Border Collie, Australian Shepherd oder ...?

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von 1und1macht3 22.04.10 - 17:35 Uhr

Hallo!

Wir überlegen schon seit einiger Zeit, uns nächstes Jahr einen Hund anzuschaffen.
Meine Lieblingshunderassen, Boder Collie oder Australian Shepherd, scheiden wie´s aussieht leider aus, denn die Zeit für die erforderliche Beschäftigung dieser Rasse werde ich vielleicht nicht immer aufbringen können.
Nun möchte ich aber keine Rasse die jeder hat, sprich einen Labrador oder einen Golden Retriever - also wer hat einen Rassevorschlag für uns, an die wir noch nicht gedacht haben?
Vielleicht hat ja auch jemand eine meiner Lieblingsrassen und kann mir sagen, wie die tägliche Beschäftigung aussehen sollte?!

Danke und LG

Beitrag von ellinutelli 22.04.10 - 17:40 Uhr

Hallo,

warum immer einen Rassehund?

Es gibt soviele süße Mischlinge in den Tierheimen.

Ella

Beitrag von 1und1macht3 22.04.10 - 17:49 Uhr

Normalerweise würde ich auch ins Tierheim gehen, aber da wir ein kleines Kind haben, kommt ein Tierheimhund nicht infrage.
Bis vor 2 Jahren hatten wir eine Hündin aus dem Tierheim, sie war stark vorbelastet und daher wäre mir das bei einem neuen Tier zu unsicher.

Beitrag von ellinutelli 22.04.10 - 17:51 Uhr

Ok, kann ich verstehen.

Beitrag von julianstantchen 22.04.10 - 19:42 Uhr

Hallo,

wie wäre es mit einem Kromfohrländer?

Lg

Beitrag von farina76 22.04.10 - 18:15 Uhr

Ich hab nen Border. Wir hüten wenn eben Arbeit anfällt und gehen 2 mal die Woche trainieren und sind viel unterwegs. Viel auch auf Turnieren. Ich finde immer ein Border ist halt ne Lebenseinstellung. Einen Aussie aus einer nicht Arbeitslinie kann man aber durchaus mit viel Training auch zu Hause auslasten. Sicher aber auch kein Hund der mit 2 Stunden Gassi zufrieden ist.

Im Winter wenn viel Schnee liegt und wenig Hütearbeit da ist dann ist sie schon sehr nervig und hört auch schlecht. Für mich wäre ein Border absolut ungeeignet als Familienhund. Meine Mix-Hündin ist der perfekte Familienhund. Läuft auch mal 10km hin und zurück am Rad, macht Dogdancing, hört gut, aber hat ne innere Ruhe, bleibt da wenn Besuch kommt, kommt mit allen Kindern gut zurecht. Der Border ist ein Nervenbündel.

Wie wärs mit nem Kurzhaarcollie oder nem Spitz?

Für was denn nen Border Collie oder Aussie? Wenns für Schafe ist würde ich eher den Border nehmen.

Beitrag von cosmicdoodle 22.04.10 - 19:30 Uhr

Hallo!

Also, ich bin begeisterte Grosspudelhalterin! Eine Rasse, die nicht jeder hat (wobei ich das Gefühl habe, dass der GP so langsam im Kommen ist) und relativ einfach zu halten ist. Also Auslauf braucht der GP natürlich und gerne hat er auch Kopfarbeit, aber er braucht es nicht so übertrieben wie die von Dir genannten Rassen. Unsere Hündin kann auch mal den Tag verschlafen, wenn nichts anliegt, das macht ihr nichts aus.

Die Vorteile eines GPs: Man hat einen relativ großen Hund mit leichtem Gebäude (man kann ihn also auch mal hochheben, wenn es nötig ist). Der GP haart nicht bzw. die Haare, die er verliert bleiben an ihm kleben und liegen nicht überall in der Wohnung umher. Kein Kläffer, aber wachsam. Schlau, lustig und immer bereit zu lernen, leichtführig und gut zu erziehen, sehr anpassungsfähig, unerschrocken, ausgeglichen. Es gibt ihn in 8 Farben (schwarz, weiß, braun, silber, apricot, red, schwarz-weiß, black and tan), da dürfte für jeden etwas dabei sein.

Nachteile: Der Jagdtrieb ist nicht zu unterschätzen, man kann Glück haben und hat ein Exemplar, das dem Jagen nicht so zusagt, oder man hat Pech (wie wir) und muss sehr viel trainieren, um den Jagdtrieb in den Griff zu bekommen. Was wir aber geschafft haben, mittlerweile ist sie sogar hinter flüchtenten Hasen abzurufen, selbst wenn sie schon losgestartet ist, worauf ich sehr stolz bin.

Ein weiterer Nachteil: Die Fellpflege. Wenn man einen Pudel haben will, der wie aus dem Ei gepellt aussieht muss man mind. alle 2 Tage bürsten und bei schlechtem Wetter sicher alle 2 Wochen baden (je länger das Fell, desto mehr bleibt auch drin hängen).

Ich selbst finde unsere Leah am schönsten, wenn sie etwas schlampig aussieht, bürste sie teilweise nur alle 2 Wochen, weil ich es nicht so mag, wenn sie so aufgeplustert ist. Ansonsten kommt es natürlich auch auf die Felllänge an. Unser Mädel wird im Sommer alle 6 bis 8 Wochen auf 6 mm runtergeschoren (einheitlich, ohne Krone und Frisur). Zwischen Oktober und März schere ich sie 2 mal auf 10 mm runter, sie ist dann entsprechend pflegeaufwendiger.

Jetzt darfst Du aber nicht denken, dass Leah ungepflegt aussieht... im Gegenteil, sie ist richtig hübsch und wir werden sehr oft auf diesen wunderschönen Hund angesprochen.

Bei uns ist es so: Rassehund, immer Grosspudel! Heisst aber nicht, dass wir nicht irgendwann mal wieder auch einen Mischling in unsere Familie aufnehmen würden. Wir haben noch einen Border-Labbi-Mix, der ganz anders ist als Leah aber genau so toll!

Falls Dich der Pudel interessieren könnte, guck doch mal im Internet... lass Dich nicht von den albernen Frisuren abschrecken, die die meisten Pudel tragen müssen, dahinter steckt ein ganz toller Hund, der leider oft unterschätzt wird, weil er so albern frisiert ist.

Viel Spaß!

LG,
Cosmic

Beitrag von silvestra 23.04.10 - 07:23 Uhr

Hallo Cosmic,

schön, so was zu Lesen!
Ich habe eine Weiterbildung in "Tiergestützter Pädagogik" und werde meinen Hund dann Ende des Jahres mit zur Arbeit nehmen dürfen. Ich denke gerade über einen Großpudel nach, aber jeder sagt, das wäre albern und ein "Omahund". Meine Tierärztin allerdings rät mir zu einem Pudel, die wären zur Zeit nicht so krankheitsanfällig, da sie nicht mehr in Mode sind. Ich finde, wenn man dem Hund nicht so ne doofe Frisur macht, dann sind die echt hübsch. Der Vorteil, dass sie nicht haaren und nur kaum Menschen allergisch auf einen Pudel reagieren, ist für mich ein gutes Argument, um mit ihm in Einrichtungen zu gehen.

Ich schaue gerade nach Züchtern und bin gespannt, ob es dann wirklich ein Pudel werden wird.

Viele Grüße, Silvestra

Beitrag von cosmicdoodle 23.04.10 - 15:57 Uhr

Hallöchen!

Nein, ein "Omahund" ist der Pudel gar nicht, und schon gar nicht der Grosspudel. Als Therapiehunde sind sie sicherlich auch super geeignet. Ich selbst hatte meine Leah schon mal mit in einem Pflegeheim für alte Menschen, und es waren tolle Minuten für die Bewohner.

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg bei der Suche nach einem geeigneten Züchter und drücke die Daumen, dass es ein GP wird!

Viel Spaß!

LG,
Cosmic

Beitrag von 1und1macht3 23.04.10 - 10:23 Uhr

Danke, aber ein Pudel ist so gar nicht nach meine Geschmack!

Beitrag von cosmicdoodle 23.04.10 - 15:58 Uhr

Macht ja nix, aber einen Versuch war es ja wert! ;-)

Beitrag von rosastrampler 22.04.10 - 20:04 Uhr

Ich wollte immer einen Husky, mein Mann einen Border.
Beiden Rassen kann ich nicht gerecht werden.

Wir haben uns für diesen Kerl entschieden und sind sehr glücklich damit:
http://www.weisse-schaeferhunde.de/charakter.html

LG

Beitrag von 1und1macht3 23.04.10 - 10:24 Uhr

Ja die sind wirklich schön, aber ein Schäferhund ist dann doch zu groß!

Beitrag von blaue-blume 22.04.10 - 22:54 Uhr

wie wärs mit nem deutschen pinscher oder nem mittelschnauzer?

schau mal hier:

http://www.psk-pinscher-schnauzer.de/

unter zucht findest du genaue rassebeschreibungen.

ich bin grosser riesenschnauzerfan, aber die sind doch wieder etwas anspruchsvoller, wollen viel gefordert werden und sind oft sehr dominant, also nur für erfahrene leute.

aber die mittelschnauzer sind super familienhunde, kinderlieb, sportlich, aber keine hochleistungssportler...


lg anna

Beitrag von aussiegirl600 23.04.10 - 07:52 Uhr

Erzähl doch mal ein bisschen mehr von dir:

- wieviel Gassigeh-Zeit planst du für jeden TAg ein
- Habt ihr Hundeerfahrung? Plant ihr in die Hundeschule zu gehen?
- wollt ihr Hundesport betreiben, wenn ja, welchen?
- Wie alt sind deine Kinder?
- Wie sind eure Wohnverhältnisse?
- Wie soll der Hund ungefähr aussehen? Größe? Fell?
- Welche Eigenschaften soll der Hund haben? Schutztrieb? Jagdtrieb? Hütetrieb? Verhalten zu Fremden (eher begeistert wie ein Labrador oder eher neutral wie ein Collie)?
- Wollt ihr eher einen kleinen Dickkopf oder eher einen Hund mit viel Will to please?
- Wieviel Fellpflege wollt ihr betreiben - sind scheren/trimmen ok?


Ich finde es aber erstmal schon gut, dass ihr seht, dass es mit Border oder Aussie schnell mal Probleme geben kann. Hier gibts aber einen Ausweg: ich hab schon gesehen, dass ihr keinen Hund aus dem Tierheim wollt. Aber: wie wäre es mit einer Orga die mit Pflegestellen arbeitet? Da sind die Hunde in die Familie integriert - ihr müsstet halt nach einen Hund suchen der in einer Pflegefamilie mit Kindern lebt und dort gut klarkommt. Wenn der HUnd erwachsen ist, dann lässt sich auch gut absehen wieviel Auslastung er braucht.

Beitrag von 1und1macht3 23.04.10 - 10:06 Uhr

Hallo!

Ich denke, ich hätte am Tag 1 1/2 Stunden Zeit für´s Gassi gehen. Da meine Eltern auch gern Gassi gehen würden, sehe ich da auch für längere Spatziergänge kein Problem.
Wir wohnen in einer Maisonette-Wohnung mit 135 qm und einem großen Balkon - die Aussicht auf ein Haus mit Garten ist aber in den nächsten Jahren gegeben.
Ich würde, wenn es doch ein Aussie werden sollte, gern Agility machen, allerdings hätte ich da nur 1x die Woche Zeit für.
Hundeerfahrung ist vorhanden, hatten bis vor 2 Jahren einen Hund aus dem Tierheim.
Unsere Tochter ist jetzt 2 1/2 Jahre alt.
Mein Traumhund sieht eben aus wie meine Lieblingsrassen, also kann ich da nichts weiter zu sagen. Ich liebe aber ansonsten schwarze, mittel- bis große Hunde. Aber ein mittelgroßer wäre für uns am besten. Kleiner als ein Cocker Spaniel sollte er nicht sein.
Der Charakter des Hundes sollte sowohl als auch sein, sprich: es sollte kein Langeweiler sein, aber auch kein Flummi ;-)

Ich denke schon, dass wir einem Aussie gerecht werden könnten, allerdings würde sich das ja erst nach dem Kauf herausstellen. Untergehen würde er sicher nicht, aber ich möchte natürlich auch nicht, dass er unterfordert ist.
Ich dachte erst an einen schokobraunen Labrador, aber der ist schon sehr groß und auch schwer. Es sollte schon ein schlanker Hund sein.
So, mehr fällt mir erstmal nicht ein ;-)

Beitrag von aussiegirl600 23.04.10 - 21:59 Uhr

Okay, also meiner Einschätzung nach sind 1,5h Gassi und 1mal Agility für den typischen Aussie oder Border schon hart an der Grenze. Denke dass 2h Gassi generell schon drin sein müssen und da sollten auch tägliche Übungseinheiten integriert sein...

Okay - es soll also was mittelgroßes leichtes sein, eher langfellig.
Leider hast du zu den Trieben und Eigenschaften nicht wirklich was gesagt - das wäre schon wichtig... Besonders weil zwischen Labrador und Aussie und Border wirklich WELTEN liegen!

Wie wäre es denn mit einem Collie? Die gibts zwar nicht in schwarz, aber in Tricolour. Oder etwas kleiner ein Sheltie - in black-bi sehen sie fast wie ein Mini-Border aus. Und die haben auch ordentlich Pfeffer im Hintern, aber eben nicht mit dem Hüte- und Schutzpotential eines Aussie.

Schade dass du dich nicht für Pudel begeistern kannst, das würde gut passen.

Wenn ein bisschen DIckkopf und Jagdtrieb ok sind, dann wäre ein Cocker natürlich eine Option, aber da solltet ihr euch schon auf Schleppleinentraining einstellen. Aber das ist auch bei Border oder Aussie wahrscheinlich.

Wenn es schwarz aber kurzfellig sein soll und ihr es evtl doch lieber etwas kerniger wollt, dann wäre ein Schnauzer eine Idee.

Ich würd auch jetzt gern einen Flat Coated Retriever empfehlen, aber meiner Meinung brauchen die ähnlich viel Bewegung und Auslastung wie deine Favoriten. Wenn du da unsicher bist, dann kommt auch ein Flat nicht in Frage.

Spitz wäre auch gut, sportlich aber nicht fordernd. In verschiedenen Größen, tolle Familienhunde.

Das wären jetzt mal so meine Ideen.

Oder, wie gesagt, ein erwachsener Aussie oder Border (Mix) bei dem bekannt ist, wie er sich in eine Familie mit Kindern einfügt.

Beitrag von risala 23.04.10 - 08:49 Uhr

Hi,

ich würde Dir - wenn Du regelmäßige Arbeit nicht garantieren kannst, zu einem Groß- oder Wolfspitz raten.

Beides Hunderassen, die gerne mitarbeiten, aber nicht zwingend täglich Kopfarbeit etc benötigen. Lange Wanderungen, Arbeit auf dem Hundeplatz, etc. kann man alles mit machen! Und sie sind die perfekten Familienhunde: wachsam ohne Kläffer zu sein, geduldig mit Kindern (natürlich müssen die Kinder auch lernen, dass der Hund kein Spielzeug ist und auch Ruhezonen braucht!) - mein Traumhund!

Ich liebe die Spitze!

Schau doch mal hier: http://www.vonderarnoldseiche.de/zuhause.htm

Viele Grüße
Kim



Beitrag von hundefloh 23.04.10 - 08:49 Uhr

Hallo
im gegensatz zu border, die immer auf 180 sind, aber sehr süß, kann ich nur für mich und meine aussi- hündin sprechen. sie kann auch sehr gut und konzentriertarbeiten, aber sobald wir zu hause sind ist sie ganz ruhig und wenn sie diewahl hat nimmt sie gern den platz vor dem kamin;-)
aussis sind nicht so schlimm wie sie immer dar gestellt werden. denn schließlich braucht jeder hund seine zuwendung und seine beschäftigung
es gibt rassen die sind nur zufrieden, wenn sie laufen, laufen laufen dürfen und es gibt rassen die gern mit der nase arbeiten und wieder gibt es andere die gern den kopf benutzen
wichtig ist, das du ehrlich zu dir selbst bis und dir gedanken darüber machst was du eurem kleinen neuen schatz bieten kannst
ich wünsche dir viel spaß bei der suche
lg von einem sehr großen aussi-fan
ps shelti?

Beitrag von 1und1macht3 23.04.10 - 10:27 Uhr

Da du ja selbst einen hast, würde mich interessieren, wie die erforderliche Beschäftigung dieser Rasse aussehen sollte, ich kann mir da nicht wirklich etwas drunter vorstellen (außer Schafe hüten ;-))!
Du kannst mir gern über PN berichten!

Beitrag von limettchen 24.04.10 - 17:31 Uhr

#huepf#freu ... dass es Leute gibt, die sich aus reiner Vernunft keinen Border der Shepherd anschaffen, nur weil sie so hübsch sind #pro#pro#pro

Es gibt inzwischen leider viel zu viele Menschen, die sich einen Hütehund anschaffen, weil der ja "so hüsch" ist... und nachher schreien, weil ihnen das Verhalten des unterforderten und nicht rasseentsprechend erzogenen Hundes völlig überfordert sind :-[

Schaut euch doch einmal im Tierheim um, dort sind so oft kleine Hundekinder, die ein neues Zuhause suchen!
Aber auch hier gilt: über die Rasse (falls Eltern bekannt sind) informieren!

Hatten mal einen Border x Ridgeback an der Welpenschule... kam aus dem Tierheim und wurde als völlig familienfreundlich und "anfängertauglich" angepriesen #schock
Ende vom Lied: das unterforderte und völlig (sorry für den Ausdruck, aber so war es wirklich) verzogene und verniedlichte Hundekind hat andere Hunde und Menschen gebissen :-(

Schaut euch doch einmal im Tierheim um!