Nix probieren, kaum Gemüse und Süßes danach-ich verzweifel!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mermaid2005 23.04.10 - 10:39 Uhr

Hallo zusammen,

grundsätzlich finde ich die Haltung "Die Eltern bestimmen WAS gegessen wird und die Kinder WIEVIEL" und "Nicht mit Süßigkeiten loben oder strafen" gut.
Aber seit einiger Zeit habe ich echt ein Problem, wie ich mit dem "Süßen danach" bei meiner Tochter (fast 4Jahre) umgehen soll.
Sie ißt seit einiger Zeit nicht mehr gut, fängt sehr früh an zu fragen ob sie was Süßes darf und ich mag eigentlich nicht mit ihr um die Bissen verhandeln bevor sie darf. Sie mag oft auch nur noch Fleisch, will dann Nachschlag (hat also noch Hunger) und wenn ich dann sage, sie hätte ihre Portion gehabt, könne ja noch Beilage/Gemüse essen, dann ist sie plötzlich satt und mag ihren Nachtisch.
Gemüse probiert sie total ungern, wenn dann nur in homöopathischer Menge und wenn diese nur in die Nähe der Zunge kommt sagt sie schon "Pfui Teufel, das ist bäh" Ich mag sie ja auch nicht zum Probieren zwingen und kann ja auch nicht beurteilen wieviel Hunger sie nun hat oder nicht.
Deshalb suche ich nach ner guten Lösung wie man das mit dem Probieren aber vor allem mit dem "Süßen danach" handhaben kann ohne das es eine "Du hast brav gegessen/probiert Belohnung" ist und ich um jeden Bissen verhandeln muß.

Wie handhabt ihr das denn so mit dem Probieren und dem Süßen?

LG mermaid

Beitrag von marie44 23.04.10 - 10:45 Uhr

Hallo,

also grundsätzlich gibt es bei uns nix süsses nach dem Essen. Sie bekommt zwischendurch mal was aber nicht generell.
Abgesehen davon ist meine kleine lieber Gemüse als alles andere von daher kann ich mich da nicht wirklich beschweren. Aber ich glaube ich würde sie einfach lassen. Bei mir würde sie eben ihre "Portion" bekommen, also Fleisch, Gemüse/Beilage und wenn das leer ist kann sie noch einen Nachschlag bekommen. Wenn sie meint nach dem Fleisch satt zu sein dann ist das eben so, dann gibt es allerdings auch keinen Nachtisch oder süsses mehr - sie ist ja satt :-)

Beitrag von sansta 23.04.10 - 11:05 Uhr

Hallo Mermaid,

wenn meine Kleine nichts probieren möchte ist es ok. Süßes gibt es nur wenn Obst oder Gemüse gegessen wurde (das klappt auch recht gut, manchmal auch wenn Du das obst isst bekommst Du einen Nachtisch...)

VG

Beitrag von nijura 23.04.10 - 11:06 Uhr

Hallo,

bei uns gibt es NACH dem essen, sofern mein Sohn danach fragt, etwas süßes.
Warum auch nicht?
Ich finde diesen ganzen Hype ums Essen und gesunde Ernährung völlig überzogen.
Ich habe zb. auch nicht jeden Morgen Appetit auf Brot oder Müsli oder gesunde Dinge. Manchmal gelüstet es doch jedem mal nach etwas anderem.
Mein Kind ist da mit Sicherheit keine Ausnahme.

Wir fahren damit sehr gut. Überwiegend ernähren wir uns alle ausgewogen.

Aber zum eigentlichen Thema...es gibt so Phasen, Tage, da ernährt mein Sohn sich am liebsten von Kuchen, Keksen ect.
Das hat sich bis heute immer von ganz allein gelegt. Ich mache da überhaupt keinen Aufstand drum. An anderen Tagen isst er wieder ganz normal. Also locker machen und diese ganze Essensgeschichte nicht so ernst nehmen.

LG
Ela


Beitrag von bine3002 23.04.10 - 11:10 Uhr

Probieren:
Ich versuche meine Tochter zum Probieren zu überreden, weil ich weiß, dass Kinder Nahrungsmittel mehrfach (bis zu 12 mal) probieren müssen bis sie sie mögen. Mein Ziel ist, dass sie das Essen wenigstens einmal in den Mund steckt. Sie darf es dann sofort wieder ausspucken. Dafür halte ich ihr eine Serviette direkt vor dem Mund.

Anfangs mussten wir sien natürlich auch mal überreden.
Seit sie so 2,5 Jahre alt ist, hat sie das Prinzip aber verstanden und macht ganz gut mit. Wenn sie so gar nicht will, dann entscheide ich intuitiv, ob ich sie in Ruhe lasse oder dran bleibe. Keine Ahnung, manchmal habe ich den Eindruck, dass sie nur bockt, dann nerve ich sie auch schon mal etwas mehr. Z. B. auch, wenn sie etwas schon mal gegessen hat und auch mochte. Na ja und dann quatsche ich schon auf sie ein und drohe auch mit Süßigkeitenverbot. Aber das war und ist selten, denn eigentlich probiert sie mittlerweile schon von selbst, d.h. sie fragt nach "ihrer" Serviette und bekommt sie dann auch sofort. Dann steckt sie es sich in den Mund und spuckt es sofort wieder aus.

Das Ganze ist schon zwei Mal nach hinten los gegangen. Da musste sie sich sogar übergeben. Einmal nach Rosenkohl und einmal nach Käse. Das hatte sie aber beides freiwillig probiert ohne dass ich sie überredet habe. Den Rosenkohl hatte sie sogar mit "Lecker" kommentiert und sich einen zweiten in den Mund geschoben, aber das ging wohl gar nicht....

Andererseits waren aber auch schon häufiger Sachen dabei, die sie mochte und das ist jetzt auch immer mein Argument:
"Du hättest nie gemerkt, dass die Garnelen so gut schmecken, wenn Du sie nicht probiert hättest. Das wolltest Du nämlich auch nicht als Du sie das erste Mal auf dem Teller hattest."
"Nein Mama? Ach, da war ich ja auch noch ein Baby. Heute probiere ich immer oder Mama?"

Ach ja und dann hatten wir im Kindergarten das Problem, dass sie nicht mitessen wollte. Das lag aber nicht am Essen, sondern an der Atmosphäre (zu laut, zu hektisch, Wespen usw.). Sie wollte mittags immer gleich was Süßes, wenn sie nach Hause kam und ich habe ihr gesagt, dass sie erst was Anständiges essen müsse. Seitdem sie nun im Kindergarten mitisst, darf sie zu Hause sofort was Süßes. Sie selbst hat da eine Verbindung hergestellt, sieht es also als Belohnung, dass sie mitgegessen hat. Das war von mir aber gar nicht so gemeint, denn was Süßes hat sie sowieso bekommen.

Ansonsten sind wir da nicht so streng. Sie isst jeden Tag Süßigkeiten: Einmal eine Kleinigkeit direkt nach dem Kindergarten, dann manchmal noch ein Eis am Nachmittag und abends nach dem Essen gibt es dann auch noch einen Nachtisch. Was das ist, das hängt mit dem Süßigkeitenkonsum am Tag zusammen. Wenn es also nachmittags eine Banane statt einem Eis war, dann darf sie abends auch noch eine kleine Schokolade essen. Manchmal gibt es auch Chips zum Nachtisch. Unsere Süßigkeiten sind frei zugänglich und das klappt ganz gut. Wenn ich sage "Nun ist gut", dann akzeptiert sie das. Vermutlich weil ich an manchen Tagen auch etwas mehr zulasse.

Beitrag von sunny_harz 23.04.10 - 11:20 Uhr

Hast du mein Kind gemopst ???:-p

Das gleiche Spiel haben wir täglich. Nur leider habe ich bisher auch keine Lösung gefunden, wollte nur sagen, daß du mit dem Problem nicht alleine da stehst.

LG; Sunny

Beitrag von engelchen28 23.04.10 - 11:24 Uhr

hallo!

bei uns gibt's zu 80 % keinen nachtisch. die kinder essen, bis sie satt sind, machen dann mittagspause. gg. 15 uhr essen wir dann zusammen einen kleinen nachmittagssnack in form von joghurt, kekse, kuchen, obst, salzstangen oder auch mal gummibärchen, schoki etc.!

wenn meine beiden den nachtisch quasi vor augen (oder im kopf) haben, essen sie auch weniger. dasselbe, wenn sie wissen, sie dürfen nach dem essen "die sendung mit dem elefanten" gucken. dann ist der hunger plötzlich passé.

zum glück essen meine beiden fast alles, ich habe allerdings auch nie extrawürste gemacht. ich bestimme, was es gibt und die kids bestimmen, wieviel sie davon essen. na klar gibt's auch mal wunschgerichte.

verschieb' das süße einfach auf den nachmittag, dann tritt es nicht im zusammenhang mit dem gesunden mittagessen auf.

vg
julia mit sophie (fast 5) & paulina (fast 3) #freu

Beitrag von sternenzauber24 23.04.10 - 11:32 Uhr

Hallo,

Ich koche grundsätzlich nur, was auch gemocht wird. Mein Sohn mag auch manche Gemüsesorten nicht, dafür ißt er aber wieder andere, und vieles an Obst und vernünftigem Brot.
Fleisch mag hier kaum jemand, ist nicht so einfach das dort gegessen wird..
Süßes erlaube ich je nach Situation, aber ich möchte das dann auch Obst oder Gemüse gegessen wird, und das klappt auch gut.
Ich würde daraus kein Drama machen, Kinder holen sich schon was sie brauchen..

LG, Julia

Beitrag von mermaid2005 23.04.10 - 11:33 Uhr

.... für eure vielen Tipps und Berichte wie es bei euch so läuft.


GlG mermaid

Beitrag von schullek 23.04.10 - 11:39 Uhr

hallo,

bei uns bestimmen wir wie gesagt, was es gibt, auch wünsche werden beachtet. und mein sohn, wieviel. dss klappt gut. ich bestehe auf probieren, wenn er dann nicht will, ist es ok. da wir generell keinen nachtisch essen, haben wir das problem mit dem süßen danach nicht.
ich würde dir empfehlen, dass dessert erst einmal abzuschaffen. süßes gibts bei uns egal, wieviel und wie gut gegessen wurde. sop wird ja schon wieder bewertet. dafür gibts bei uns auch nur wenig.
ich finde süßigkeiten sollten nicht ans normale essen gekoppelt sein, das gibt nur missstimmung.

lg

Beitrag von hanni123 23.04.10 - 12:19 Uhr

Huhu,

die Situation kenne ich. Bei uns war es kürzlich soweit, dass man Sohn sogar fragte "Wieviele Bissen noch, bis ich einen Nachtisch haben darf?". Da ich mich auf so eine Diskussion auch nicht einlasse, gibt es bei uns seit kurzem eine neue Regel: Nachtisch gibt es erst dann, wenn alle mit der Hauptmahlzeit fertig sind.

Das hat gut geholfen, denn wenn mein Sohn nicht beachtet wurde, hat er nach 1-2 min wieder zu essen begonnen.

LG

Hanna

Beitrag von n.b.82 23.04.10 - 13:37 Uhr

Genau das Drama hatten wir auch und es wurde immer schlimmer ...

wir haben von heute auf morgen das Süße danach weggelassen - 1 Tag Drama - durchhalten

2 Tag: er hat nicht mal gefragt.

Jetzt: er bekommt auch mal was süßes - aber nicht immer vielleicht 3-4 mal im Monat - es gibt auch mal ne Quarkspeise mit frischen Obst (ist ja auch Nachtisch)

dafür bekommt er jetzt jeden Nachmittag was süßes - kekse oder auch mal kuchen ...

Funktioniert viel besser und seit dem isst er auch abends mehr ...

LG NIna

Beitrag von kanische 23.04.10 - 16:13 Uhr

hallo hört sich ganz nach meinem Sohn an. Bei uns ist es noch etwas extremer gewesen, er isst nur Reibekuchen, Pfannkuchen, Brot und Apfelmus und trocken Brötchen. Man bekam nichts anderes in ihn rein, keine Chance. Ich war dann beim arzt. Diagnose war: Dickkopf. Meine Kinderärztin rat mir meinen Sohn beim Essen überhaupt nicht mehr zu beachten, Süßigkeiten komplett streichen, nur hin und wieder mal ein kleines Tag max. pro Tag. Und was soll ich sagen, Heute hat er sogar Omlett gegessen, gestern Leberkäse. Einfach genial. Er sitzt mit am tisch und bekommt das gleiche wie wir vorgesetzt, entweder isst er es oder er bekommt ein Brot. Punkt. Nichts von wegen, noch ein Bissen bitte oder wenn du dann nocht isst, dann bekomst du was süßes. Einfach nicht mehr machen, sie verhungert nicht und bekommt schon alles was sie braucht! Stark bleiben!

LG

Beitrag von eiramenna 23.04.10 - 16:25 Uhr

die Phase gab es bei uns auch. Da hatte ich diese kleinen "Fruchtzwerge" (keine Ahnung, welche Marke) geholt. Als Nachtisch gab es dann nur einen (etwa ein Teelöffel voll), das reicht natürlich nicht annähernd um satt zu werden. Die Kinder hatten es bald kapiert und entsprechend mehr vorher gegessen.

Beitrag von woodgo 23.04.10 - 18:45 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist auch nicht der tolle Esser, Süßkram würde aber immer gehen:-[
Jedenfalls mache ich auch mal ne Woche Süßkrampause, wenn es wieder besonders schlecht läuft. Ich sage Ihr, wenn Sie nicht ordentlich essen kann, gibt es auch keine Süßigkeiten.
Dann isst sie mal einen Tag gut und will natürlich gleich Süßkram haben. Aber dann sage ich, daß es schon länger klappen muß und wenn es ein paar Tage gut aussieht, darf sie auch wieder naschen (natürlich keine Berge von Süßigkeiten;-)) Aber so klappt es recht gut. Wenn sie nicht essen mag, bitte, aber dann auch keine Süßkram#schwitz
Im Übrigen hab ich mich auch damit abgefunden, daß meine Tochter so isst, wie sie isst. Aber mit Süßigkeiten belohnen hab ich mir schnell wieder abgewöhnt#schein hat eh nicht funktioniert.

LG

Beitrag von 6woche.1 23.04.10 - 20:19 Uhr

Hallo


Ich hab das Glück das meine Kinder alles essen was sie vor die Nse gesetz bekommen.Klar ausnahmen gibt es.Janic mag keinen Käse (über Spaghetti oder warmer Käse mag er den #kratz,und er mag keine Pilze) Joelmag Bratwurst,Winerle niucht so besonders was ja nicht schlimm ist.Bei uns gibt es Süssigkeiten mal so zwischendurch aber nicht dan dem essen.Dieser Satz "Iss auf snst bekommst Du keinen Nachtisch" gibt es bei uns nicht.Janic hat manchmal auch Phasen in dennen er viel Fleisch und Gemüse isst,aber Nudeln etc stehen läst.Meine Kinder essen so gut wie alles an Obst und Gemüse.Ich verhandle mit dem essen nicht.Sie essen so viel wie sie mögen auch wenn es mir manchmal vor kommt als ob sie so gut wie nix gegessen haben.Kinder verhungern nicht an einem gedeckten Tisch.



Lg Andrea mit Kids

Beitrag von cassidy 24.04.10 - 00:42 Uhr

Hi,

wir haben mit unserer Tochter ein ähnliches Problem. Frühstücken tut sie noch ganz gut. In der Woche gibt es Müsli, am Wochenende Brötchen. Da dar fdann auch Marmelade, Honig und Nutella gegessen werden. Doch Mittag essen ist immer ein Theater. Sie mag nur Nudeln, aber ohne Soße. Evtl. noch Fischstäbchen und Pizza. Das war es dann aber auch. Eine zeitlang hat sie unheimlich gerne Kartoffeln gegessen, aber jetzt nicht mehr. Obst und Gemüse ist sie nur im rohen Zustand und sobald irgendwo nur ein Hauch von Soße dran ist, rührt sie es nicht mehr an. Am Anfang hab ich das noch so hin genommen, aber langsam nervt es.

Bei uns gibt es manchmal Nachtisch. Darauf spekuliert sie dann, aber ich bleibe dann hart und wenn sie nicht zumindest ein zwei Gabeln Gemüse, Kartoffeln, Fleisch gegessen hat, bekommt sie auch kein Nachtisch. Sie zieht es dann aber konsequent durch und isst nicht. Manchmal bewundere ich sie für ihre Sturheit und das sie sich selbst treu bleibt.

Mittlerweile ist es schon so, das ich ihr beim Essen kochen schon mal Paprika,Kohlrabi und Möhre roh in die Hand gebe, damit sie überhaupt ein bisschen was ist.

Zum Abendbrot geht das Drama dann wieder los. Sie beisst ein zwei mal von ihrem Brot ab und dann isst sie nicht mehr.

Mittlerweile ist es mir egal ob sie mit Hunger ins Bett geht. Sie hätte ja essen können. Ich habe die Hoffnung, das sich das Thema von alleine legt.

Süßigkeiten gibt es bei uns nicht jeden Tag und auch nicht zu bestimmten Zeiten. Es ist auch nicht so, dass sie danach fragen. Dafür freuen sich die Beiden um so mehr, wenn es mal was gibt.

An deiner Stelle würde ich die Süßigkeiten völlig streichen. Wenn du dann das Gefühl hast, sie isst wieder besser, dann kann es ja mal en Bonbon oder Keks geben. Aber eben nicht regelmäßig.

Ich denke das Thema Essen ist ein heikles Thema und wir können nicht einschätzen wann und wie viel Hunger die Kleinen haben. Von daher nehme ich es so hin, wenn sie sagen, sie haben keinen Hunger mehr.

Liebe Grüße,

cassidy