Filosofischer Freitag ;-)- Wie wichtig sind hierarchische Strukturen?

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Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 08:51 Uhr

Hallo,

ich würde gerne einmal wissen, für wie wichtig ihr hierarchische Strukturen einschätzt.
Sie begegnen uns ja quasi überall- manchen sogar innerhalb der eigenen Familie- aber vor allem am Arbeitsplatz... Aber es soll ja auch Firmen geben, deren Ideal die Gleichberechtigung aller Mitarbeiter ist. Ist ein solches Prinzip überhaupt umsetzbar? #kratz Oder gar richtungsweisend?
Und wie sieht es mit Hierarchien im Alltag aus? Wie empfindet ihr das, Teil einer Hierarchie zu sein?

Grüße,

G.-

Beitrag von purpur100 23.04.10 - 09:00 Uhr

"Wie empfindet ihr das, Teil einer Hierarchie zu sein? "

normal? Ja, ich empfinde es als normal. Geht doch garnicht anders. Zumindest in der Arbeitswelt.
Zuhause siehts da schon anders aus ;-)

Aber: Ich gebs jetzt mal zu: Ich tu mich dermaßen schwer, dieses Wort zu schreiben #rofl
Hierra
Hierach
Hierarchie

ok, ich kann es wohl doch #freu

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 09:03 Uhr

Hierarsch hast du vergessen #rofl

Normal ist das wohl schon. Aber ich empfinde es teilweise auch als extrem lästig!

Beitrag von purpur100 23.04.10 - 09:11 Uhr

"Hierarsch hast du vergessen"

Verdammt! Wie konnte das passieren? #kratz
Jetzt weiß ichs wieder: Ich hab da jemanden verdrängt. Sonst wäre das mein erster Schreibversuch gewesen #rofl

Hiera.... lästig? Findste? Ist es nicht sogar, zumindest teilweise, notwendig? Finden wir nicht den Beweis dafür direkt vor unseren Augen z. B. in der Tierwelt? Alphatier und so?

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 09:18 Uhr

ÖH

Damit hätten wir ja wieder die Brücke zu gestern geschlagen!

Ein Alphatierchen setzt ja voraus, daß wir Menschen uns zu Gruppen zusammenrotten.
Ich frage mich wirklich seit gestern, ob man das 1:1 übertragen kann. Leider hab ich es nicht so mit der Verhaltensbiologie :-(. Wenn wir das Konzept Alphatier, was wir meinethalben bei Rindern anwenden können (Leitbullen) auf den Mensch übertragen, so frage ich mich im Umkehrschluß, ob Rinder sich auch isoliert und einsam fühlen können, weißte, was ich meine? Spricht die Existenz des Gefühls der Einsamkeit eigentlich gegen die Gruppenbildung beim Mensch?!?!

Beitrag von purpur100 23.04.10 - 09:23 Uhr

"Spricht die Existenz des Gefühls der Einsamkeit eigentlich gegen die Gruppenbildung beim Mensch?!?!"

Ist doch genau andersrum, oder? #kratzWenn das Gefühl der Einsamkeit existiert, dann denke ich, wird die Zugehörigkeit zu einer Gruppe angestrebt.

Fühlt man sich nicht einsam, dann kann man sehr gerne auf andere Verzichten.

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 09:27 Uhr

Ich meinte das im Bezug auf die Rinder. Gibt es einsame Rinder? Denn wenn nein, ist Isolation bei Menschen vielleicht doch ein Indiz dafür, daß wir eben nicht NUR Gruppenwesen sind.

Beitrag von ayshe 23.04.10 - 09:31 Uhr

doch, gibt es bestimmt.

es gibt doch viele tierarten, die man kaum allein halten kann, weil sie es nicht lange überleben.

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 09:34 Uhr

Ok das war zu unausgegoren. Würde sich ein solches Tier freiwillig der Einsamkeit aussetzen? Menschen tun das, ob sie einen Schaden haben oder nicht, sei dahingestellt.

Beitrag von ayshe 23.04.10 - 10:01 Uhr

ich glaube nicht, daß sie es tun, es sei denn zum sterben, wenn sie alt sind oder krank.

aber ich habe uch nicht biologie studiert ;-)

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 10:07 Uhr

... und ich habe in der Zoologie rumgeschnippelt und Froschherzen an den Haken gehängt #zitter
Mit Verhalten hatte ich es nie so, war auch kein Inhalt des Grundstudiums, von daher habe ich es nicht einmal pflichtweise gelernt. Aber gesetzt den Fall, so ein Gruppenwesen sucht nicht die Einsamkeit, dann frag ich mich, weshalb Menschen es tun? #gruebel

Beitrag von ayshe 23.04.10 - 10:11 Uhr

örks...ich war mal bei einem ziegenbock-OP dabei (aber nur dabei), man das hat ja gestunken.

tja, warum tun menschen das? manche vllt tatsächlich aus einer psychischen störung heraus, manche wollen einfach ihre ruhe haben und mal in sich gehen?
keine ahnung.
ich glaube, menschen sind vllt gar nciht mehr sooooo die rudeltiere wie tiere.

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 10:12 Uhr

"ich glaube, menschen sind vllt gar nciht mehr sooooo die rudeltiere wie tiere"

Jaaaa! Genau das meinte ich! Weil hier die Kultur eine große Rolle spielt. Erstens braucht man nicht mehr eine Gruppe zum reinen Überleben und zweitens kann die Zivilisation auch ganz schön nerven.

Beitrag von ayshe 23.04.10 - 10:14 Uhr

ja, hört sich logisch an.
vllt ist es ein schritt der evolution.
so im kleinen eben.

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 10:21 Uhr

Und als nächstes werden die vermeintlichen Alphatierchen überflüssig? Dazu hat echtjetzt ja schon was geschrieben gerade.
Aber eine Utopie bleibt es.

Beitrag von ayshe 23.04.10 - 10:23 Uhr

##
Und als nächstes werden die vermeintlichen Alphatierchen überflüssig?
##
naja, das glaube ich nicht. sie sind schon wichtig, denn es gibt immer genug leute, die sich nichtmal selber führen können.

Beitrag von zeitblom 23.04.10 - 12:19 Uhr

Sorry, wenn ich Eure Diskussion ernst nehme, obwohl sie im Witzeforum steht....

Aber: Menschen sind vielleicht freiwillig allein, aber selten freiwillig einsam. Wenn man alleine ist, gibt es immer noch ein inneres Zwiegespräch. Wer einsam ist, hat insofern bereits einen Schaden.

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 12:27 Uhr

Vielleicht bedeutet Einsamkeit aber auch die Freiheit, von gesellschaftlichen Zwängen losgelöst zu sein.

Beitrag von echtjetzt 23.04.10 - 12:41 Uhr

Naja, das ist vielleicht u.U. der Preis, der dafür zu Zahlen ist, aber Einsamkeit wird glaube ich nicht das angestrebte Ziel sein.

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 12:44 Uhr

...nicht? Ich erinnere nur an die Romantik! Da wurde Einsamkeit doch sogar zum Lebensprinzip erhoben, oder? Um die eigene Innerlichkeit produktiver nutzen zu können oder so. Ist aber auch schon ein Weilchen her, daß ich mich damit auseinandersetzen musste ;-)

Beitrag von echtjetzt 23.04.10 - 12:58 Uhr

Hmm.. Interessanter Punkt, da hast du wohl Recht.

Beitrag von ayshe 23.04.10 - 13:14 Uhr

Betrachte die Einsamkeit als ein Leuchten,
ein reines Licht,
das sich aus sich selbst nährt,
außerhalb der Welt
und dennoch in ihrem Mittelpunkt.

Indianische Weisheit


es gibt ja einige kulturen und gründe, die aus der einsamkeit etwas ziehen.

Beitrag von gretchens.armee 23.04.10 - 09:30 Uhr

Einsamkeit ist vielleicht auch immer als negativ empfunden. Kennst du den Film "Into the Wild"? Da hatte der Typ gar keinen Bock mehr auf andere Menschen. Möglicherweise war er gestört, aber machen Gruppenwesen solche Sachen?

Beitrag von purpur100 23.04.10 - 10:03 Uhr

nein, den Film kenne ich nicht.

Wieso soll ein Gruppenwesen nicht zeitweise den Drang verspüren, auch mal alleine zu sein? Dem einen reichen 5 Minuten, ein anderer wiederum braucht 5 Jahre für eine "Auszeit". Ich sehe da nichts gestörtes drin.

Beitrag von nele27 23.04.10 - 13:25 Uhr

Der Film war super bis auf das Ende, das fand ich zu konstruiert...

Ich glaube aber, bei dem Typen ging es nicht so sehr um Menschen um sich haben oder nicht.
Das war der typische Bonzenkonflikt, den der hatte... böser Vergleich: Ich hatte in der Schule auch viele Arztkinder, die es cool fanden, mit Alditüte rumzulaufen. Obwohl sie wahrscheinlich immer bei Feinkost Müller gekauft haben :-)

Ich unterstelle der Story zwar ein bisschen mehr Tiefgang, aber die Richtung stimmt...