Was kann man gegen lärmende Nachbarn tun?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von engelchen1989 22.04.10 - 12:03 Uhr

Hallo,

wir wohnen seit Oktober 09 in dieser Wohnung. sei ist sehr hellhörig, da die Wände relativ dünn sind. Das ist eigentlich kein Problem für uns, mich stört es wenig wenn man Schritte über einem hört oder mal eine zu fallende Tür. Auch gegen Kinderlärm habe ich eigentlich nichts. Ich hab ja selber einen Sohn der nicht immer leise ist.
Aber was die Nachbarn über uns veranstalten ist unglaublich.
Zum einen hab ich das Gefühl, dass die da oben Dauerbaustelle haben. Jeden Tag bohren, hämmern und klopfen die. Am liebsten dann wenn mein Sohn Mittagsschlaf macht oder abends nach acht.
Ich frag mich was es in einer Mietwohnung täglich zu bohren und hämmern gibt. #kratz
Der Sohn der Familie aus dem 4. Stock schläft zur gleichen Zeit wie mein Sohn. Wir haben uns auch alle schon oft beschweren wollen, aber entweder macht uns niemand die Tür auf, oder der Mann sagt: Ich nix Krach mache.
Wenn mal nicht renoviert wird, wird Stundenlang gebrüllt oder Musik gehört in einer Lautstärke dass ich jedes Wort verstehen würde wenn ich die Sprache sprechen könnte. Irgendein marokkanischer Singsang. Monoton bis hintengegen und absolut nervig. Besonders wenn der Mann nicht zu Hasue ist wird die Musik voll aufgedreht. Die Frau darf die Tür nicht aufmachen wenn der Herr des Hauses nicht da ist... Die haben drei Kinder und es hört sich an als würden die ienen ganzen Hort betreiben. Ich erschrecke regelmäßig wenn ich wieder höre wie eins der Kinder im Streit auf den Boden knallt. Danach kreischen und heulen sie im Chor. Meist geht dann wieder die Musik an... Ach, und abends ab 22 Uhr wird da oben im Maratzhon geduscht und die Frau sieht es scheinbar auch nicht ein mal ihre Klackerschuhe auszuziehen. Sie läuft teilweise Minutenlang hin und her begleitet von einem lauten: Klack, klack, klack,klack.... Laminat ohne Trittschalldämmung! #aerger

Ich habe wirklich nichts dagegen, wenn jemand ab und zu laure Musik hört, renoviert oder die Kinder streiten. Das gehört ja irgednwo dazu. Aber das was da oben abgeht ist nicht mehr normal. Jedes BEschweren bringt nichts weil in 90% der Fälle die Tür nicht aufgemacht wird. Wenn man die Familie im Hausflur trifft schaut der vater so böse dass man sich garnicht traut ihn anzusprechen und die Frau schaut immer zu Boden. Ein freundliches Hallo um überhaupt ins Gespräch zu kommen wird ignoriert.

Regelmäßig wird mein Sohn viel zu früh aus seinem Mittagsschlaf wach und ich weiß wie gesagt, dass es der Familie zwei Stockwerke über uns genauso geht.
Ich habe vor Kurzem einen Breif geschrieben und in den Briefkasten gelegt, in dem ich darum gebeten habe, dass sie sich doch bitte in den Mittagsstunden etwas ruhiger verhalten sollen und wenn Bauarbeiten anstehen wenigstens vorher bescheid geben damit ich meinen Sohn früher hinlegen kann. Ich habe sie darauf aufmerksam gemacht, dass es im Haus noch mehr Familien gibt deren Kinder zwischen 12 und 14Uhr Mittagsschlaf machen. Der Breif war wirklich freundlich und ohne Vorwürfe. Geändert hat sich nichts. Im Gegenteil es wird in den letzten Tagen immer schlimmer.

Was kann ich denn jetzt noch tun? Kann man bei so viel Lärm den Vermieter einschalten oder kann der nichts tun weil es ja nicht in die Ruhezeiten fällt?
Laut den anderen Nachbarn kommt im Sommer ein unheimlicher Gestank aus deren Wohnung sodass man sich kaum auf dem Balkon aufhalten kann und teilweise nicht mal Fenster kippen kann. Das hab ich bis jetzt noch nicht mitbekommen, weil wir erst seit Oktober hier wohnen. Aber für mich grenzt das wirklich an Lärm- und scheinbar im Sommer auch an Geruchsbelästigung...

Liebe Grüße,
Sabrina

Beitrag von lebelauter 22.04.10 - 12:22 Uhr

wende dich an den vermieter, führe 3 wochen lang ein lärmprotokoll und kürze - nach ankündigung und fruchtlosem verstreichen der Frist - die Miete.

ansonsten: umziehen, aber schreckliche nachbarn solls überall geben können.

LG

Beitrag von theda 22.04.10 - 12:38 Uhr

Hallo,
das klingt ja so als wenn ihr in unsere alte Wohnung eingezogen seid #schock (nur das es bei uns jeden Morgen um vier Tag, war weil ein schwerhöriger Nachbar Fernsehn gucken musste)

Wie die Vorschreiberin schon geschrieben hat, an den Vermieter wenden und eine Frist setzen. Wenn bis dahin nichts passiert die Kaltmiete angemessen mindern.
Alternativ die Mietrechtschutz anrufen und fragen wie man da am Besten vorgehen kann :-D

LG und eine ruhige Mittagspause

Beitrag von engelchen1989 22.04.10 - 14:02 Uhr

Danke für eure Antworten.
Also ausziehen ist für uns keine gute Alternative. Wir sin din den letzten drei Jahren so oft umgezogen, dass wir nun die Nase voll haben. Eigentlich ist das hier auch echt eine Traumwohnung in einer tollen Gegend. Alle anderen Nachbarn sind nett, man hört sie natürlich auch ab und zu aber eben nicht in diesem störenden Ausmaß. Naja, ich werd den Vermieter dann mal anschreiben und wenn da nichts passiert wirklich mal den Mietrechtschutz anrufen. Was ein Glück haben wir den im letzten Jahr endlich abgeschlossen! :-D

Liebe Grüße

Beitrag von manavgat 22.04.10 - 14:23 Uhr

Der Fehler ist, dass Du nicht schon längst mit dem Vermieter gespochen hast!

Gruß

Manavgat

Beitrag von elsa345 22.04.10 - 15:23 Uhr

Hallo,
sollte es nicht helfen mit dem Vermieter zu sprechen bin ich für die harte Tour.
Du nimmst ne Box, stellst die an die Wand oder legst sie oben auf eine Leiter, legst die Metallica CD ein, drehst voll auf und gehst mit Deinem Kind ein Eis essen. Scheinbar verstehen nämlich einige Leute keine andere Sprache.;-)

Beitrag von flotte-lotte01 22.04.10 - 19:56 Uhr

#ole #rofl

Beitrag von gica 22.04.10 - 22:59 Uhr

...genau, ich kann Rammstein empfehlen#pro
wenn das nix hilft, ausziehen...

viel Glück...

Beitrag von hugoxl 23.04.10 - 11:21 Uhr

Hallo!

Wir wohnen in einem Reihenhaus und leider sind die Wände so dünn, dass man die Nachbarn niesen, reden und sogar Klo gehen hört. Aber wir haben dies hingenommen. Doch wir hatten bis vor kurzer Zeit einen Nachbar, der sich überhaupt nicht anpassen wollte.
Entweder hat er ständig irgendetwas gearbeitet (hämmern, bohren, klopfen,...) oder er hat Partys gemacht mit so lauter Musik, dass die Wände gewackelt haben #aerger.

Wenn man ihn darauf angesprochen hat, hat er uns meistens niedergemacht und wir sollen von hier verschwinden, wenn es uns nicht passt. Und dass ihn unsere Kinder nicht interessieren. Er hat ziemlich tief argumentiert.
Er hat leider auch immer getrunken nach der Arbeit und ich hatte als Frau Angst ihm über den Weg zu laufen.

Und als es immer schlimmer wurde und meine Kinder am Abend nicht mehr ohne Sonderbetreeung von mir einschlafen konnten, da ist mir der Kragen geplatzt.
Da wir das Reihenhaus von einer Genossenschaft haben, habe ich ihnen einen detailierten Brief geschrieben und sie haben sofort regaiert und unserem Nachbarn eine Verwarnung geschickt.
Laut unserer Hausordnung ist von 22-6 Uhr Ruhepause, allerdings sollte jeglicher Baulärm um 20 Uhr enden, danach ist Zimmerlautstärke erlaubt.

Ich denke, du solltest mal in eure Hausordnung sehen und auch den Vermieter informieren.
In Wohnhäuser (das weiß ich von früher) gibt es normalerweise auch Mittags eine Ruhepause für 2 Stunden.

Unser Nachbar ist vor 4 Monaten ausgezogen #huepf !

Viel Glück und gute Nerven
lg