Vertrauensmissbrauch - wie solls weiter gehen?....:-( (etwas lang)

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sweetyshe20 23.04.10 - 12:34 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich muss mal wieder was los werden, weil ich nicht mehr weiss wie ich mich weiter verhalten soll.

Die Vorgeschichte ist an sich ist soweit nicht von Bedeutung, nur so viel, verheiratet, seit 1 1/2 Jahren geschieden, Sohn grade 4 geworden, er neu verheiratet, seine neue bereits 2 Kinder (14/10) und im Januar erneut Vater geworden.

Seit dem seine neue in sein Leben getreten ist, gibt es nur noch ärger. Er holt den Krümel wann er will, anrufen tut er gar nicht mehr etc.pp.

Jetzt zum Problem: Wir würdet ihr euch verhalten, wenn der Mittelpunkt nicht mehr der kleine ist, sonder nur noch daras besteht, die Mutter zu ärgern?

Mal davon abgesehen, das ich mir von seiner Frau anhören darf, sie hätten keine Pflichten sondern nur Rechte, wird jedes WE irgendwas gemacht, um mir das Leben schwer zu machen.

Nur 2 Beispiele von den letzten 2 WE (wobei der kleine nur 1 Nacht bleiben darf, mehr möchten die beiden nicht!!?!):

Vor 3 Wochen kam mein Sohn weinend nach Hause, Tanja (seine neue) wäre mit ihm beim Friseur gewesen (er hasst Friseur, zu uns kommt eine Freundin und mit ganz viel Spielen klappt das alles) und er hätte geweint und gesagt, das er das nicht möchte worauf Tanja gesagt hätte, das wird jetzt gemacht, sonst hohle ich den DU DU DU Mann aus dem Heizungskeller (womit ich übrigends auch nicht einverstanden bin, finde es verhaltet und möchte selbst eine Respekt Person sein und nicht mir irgendelchen Monstern drohen!).

Beispiel 2: Mein EX wohnt 80 km entfernt. Er hatte mich bereits mehrmals gefragt ob sein Bruder den kleinen mal nach Hause bringen dürfe, was ich kategorisch abgelehnt habe, weil sein Bruder grade 20 ist, ein PS starkes Auto und bereits mehrere Unfälle hatte und ich finde 80km über die Autobahn muss mit meinem kleinen nicht sein. Zumal der Onkel den kleinen nur 4x im Jahr sieht. Dies wurde mir auch vom JA bestätigt, das ich das verbieten kann, trotz gemeinsamen Sorgerecht. Tja, und letztes WE steht Sonntag abend ein feist grinsender Onkel mit meinem Kind vor der Tür, ohne Anruf des Vaters. Zudem hatte mein süsser die ganze Unterlippe innen offen von einem Sturz aus dem Hochbett, worüber ich auch nicht informiert wurde, und Krümel hat sich verbissen die Hände vor den Mund gehalten und gesagt: "Papa hat gesagt, ich darf dir das nicht zeigen!".

Leute, was soll ich denn jetzt machen? Der kleine erzählt ansonsten nix negatives von dort, fährt meines erachtens nach gerne hin, schon wegen seinem neuen Bruder, aber unter solchen Voraussetzungen, so ganz ohne Vertrauen kann ich meinen kleinen dort nicht mehr mit ruhigem Gewissen hin lassen. Das JA sieht sich auch nicht mehr in der Lage was zu tun, da die beiden sich weigern, sich mit uns an einen Tisch zu setzten um diese Sachen aus der Welt zu schaffen.

Was würdet ihr tun? Danke schon mal,

LG Sweety

Beitrag von manavgat 23.04.10 - 12:58 Uhr

Ich würde mich zumindest mal von einer Anwältin beraten lassen und dann ggfalls den KV schriftlich auffodern sich an folgendes zu halten.

1. nur er selbst oder seine Frau bringen das Kind mit dem Auto!

2. Er hält sich an die jedes 2.WE-Regel, damit das Kind Verlässlichkeit hat und Du Planbarkeit.


Schreib noch Schmonzes von wegen, Du wärst Dir sicher, dass er das Wohl des Kindes im Auge hat und gehst daher davon aus, das es so laufen lässt.

Zu Punkt 1: Du kannst auch den Onkel schriflich auffordern das Kind nicht mehr im Auto/auf dem Motorrad mitzunehmen widrigenfalls würdest Du ihm eine Unterlassungsaufforderung zukommen lassen.

Kommuniziere klar, freundlich und bestimmt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sweetyshe20 23.04.10 - 13:12 Uhr

Genau das habe ich mir auch schon überlegt, in Bezug auf die Anwältin, das was mir bisschen im Magen liegt ist, das wenn er nicht auf das Jugendamt hört, ich nicht glaube das er auf solch ein Schreiben reagieren wird, und wenn, nur, um sich danach andere Punkte zu suchen, die er brechen kann.

Ich hätte auch gerne, das der kleine jedes 2. We von Freitag bis Sonntag kommen darf, weil er jedes mal weint, das er mal länger bleiben möchte beim Papa. Der erzählt ihm jedes mal: "Das geht aber nicht mäuschen, weil die Mama sonst weint wenn du so lange nicht da bist." Das finde ich auch unterste Schublade, mich dafür verantwortlich zu machen.

Aber noch mal zu der Frage, was mache ich denn, wenn er auf das Schreiben auch nicht aggiert? Kann ich dann noch igrnedwas machen oder habe ich nur die 2 Möglichkeiten - hinnehmen oder verweigern - ?

LG und Danke noch mal!

Beitrag von manavgat 23.04.10 - 13:20 Uhr

Schick das per Einschreiben mit Rückschein, auch damit ihm klar wird, dass Du es ernst meinst.

Wenn er nicht reagiert, dann musst Du die Anwältin beauftragen ihn anzuschreiben.

Wenn also kein Besuchswochenende ist, dann gibst Du das Kind nicht mit. Plan an diesen Wochenenden was Schönes mit Deinem Sohn und sag dann: "das ist jetzt aber doof, dass der Papa vergessen hat, dass heute kein Besuchswochenende ist und wir schon was anderes vorhaben. Macht nix, nächstes Wochenende bist Du ja wieder bei Papa. Dabei strahst Du den KV an!

Besser wäre noch, Du wärst dann gar nicht da, z. B. bei einer Freundin....

Umgekehrt: ist Besuchswochenende und er holt den kleinen nicht, das gibt es auch keinen Ersatztermin. Oder aber: Du bringst ihn vorbei...

Dieser Hickhack geht auf Kosten des Kindes. Viele KVs glauben, die KM gibt dann schon irgendwann nach. Das ist dann der Anfang vom Ende geregelter Kontakte.

Wenn der KV nicht einverstanden ist, dann kann er klagen. Welches Gericht würde Dir widersprechen, wenn Du zum Wohle des Kindes einfach nur geregelten Umgang möchtest?

Das Jugendamt kann weder ihm noch Dir irgendwas vorschreiben, ist ergo auch keine Hilfe.

Gruß

Manavgat

Beitrag von merlin06 23.04.10 - 13:04 Uhr

Hallo,

also beim ersten Beispiel fehlen mir echt die Worte #schock. Diese Frau hat doch garnicht zu entscheiden, ob und wann dein Sohn zum Friseur geht, schon ganricht, wenn er das nicht möchte!

Zum zweiten Beispiel: Ich würd es übers Jugendamt offiziell abklären, dass der Onkel den kleinen nicht von A nach B bringen darf.
Und sicher passieren Unfälle, aber das man als Mutter nicht drüber informiert wird ist nicht ok. Im Gegenteil, man bekommt von dem Kind noch zu hören "Papa hat gesagt, ich darf dir das nicht zeigen!".

Ich würde mein Kind auch nicht mehr mit einem ruhigen Gewissen hinschicken können.
Setz dich am besten nochmals mit dem JA in Verbindung und klär mit ihnen, dass die nächsten Treffen zwischen Vater und Sohn in deinem Umfeld stattfinden. So kann dein Sohn den Vater weiterhin sehen (sofern dieser die 80km auf sich nimmt für sein Kind) und du hast ein Auge drauf. Vielleicht verhält sich der Vater auch ganz anders, wenn seine neue Frau nicht dabei ist und du kannst in Ruhe mit ihm reden.

Beitrag von petra1982 25.04.10 - 08:43 Uhr

Hallo

Ich rate dir auch das per Anwalt regeln zu lassen und daran soll und muss er sich halten.

Wenn der Onkel so drauf ist würde ich als Stiefmutter die Kinder meines Mannes nicht mitschicken, wobei das bei uns nie ein Thema ist, mein Mann holt und bringt die Kinder von seiner Ex Frau.

Das die Stiefmutter Monster erfindet furchtbar, wenn ichd ies machen würde, würde nicht nur die Ex was sagen sondern auch mein Mann mir die Hölle heiss machen, und zum Friseur? Ist nicht meine Aufgabe sondern die der Mutter oder nach absprache auch mein Mann, was aber sinnlos ist meiner Meinung nach da die Kinder von meinem Mann nie mit Zottelmäne oder ähnlichem da sind.

Versuch es deinem Ex zu erklären bei keiner Einsicht gehst du zu deiner Anwältin.