Elterngespräch i.d.Kiga...wegen Sprache? Wie b. Euch m. 3J?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von maikiki31 23.04.10 - 09:39 Uhr

Hey,

jaja...

also als Vorabinfo...mein Sohn wird im Juni 3 und ist aber 4 Wochen zu früh auf die Welt gekommen.

Seid Okt09 ist er 3 Tage die Woche im Spielkreis e. Waldorfkigas. Ist auch alles super.

Schon vor Weihnachten hat die Erzieherin mich gefragt ob er ev. schlecht hören kann, da das mit der Sprache ja noch nicht so klappt u. er nicht reagiert.

MH, hab ich gedacht...1. ist er da erst 2 Jahre und 4 5 Monate gewesen. 2. ist er mit allem sowieso hinten dran...sitzen, krabbeln, laufen alles seeeehr spät. Und mit 2 Jahren konnte er gerade mal 20 Wörter.

Und hören...kann er super...er will aber nicht alles hören und machen was andere ihm sagen...

Naja, seid den Weihnachtsferien hats dann in seinm Kopf klickt gemacht und die Wörter u. Sätze sprudeln nur so aus ihm heraus (macht sich das Lesen doch bezahlt;-)), aber mit der Grammatik u. Aussprache ist halt noch nicht so weit her.

Hab ich mir auch keine Sorgen drum gemacht.

Jetzt müssen wir aber zum Elterngespräch weil die Erzieherin glaubt er schaut viel TV u. deswegen sei seine Sprache noch nicht so weit.

MH....hab ich gedacht...bis 1 Jahr hat er GAR nix geschaut bzw. der TV war auch nicht an. Dann haben wir mal Sandmännchen versucht, war nix, und dann war der TV dann auch immer aus. Ab ca. 1,5 Jahren bzw. eher 2 haben wir dann alle zusammen schon mal Nils Holgersson, Heidi oder Maja geschaut. Und ja er hat auch mal ne Std geguckt ( da hab ich mich selbst dannn auch geärgert...:-[ ).

Aber normalerweise schaut er eine folge Maja oder Thomas aber der TV läuft NIE mit unseren Sachen oder nur so. Ich ärgere mich zwar das wir so früh angefangen haben, aber jetzt ist es passiert.Ausserdem Lesen wir seid dem er 3 Monate ist jeden TAg mehrere Bücher, reden viel, spielen viel m. ihm...

Ja und ich weiss bei den Waldorflern darf man die ersten sieben Jahre am besten nichts schauen....

Also wie siehts bei euren mit der Sprache aus?

LG Maike

Beitrag von blacksnoopy 23.04.10 - 09:48 Uhr

Wie die Sprachentwicklung bei deinem Kind ist, weiß ich natürlich nicht - das muss schon jemand beurteilen, der das Kind auch kennt. Rede ggf. mal mit dem KiArzt darüber.


Wegen dem "Schuld hat das Fernsehen": Also ich finde das übertrieben. Wir schauen zwar auch fast nie TV, aber ich kenne einige Kids aus "bildungsärmeren" Familien ;-), da läuft 24 Std. am Tag der Fernseher und die 1-3 jährigen Kids schauen täglich mehrere Stunden Sponge Bob und so einen Mist....ABER diese Kinder sprechen, warum auch immer, sehr gut! Verständliche und grammatikalisch korrekte Sätze - die lassen meinen "nicht-TV-schauenden" Sohn mit Akademiker-Genen ;-) bei der Sprache ganz alt aussehen.

Ich habe durch KiGa und Krabbelgruppen, Babyschwimmen, Turnen usw. echt viele Kinder aus unterschiedlichen Familien kennengelernt und soviel ist sicher: Die Sprachentwicklung als Kleinkind kann nicht auf den TV Konsum zurückgeführt werden (und davon abgesehen auch nicht auf die Intelligenz).

Beitrag von maikiki31 23.04.10 - 09:52 Uhr

ich bin ja sonst hartgesotten aber da hat mich die erzieherin doch aus der bahn geworfen...

hab sonst meinen eigenen kopf..;-)

naja bin ganz gespannt was sie so erzählt...ob er wirklich gesundheitliche Defizite hat (also die nix mit TV zu tun haben).

Haben ja bald die U7a...da bin ich auch mal gespannt.

Beitrag von schullek 23.04.10 - 09:58 Uhr

das ist deine empfindung. die studien sagen aber etwas anders.
natürlich hat tv verschiedene einflüsse. ob sie aber bei einem bestimmten kind die sprachentwicklung beeinflusst hängt eben von verschiedenen variablen ab.

ich kenne bspw. ein kind aus einer sozial schwachen familie, die auch mit fast 5 noch nicht richtig spricht. richtig traurig ist das.

es ist wie mit allem: der eine raucht und bekommt krebs, der andere raucht 50 jahre und hat bicht ein zipperlein.
der eine trinkt jeden tag alk. und lebt ein gesundes leben, der andere bekommt ne leberzh.
der nächste schaut eben schon von baby an viel fern und spricht schlecht, der nächste mit den selben voraussetzungen hat keine probleme.

die frage ist: will man das risiko eingehen?

lg

Beitrag von maikiki31 23.04.10 - 10:02 Uhr

stimmt.

ich habe ein schlechtes gewissen als es bei uns so ausartete mit 1 Std OBWOHL wir die restliche zeit draussen u. mit lesen etx. verbringen.

ich würde den TV jedenfalls nicht laufen lassen. und die meisten kindersendungen vor allem wenn da noch werbung bei ist finde ich nicht so toll...

lieber ne folge vom PC.

naja...jetzt haben wir es ja im griff. ausserdem fragt er eh nichct mehr nach denn wir sind den ganzen tag draussen...

Beitrag von mabo02 23.04.10 - 11:51 Uhr

Also eingebildet bist du wohl garnicht oder?

Beitrag von blacksnoopy 23.04.10 - 15:18 Uhr

#kratz Langeweile oder was? #gruebel

Beitrag von mabo02 23.04.10 - 19:05 Uhr

Nein, aber ich brüste mich auch nicht mit einem Kind das Akademikergene hat und ziehe über Kinder von sozial schwachen Familien her..

Sorry.

Beitrag von bine3002 23.04.10 - 10:01 Uhr

Die Sprachentwicklung hängt nicht allein vom Fernsehkonsum ab, das ist Quatsch. Wobei natürlich häufiges Fernsehen durchaus Einfluss auf die Sprache hat.

Meine Tochter wird im Juli 4. Grammatikalisch hapert es bei ihr noch. Sie kann auch einige Lautverbindungen wie KL oder BR nicht aussprechen. Auch SCH oder ST kann sie nicht. Einen Hörtest haben wir schon vor einiger Zeit machen lassen. Der war in Ordnung, also habe ich mich auch erstmal entspannt zurückgelehnt und abgewartet.

Nun war es bei ihr aber so, dass sie anfing, sich "seltsam" zu verhalten. Sie fing beispielsweise im Kindergarten an zu weinen, wenn es ans Mittagessen ging oder wenn sie irgendwie im Mittelpunkt stand, z. B. bei irgendwelchen Bewegungsspielen. Wir wussten nicht, was los ist. Dieses Verhalten weitete sich dann auch auf das "Privatleben" (also außerhalb des Kindergartens) aus. Wenn sie z. B. angesprochen wurde, dann legte sie den Kopf schief und ihr schossen die Tränen in die Augen. Im Kindergarten sprache mich andere Kinder darauf an, warum Java so schlecht spricht und dass sie sie nicht verstehen würden. Wenn sie das mitbekam, fing sie an zu weinen und wollte sofort nach Hause.

Ich kam dahinter, dass sie sich schämte. Anfangs nur in Situationen, wo sie nicht so recht wusste, wie sie sich verhalten soll. Und später dann eben auch wegen ihrer Sprache. Sie hatte ein Fehlerbewusstsein entwickelt. Eigentlich viel zu früh (denn das kommt erst so mit 4,5 Jahren), aber es war deutlich zu sehen. Und das machte mir Sorge.

Ich erzählte unserer Kinderärztin davon und bat sie, die Sprachentwicklung mal objektiv zu beurteilen. Bis dato hatte Java beim Kinderarzt nie den Mund aufgemacht. Ich redete also auch mit meiner Tochter und erklärte ihr, dass die Kinderärztin einfach mal hören möchte, was sie so alles kann und dass sie sich bitte mit ihr mal unterhalten soll. Das klappte und Java kassierte ein dickes Lob, dass sie ja "so toll" spricht. Die Kinderärztin fand die Sprachentwicklung also OK, gab uns aber trotzdem eine Verordnung über 10 x 45 Minuten beim Logopäden. Ich weiß nicht so genau warum, wenn es doch OK war, aber vermutlich wollte sie MICH damit beruhigen.

Jedenfalls hatten wir dann 2 Wochen später den Termin bei der Logopädin, die das besagte Fehlerbewusstsein auch sofort bemerkte und uns empfahl, ein paar Stunden zu nehmen. Zur Zeit warten wir auf unseren ersten Behandlungstermin.

In der Zwischenzeit hat sich jedoch nochmal was getan. Ich nehme an, dass das Lob der Kinderärztin da einiges bewirkt hat, denn Java ist seitdem viel weniger "verschämt". Sie hat sich einige Tage später selbst ein Brötchen gekauft und auch das hat ihr nochmal einen "Kick" gegeben. Und außerdem sind meine Eltern umgezogen und sie hat innerhalb von wenigen Tagen viele ältere Freunde (um die 10 Jahre alt) in der Nachbarschaft gefunden, die sie ernst nehmen und nicht auf ihre "Fehler" ansprechen. Das tut ihr sehr gut und im Moment denke ich, dass die die Logopädie gar nicht braucht. Ihre kleinen "Sprachfehler" werden sich sicher von selbst geben, es ging uns ja nurn um ihr Selbstbewusstsein.


Beitrag von maikiki31 23.04.10 - 10:05 Uhr

ja sowas ist spannend. dann wünsch ich euch viel glück.

wir wissen das er viele worte kann, bei so büchern wo man dinge wiederfinden u. benennen soll weigert er sich sehr oft.

dann sagt er nur ...mh... aber ein anders mal benennt er alles richtig...

manchmal glaub ich er ist auch ein wenig faul:-) war beim laufen auch so.

naja wird schon....

Beitrag von bine3002 23.04.10 - 10:12 Uhr

Ich wollte mit meinem langen Text eigentlich nur sagen:

Achtet darauf, ob ER ein Problem damit hat. Wenn nicht, dann hat er durchaus noch etwas Zeit die Laute alle zu lernen. Die Logopäden sehen die Kinder gerne früh, aber in unserem Kindergarten sieht man die Sache sehr entspannt. Die Erzieherinnen waren überrascht, dass Java JETZT SCHON zum Logopäden geht... dass sie überhaupt eine Verordnung bekommen hat. Und unsere Kinderärztin sieht das Thema auch sehr entspannt.

Was ich an Eurer Stelle wirklich mal machen würde, wäre ein Hörtest. Das schadet nicht und ist durchaus sinnvoll.

Beitrag von maikiki31 23.04.10 - 10:15 Uhr

ja das mit dem hörtest hab ich schon überlegt. ward ihr beim normalen hno?

Manchmal denke ich sein schimpfen mit anderen kindern kommt ev. davon das er eigentlich mehr sprechen will????

Beitrag von bine3002 23.04.10 - 10:32 Uhr

Den 1. Hörtest gab es ja nach der Geburt.

Den 2. Hörtest haben wir kurz nach der U7 bekommen. Der gehört laut Empfehlung eigentlich auch dazu (also zu U7). Java hatte kurz vorher eine beginnende Mittelohrentzündung und fing dann an alle Sätze mit "Häh?!?" zu kommentieren. Daraufhin haben wir eine Überweisung zum HNO bekommen. Dieser Test war der Gleiche wie nach der Geburt.

Der 3. Hörtest wurde dann neulich bei der Kinderärztin gemacht. Das war dann schon so ein "Piepstest" wie bei den Erwachsenen. Der war auch leicht auffällig, wobei die Frequenzen der Kinder sowieso etwas anders sind als bei Erwachsenen und das oftmals nicht berücksichtigt wird und ich weiß jetzt nicht, ob die Kinderärztin das berücksichtigt hat. Sie sagte jedenfalls, dass der Test leicht auffällig sei und wir ihn in einem halben Jahr wiederholen sollten, aber es sei ja auch der erste Test dieser Art bei ihr gewesen...

"Manchmal denke ich sein schimpfen mit anderen kindern kommt ev. davon das er eigentlich mehr sprechen will????"

Ich weiß ja nicht, in welchen Situationen sowas vorkommt, aber es gibt ja auch "Wahrnehmungsstörungen", das würde dann ein Audiologe klären. Dabei können Kinder z. B. einem Gespräch nicht gleichzeitig folgen, wenn woanders auch gesprochen wird. Und sie können dadurch auch aggressiv werden.

Beitrag von line81 23.04.10 - 10:06 Uhr

Hallöchen,

also meiner hat sehr zeitig sehr gut angefangen zu sprechenund hat auch mit drei Jahren sehr gut gesprochen. Daher kann ich da jetzt gar nicht so viel sagen, aber mein Jüngerer wird im Juni 2 und hat sich im Vergleich immer etwas Zeit gelassen mit allem. Von daher merkt man: Gleiche Gene, aber unterschiedliche Entwicklung.

Jedes Kind ist halt anders schnell in der Entwicklung. Vielleicht ist Deiner ja motorisch super fit?
Ersthaft etwas unternommen wird auch aus Ärztesicht erst ab dem 4.Geburtag. Also würde ich sagen erstmal abwarten.

Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass mir etwas anderes aufgefallen ist...Und das ist die (ich sag es jetzt mal überspitzt) Entschuldigung für Alles, da er ja 4 Wochen zu früh kam.
4 Wochen sind nichts bedenklich oder besonderes. Es ist immer sehr gefählich das dann zu sagen, da die Kinder das ziemlich zeitig mitbekommen dass da was "besonderes" war mit dem man vieles Entschuldigen kann und die Eltern beruhigen sich damit immer schön selber. Das geht dann für die Kinder in der Schule und so immer weiter...naja, der war ja nen Frühchen ist ja klar das er dieses und jenes nict so gut kann etc. Ich habe das alles schon mehrfach erlebe und denke Du solltest etwas vorsichtiger mit dieser Art von "Entschuldigung " sein, da das auch nach hiinten losgehen kann. Ist echt nicht bös gemeint - nur nen TIP.

LG und alles Gute
Line

Beitrag von maikiki31 23.04.10 - 10:09 Uhr

ja. ein glück hab ich das fast noc nie benutzt. war jetzt deswegen aber eine überlegung...

aber meine mutter meinte mein bruder wäre auch so gewesen, hat alles ein wenig länger gebraucht.

ja motorisch ist er super. gerade die feinmotorik weil er lange auf dem boden war;-)

Beitrag von freyjasmami 23.04.10 - 20:00 Uhr

Hast Du denn selbst ein Kind das 4 Wochen zu früh und erkennbar zurück war?

Wenn nein, frage ich mich woher du deine Arroganz nimmst zu behaupten es wäre weder bedenklich noch besonders.

Meine Tochter kam bei 40+6 - bei allem sehr früh dran gewesen, zeitig gesprochen (und das sehr gut) und schon mit 8 Monaten beim schlafen trocken.

Mein Sohn kam völlig überraschend bei 36+1 und hatte von Beginn an Schwierigkeiten - Atmung, Trinkschwäche, dadurch länger andauernde Gelbsucht, Motorik...
Ich kenne viele kleine Kinder schon allein aus der Familie und er war eindeutig zurück. Mit allem.
Das motorische hat er größtenteils dank frühzeitiger Physio wieder aufgeholt.
Dafür merk ich es noch immer an anderen Stellen. Zwar nicht mehr so gravierend und für andere vllt. kaum auffällig, aber ich merke es eben sehr wohl.

Ich nehme dies zwar nie als Entschuldigung für irgendetwas, finde deine Äußerung aber völlig unangebracht.

Beitrag von lisasimpson 23.04.10 - 10:26 Uhr

hallo

Ich bin überhaupt kein freund von fernsehen (schon gar nicht für kidner unter 3)-
ABER, wenn kinder täglich eine sendung (ja 10-20 minuten, oder?!) schauen, wird das sicehr nicht zu einer behinderung der Sprachentwicklung führen!

Wenn du allerdings ernsthaft üebrlegst, länger in einer waldorfeinrichtung zu sein, wirst du (meiner erfahrung nach) mit dem Fernsehkonsum zu hause dauerhaft problem haben (können duchaus auch andere sachen sein. eine freundin von mir wechselte damals, weil sie selsbt leistungssport betrieb, was dort "nicht gerne gesehen wurde")

Alles liebe
lisasimpson

Beitrag von maikiki31 23.04.10 - 10:30 Uhr

nicht dein ernst oder?

also ich finds ja sonst super da aber so einge sachen...naja...ja ich denke wenn spongebob oder so dazukämen dann wirds schwierig:-p

find ich aber eh alles sch.... so gibts nur maja und später die maus oder so.

UND du hast recht. unter 3 ist es eigentlichauch überflüssig, aber wir dachten die sendungen sind ja soooo schön...und haben uns selbst ein ei gelegt.

Das gleiche finde ich auch mit aktivitäten u. geschenken...man überschlägt sich manchmal selber schon in den ersten jahren soviel zu machen und dabei kommt die zeit erst wo die kinder das wollen....

und spielzeugmassen für die kleinen find ich auch gannnz schlimm....

Beitrag von lisasimpson 23.04.10 - 10:33 Uhr

Wie gesagt- ich kann dir sagen, daß der fernsehkonsum, den du beschreibst sicher keinen schädlichen einfluß hat auf die sprachentwicklung, daß du aber dennoch in der waldorfpädagogik damit Probleme bekommen wirst..

was du daraus machst, ist ja deine sache- ich finds immer ein bißchen schwierig.

lisasimpson

Beitrag von bine3002 23.04.10 - 10:43 Uhr

Ich denke auch, dass man die Waldorfpädagogik mögen muss oder eben nicht und dass man - wenn man sich dafür entscheidet - sie auch leben sollte.

Beitrag von crumblemonster 23.04.10 - 11:00 Uhr

Hallo,

jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Mein Großer lag immer im Durchschnitt was das Anfangen mit dem Sprechen betrifft (11 Monate) und dann der Wandel in Sätze. Allerdings hat er mit ca. 21 Monaten angefangen, Wörter zu sammeln. Mit ca. 24 Monaten hat er über 200 aktive Wörter gehabt - sicherlich, sie waren 'verstümmelt', aber immer gleich (ich hatte sie mir aufgeschrieben). Mit 3 Jahren hat er auch Quatschgeschichten von ca. 10 Minuten länge erzählt. Von der Grammatik her hat auch fast immer alles gestimmt - er formuliert auch lange, komplizierte Sätze. Leider hat er etwas Probleme mit der Aussprache. Momentan lispelt er nur noch bzw. überschlägt sich, wenn er aufgeregt ist, aber das kommt auch noch.

Mein Kleiner ist ganz anders. Er verstand alles - das sah man, weil er eben auch das tat, worum man ihn bat. Aber er hat sich bis er 17 Monate alt war lediglihc mit 'ähhh, ähhh' verständigt. Kein Mama, kein Da, kein Papa - nix. Sein erstes Wort war Omate (für Tomate). Auch mit Sätzen tat er sich dann später schwer. Von der Ausprache will ich gar nicht reden. Mittlerweile geht es (er wird im Sommer 4 Jahre alt), aber Fremden fällt es oft schon noch sehr schwer, ihn zu verstehen. Beim ihm stimmt die Mundmotorik nicht. Er ist auch nicht in der Lage, Dinge nachzumachen (Zunge spitz oder rund, Zunge nach oben klappen oder ähnl.).

Meine Jungs schauen gleich viel TV - Sandmann, am WE auch mal ein Märchen und freitags dürfen sie in meinem Bett eine Tiersendung schauen. Sie bekommen beide genausoviel vorgelesen und auch das gleiche. Trotzdem hat der Große mit 4 Jahren 'um Welten' besser gesprochen. Die Ohren vom Kleinen funktionieren sogar besser als die des Großen.

Frage mal beim KiA nach. Leider verschreiben viele Kinderärzte erst ab 5 Jahren Logopädie udn da ist es oftmals schon zu spät. Vielleicht hat er auch Probleme mit der Mundmotorik.

Mache Dir keine Vorwürfe. Du liest viel vor und das ist wichtig.

LG

Beitrag von baerchen9 23.04.10 - 11:53 Uhr

Hallo Maike,

wenn du dich ansonsten viel mit deinem Sohn beschäftigst, hängt seine Sprachentwicklung sicher nicht mit dem Fernsehkonsum zusammen. Es sollte natürlich nicht überhand nehmen, aber das willst du ja selbst nicht.

Lass dich nicht verrückt machen.

LG
Claudia

Beitrag von tine_frank 23.04.10 - 12:48 Uhr

Hallo Maike,

laß dich nicht verrückt machen. Es gibt nunmal keine Standartkinder aus dem Lehrbuch. Meine Tochter hat gefühlt vom 1. Geburtstag an bis heute pausenlos geredet. Sie konnte mit 2 Jahren alle Autotypen erkennen, hat mit 3 Jahren bereits größere Puzzle allein gemacht. Mein Sohn, das ganze Gegenteil. Als der zwei wurde habe ich echt gedacht, will der nicht mal sprechen? Ne, der war zu faul. Der hat im Kopf die Wörter gespeichert und das war es dann. In der Kinderkrippe haben die sich dann auch mal Gedanken gemacht. Von heut auf morgen spricht er plötzlich, kann die Wörter den Situationen gemäß zuordnen. Laß dich wegen dem Fernsehen nicht fertig machen. Meine Kids schauen auch fern. Aktuell Yakari. Nachmittags spielen sie dann die Szenen nach. Das ist auch wichtig.

LG TIne

Beitrag von sunflower.1976 23.04.10 - 13:16 Uhr

Hallo!

Mein großer Sohn hat leider eine Sprachentwicklungsverzögerung und geht seit zwei Jahren zur Logopädin. Er macht Fortschritte, aber sehr langsam, was aber bei seinem "Störungsbild" leider normal ist.
Uns wurde von einer entfernten Bekannten auch mal vorgeworfen, dass unsr Sohn zu viel TV schaut. Das war zu einem Zeitpunkt, wo er sich noch gar nicht dafür interessiert hat und daher auch nicht geschaut hat, bzw. vielleicht mal 5 Minuten im Monat.

Ich denke nicht, dass das Fernsehen wirklich die (alleinige) Ursache ist. Besprich das Ganze vielleicht mal mit dem KiA. SOllte es wirklich deutliche Probleme mit der Aussprache oder Grammatik geben, ist es unter Umständen auch jetzt schon ratsam, zur Logopädie zu gehen oder dort erstmal eine Diagnostik machen zu lassen.

LG Silvia