2 ( Klein ) Kinder und neue Arbeit finden

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von nanny38 23.04.10 - 13:25 Uhr

Ich bin seit 2 Wochen auf Arbeitssuche und hatte vor 2 Tagen mein erstes Vorstellungsgespräch.
Dort fragte man nach dem Alter meiner Kinder ( 14 Monate und 2,5 Jahre ) und der nette Herr meinte zu mir, dass in seinen Augen eine Mutter mit so kleinen Kindern nicht in der Lage ist zu arbeiten, da die Kinder eh die ganze Zeit krank sind. Darauf ist mir erst mal gar nichts eingefallen. Ab August ist der Kleine auch in der Kita- klar der erste Winter wird hart- aber meine Mutter würde auch immer auf die kranken Kinder aufpassen, damit ich arbeiten kann. Das habe ich auch versucht zu erklären, aber den Job habe ich natürlich nicht bekommen....
Ich finde, dass man auch mit 2 Kindern durchaus in der Lage ist 20-30 Stunden die Woche zu arbeiten.
Wie seht ihr dass?
Ich hoffe, dass sehen nicht alle Arbeitgeber so. In meinen alten Job kann ich leider nicht zurück, da die Firma von Berlin nach Hamburg gezogen ist.
Habt ihr Erfahrung mit der Arbeitssuche mit 2 Kleinkindern?

Viele Grüße

Beitrag von muckel1204 23.04.10 - 13:32 Uhr

Also ich arbeite seit letzten November wieder, aber in 2 Schichten. Ich musste schon 6 Kindkrank-Tage für den Kleinen und 5 Kindkrank-Tage für den Großen nehmen in dieser Zeit. Ich selbst war auch schon 2x für 2 Tage krank, weil ich mich in der Zeit bei den Kindern angesteckt habe. Bisher hat sich niemand beschwert, es ist nun mal so.
Ich hatte aber in meinem Beruf gar keine Probleme, 2 Bewerbungen, 2 Gespräche und am Ende 2x "JA", so das ich mir den Arbeitgeber aussuchen konnte.
Vielleich solltest du doch den Winter abwarten, denn der wird hart, wenn dein Kleiner erst in die Kita kommt.

LG Carina, die heut noch Spätschicht hat und am WE auch ran muss:-(

Beitrag von enni12 23.04.10 - 13:33 Uhr

Hallo,

ja, ich kenne das...
Ich habe drei Kinder (12 und zweimal 1) und würde wohl auch keine neue Stelle finden #schmoll
Zum Glück kann ich wieder bei meinem alten AG für 30 Stunden die Woche anfangen und der traut mir das auch zu

#danke

LG und alles Gute für deine Suche

Dani

Beitrag von nele27 23.04.10 - 13:35 Uhr

Hi,

ich finde es schon recht bedenklich, dass der AG überhaupt solche privaten Fragen gestellt hat #kratz

Ich hätte wahrscheinlich gesagt: "Ich habe mich bei Ihnen in dem Wissen beworben, dass ich den Vertrag erfülle. Das werde ich auch tun. Wie mein Privatleben sich genau gestaltet, muss ich ja sicher nicht ausbreiten, oder??"

Denn eigentlich gehört sowas nicht ins Vorstellungsgespräch... als ob Du zu doof bist, zu raffen, dass für solche Fälle wie Kindkrank eine Lösung gefunden werden muss #klatsch Ich finde, da wird mit Müttern schon fast beleidigend umgegangen.

Ich habe mich übrigens auf eine Vollzeitstelle mit 8 Monate altem Kind beworben... es wurde im Gespräch nicht mit einer Silbe erwähnt. Ich selbst habe ganz am Schluss erzählt, dass mein Mann in Elternzeit ist. Aber da ging es um den Wohnort (die wollten wissen, ob ich dorthin ziehe, wenn ich da arbeite).
So finde ich es auch richtig!
Deine Kinder gehen die Firma nichts an, das musst DU regeln...

Ich wünsche Dir viel Glück bei der weiteren Suche!!!
Lass die Kinder nächstes Mal einfach aus dem LL raus, wenn es Dir zu bunt wird.

LG, Nele

Beitrag von nakiki 23.04.10 - 15:13 Uhr

Hallo!

Wenn eine Mutter Teilzeit arbeiten will, kann man davon ausgehen, dass sie sich größtenteils um die Kinder kümmert, sprich der Mann ist der Hauptverdiener.

Wenn die Kinder krank sind, können sich die Mütter einfach auf ihre Kindkranktage berufen und der AG sitzt dann da! Und wie gesagt, der Mann könnte natürlich auch seine Kindkranktage nehmen, aber ich wette, dass die Erfahrung zeigt, dass der Mann dies nicht macht, da er ja der Hauptverdiener ist.

Du gehst davon aus, dass alle so eine Einstellung haben wie du, dies ist aber nicht der Fall.

Als mein Kleiner in die Krippe kam, waren er, meine Tochter und ich abwechselnd krank. Das zog sich fast 1,5 Jahre hin! Also nachvollziehen kann ich die Bedenken des AG.

Ob es natürlich rechtlich in Ordnung ist, solche Sachen im Vorstellungsgespräch anzusprechen, ist natürlich eine andere Sache.

Gruß nakiki

Beitrag von nele27 26.04.10 - 09:31 Uhr

Moin,

hmm, ich bin da irgendwie anders drauf...
Ich hab mich noch nie einfach auf meine Kindkrank-Tage berufen #kratz

Ich hab schon häufiger mein Kind betreut, wenn mein Mann Klausuren geschrieben hat oder gerade jetzt in der Abschlussphase. Aber ich bleib dann nicht einfach weg. Ich arbeite mindestens während des Mittagsschlafs und abends ab 20 Uhr von zu Hause aus an solchen Tagen. Wenn Anton bereits fieberfrei war und es ihm gut ging, nur noch einen Tag nicht in die Krippe durfte, nahm ich ihn auch schon mal mit zu Terminen (geht natürlich nicht immer).

Vll bin ich aber auch so kooperativ, weil mein AG mich nicht wegen des Kindes unter Druck setzt. So haben wir beide was davon...

Naja, und wenn mein Mann einfach grundsätzlich sagen würde, er bleibt nicht zu Hause (egal ob Hauptverdiener oder nicht) hätten wir wahrscheinlich eine Eheproblem, weil da etwas im Grundverständnis von Familie nicht stimmt... ich bin ja nun Alleinverdiener und trotzdem fühle ich mich fürs Kind zuständig. Das erwarte ich umgekehrt auch.

Liebe Grüße
Nele

Beitrag von fraukef 23.04.10 - 20:30 Uhr

Ich sehe das ein wenig anders - und war in der gleichen Situation wie die TE...

Ich hab (und musste) mit 2 kleinen Kindern nen neuen Job gesucht und auch gefunden. Als ich die Stelle angetreten hab, war Felix 14 Monate alt und Judith war gut 2,5 Jahre alt - also quasi wie bei der TE...

Ich bin bei JEDEM Vorstellungsgespräch nach dem Alter der Kinder gefragt worden. Ob das rechtens ist, weiß ich nicht - aber ich finde es verständlich. Ich habe auch immer recht bereitwillig Auskunft über unser Betreuungsmodell gegeben - Die Große war schon im KiGa - der Kleine bei der Tagesmutter - auch schon eingewöhnt - Oma und Opa sind da und springen im Notfall ein, so dass ich nicht wegen jedem Hüstelchen zu Hause bleiben muss.

Ja - ich habe nicht gleich den ersten Job bekommen, auf den ich mich beworben habe - und ja - es kann sein, dass das an den Kids lag - aber ich habe einen Job bekommen! Und mit Sicherheit nicht den Schlechtesten!

Und es hat sich alles gut eingespielt - mein Chef weiß inzwischen, dass ich nicht wegen jedem Hüstelchen (weder bei mir noch bei den Kids) zu Hause bleibe - und wenn wirklich mal was ernsthaftes ist (ich war erst vor kurzem für ne Woche mit meiner Großen im KH), ist das für meinen Chef auch völlig in Ordnung! So ist es ein gegenseitiges Geben und Nehmen, was für meinen CHef auch völlig in Ordnung ist.

LG
Frauke

PS
Nicht an Nele, sondern an irgendwen anders, der es schrieb: Natürlich teilen mein Mann und ich auch die Kinderkrank-Tage - nicht umsonst hat jeder von uns 10 und nicht die Mutter per se 20... Mein Mann ist genauso Papa, wie ich Mama bin und kann sich genauso gut um die Kinder kümmern wie ich - auch wenn sie krank sind! Warum sollte dann immer ich zu Hause bleiben?

Beitrag von joshua0709 26.04.10 - 06:17 Uhr

Hallo Frauke,
gibt`s Dich noch? Wie geht es euch? Was macht Deine Große?
War bis dato 2 mal 3 Tage krank seit November und die Kinder und wir haben den Winter nahezu ohne Doc-Einsatz vorüber ziehen lassen.
Meld Dich mal, wenn Du Zeit hast (verstehe, dass die sehr begrenzt ist!)
Uta

Beitrag von nele27 26.04.10 - 09:34 Uhr

Ich hatte nur 2 Vostellungsgespräche und wurde beide Male NICHT gefragt... Ich habe auch ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich gefragt werden könnte.

Und da mein AG keine Scherereien wegen Kind macht, mache ich auch keine mit den Kindkranktagen - sondern versuche, die Betreuung und die Arbeit bestmglich zu vereinbaren (was bedeutet, dass zumindest die dringensten Sachen erledigt werden, da kann sich der AG drauf verlassen...).

LG, Nele

Beitrag von liki 26.04.10 - 09:40 Uhr

Hallo Frauke,

zu Deinem PS:

mein Arbeitgeber hat mich damals eingestellt, obwohl ich alleinerziehend mit 2 noch relativ kleinen Kindern war - er wusste das.
ich hatte noch 145 Mitbewerberinnen.

Ich wusste dieses Vertrauen von Anfang an zu schätzen und habe es nie mißbraucht. ich hatte in den vergangenen Jahren einige Kinder-Fehltage, die natürlich immer ich nehmen musste (Vater der Kinder wohnt 300 km entfernt).
ich bin aber auch in den vergangenen Jahren an so manchem Urlaubstag noch Mal zur Arbeit gefahren, weil ein Notfall vorlag. Oder länger geblieben....etc.

Ist ein Geben und Nehmen.

Und funktioniert bestens. Mein Chef bestand auch schon Mal darauf, dass ich früher heimgehe, um den anstrengenden Kindergeburtstag vorzubereiten. Dafür bekommt er eine super-loyale und zufriedene, hochmotivierte Mitarbeiterin. - also eine Win-Win-Situation.

Beitrag von jasahe 23.04.10 - 13:58 Uhr

Hallo!

Also der Meinung bin ich nicht, dass es sinnvoll ist, "das geht sie nichts an" zu antworten. Dann wird man den Job auch nicht erhalten. Ich bin mit zwei Dingen gut gefahren; erstens stehen meine Kinder nicht im Lebenslauf; dazu bin ich nicht verpflichtet. Wenn ich gefragt werde, antworte ich aber ehrlich, dass ich welche habe. Werde ich nach dem Alter gefragt, bin ich auch hier ehrlich. Ich sage aber nur soviel dazu, wie ich gefragt werde. Zweitens mache ich daraus ein komplett unwichtiges Thema, indem ich salopp antworte: Die Kinderbetreuung ist kein Problem; ich habe ein Betreuungsnetzwerk organisiert. Besonders gut wirkt es, wenn es ein bezahltes Netzwerk ist (Au pair, Kindermädchen, Babysitter etc.) Muss nicht stimmen; Hauptsache ich habe mal den Job. Du mußt halt sicherstellen, dass du wirklich nicht jedes Mal selbst bei den Kindern bleiben mußt; denn das ist natürlich heavy für den AG. Lass dich nicht auf die Kinder reduzieren.

LG

J.

Beitrag von linagilmore80 23.04.10 - 15:54 Uhr

Uhh, eigentlich darf man Kinder im Lebenslauf nicht unterschlagen.

Beitrag von widowwadman 24.04.10 - 19:15 Uhr

Ich hab mein Kind auch nicht in den Lebenslauf geschrieben, genausowenig wie meinen Familienstand. Wir sind doch nicht mehr in den Fuenfzigern. Oder ist Deutschland wirklich so rueckstaendig?

Beitrag von petunia72 23.04.10 - 20:03 Uhr

Hallo,

das kann aber nah hinten losgehen, wenn man die Kinder im Lebenslauf unterschlägt.

LG Tina

Beitrag von jasahe 24.04.10 - 14:21 Uhr

ich habe mich bei der arbeiterkammer erkundigt; es ist nicht verpflichtend

Beitrag von ppg 23.04.10 - 14:00 Uhr

Ich habe eine Stelle bekommen, da war das jüngst Kind 15 monate alt und das mein Sohn knapp 2 Jahre älter.

Es war eine Außendienstposition - also nichts mit pünklichen Arbeitszeiten.

Ich habe die Stelle bekommen, weil ich souverän aufgetreten bin, und schlüssig darlegen konnte, das ich ein Betreuungskonzept samt mehrer Notfallpläne habe. Ich habe keinen einzigen Tag wegen Kinder gefehlt.

Heutzutage ist der Arbeitsmarkt noch schwieriger, da ist es noch wichtiger seine Kinderbetreuung nur von einer Seite abzusichern. Kein Wunder, wenn Du mit so mangelhafter Vorrausplanung nur Absagen bekommst. Du brauchst minsdestens noch zwei zuverlässige Betreuungsmöglichkeiten zur KiTa dazu. Vorher ist Arbeiten gehen gar nicht möglich. Sprich Dich mit Freunden und der familie ab und am besten noch eine tagesmutter die auch kranke Kinder nimmt als Plan C

Ute

Beitrag von 96kati 23.04.10 - 14:34 Uhr

"am besten noch eine tagesmutter die auch kranke Kinder nimmt als Plan C"

Na super, Kind 40 Fieber und am brechen und trotzdem geht's ab in die Fremdbetreuung, weil Muttern bloß nicht mal einen Tag fehlen kann! #augen

Beitrag von ppg 23.04.10 - 17:10 Uhr

Ja, weil ich das immernoch für besser halte, als von Sozialhilfe zu leben und nie wieder im Berufsleben Fuß fassen zu können.

Aber sicher für bildungsferne Bevölkerungsschichten wie Dich , ist es natürlich viel besser Kinder in Armut und Perspektivlosigkeit hineinwachsen zu lassen

Ute

Beitrag von 96kati 23.04.10 - 17:21 Uhr

#gaehn

Ach Schätzchen, du weißt doch gar nicht, was du da redest...

Glücklicherweise leben meine Kinder sicherlich nicht in Armut, zumal ich mich VOR der Entscheidung sie zu bekommen um meine berufliche Zukunft gekümmert habe!

Beitrag von ppg 23.04.10 - 17:37 Uhr

Na was meinst Du was ich getan habe????

Eine Ausbildung UND ein Hochschulstudium!

Darum wollte ich ja auch AE mit Kleinkindern unbedingt wieder in Arbeit, weil ich sonst 10 Jahre Ausbildung in die Tonne kloppen kann. Und dafür wird man dann von Frauen angepöbelt, die eingentlich lojal sein sollten, weil sie im gleichen Boot sitzen!

Ute

Beitrag von 96kati 23.04.10 - 17:47 Uhr

Gepöbelt hast nur du!

Beitrag von ppg 23.04.10 - 17:52 Uhr

So vergesslich???

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2601556&pid=16502817&bid=12

Ute

Beitrag von 96kati 23.04.10 - 18:01 Uhr

Ich bitte dich... so zart besaitet?

DU bist richtig beleidigend geworden und deswegen ist die Diskussion für mich auch an dieser Stelle beendet.

Beitrag von liki 24.04.10 - 08:27 Uhr

nun, es gibt ja nicht nur schwarz und weiß.

Zwischen: "ich gebe mein Kind auch mit 40 Fieber und Brechdurchfall in Fremdbetreuung" und "ich gehöre einer bildungsfernen Schicht an, beziehe Hartz 4 und hänge den ganzen Tag vor der Glotze" gibt es noch ganz, ganz viele Zwischenstufen.

Für meinen Arbeitgeber (wissenschaftliches Umfeld) ist ganz klar, dass ich, wenn die Kinder krank sind, auch Mal früher nach Hause gehen kann oder einen Tag ganz zu Hause bleibe. Dafür ist für mich klar, dass ich, wenn mehr Arbeit anfällt, mir auch ein halbes Bein rausreiße, um meinen Chef nicht im Stich zu lassen.

Ein Geben und Nehmen ohne Aufrechnerei - wie es eben unter intelligenten Menschen normal ist, denn nur daraus erwächst eine "Win-Win-Situation", wenn Alle zufrieden sind.

Einen Arbeitgeber, der mir bei einem einzigen Krankheitstag mit sofortiger Kündigung droht (so klingt das bei Dir) würde ich nur als Übergangslösung ansehen - dazu wäre ICH MIR dann doch zu viel wert und mir meines Wertes auch bewusst.

Liki

Beitrag von grundlosdiver 23.04.10 - 19:11 Uhr

#augen
So schlimm muss es ja nicht immer sein!!! Meine Tochter war von Oktober bis März fast durchgehend krank! Jede Woche was anderes! Natürlich war ich auch mit ihr zu Hause, aber wenn es nicht so schlimm war, musste sie eben los zur TaMu! Die Kita hätte sie mir z.T. nicht abgenommen.
Die Tagemutti konnte sich dennoch gut kümmern, aber ich konnte definitiv nicht 6 Monate zu Hause bleiben!!!
Wie stellst Du Dir sowas vor? Ich weiß ja nicht, was Du für einen Job hast, aber nicht in jedem Job ist ein unbegrenztes Fehlen möglich!!!
Eine Mutter macht sich dennoch Sorgen und ich hätte wahrlich auch lieber ein durchweg gesundes Kind gehabt!!!