Dörfler, fegt eure Straßen! Silopo

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 12:10 Uhr

Hey,

heute mal was von mir. Eben stand eine Tante von der Samtgemeinde vor der Tür, ich sollte doch bitte meine Gosse vom Rollsplitt befreien!

Seit dem Winter (also seit kein Schnee und Eis mehr liegt) habe ich bisher einmal gefegt, und so ab und an mach ich das auch (so alle 2 Monate). Mit den Rentnern von gegenüber die jede Woche fegen kann ich leider nicht mithalten. ;-)

Also es waren bei weitem keine Rollsplittberge in der Gosse zu sehen.

Abgesehen davon verstehe ich eines nicht: Die Gemeinde schüttet das hin, und ICH soll das wegmachen? Und anstatt das die eine Kehrmaschine vorbeischicken schicken die eine Tante die alle Bürger (die zu Hause sind, war ja vormittags) dazu anmahnt die Gosse zu fegen. (Schnee ist was anderes, das kommt ja von oben... ;-))

Haben die nichts anderes zu tun??? DAFÜR werden also meine Steuern aufgewendet? Na, kein Wunder das der Staat pleite ist...

Abgesehen davon brauche ich den Platz in der Mülltonne für meinen eigenen Kram.

Dankeschön für's aufregen lassen. :-)

LG

Anna

Beitrag von scrollan01 22.04.10 - 12:38 Uhr

Kenne ich gar nicht sowas!!!!

Aber mir reicht schon mein SV wenn er uns sagt, dass wir unsere Haustür sauber machen sollen! #schock

Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 18:40 Uhr

Oh je, das ist ja noch schlimmer als so eine Tante, denn der kommt ja wahrscheinlich noch öfter vorbei...;-)

Beitrag von diebina 22.04.10 - 13:05 Uhr

Hallo Anna -

wir hier aufm Dorf ;-) müssen unsere Bürgersteige und auch die Straße (bei Euch heißt das dann wahrscheinlich "Gosse" - hier gibt es irgendwie keinen Namen dafür) fegen und vom Splitt befreien.

Leider fahren hier die Kehrmaschinen nur an den großen Straßen- die Bürger in den Nebenstraßen müssen selbst kehren.
Meine lieben Nachbarn machten mich also frdl. darauf aufmerksam, dass unser Teil der Straße ja nicht so schön aussehe und der Wind den Splitt zu ihnen wehen würde#schein...
dan habe ich also letzte Woche den Besen gepackt und haben alles gekehrt (Eckgrundstück)#schwitz...und WAS KOMMT HEUTE VORBEIGEFAHREN????

NE KEHRMASCHINE! noch NIE ist hier ne Kehrmaschine gekommen - aber egal... ICH HAB JA ERST GESTERN GEKEHRT!!!#heul:-[;-)

teilnahmsvolle Grüße
bina ;-)

Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 18:41 Uhr

Herzliches Beileid!! Ich kann verstehen wie Du Dich fühlst... ;-) ;-)

Beitrag von braut2 22.04.10 - 13:05 Uhr

Ich kenne das ........ JEDEN Samstag wird die Gass gefegt.
Is hier immer noch so ;-) Und die Leute achten drauf, jaja....

Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 18:44 Uhr

Ja, vor allem der Vorgarten muss gemacht sein, Straße gefegt sein. Was im Haus los ist ist egal (zb bei besagten Rentnern --- also sehr sauber ist's da nicht im Haus, es riecht immer nach Essen - so ein Geruch wenn die Tapeten schon seehr lange hängen etc). Außen hui und innen pfui eben...

Beitrag von braut2 22.04.10 - 18:49 Uhr

Egal, hauptsache die Nachbarn sehen von aussen das man immer adrett sein Häusschen und seine Straße sauber hält...

:-p

Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 20:28 Uhr

Der Schein muss gewahrt werden!!

Habe mich auch schon gefragt was die hier alle gemacht haben als die Vorbesitzerin noch in dem Haus gewohnt hat. Die war nämlich über 90 Jahre alt und hat mit Sicherheit nicht mehr die Straße gefegt (geschweige denn etwas im Rest des Hauses saubergehalten -seufz-).

LG

Beitrag von annchristin 22.04.10 - 13:15 Uhr

Bei uns ist es auch so, dass die Anwohner verpflichtet sind, 1 mal in der Woche die Strasse zu fegen. Dafür fallen dann ja auch die Kosten für die Kehrmaschine weg, die die Gemeinde sonst zahlen müsste. Somit sind bei uns die Kosten für die Hausbesitzer und somit für uns die Nebenkosten geringer! Auch nett...

Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 18:46 Uhr

Hi, ich würd die Kosten für die Kehrmaschine lieber zahlen!

LG

Anna

Beitrag von rosabuntstift 22.04.10 - 13:27 Uhr

Wenn extra jemand kommt wird es scheinbar nötig sein.

Bei uns ist es auch ein ungeschriebenes Gesetz, dass jeden Samstag die Straße gekehrt wird.

(Straße heißt: den Straßenrand zu unserem Grundstück hin -es gibt keinen Gehweg daher auch Rinne, Gosse, Randsteine, Straßenabschluss oder was auch immer genannt)

Gut , es lässt sich streiten ob man es jede Woche machen muss , es würde sicherlich auch alle 2/3 Wochen reichen, aber für die Arbeit muss man kein Rentner von gegenüber sein.
Es ist eine Arbeit von nicht mal 10 min. (wenn man dabei nicht einschläft).

So lange wie das Grundstück ist wird gekehrt.
Du magst recht haben, es ist nicht (nur) mein Dreck, die Steine hab ich auch nicht hin, gebraucht hat sie jeder, auch du.

Bricht man sich einen Zacken aus der Krone wenn man es macht?

Wir leben auf dem Land, da hinterlässt auch mal (der einzige) Bauer im Ort seine Spuren, das wird auch mit aufgekehrt!
Es ist eine Schaufel voll mit Staub, Dreck, Blätter, Zweigen........und die hat in jeder Tonne platz.

(Wenn jeder Haus- Grundstücks-besitzer-bewohner mal einen Handgriff für die Allgemeinheit tun würde, bräuchten wir keinen Straßenkehrdienst.
Wir haben keinen aber viele Städte können sich den Luxus scheinbar leisten)

Über so eine Arbeit reg ich mich schon gar nimmer auf!

Du bist nicht alleine! Mach es oder lass es bleiben!

Gruß und einen schönen Tag
#putz


Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 19:13 Uhr

Hi,

auf welchem Mini-Grundstück wohnst Du denn?? Wir haben ein 2000qm Grundstück und so ca. 200 Meter Fußweg. Beim Kehren nach dem Winter (also als kein Eis und Schnee mehr lag) hatte ich 5 EIMER Dreck plus Rollsplitt zu entsorgen. Diesmal war es nur ein halber Eimer, aber ich muss es schon einkalkulieren vom Müll her (klingt doof ich weiß) denn wir räumen immer noch auf was die Vorbesitzerin hier 20 Jahre lang liegenlassen hat. Fegen dauert bei mir so 20-30 Minuten. Wenn Du es schneller schaffst kannst Du gerne vorbeikommen und es mir beweisen. ;-)

Extra kommen musste dafür keiner. Denn fast alle in der Straße haben Anschiss bekommen. Dies führte dazu das ich meine über-80jährige Nachbarin dann ebenfalls auf der Straße mit Besen "erwischte". Bei ihnen sah es zwar schlimm aus, aber: Ihr Mann (ebenfalls über 80) hat Krebs und die beiden haben eigentlich echt andere Sorgen als Straße fegen. Natürlich habe ich ihr dann auch noch die Hälfte ihrer Straße -unter ihrem halbherzigem Protest- mit gefegt (sie hat auch so ein langes Grundstück). Passte mir eigentlich nicht so gut da ich noch Magen-Darm auskuriere und ich bin auch ziemlich schlapp wegen der Aktion jetzt, aber es MUSS ja sein...

LG

Anna

PS: Kaufen uns wohl bald ne Kehrmaschiene (so eine kleine mit der man auch Rasenmähen kann). Ab dann ist das ja kein Problem mehr.

Beitrag von rosabuntstift 23.04.10 - 09:21 Uhr

Hallo,

du hast ja nicht geschrieben wie viel du zu kehren hast, 200m ist nicht wenig, da kann ich nicht ganz mithalten.

Mini-Grundstück hab ich zwar nicht, aber scheinbar gut geschnitten. (mehr lang als breit, daher "wenig" Kehrfläche)

Mit der Kehrmaschine kann ich nur zustimmen, kauft euch gleich was gescheites, denn die einfachen Kehrdinger sind nichts #aerger#contra

Wir sind wieder auf Handbetrieb sprich Besen und Schaufel umgestiegen. -- die ideale "Kinderarbeit" bzw. Teanagerarbeit. ;-)

Gruß
:-)


Beitrag von gh1954 22.04.10 - 19:48 Uhr

>>>Wir haben keinen aber viele Städte können sich den Luxus scheinbar leisten)<<<

Dieses Luxus müssen die Anlieger bezahlen.

Beitrag von jans_braut 22.04.10 - 14:45 Uhr

Hallo,

was ist eine Samtgemeinde??
Und in welche Gegend wohnst du denn, dass du selber deine Strasse "Gosse" nennst?

Wenn es eine Nebenstrasse ist, kann es schon sein, dass die nicht kehren dort - aber schon ein Wunder, dass sie dort gestreut haben.
Wir kamen nie mit dem Auto bei uns runter, weil die nie bei uns gestreut haben (Sommerreifen im Ruhrgebiet und Sackgasse)...

LG

Beitrag von windsbraut69 22.04.10 - 15:43 Uhr

"Und in welche Gegend wohnst du denn, dass du selber deine Strasse "Gosse" nennst? "

Gosse wird nicht die Straße genannt, sondern die Rinne zwischen Fußweg und Straße, in der das Wasser abläuft.

Da man früher dorthin alles entsorgt hat, ist wohl der abwertende Ausdruck entstanden, den Du ansprichst.

LG

Beitrag von jans_braut 22.04.10 - 16:56 Uhr

ok, danke. Im Ruhrgebiet ist Gosse eigentlich eher negativ behaftet.

Beitrag von king.with.deckchair 22.04.10 - 17:28 Uhr

Das ist es überall in Deutschland, windsbraut hat dir aber doch schlüssig erklärt, was das Wort eigentlich bedeutet!

Beitrag von jans_braut 22.04.10 - 20:10 Uhr

Ja - hat sie! ??

Beitrag von windsbraut69 23.04.10 - 09:23 Uhr

Das ist aber nur EINE Bedeutung des Wortes und nicht die Tatsächliche!

Ich denke, auch im Ruhrgebiet gibt es eine Gosse am Straßenrand.

LG

Beitrag von nightwitch 22.04.10 - 15:57 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Samtgemeinde

Und was eine Gosse ist, wurde dir ja schon erklärt ;-)

LG
Sandra, die den Begriff Gosse kannte und deren Vermieterin regelmässig dieselbe von sich aus reinigt ;-)

Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 18:50 Uhr

Hi,

also habe extra den Begriff Gosse gewählt da ich dachte der sagt mehr aus als "Rinnstein". ;-)

LG

Anna

Beitrag von jans_braut 22.04.10 - 20:11 Uhr

Hi,

mit Rinnstein hätte ich mehr anfangen können... ;-P

LG

Angela

Beitrag von anna_lucas 22.04.10 - 20:29 Uhr

Ui, ein innerdeutsches sprachliches Mißverständnis... ;-)

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