedingt ist und auch weit unter 30 zuschlagen kann.

meine mutter wurde mit 26 mit meinem bruder schwanger und er hat die freie trisonomie, also nicht erblich aber ich wollte es vorher einfach wissen.

wir hätten zwar nicht abgetrieben aber wir hätten uns gleich dann informieren können wo ein geeignter kindergarten in der umgebung ist etc.

klar kann auch so was schiefgehen wo man s vorher nicht weiss.
aber ich fand den gedanken halt gut wenn man die möglichkeit hat sich eventuell ein wenig vorzubereiten im bezug auf förderung usw. falls nötig.

Beitrag von maylu28 22.04.10 - 11:12 Uhr

Danke für Eure Antworten,

eigentlich war meine Entscheidung vorher schon klar, dennoch bin ich doch irgendwie verunsichert.

Für mich würde sich nichts ändern. Natürlich wäre man im Falle einer guten Untersuchung einfach beruhigter....
Aber das Risiko ist einfach zu hoch...

Alles Liebe,

Maylu

Beitrag von liv79 22.04.10 - 11:13 Uhr

Also ich habe sie machen lassen, obwohl ich kein erhöhtes Risiko habe.

Es ging mir dabei auch nicht um eine Abtreibungsentscheidung - ich hätte auch ein krankes Kind bekommen - aber ich hätte mich gerne darauf einstellen wollen. Ist für mich irgendwie einfacher, wenn ich Zeit habe, mich an einen Gedanken zu gewöhnen, und nicht erst bei der Geburt mit einer Krankheit konfrontiert werden.

Letztendlich war die Untersuchung sehr schön - toll, was man so früh schon alles erkennen konnte - und es war toll zu wissen, dass mein Risiko doch so verschwindend gering ist und alles bestens ist :-) Ich würd's wieder machen.

Beitrag von maylu28 22.04.10 - 11:17 Uhr

Ist natürlich auch ein gute Argument. oh, man. Ich finde die Entscheidung nicht leicht. Ich hab mir bei meinem 1.Sohn überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, obwohl ich auch schon 31 Jahr war.....

Danke für Deine Meinung..

Grüße,

Maylu

Beitrag von mausie47 22.04.10 - 11:38 Uhr

JA !

Hallo! Ich habe sie machen lassen, da man nicht nur Formen von Trisomie erkennen könnte sondern auch Herzfehler. Ich hätte mein Kind auch mit Trisomie oder Herzfehler bekommen, wäre so aber darauf vorbereitet gewesen. Herzfehler können ja auch noch behandelt werden. Also von daher war es für mich die richtige Entscheidung. Meine Ergebnisse waren alle Super, was natürlich nichts heisst, aber auch das beruhigt mich schon ein bisschen.

Am Ende muss es jede Mama für sich entscheiden...

Liebe Grüße
Mausie 14. ssw