Wer hat Erfahrung mit Vorhautverengung OP

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mama-nadja 23.04.10 - 10:25 Uhr

Hallo,

bei uns steht am Dienstag (27.4) eine OP an da unser Sohn eine ausgeprägte Vorhautverengung hat.

Er bekommt eine (wie der Arzt es nannte) "radikale Beschneidung"

Wegen der OP (ambulant) mache ich mir "keine" Sorgen.....
Ich habe "Angst" vor dem danach......

Wer von Euch hat das schon hinter sich und kann mir über seine Erfahrungen berichten????

Eine Bekannte erzählte mir das ihr Sohn 14 Tage höllische Schmerzen hatte und auch kein Wasser (Pipi) mehr halten konnte. Es hätte ihm auch beim Pipi machen so weh getan das er lieber eingehalten hat bis er Bauchschmerzen hatte.... usw.

#zitter#zitter#zitter#zitter#zitter#schock#schock#schock#schock#schock#schwitz#schwitz#schwitz#schwitz


Mir ist jetzt schon Angst und Bange.....

Ist es wirklich sooooo heftig oder hat sie übertrieben????

Liebe Grüße
Nadja

Beitrag von crumblemonster 23.04.10 - 11:11 Uhr

Hallo,

bei meinem Großen sollte eigentlich nur ein ganz bißchen der Haut abgeschnitten werden, aber letztlich ist nun doch 'untenrum nackig'. Sein/unser Problem war, daß die Vorhaut nicht nur zu klein, sondern noch angewachsen war. Die Wundheilung klappte anfangs nicht so richtig. Pullern war allerdings nie ein Problem.

Letztlich trug er am Tag eine Windel mit einer dicken Schicht Pepanthen-creme, die ich aber alle 30 Minuten öffnete, damit nichts anklebt. Nachts nahm ich eine Folie und bestrich diese dick mit Creme (und dann über die Wunde in die Windel). Das 'suppte' zwar morgens, aber vorher war morgens immer alles verklebt und fing an zu bluten, wenn man es abmachte - das war sehr schmerzhaft für ihn. Nach gut einer Woche war alles iO, d.h., wir mußten nicht mehr cremen. Die Windel ließ ich ihm trotzdem noch eine Woche länger - damit es ein bißchen 'abgepuffert' ist.

Wenn Dein Sohn Kamille verträgt, kann ein tägliches Sitzbad in Kamille sehr hilfreich sein. Eichenrindensitzbäder sind auch ganz gut. Leider hat mein Sohn beides nicht vertragen.

Alles Gute.

Beitrag von lolia1 23.04.10 - 11:34 Uhr

Hallo,

mein Neffe hat es gerade hinter sich. Bei ihm wurde auch alles weggenommen.

Schmerzen waren nur in den ersten 2 Tagen danach und mit Schmerzmittel hat er diese auch gut ausgehalten. Pipi ging gleich ohne Schmerzen.

Allerdings hat sich bei ihm ein Hämatom gebildet, am Ansatz des Penis, er war dann doppelt so dick und blau#schock. Er lief in der Wohnung dann 2 Wochen nackig herum und wenn er unterwegs war oder nachts hat er vom Arzt den Tip bekommen einen kleinen Urinbecher vor den Penis zu setzen damit es nicht so an der Hose scheuert. Sag echt lustig aus#rofl.

Nach 2 Wochen war aber alles wieder ok und nun läuft er wieder ohne Becher.
Obwohl es auch erstmal gewöhnungsbedürftig sein muß wenn die schützende Haut darüber weg ist. Ist bestimmt erstmal unangenehm.

LG Petra

Beitrag von ivonne-83 23.04.10 - 11:54 Uhr

Hallo,

wir haben es im letzen Sommer hinter uns gebracht. Allerdings habe ich es nicht in der Klinik, sondern in einer Kinderchirurgischen Praxis machen lassen. Dort werden "Schönheits-OPs" für Kids gemacht - z.b. auch abstehende Ohren etc.
Die Vorhaut wurde dabei nicht komplett entfernt, sondern während der OP zu einer neuen "passenden" Vorhaut gemacht und wieder angenäht.

Ich bin super zufrieden und würde es jeder Zeit wieder machen. Wir hatten auch keine Schwierigkeiten danach, klar hat er beim pullern weng gejammert.

Wir haben folgendes gemacht: Kamillosan aus der Apotheke zusammen mit Wasser gemischt in einen Joghurthbecher getan, und der Pipi durfte darin baden. Nach dem Toilettengang haben wir das auch sofort gemacht. Er hatte Spaß daran, und wollte den ganzen Tag zusammen mit Papa den Pipi baden :-)

Das Ergebnis: nach 6 Tagen konnte die Vorhaut zum ersten Mal nach hinten geschoben werden ohne dass er geweint hat oder Schmerzen hatte. Sogar der Arzt hat unsere "Joghurtbecheraktion" gelobt.

Gruß

Ivonne

Beitrag von kate75 23.04.10 - 12:19 Uhr

Hallo Nadja,

wir haben das auch hinter uns.

Nicht tragisch! Keine Panik! So abgedroschen, wie das klingt: DU musst stark sein, damit Dein Sohnemann keine Panik bekommt und alles gut ertragen kann.

Benjamin hat einige Zeit nach der OP wieder eingepullert, weil er sich die ersten Tage nach der OP immer versucht hat, "zurückzuhalten", weil es halt beim Pullern selbst "gebrannt" hat. Aber auch das war - verglichen mit den Betroffenenberichten, die ich so gelesen hatte - sehr fix wieder erledigt.

Und auch sonst hat er das relativ gut weggesteckt. Er will halt nicht mehr ins KH. Aber wer will das auch schon.

Gib nicht allzu viel auf die Erfahrungswerte anderer. Habe mir auch zunächst viel zu sehr Gedanken gemacht, aber schlussendlich musst Du Dir immer vor Augen führen, dass jedes Kind/jeder Mensch anders ist und damit mit Stress/Belastungen auch anders umgeht.

LG Kate

P.S. Bei Benni wurde zeitgleich 1 Hodenhochstand und 1 Leistenbruch operiert. Leider steht und das auch noch einmal bevor, was den Hodenhochstand angeht, wahrscheinlich sogar noch zweimal, weil die erste OP diesbezüglich nicht so verlaufen ist, wie sie sollte...

Beitrag von kate75 23.04.10 - 12:21 Uhr

2. P.S.: Benjamin hat übrigens auch zu keinem Zeitpunkt Schmerzmittel benötigt/bekommen. Wie schon festgestellt: Jeder steckt das anders weg... Ihr schafft das schon!

Beitrag von katharina1 23.04.10 - 12:20 Uhr

Hallo, ich würde Dir gerne schreiben das es nur ein klacks war und ohne Probleme- so war es bei uns leider nicht.
Fabian hat die OP im Oktober gehabt. es wurde zwar nur so viel wie nötig, und so wenig wie möglich entfernt, er hatte jedoch trotzdem seine Schmerzen. Wir haben ihm schon Tage vorher Arnica gegeben damit die nach der OP besser anschlägt, er bekamm dann noch Schmerzsaft. Pipi machen hat schon weh getan- zumindest die ersten 2,3 Tage. Wir haben ihm täglich Sitzbäder gemacht- bekommst Du vom Arzt verschrieben.
Das was ihm aber am meisten zu schaffen machte war halt das untenrum alles sehr empfindlich war- klar der schutz war ja weg. Daher hat er so gelitten. Das Pipi machen war nach 2,3 Tagen kein Problem mehr, Aber die Hosen an und ausziehen, die reibung, das Wasser in der Badewanne usw.
Es hat monate gedaurt- eigentlich fast ein halbes Jahr bis er das restliche Stückchen zum waschen zurückschieben kann- was ja bei Euch nicht der Fall sein wird- wg radikal.
Also als Tipp- keine engen Hosen anziehen, viel Geduld haben.
Ich drück Euch die Daumen.
Katharina

Beitrag von ivonne-83 23.04.10 - 12:33 Uhr

Mir stellt sich grad die Frage wie alt ist dein Sohn eigentlich? (Oder hab ichs jetzt überlesen?)

Beitrag von mama-nadja 23.04.10 - 14:37 Uhr

Mein Sohn wird im September 7 Jahre alt.

Beitrag von ivonne-83 23.04.10 - 15:54 Uhr

ok - 7 Jahre, ich finde aber dass es die Sache einfacher macht, da er schon verstehen kann um was es geht, er ja bestimmt kein Windelträger mehr ist und auch selbst spürt wann er zur Toilette muss.

Ich würde mit ihm sprechen, ihm alles erklären und folgende Punkte beachten:

Zum einen nicht zu lange warten bis er zur Toilette geht, umso größer der Druck ist, umso mehr brennt es (hat mir der Arzt erklärt und die Erfahrung gezeigt) - zum anderen würde ich ihm lockere Kleidung und Unterwäsche geben, damit es nicht reiben kann (der Tip mit dem Urinbecher drüber ist auch gut)

Und wie schon vorher erwähnt, den Joghurtbechertip mit Kamillosan kann ich nur empfehlen - kannst ja vielleicht vorher noch mal beim Arzt nachfragen, und wenn du ihm erklärst, dass es dadurch schneller verheilt, hat er sicherlich auch kein Problem damit. Wir haben das anstatt der Sitzbäder gemacht - war einfacher als jedes mal Wasser in die Wanne zu lassen - außerdem konnte man so schnell nach jedem Toilettengang Urinreste wegspülen.

Aber um ihm nicht unnötig Angst einzujagen, würde ich das ganze erst nach der OP mit ihm besprechen. Du wirst sehen, alles halb so schlimm - sicherlich bekommt ihr auch von eurem Arzt noch einige Tipps.

Ich drück euch die Daumen, des wird schon...

Gruß

Ivonne

Beitrag von cassidy 24.04.10 - 00:45 Uhr

Hi,

unser Sohn wurde vor fast drei Jahren operiert und wenn du magst kann ich dir gerne über deine VK deine Fragen beantworten. Öffentlich lasse ich mich hier nicht mehr aus, zu diesem Thema, denn es gibt mitunter reichlich Stress mit einigen Urbianer(n)/innen.

Liebe Grüße,

cassidy