Pollenallergie bei 4jährigem - viele Fragen

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von lina007 22.04.10 - 19:23 Uhr

Hallo zusammen,

mein Sohn leidet seit vergangenem Jahr immer im Frühjahr unter einer starken Allergie. Dieses Mal ist es schlimmer als letztes Frühjahr, er läuft seit drei Wochen mit verquollenen Augen und triefender Nase herum.
Der Kinderarzt verschrieb ihm daraufhin vor zweieinhalb Wochen Cetericin und Livocab.
Das nimme er seither, Livocab bringt nichts viel und das cetericin macht ihn einfach nur müde. Er war seither kaum noch im Kindergarten, da die Erzieherinnen meinen, er stehe komplett neben sich und quält sich.
Daraufhin wurde vorgestern ein Bluttest gemacht. Die Ärztin rief eben an und meinte, er sei schwer allergisch gegen irgendwelche Inhalationsallergene, die nun weiter untersucht werden. Ergebnis kommt am Montag. Sie sagte, er habe die punktezahl 4, nicht allergisch sei 0 und bei 1 wäre er nur leicht allergisch gewesen.

Was bedeutet das für mich bzw. ihn? Kennt sich jemand mit diesem Punkteschema aus? Wie können wir die Zeit überbrücken? Gibt es noch andere, vielleicht eher für Kinder geeignete Medikamente? Muss ich mich darauf einstellen, dass die Allergie jährlich schlimmer wird? Nützt in so einem Falle eine Kur an der See etwas? Was kann ich tun?

Einen Termin beim Kinderallergologen bekäme ich in 6 Wochen, aber das Problem ist ja akut und irgendwann sollte er auch mal wieder in den Kindergarten gehen können.

Über Erfahrungen, Tipps usw. freue ich mich wirklich sehr. Er tut mir so leid, kann kaum aus den Äuglein gucken.

LG Lina

Beitrag von 3erclan 22.04.10 - 19:33 Uhr

Hallo

wann nimmt er das Cetrizitiin???

Ist es drinnen genaus schlimm wie draussen??

Wie oft wäscht ihr die Haare??

Wo zieht er sich abends aus??

wie oft wechselst du die Bettwäsche??

Hat er schon FEnistil bekommen??

Augentropfen und Nasenspray???

Wir haben nen guten Allergrologen wo ihr schnel nen Termin bekomment.

lg

Beitrag von lina007 22.04.10 - 19:58 Uhr

Hallo :-)!

wann nimmt er das Cetrizitiin??? Abends 5 ml

Ist es drinnen genaus schlimm wie draussen?? der Auslöser scheint von draußen zu kommen!

Wie oft wäscht ihr die Haare?? momentan jeden Abend

Wo zieht er sich abends aus?? Im Bad

wie oft wechselst du die Bettwäsche?? mmmhhh :-), je nachdem so alle zwei Wochen

Hat er schon FEnistil bekommen?? Nein

Augentropfen und Nasenspray??? Ja, die Kombi

Wir haben nen guten Allergrologen wo ihr schnel nen Termin bekomment. Wo wohnt ihr denn???

Schonmal besten Dank, Lina

Beitrag von vivia 23.04.10 - 00:27 Uhr

Der Tochter einer Bekannten (ebenfalls Probleme mit Heuschnupfen/anschwellenden Augen ...) geht es wesentlich besser, seit sie entgiftet wurde. Im Dunkelfeldmikroskop wurde Amalgam festgestellt (obwohl sie keine Füllungen hat - nur die Mutter / Schwangerschaft!!!) sowie diverse anderen Gifte (sind z.B. auch genügend als Zusatzstoffe in Impfstoffen) und außerdem eine Pilzbelastung!. Der Körper hat absolut überreagiert, kein Wunder :-(
viele Grüße + gute Besserung
vivia

Beitrag von fibi7 23.04.10 - 19:55 Uhr

Hallo Lina,

mein Sohn ist auch vier Jahre alt und hat allergisches Asthma.

Pollenzeit ist auch eine Katastrophe. Es gibt verschiedene Antihistaminika. Meine Kinder nehmen zur Zeit Xusalsaft. Macht aber auch müde. Zyrtectropfen sind gut und machen kaum müde. Livocab ist eigentlich eines der besten Mittel gegen allergische Rhinitis und Konjunktivitis.

RASTklasse 4 bedeutet einfach, dass er schon deutlich reagiert. Letztendlich kommt es auch die Ausprägung an. Sind es nur die Pollen die ihn so quälen und keine Nahrungsmittel kommt vielleicht eine SIT bzw Hyposensibilisierung in Frage. Pass bitte auf bei Kreuzallergien. Das heißt Kinder die auf Pollen allergisch sind können in der Pollenzeit auch oft kein Kern- und kein Steinobst essen oder manchmal auch nur bestimmte Sorten nicht. Außerhalb der Pollenzeit kein Problem. Liegt dran, dass die Allergene sehr ähnlich sind und der Körper sie nicht unterscheiden kann.

Wenn das Cetirizin permanent gegeben wird müsste es eigentlich besser werden.

Wenn du Fragen hast kannst mich gerne anschreiben

Liebe Grüße
Alex

Beitrag von lina007 24.04.10 - 07:10 Uhr

Liebe Alex,
vielen Dak für Deine ausführliche Antwort und die hilfreichen Tipps.

Seit wann hat denn Dein Sohn schon das Asthma? Hatte er es direkt mit Beginn der Allergie oder hat es sich entwickelt. Ich finde, die Kombi mit Asthma ist echt noch um einiges schlimmer und habe ein bisschen Angst, dass es sich bei meinem im Laufe der Zeit auch auf die Bronchien schlägt.

Wurde denn Dein Sohn hyposensibilisiert? Wann wird das üblicherweise gemacht? Außerhalb der Pollenzeit?

LG Lina

Beitrag von fibi7 24.04.10 - 07:37 Uhr

Liebe Lina,

bei uns ist es eine etwas außergewöhnliche Situation. (siehe VK)

Die Probleme mit den Pollen haben wir intensiv seit vergangenen Sommer. er hat letztes Jahr durchgängig von März bis Oktober Antihistaminika bekommen. Dass er asthmatische Beschwerden dazu hat, die sicher von den pollen sind ist dieses Jahr zum ersten Mal aufgetreten. Das Asthma hat er im Grunde genommen, wenn man ehrlich ist seit er 6 Wochen alt war. Also "nichts Neues".

Eben damit kein Etagenwechsel stattfindet solltest du JETZT intervenieren, jetzt was machen. Auch wenn er durch die Antihistaminika müde wird. Fenistil ist frei verkäuflich macht aber auch müde. Sprich den Kia mal auf Zyrtec an, ist etwas teurer aber, wie ich finde in dieser Beziehung relativ nebenwirkungsfrei.

Nein, wir können leider nicht hyposensibilisieren, wir wüssten nicht, wo wir ansetzen, und durch seinen Immundefekt müssten wir damit rechnen, dass alles für die Katz war. Er hat ja noch weitere richtig schwere Allergien (Rastklasse 6, vierfach positiv bei Hauttestung in einer Verdünnung von 1 :100 beispielsweise bei Nüssen), wo die Reaktionen weitaus schlimmer sind als nur rote Augen und laufende Nase.

Normalerweise wird eine Hyposensibilisierung im Herbst begonnen. Es gibt diese Therapie mit Spritzen und seit kurzem auch einen sublinguale Therapie, also Medikament wird unter die Zunge gegeben und ebenso gut aufgenommen. Sprech doch mal mit dem Kia, wenn die Beschwerden über das Frühjahr weiter andauern.

GAnz wichtig ist auch, dass du ds Kinderzimmer nicht lüftest, höchstens in den frühen Morgenstunden (etwa 5 Uhr morgens) sonst hast du die ganzen pollen drin und er hat auch nachts Beschwerden. Manche schwören auf solche Pollengitter, müssen recht gut sein, hab aber selbst noch keine Erfahrungen damit. Die Wäsche vom Kind nicht im Kinderzimmer ausziehen und gleich gut wegpacken. Manchen Kindern hilft tagsüber auch eine Sonnenbrille, vielleicht wär das was für den Kiga.

Guck einfach mal vielleicht kommt ihr doch mit dem Antiallergikum aus. Der positive Nebeneffekt des Ganzen bei uns momentan ist dass die beiden um 18 Uhr ins Bett gehen, weil sie geschafft sind....

Liebe Grüße
Alex

Beitrag von lina007 24.04.10 - 10:51 Uhr

Liebe Alex,

mensch, ihr habt ja schon wirklich viel durch, das tut mir so leid. Dagegen ist unser Problem natürlich nichts.

Ich habe eine wirklich tolle Kinderärztin, die unseren Fabian bisher auch wegen der Allergie behandelt hat. Doch leider scheint sie keinen Bedarf zu sehen, ihn zum Allergologen zu überweisen.

Ich werde mich jetzt nochmals intensiv um einen Termin bemühen, da ich einfach Angst vor dem Etagenwechsel habe. Fabian hatte auch schon ganz früh mit Neurodermitis zu tun und Stress, Krankheit etc. ist immer gleich an seinem Hautbild sichtbar. Bei seinem kleinen Bruder (ein Jahr) ist es das gleiche.

Die Sonnenbrille scheint zumindest ein bisschen zu helfen. Wie macht ihr es denn in der Pollenzeit? Geht ihr nicht raus? Oder versuchst Du es zu minimieren? Es ist schon schade, jetzt, wo das Wetter endlich mal besser wird.

Ja, meine gehen auch spätestens um 18:30 Uhr ins Bett, beim Großen konnten wir sogar wieder den Mittagsschlaf einführen, weil er so alle ist.

Gleich haben wir Kindergartenfest. Fanian will unbedingt hin, wir sind dann den gesamten Nachmittag draußen. Bin mal gespannt, ob das gutgeht....

Dir schon mal ganz, ganz herzlichen Dank für die wirklich wertvollen Tipps und Deinen Jungs alles Gute!!!

LG Lina

Beitrag von fibi7 24.04.10 - 18:53 Uhr

Hallo Lina,

man wächst an seinen Herausforderungen....

Beim Allergologen waren wir auch nie. Abgesehen von den Ärzten in den Kliniken. Das Wichtigste ist, dass dein Sohn einigermaßen symptomfrei wird. Man muss dazu sagen, dass dieses Jahr ein "Mastjahr der Birke" ist und durch den späten Pollenflug kommt auch einiges zusammen. Es muss nicht jedes Jahr so schlimm sein.

Fabian sollte schon in den kiga. Aber ich verstehe, dass es oft nicht geht. Vielleicht kann er wenigstens vormittags dort sein? Dann sind ja auch die Kernzeiten....

MEine Kinder sind Daußenspielkinder. Wir wohnen auf dem Land und ich kann sie gar nicht einsperren. Ich minimiere es eigentlich nicht. Nils inhaliert täglich mit viani in Höchstdosis, also Kortison plus Bronchienerweiterer, nimmt singulair und eben Xusalsaft. Da splitte ich die Dosis auf dann ist es besser verteilt. Zur Zeit inhalieren wir noch zusätzlich Atrovent und Salbutamol und wenns ganz schlimm ist, so wie die letzten Tage, dann bekommt er Kortisonzäpfchen, da hat er nachts ganz schlimme Luftnot gehabt und dauernd erbrochen vor Husten. Naja und eben das Livocab. Momentan ist einfach die Gefahr, dass er sich superinfiziert und wieder nen Infekt oben drauf bekommt.

Aber eure Kinderärztin hat die Allergietestungen gemacht? Hm, ein Allergologe würde momentan vermutlich auch nichts anderes tun. Über Hyposensibilisierung sprechen die meisten sicher erst nach Ende der ersten Pollensaison...

Ich würde noch einmal das ruhige gespräch suchen, wenn möglich ohne Kinder und ihr deine Sorgen schildern, auch Fabians Probleme mit dem Cetirizin. Kannst ja ruhig die Alternativmedikamente ansprechen und sagen, dass du noch was anderes probieren willst. Erinnere sie auch dran, dass Fabian Neurodermitis hatte. Es gibt bestimmt eine Lösung....

Liebe Grüße
Alex

Beitrag von lina007 24.04.10 - 19:53 Uhr

Hallo Alex,

oje, da kommt bei Euch ja wirklich einiges zusammen was gravierend ist.

Wir waren heute den ganzen Tag auf dem Kindergartenfest. Wohnen auch auf dem Land und Fabian ist gerne draußen. Aber hier blüht natürlich auch viel. Der Tag war gut, ab ungefähr 16 Uhr wurde es allerdings wieder schlimmer und ich habe ihm Tropfen gegeben. Hauptproblem ist allerdings, dass er sich ständig mit den Fäusten in den Augen reibt. Die "Bakterien-Verschmiererei" verschlimmert das Ganze dann natürlich.

Genau, ich habe heute besprochen, dass er am Montag mal von 9 bis 12 Uhr in den Kiga geht. Leider dürfen die ihm dort keine Tropfen geben.... Naja, wir testen es und im Zweifel bin ich zu Hause erreichbar. Vergangenen Montag war er mal, da meinten sie es ginge gar nicht, sie müssten ihn füttern, er sei kraftlos und stände neben sich. Man muss dazu sagen, es ist ein sehr großer Kindergarten und auf die Idee, ihm einfach mal zwei nasse Lappen in die Hand zu drücken, um die Augen zu kühlen, kommen die nicht (sind einfach überfordert mit der Anzahl der Kinder...).

Ich habe keine Ahnung, ob die Kinderärztin irgendeine Extraausbildung bzgl. Allergien hat. Aber am Montag werde ich mit ihr telefonieren, da sind die Ergebnisse da, auf was er nun tatsächlich allergisch reagiert. Da werde ich das thema "gesonderter Termin beim Allergologen" sowie alternative Medikamente (Cyrtec etc.) ansprechen. Außerdem habe ich gelesen, dass Fabians HNO-Ärztin (er hatte so viele Mittelohrentzündungen und konnte schlecht hören, dann bekam er Paukenröhrchen) eine Zusatzausbildung in Allergologie hat. Die werde ich auch nochmal ansprechen, da müssen wir ohnehin regelmäßig hin.

Liebe Grüße und ein schönes restwochenende,
Lina