Kaiserschnitt oder Einleitung HILFE!

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von apella 23.04.10 - 12:19 Uhr

Hallo,
Kurz zu meiner Situation: Da mein Kind einen komplexen Herzfehler hat, muss ich zur Entbindung 500km weit weg in ein Kinderherzzentrum, wo dann das Kind in der 39. SSW geholt werden wird. Prinzipiell spricht nichts gegen eine "normale" Geburt. Ich muss bis in drei Wochen eine Entscheidung treffen ob Kaiserschitt oder Einleitung. Erstens ist es ein logistisches Problem: Kaiserschnitt wäre geplant und mein Mann könnte den Urlaub rund um die OP einteilen. Andererseits hab ich Angst nicht fit genug zu sein, nach dem Kaiserschnitt und dass die Narbe lange Schmerzen bereiten kann... (bitte um Erfahrungsberichte) Andererseits, wird die Einleitung kaum klappenzu diesem frühen Zeitpunkt und mit Schmerzen verbunden sein... (hab ich zumindest gehört) ... und eine normale Geburt kann auch Probleme bereiten.... wieder andererseits ist es eben das GEburtserlebnis, das das Kind auch brauchen würde, weil die Zeit danach einfach extrem werden wird, für uns alle!
Wer genaueres wissen will kann auf meiner VK nachlesen!

So, jetzt möchte ich eigentlich von euch wissen, wie lange ein Kaiserschnitt wirklich Schmerzen bereitet. Wie lange man danach keinen Sport (Rennen) betreiben darf und wie ihr euch entscheiden würdet?

Danke
lg
Helga

Beitrag von nordseeengel1979 23.04.10 - 12:36 Uhr

Hallo Hallo Helga,

ich würde persönlich einen Kaiserschnitt vorziehen, eine Einleitung kann sehr schmerzhaft sein und über Tage dauern. Ich hab auch eine Einleitung probiert, es war der Horror und wir haben nach 24 Stunden abgebrochen.


Am ersten Tag tats doch ganz schön weh, vor allem das aufstehen. Wenn man erstmal steht muss man drauf achten gerade zu stehen und nicht gebückt, dann tuts kaum noch weh. Nach 1 Tag bin ich schon überall hin selbst gelaufen und nach 3 Tagen war ich entlassen... Nach 1 Woche konnte ich wieder "normal" laufen und nach 2 Wochen hab ich nur noch ein ziepen im Bauch gehabt und hab alles wie immer gemacht wie immer auch. Jetzt ist der Kiserschnitt 4 Wochen her und ich vergess schon teils, dass ich da überhaupt ne Narbe hab :-)

Ansich ist der Kaiserschnitt auch nicht schlimm, ist halt ne OP, aber ich fands gut.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen.

Lg Nordseeengel & Kira Marie 24.03.2010

Beitrag von muffin357 23.04.10 - 12:40 Uhr

hallo

also der SPORT wäre jetzt das letzte Argument, das Du heranziehen solltest, denn egal, wie du gebierst, solltest du dich wochenlang erstmal schonen und dann langsam mit RÜBI anfangen ...

also es ist normal, dass bei einer normalen spontanen geburt die herztöne etwas runtergehen durch die belastung ... -- also mit diesem wissen wäre es mir mulmig, so eine belastung und das u.U. tageslang mit wehen einem kind mit Herzfehler anzutun, -- also ich glaube wegen dem herzfehler würde ich eher auf sicher spielen und die entscheidung dem KIND willen treffen und nicht meiner Fitness halber...

ob du nun reisst oder dammschnitt hast oder ne KS-narbe -- da gehts um einige tage anderes schmerzempfinden je nach veranlagung, - also das wär für mich kein entscheidungsgrund...

lg
tanja

Beitrag von anie82 23.04.10 - 12:42 Uhr

Hi
Also ich habe in der 38ssw. Einleiten lassen. Habe morgens die erste Tablette bekommen (alle 4 stunden) und hatte den ganzen Tag über keine wehen.(Hatte also einen gemütlichen Tag) Abends um 23 uhr haben die wehen dann eingesetzt und um 00:13 war er dann da. Hat also problemlos alles geklappt. Muss aber nicht bei jedem so ablaufen habe da schon einiges gehört. Wollte erst auch einen KS habe mich dann aber anders entschieden gerade wegen den schmerzen danach.

LG Anie

Beitrag von mar3950 23.04.10 - 12:44 Uhr

Hi,

also ich kenne das von meiner Freundin, ihre Kleine hatte auch einen Herzfehler und sie hatte die Kleine normal entbunden. Das hat der Kleinen aber überhaupt nicht gut getan, der ganze Stress etc.... während der Geburt ist ihre Speiseröhre gebrochen und sie hatte zu viel Fruchtwasser geschuckt....

Deswegen konnten die Ärzte sie nicht sofort am Herzen operieren sondern mussten erst am die Speiseröhre ran. Das kostete schon wichtige Zeit. Jetzt 3 Wochen später wurde sie am Dienstag operiert. Man gucken.

Also die Ärzte sind sich im Nachhinein einig, dass es für die Kleine zu viel war mit dem Herzfehler die Geburt zu überstehen, deswegen kann es zu Speiseröhrenbruch etc...

Olso würde ich dir auf jeden Fall raten einen Kaiserschnitt zu machen (obwohl das für dich nicht so toll ist), den bei der Geurt kann vieles schief gehen und wenn dein baby noch nicht ganz gesund ist vielleicht noch mehr (sorry will dich nicht verängstigen, aber das bei meiner Freundin ist schlimm) deswegen aus meiner Erfahrung her sage ich KS.

LG

Beitrag von lieke 23.04.10 - 13:17 Uhr

Hallo Helga,

ich denke so eine Entscheidung solltest du zusammen mit den behandelnden Kinderärzten und Geburtshelfern treffen. Hier wirst du viele verschiedene Erfahrungen hören, aber jede Situation ist anders.

Ich habe einen (sekundären) KS hinter mir und 2 Einleitungen, eine bei unreifem Befund, eine bei reifem, beide weit vor dem Termin. Die erste dauerte 3 Tage, die 2. 4 Stunden.
Die Gründe und Umstände waren jedesmal anders, genauso wie die Geburten selbst.

Kannst mich gerne anschreiben wenn du Fragen hast.

LG,
Lieke

Beitrag von tragemama 23.04.10 - 13:53 Uhr

Ich persönlich würde ganz klar einen KS wählen, um einem eh schon kranken Kind den Geburtsstress zu ersparen. Meine Tochter hatte eine massive Atemproblematik (wussten wir vorher nicht) und uns wurde in der Kinderklinik sehr klar gesagt, dass sie eine vaginale Entbindung deutlich schlechter weggesteckt hätte und der Stress der Geburt ihre Atemprobleme massiv verstärkt hätte.

Richtig fit war ich nach etwa 4 Wochen wieder, Sport sollst Du die ersten 8 Wochen eh bleiben lassen und dann erst mal Rückbildung...

Andrea

Beitrag von minnie85 23.04.10 - 15:59 Uhr

Ich denke nach irgendwelchen Antworten von hier zu gehen macht wenig Sinn, du solltest das mit den behandelnden Kinderärzten entscheiden. Wenn die sagen, eine normale Geburt birgt kein höheres Risiko für dein krankes Kind, würde ich es normal bekommen, erstens weil dein Kind dann die Darmbakterien, die Mundflora und die entsprechenden Oxytocinrezeptoren erhält die es braucht (ist bei KS-Kindern anders bzw durch minderwerte Bakterien gebildet) und zweites weils ein KS sehr, sehr schmerzhaft ist und du danach auch Folgerisiken hast.

Beitrag von lisasimpson 25.04.10 - 01:38 Uhr

Hallo!

Die entscheidung kann dir ja keiner abnehmen- daher ist es wichtig, daß du für dich abwägst.
ich habe frauen gesehen die ganz schnell nach einem KS wieder fit waren und andere, die länger gebraucht haben.
Ich hatte 2 einleitungen und bei mir gins jedes mal ratz-fatz. beim ersten mal 2,5 stunden beim zweiten ca 1 stunde- ich würds also weider so machen- das heißt aber nicht, daß es bei dir genauso schnell geht.

ich wünsche dir, daß du eine Entscheidng triffst, mit der du gut leben kannst und ganz viel kraft für die zeit danach

lisasimpson