Fast 6 Jahre- Wie selbstständig "dürfen" eure Kinder sein???

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nicky2308 23.04.10 - 11:59 Uhr

Hallo,

seit mehreren Wochen beschäftigt uns (meinen Mann und mich) eine für uns doch sehr verstrickte Konfliktsituation.

Unser Erstgeborener (und daher auch die Unsicherheit) fordert eindringlich (natürlich sehr unbewusst) mehr Freiheiten.

Er mag z.B. alleine raus auf den Spielplatz (eine Strasse muss überquert werden), eine Runde Fahrradfahren im Wohnquarré, alleine Brötchen kaufen, mal zu Hause warten, wenn ich unterwegs bin, im Auto warten, wenn ich kurze Besorgungen mache und, und, und.

Er fordert es nicht direkt ein, aber wiederholt diese Wünsche immer wieder.

Und nun? Wie weit kann man in diesem Alter auf sein Kind vertrauen?

Ich/wir trauen ihm die zuvor aufgezählten Dinge zu, aber andere beteiligte (Großeltern, Nachbarn..) schütteln nur die Köpfe.
Ich bin mehr als unsicher, wenn etwas passiert, sind die Vorwürf ja vorprogrammiert.

Ich versuche Kompromisse zu finden, wie er darf sich in der angrenzenden Eisdiele ein Eis holen, wenn ich mit den Kindern auf dem Spielplatz bin, ich darf alleine die Strecke mit dem Fahrrad von der Kita fahren (ich hole sie ab, bereite alles vor, und erwarte ihn an der nächsten Strasse ohne Ampel, derweil überquert er schon eine Fussgängerampel allein, ect.).

Bitte helft mir, er schreit innerlich so sehr danach und ich bin gefesselt von purer Angst (nicht das er sich, wie gelernt verhält, sondern vor Unfällen, fremden Personen und so weiter).

Liebe Grüße
Nicole mit #coolJannik (der dieses Jahr zur Schule kommt), #schreiJulian und JoJo #ei24.SSW

Beitrag von schwarzbaer 23.04.10 - 12:26 Uhr

meine Tochter darf seit sie 5 ist:
- sonntags alleine Brötchen holen
- mit ihrem Puppekinderwagen einmal um den Block spazieren
- alleine zu ihren Freunden gehen wenn sie dort spielen will

peu a peu erhöhen wir die Freiheitsgrade (sie ist jetzt 6,5 Jahre)
- sie darf alleine in die Schule gehen (bzw. mit Freunden, aber ohne Mutti)
- alleine vom Hort nach Hause kommen
- alleine im Supermarkt einkaufen wenn ich mal wieder was vergessen habe
- mit dem Rad zum etwas entfernten gemüsehändler fahren und einkaufen
- alleine bzw. mit Freunden auf den Spielplatz (mit Uhr, damit sie weiß, wann sie wieder da sein muss)

Zuletzt hat sie zusammen mit der Kleinen rumgenölt, daß sie Anna aus der Kita holen will - aber da lass ich mir noch Zeit, da bin ich mir noch nicht sicher, die Kleine ist einfach zu unberechenbar.

Ach so: wir wohnen im Berliner Speckgürtel in einer relativ kleinen Gemeinde, also alles sehr friedlich hier.

Beitrag von nicky2308 23.04.10 - 13:31 Uhr

Hallo,

dies stimmt dann mit meinen Vorstellung ja fast überein.

Auch wir wohnen im Berliner Speckgürtel (16341) und hier ist es ruhig, aber es gibt natürlich auch Hauptverkehrsstrassen.

Liebe Grüße
Nicole.

Beitrag von butler 24.04.10 - 21:31 Uhr

Na Ihr "Speckgürtelbewohner" also meiner (jetzt 2,5) darf alleine um unser Haus ziehen( Ich bin dann aber auch draussen)
Kurz alleine im Garten spielen, zu einem seiner Freund gehen dessen Gärten an unseren angrenzen.
Aber dieses WE gibt es nicht mal alleine raus vor die Tür. Storchenfest und Ritterfest machen aus unserem Dörfchen ein Megaparkplatz. Da wir keinen Bäcker oder ähnl. haben fällt das auch in Jahren weg.
lg aus dem Speckgürtel

Beitrag von kirsten007 23.04.10 - 12:36 Uhr

Hallo Nicole,

mein Sohn wird im Juli 7 Jahre alt und wurde letztes Jahr im September eingeschult.

Wir haben ihn einfach langsam "herangeführt", so sind wir z.B. vor der Einschulung immer den Schulweg gemeinsam gegangen und dann die Strecke von der Schule in den Hort etc.
Es kam dann natürlich irgendwann der ertse Tag, an dem mein Sohn morgens bei mir im Büro anrief und sagte, dass er heute alleine nach Hause kommen wolle, ich soll ihn nicht abholen.
Ich habe dann vom Handy aus im KiGa angerufen und die Erzieherin gebeten, ihn loszuschicken, ich habe mich dann einfach versteckt und habe ihn sozusagen "verfolgt", sprich ich hätte im "Notfall" eingreifen können und ich konnte ihn prima beobachten.
Nun geht er regelmäßig alleine und wenn er das tut, ist er VIEL aufmerksamer, achtet auf alles und jeden, schaut beim Überqueren der Straße auch gleich nach Radfahrern etc.

Mit dem Alleinelassen haben wir das folgendermaßen angefangen: Ich bin beim ersten Mal nur auf unserem Dachboden gewesen oder mal in die Garage gegangen, da war ich dann immer nur 3-5 Minuten weg. Dann bin ich mal alleine einkaufen gegangen und das hat dann natürlich ein bißchen länger gedauert.

Nun wird er bald 7 und da wird sein "Radius" dann vergrößert und er darf dann - nachdem wir auch das geübt haben - alleine auf einen Aktivspielplatz gehen, der ist dann ca. 300 Meter weiter weg.

Mach´ Dich nicht verrückt, denn passieren kann immer was...

Ich finde es wichtig, die Kinder zu Selbständigkeit zu erziehen, natürlich "passend" zum Kind!

LG und ein schönes Wochenende
Kirsten

Beitrag von frauke131 23.04.10 - 12:48 Uhr

Ich finde leider, dass die Kinder heute viel zu sehr eingeschränkt sind und unter ständiger Beobachtung stehen. Einerseits rauben wir ihnen die tollen Sachen der Kindheit, andererseits werden sie nicht selbständig. Wovor haben wir solche Angst? Entführt werden Kinder sehr sehr selten, auch wenn man den Eindruck hat, jede Woch verschwänden Dutzende. Gut, der Straßenverkehr ist um einiges mehr, als zu meiner Kinderzeit. Aber damit wachsen auf und die ganz gefährlichen Straßen sollten sie dann wirklich nicht allein gehen.

Die Ängstlichkeit, die meiner Meinung nach schon fast panisch ist, tut unseren Kindern nicht gut. Wie sollen sie Sicherheit erlöngen, wenn man so tut, als wäre die Welt ein Pulverfass! So ist es nämlich nicht. Angst hat man als Eltern immer, aber ich finde schon, man muss diese unter Kontrolle halten. Sonst leiden unsere Kinder später alle an Panikattaken und Angstzuständen.

Euer Sohn fordert, genau wie meine Kinder, Freiheiten ein. D.H. er traut es sich selber zu. Und ihr ihm auch!

Die Freiheiten, die er hat, finde ich angemessen in seinem Alter. Egal was andere denken. Kinder wachsen auch an dem Vertrauen, welches man ihnen schenkt und ich bin der Meinung, dass selbstbewußte Kinder am wenigsten Gefahr laufen, einem Verbrechen zum Opfer zu fallen. Die größte Gefahr liegt im unmittelbaren Umfeld der Kinder!

Beitrag von jazzbassist 23.04.10 - 12:53 Uhr

Kann ich mich nur anhängen!

Beitrag von jeremiaskilian 23.04.10 - 23:17 Uhr

Sehe es auch genauso!!!

Mein Sohn ist zwar erst 4,5J, aber ich traue ihm schon ganz schön viel zu. Jedes Kind ist zudem anders.

Jeremias vertraut mir und ich vertraue ihm. In sehr vielen Sachen! Bisher kann ich mich nicht an irgendwelche Probleme erinnern!

Er darf z.B. schon alleine mit mindestens einem weiteren Kind zum Spielplatz! Ich kann doch auch nicht ständig dabei sitzen. Und er hat nun mal absolut den Drang nach frischer Luft! Am liebsten 12Std den Tag!

Ich denke man sollte einfach auf SICH und das KIND hören und nicht auf andere Leute!

LG

Beitrag von summersunny280 23.04.10 - 13:06 Uhr

Mein Sohn ist zwar erst 3,5 aber er fordert ebenso Selbständigkeit.Gut ich hab ihn auch bis dato so erzogen.
Ich handhabe das so ,sobald er sich äusert etwas zu tun was meines Wissens darüber hinausgeht ob er es kann teste ich es .
Ich lasse ihn es tun bin aber ständig im hintergrund ,habe ich mir dann ein Bild davon gemacht wie er es kann dann vertrauen ich auch darauf.
Wir wohnen in einem Wohngebiet in einer Sackgasse ,diese wird nur von Anwohnern befahren. Er wollte letztens alleine mit dem Hund (chihuahua)raus, kurz oben in das kleine Wäldchen.
Er hat alles alleine gemacht ,Halsband an, Leine dran ,Jacke und Schuhe angezogen und ist raus. Ich hab vom Fenster aus zugeschaut.
Ich musste wirklich schmunzel wie er den Hund rum kommandiert und das so toll gemacht hat.
Schlechte erfahrung hat er auch schon gemacht......er kam ,klingelte und ich öffnete die Tür . Er streckt mir die Leine mit dem Halsband daran entgegen und schluchzte
das der Hund abgehauen sei.
Wir haben ihn dann zusammen gefunden, angeleint und er ging fröhlich weiter.
Er fährt auch alleine sein Motorrad auf der Strasse.

Er bleibt auch alleine im Auto wenn er dies äusert das er es so will.

Zum Bäcker kann er natürlich nicht alleine.......


Beitrag von metalmom 23.04.10 - 13:46 Uhr

Hi!
Ich denke, das kommt auf Dein Kind und auf eure Wohngegend an.
Mein Sohn ist schon sieben und der totale Träumer. Ihm kann man tausendmal sagen, dass er vor dem Überqueren der Strasse gucken soll ob Autos kommen. Er macht es nicht. Und wenn, dann ist es eher ein Kopfschütteln als ein Gucken. Er ist schon einige Male in brenzlige Situationen gekommen, weil er einfach nicht aufpassen kann/will.
Im Februar wollten wir abends nochmal mit dem Auto losfahren, das stand auf der anderen Strassenseite, da rannte er einfach auf die Strasse ohne zu gucken. Gute zwei Meter vor ihm kam ein Wagen zum Stillstand. Notbremsung, Fahrschulwagen. Gott sei Dank hat der Fahrlehrer gut aufgepasst, sonst wäre mein Sohn unter die Räder gekommen. Das war sehr, sehr knapp.
Mein Sohn macht keine Anstalten, alleine loszuziehen. Und so wie er sich benimmt, ist mir das sogar recht. Ich will ihn nämlich nicht von der Strasse kratzen müssen.
Meine Tochter ist übrigens vier und benimmst sich total vorbildlich um Strassenverkehr. Bleibt an Kreuzungen stehen, guckt ganz sorgfältig und geht dann rüber. So wie es aussieht, zieht sie früher alleine los als ihr großer Bruder.
Wenn Du Deinen Sohn für reif genug hältst, dann würde ich es mal darauf ankommen lassen.
LG,
Sandra

Beitrag von sternenzauber24 23.04.10 - 13:50 Uhr

Hallo,

Vor der Sache stehe ich jetzt auch, denn mein Sohn wird Dienstag 6.
Er ist auch sehr selbstständig, in vielen Dingen habe ich aber Angst um ihn.
Seine Freunde wohnen auch nicht wirklich um die Ecke, so das er mit ihnen wäre, wir haben ein Haus und keine Nachbarkinder.
Ist schon ein Stückchen...
Ich bin auch gefesselt vor angst, bin als Kind und junges Mädel selber in Situationen geraten, die ich keinem wünsche.
Es gibt unheimlich böse Menschen ja, aber ich hatte auch gespür dafür und konnte mich immer irgendwie retten.
Trotzdem bleibt halt diese angst, ich vertraue ja meinem Kind, aber nicht den mitmenschen...

LG, Julia

Beitrag von tinka85 23.04.10 - 13:55 Uhr

hallo,

ich berichte einfach mal von uns. mein sohn ist sechs und wird im sommer auch eingeschult. wir wohnen in einem stadtteil, in dem nicht nur die gut erzogenen kinder sind um es mal nett zu sagen.

er geht alleine raus. direkt vor der tür ist ein großer spielplatz aber er darf sich ach drum herum bewegen und sie kids spielen hier quer durch die gegend. zufuß darf er die nebenstraßen die um uns rum liegen überqueren. mit dem fahrrad aber noch nicht. also er soll nicht 5 straßen weiter rumfahren.

er geht den weg vom kindergarten ab und an alleine. ca 10 minuten brauche ich mit meinem tempo. ich fahre trotzdem hin und hol ihn raus. dann fahre ich direkt nach hause und er läuft einen anderen weg.

wir lassen ihn auch mal alleine hier zu hause.

wenn es kurze wege sind dann kann er alleine draußen bleiben ( zb die kleine aus der krippe holen). bin ich länger weg dann ist er drin. da ist es auch kein problem ihn mal 1-2 stunden alleine zu lassen, vorrausgesetzt er darf dann in der zeit einen film gucken. müsste er sich frei beschäftigen hätte ich bissl bedenken. er weiß aber auch wie er uns erreichen kann. manchmal ruft er dann an und fragt ob er sich einen bonbon nehmen darf fg.
ich bin dann aber immer in ca zehn minuten zu hause falls was sein sollte.

ich finde die kinder brauchen diese freiräume. unser sohn ist stolz wie sonst was wenn er alleine etwas machen darf. und es tut ihm gut. ich meine er kommt bald in die schule. da sollten sie so langsam auch mal alleine sich durch die welt bewegen dürfen.

es stärkt alles mögliche. selbstbewusstsein,stolz,selbstsicherheit...und entlastet seine nerven denn auf großeinkauf hat er auch nicht immer lust

lg tinka

ps lass die anderen reden. bei gewissendingen kann auch was passieren wenn du daneben stehst

Beitrag von risala 23.04.10 - 14:17 Uhr

Hi,

wir wohnen in einem Dorf an der 2. und etwas ruhigeren Hauptstraße (es gibt bei uns 2 Hauptstraßen - eine durchs Dorf welche von den Anwohnern genutzt wird und eine ca. 250m weiter weg am Dorfrand welche als Passierstr für LKW, Autos, etc genutzt wird und stärker befahren ist) - so zur ergänzenden Info.

Unser Sohn darf seit der 4 ist alleine einkaufen gehen (ca. 100m - und einsehbar), aber die Straße muss überquert werden (anfangs haben wir ihn an die Straße gebracht, rübergeschickt und wieder "abgeholt" - die MA im geschäft haben das ebenfalls getan, damit er sicher auf die andere Seite kommt), im sichbaren Umfeld alleine zum Opa oder Freunden gehen.

Seit er 5 geworden ist, durfte er zusätzlich alleine in den KiGa und wieder nach Hause gehen (ca. 250m - nur teilw. einsehbar), Freunde im selben Umkreis besuchen, mit Freunden "alleine" auf den Spielplatz gehen, mal 5min alleine zu Hause bleiben

Seit er 6 geworden ist, darf er im Umkreis von max. 10min Fußweg alleine Rad fahren, Freunde besuchen, etc)., mal 15-20min alleine bleiben (wir sind dann aber über Handy erreichbar!)

Seit er 7 geworden ist, darf er halt im größerem Rahmen alleine unterwegs sein und auch bis zu 45min alleine bleiben (wenn wir oder der Opa über Handy erreichbar sind).

Ach so, im Auto beim Einkaufen darf er nicht alleine bleiben - das möchte der Papa nicht (und ich akzeptiere das!).

Gruß
Kim

Beitrag von katjafloh 23.04.10 - 15:21 Uhr

Meiner ist 7. Er darf, alleine in den Garten hinterm Haus, alleine mit dem Fahrrad ums Karree und zum Nachbarsjungen spielen. Das andere, wie alleine Brötchen holen, alleine Eis holen, alleine zu Freunden die in der Nähe wohnen, alleine auf den Spielplatz usw. will er noch gar nicht alleine. Obwohl er es von mir aus durchaus dürfte. ;-)

Lg Katja

Beitrag von marion2 23.04.10 - 20:35 Uhr

Hallo,

du machst das schon ganz gut so.

Angst gehört mit dazu. ;-) Den meisten Müttern fällt das Loslassen schwer.

Aber wann will man anfangen? Irgendwann müssen sie das alles können.

Gru? Marion

Beitrag von caro300 23.04.10 - 21:32 Uhr

Hallo Nicole,

persönlich sehe ich das wohl etwas kritischer als andere Mütter. Mein Sohn ist gerade 8 Jahre geworden und rennt eigentlich nicht allein draußen rum.

Klar sollte man nicht zuviel Angst haben aber ich habe schon das Gefühl, dass heute mehr passiert.

Es ist ein bißchen wie mit dem Fahrradfahren. Ein 6 jähriges Kind kann zwar fahren, kann den Verkehr aber noch nicht überblicken. Ein 6 jähriges Kind kann alleine in den Kindergarten oder die Schule laufen aber geht es auch nicht mit, wenn eine fremde Person es anspricht, wie verhält es sich in anderen brenzligen Situationen? Das ist eine andere Sache. Wenn du deinem Kind mehr Freiheiten geben willst, dann ist es noch besser, dein Kind ist mit anderen Kindern zusammen und nicht allein. Denke ich. Aber das muss ja jeder selbst entscheiden.

LG
Carola

Beitrag von h-m 24.04.10 - 07:58 Uhr

Mir gefällt der Satz, den ein(e) Vorschreiber(in) geschrieben hat:
Ich vertraue meinem Kind, aber nicht allen anderen Mitmenschen.
Es fängt schon mit dem Verkehr an: unsere Straße ist 30-Zone, aber da hält sich lange nicht jeder dran...

Meine Tochter ist im Februar 6 geworden und kommt auch dieses Jahr in die Schule.

Sie darf noch nicht allein raus. Ich bin nicht immer mit auf dem Hof, wenn die Kinder dort spielen, aber dann wechsle ich mich mit den Nachbarinnen mit dem Aufpassen ab. Der nächste Spielplatz ist auch weiter weg, dort dürfen die Kinder nicht allein hin.

Zwei Geschäfte sind in der Nähe, aber auf dem Weg dorthin müssen eine bzw. zwei Straßen überquert werden - eine Straßenüberquerung ist immer dabei, wo es keine Ampel gibt. Ich gehe mit meiner Tochter bis zum Geschäft und warte dann auf dem Parkplatz, dann darf sie allein drin einkaufen.

Beitrag von quickys1 24.04.10 - 15:09 Uhr

Hallo Nicole,

meine Tochter ist auch 6 und auch ich merke, dass sie immer mehr alleine machen möchte.
Ich habe auch sehr große Angst, da wir direkt an einer viel befahrenen Hauptstraße wohnen.

Nun ja, sie darf alleine Brötchen holen. Ist nicht weit. Ca. 100Meter. Auch ein Eis an der Tankstelle ist kein Problem.
Zu Ihrer Freundin geht sie auch alleine. Dazu muß sie einmal um den Block. Ich höre sie dann aber wenn sie dort ist. Wir wohnen eigentlich Garten an Garten. Ist nur doof zu erreichen. Jetzt möchte sie mit einer Freundin aus der 4. Klasse eine Runde Fahrrad fahren. Ich werde es erlauben, sofern ich das Versprechen bekomme, das die Straße nicht überquert wird.
Letztens kam sie alleine von der Schule. Der Weg mit ihr zusammen dauert für uns 20 Minuten. Mit ihrer Freundin zusammen hat sie 45 Minuten gebraucht. Das zerrte schon sehr an meinen Nerven. Aber ich befürchte da müssen wir Eltern durch.

Kinder werden leider erwachsen.

Liebe Güße

Nicole

Beitrag von kimchayenne 25.04.10 - 08:16 Uhr

Hallo,
es kommt sicherlich auch auf das Kind drauf an,hält es sich an Abmachungen oder nicht?Danach richtet sich auch das Vertrauen.Wir haben in einem Dorf gewohnt,ca. 10000 Einwohner,mitten im Zentrum,die Kinder sind ab 5 alleine mit dem Rad in den Kiga gefahren,auch mal schnell zum Aldi einkaufen,wenn ich was vergessen hatte,alleine auf den Spielplatz durften sie auch,genauso wie zur Eisdiele,war aber auch alles sehr zentral gelegen udn ich wusste das ich mich auf meine Kinder verlassen kann.Vor einem Unfall oder ähnlichem it niemand wirklich gefeit,der Sohn meiner Freundin wurde vom Auto angefahren obwohl seine Mutter mit dem Rad direkt hinter IHm fuhr.Ich habe mir aber immer gesagt wenn mein Kind es sich zutraut dann lasse ich es auch versuchen,damit bin ich immer gut gefahren,die konnten sehr gut einschätzen was geht und was nicht.
LG Kimchayenne

Beitrag von germany 25.04.10 - 10:08 Uhr

Morgen,

mein Sohn wird im Juli 6 und er darf:



-alleine auf den Spielplatz (eine Seitenstraße mit selten Verkehr muss überquert werden)

- Mit dem Rad draußen fahren wo ich ihn sehen kann

-alleine in den Garten

- hier warten wenn ich mit den HUnden eine kurze Runde gehe

- sich ein Eis holen wenn der Eismann kommt ( zur Eisdiele rüber darf er nicht, da mir die Straße zu gefährlich ist)



Natürlich geh ich immer mal wieder gucken wenn mein kleiner auf dem Spielplatz ist. Bis 6 Jhre soll man alle halbe std. gehen, danach dann jede std. Ich seh das nicht ganz so eng, da er dort nie alleine ist sondern mit seinem Freund (der ist 12).

Er hat auch ein uraltes Handy dabei und da kann ich dann anrufen und fragen was er macht. Hab ich anfangs sehr oft, jetzt nicht mehr. Da ist kein Geld drauf oder sonst ein schnickschnack, es ist nur das ich weiß das alles ok ist, aber der Spielplatz ist auch keine 4 Gehminuten von hier entfernt und liegt in einer Sackgasse wo viele Kinder sind und jeder meinen kleinen kennt.



lG germany mit Lukas *10.07.2004#sonne

Beitrag von sora76 26.04.10 - 07:54 Uhr

Hallo!

Ich hab auch ne Tochter die 6 Jahre ist. Tja, bei ihr ist es so: Sie passt einfach nicht auf.
Sie will schon länger alleine mit dem Fahrrad zur Freundin fahren (Zufuß darf sie das), aber das verbiete ich. Sie träumt rum und das geht im Verkehr einfach nicht. Das weiß sie auch.
Ich seh das auch so: Meiner Tochter traue ich viel zu, aber den anderen Menschen nicht. Wir wohnen auch in einer 30iger Zone, aber das heißt nicht das die Leute auch so fahren.

Es kommt auf viele Dinge an, die bei mir eine Rolle spielen. Wieweit ist etwas weg? Ist der Weg 'einfach'? Kennt sie sich da aus?! usw.

Wir machen das Stück für Stück. Ich muß mir sicher sein, das die Kleine sich so verhält wie es angemessen ist. Sie ist so sehr Gewissenhaft, aber ihre Träumerei macht das nicht Einfacher.
Zuhause so eine Stunde alleine lassen geht bei ihr sehr gut. Sie ist nicht der Typ, der da Unsinn macht. Sie macht sich dann etwas zu trinken und spielt in ihrem Zimmer.

Als meine Tochter das erste Mal alleine zur Freundin gegangen ist, hatte ich auch ein komisches Gefühl. Das gehört dazu, aber da der Weg durch eine Spielstraße führt, fühlte ich mich sicherer.

Ich denk es ist ganz normal das man sich da Gedanken macht. Ist auch Richtig so. Immer ein Stück mehr loslassen und dann geht das auch.

Das was ich nicht gerne mache: Das sie lange Wege alleine geht. Da ist es mir einfach lieber, wenn sie mit einer Freundin oder so geht.

LG Sonja

Beitrag von sternchen718 26.04.10 - 09:00 Uhr

Hallo,

ich finde es gut wenn dein Sohn es sich selber zutraut mal allein was zu machen.
Ich bin mit 5 allein zum Bäcker und musste über eine viel befahrene Bundesstraße. Ich habe als ich 9 war meinen kleinen Bruder im Schlepptau gehabt wenn wir auf nen Sandberg oder gar auf eine Baustelle sind. Wir haben Lager gebaut usw.

Ich finde das Kinder heutzutage viel zu überwacht werden. Wo bleibt den die Freiheit. Wo bleibt die Erfahrung sich mit gleichaltrigen in einem von Kindern gesteckten Rahmen zu messen?
Meine Kinder jammern mir immer vor ihnen wäre so langweilig und wenn ich sage geht doch rauß kommt nur da ist ja niemand.

Wir wohnen am Stadtrand in 10 Min. Laufnähe ist ein Wald, ein Bach, mir wäre in diesem Alter alles nur nicht langweilig gewesen.

Räume deinem Sohn freiheiten ein, wie soll er denn sonst lernen das er sich selber vertrauen kann und wo seine Grenzen sind.

LG

Beitrag von gussymaus 27.04.10 - 11:10 Uhr

also mein großer ist fast 8, und der darf auch nicht alleine überall hin... zur omi nach gegenüber (sackgasse, also kaum verkehr), zum kindergottesdienst geht er allein (da muss er eine größere straße überqueren, aber da sind zu der zeit viele erwachsene, die ihn dann mitnehmen.

einkaufen kommt nicht in frage, wir habe nkein geschäft in erreichbarer nähe. aber wenn wir in der stadt sind spielen die beiden (fast 8 und fast 6) auch schon mal eine weile in der fußghängerzone auf dem spielplatz, während ich ein geschäft weiter schuhe gucke oder so. aber dann wissen sie immer wo ich bin, und kommen zu mir wenn si was haben. in der stadt weglaufen würde ihnen nicht enfallen, da hätten sie zu viel angst mich zu verlieren.

den großen würde ich schon mal alleine zum freund fahren lasssen, wenn bis dahin ein radweg ist und nicht allzugroße straßen zu überqueren wären. leider muss er immer einen kilometer an einer außerorts-straße fahren, ohne radweg, und das ist mir auch für den großen zu gefährlich. aber bei dem freund ist in der siedflng ein spielplatz, da gehen beide alleine hin, und über die dorfstraße (50kmh) gehen sie auch zusammen um auf dem schulhof zu spielen. dann melden sie sich aber bei der mama ab und kriegen eingeschärft gut zu gucken. das klappt ganz gut wie ich von beobachtern weiß. den kleinen würde ich aber aos nicht laufen lassen, auch wenn er bald 6 wird. der ist einfach noch nicht umsichtig genug dafür. es kann ja immer mal was unverhergesehenes sein, und da wäre er dann überfordert im verkehr. hätten wir einne freund auf de selben straßenseite ien paar häuser weiter würde ich ihn da wohl alleine hingehen lassen. sie fahren auch zusammen oder alleine die sackgasse hoch um papa am ende abzuholen, wenn er auf dem acker ist oder so. aber da ist dann auch nur papa auf dem trecker, kein sonstiger verkehr, und wie der papa sich verhält haben wir abgesprochen, und da können sie sich ja drauf verlassen...

im auto bleiben meine drei auch sitzen, wenn ich nur klenigkeiten hole, was kaum länger dauert als alle mitzunehmen. also wenn ich schneller wieder da bin als alle kinder ausgestiegen und wieder angeschnallt sind. oder wenn sie einfach keine lust haben, dann beeile ich mich und die drei (oder zwei oder einer) hören ihr höspiel weiter.

alles andere was du aufzählst würde ich meinem 6jährigen nicht erlauben, einfach weil ich weiß dass es böse menschen gibt, und unvorsichtige verkehrsteilnehmer noch viel mehr. aber wenn du das ok findest, und weiß dass den sohn die situation handlen kann ist das ok. gerade in dem alter muss man viel gucklen wie das kind und die umstände es hergeben. wie euer wohnkarree gebaut ist weiß ich nicht, bei uns ist das alles sehr offen, und weils weitläufig ist heizen die autos hier ziemlich, da hab ich mit fußßweg immer schon genug sorge, wo nur ich selber auf der straße fahren muss...

kurz: ud MUSST deinem sohn das nicht erlauben, aber wenn due glaubst es riskieren zu können tu es, kinder können eine menge, und ob es schief gehen wird weiß man beim 6 jährigen genauso wenig wie beim 10 jöhrigen...