Autounfall und nun Gerichtstermin

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Beitrag von dani875g 23.04.10 - 14:44 Uhr

Hallo ihr Lieben.
Ich versuche mich mal kurz zu fassen.
Hatte im April 2009 einen Unfall.Ich war auf der Hauptstrasse und an dieser Hauptstasse waren viele Parkplätze.
Dann kam ein Opa rückwärzt aus der Parklücke und hat mich voll gerammt:-(mein Auto total schrott.
1 Jahr haben wir nun mit unseren Anwalt versucht die Sache zu klären,wir sollen eine Teilschuld bekommen#kratzaber warum?
Muß der Opa nicht aufpassen wenn er ausparkt?
Naja nun haben wir im Mai einen Termin vor Gericht#zitterich habe echt Angst davor.
Kann mir Bitte jemand sagen ob ich da wirklich hin muß?Mir schlägt das Thema jetzt schon auf meinen Magen,habe voll die Magenschmerzen?
Was passiert da genau vor Gericht?Muß ich da was sagen?Oder redet nur mein Anwalt?
Ich kann da einfach nichts sagen#heul
Bitte wer kennt sich aus damit und kann mich aufmuntern?

Liebe Grüße Dani.

Beitrag von thamina 23.04.10 - 14:48 Uhr

Mal ganz ehrlich... WO ist der Haken?

Opa parkt aus und rammt euch dabei. "mein Auto total schrott"? Von nem ausparkenden Opa?

Und was hast du zu befürchten wenn du dir keiner Schuld bewusst bist. Und ne Teilschuld bekommt man nicht einfach so. #kratz

#herzlich

Beitrag von engelchen1989 23.04.10 - 14:52 Uhr

Hallo,

ich hab hier bei Urbia mal was davon gelesen, dass beim Rückwärtsfahren erhöhte Sorgfaltspflicht gilt und hab mal gegooglet.

Das hier hab ich gefunden:

"Rückwärtsfahren

Das Rückwärtsfahren ist ein äußerst gefährlicher Fahrvorgang, bei dem allein dem Rückwärtsfahrenden die Pflicht auferlegt wird, alles zu vermeiden, was andere Verkehrsteilnehmer oder Sachen zu gefährden oder gar zu schädigen.

Gegen den Rückwärtsfahrenden spricht stets der Anscheinsbeweis dahingehend, dass er allein einen Unfall verschuldet hat.

Kann der Rückwärtsfahrende den Raum hinter seinem Fahrzeug nicht vollständig überblicken, muss er sich eines Einweisers bedienen. Blindes - auch vorsichtiges - Rückwärtsfahren ist grob verkehrswidrig."

http://www.verkehrslexikon.de/Module/Rueckwaerts.php

Warum genau geht denn das ganze jetzt vor Gericht? Was hat dein Anwalt dazu gesagt? Er muss dich ja irgednwie aufgeklärt haben und erklären was nun auf euch zu kommt!?

Liebe Grüße

Beitrag von anita_kids 23.04.10 - 14:53 Uhr

Ich glaube nicht, dass du dir Sorgen machen musst, ich bin schonmal beim rückwärts ausparken jemandem reingefahren - ich Schuld, mir ist vor etwas über nem Jahr jemand beim rückwärts ausparken reingefahren - dessen Schuld. Da gab es gar keine Probleme, selbst die Versicherungen haben sich nicht quergestellt.

LG Anita #blume

Beitrag von littleblackangel 23.04.10 - 15:06 Uhr

Hallo!

Bist du vielleicht zu schnell dran vorbei gefahren, sodass dein Auto so total kaputt war? Und hast deshalb eine Teilschuld?#gruebel


LG und viel Glück für die Verhandlung!

Beitrag von sunjoy 23.04.10 - 15:09 Uhr

Hallo,

warum sollst du Teilschuld bekommen? Sie haben das doch bestimmt gesagt #gruebel

LG

Beitrag von bezzi 23.04.10 - 15:14 Uhr

Du hast das wichtigste vergessen:

Ist dabei irgendjemand verletzt worden ? Wenn ja, wer ?

Nur dann kann ich mir überhaupt erklären, warum es hier eine Gerichtsverhandlung gibt.

Hat die gegnerische Versicherung denn schon bezahlt ?

Bei Deinem Auftritt vor Gericht kann es sich doch nur um eine Zeugenvernehmung handeln. Da brauchst Du normalerweise keinen Anwalt.

Beitrag von susi.k 23.04.10 - 15:16 Uhr

Hallo,

Prinzipiell haben wir mit jedem Unfall schon mal eine Teilschuld am Hals, ob wir dies nun einsehen oder nicht. Denn der Betrieb eines Fahrzeugs birgt an sich schon so viele Gefahren und Risiken, dass bei konkretem Schaden eine Gefährdungshaftung greift: Indem das Auto bewegt wurde, ist eine potentielle Gefahr entstanden, die sich im Falle eines Unfalls in ein Schadensereignis umgewandelt hat. Sobald auch nur ein klitzekleiner ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Betrieb von einem Fahrzeug mit dem Unfall besteht, bekommt man schon eine Teilschuld angehängt.

Dies gilt nur dann nicht, wenn es sich bei dem Unfall um ein unabwendbares Ereignis handelt. Unabwendbar ist ein Unfall dann, wenn auch ein optimaler Fahrer bei Anwendung aller erdenklichen Sorgfalt keine Chance gehabt hätte, den Unfall zu verhindern. Also selbst Ferraripilot Michael Schumacher dürfte keine Chance gehabt haben, den Unfall zu umgehen. Dies ist typischerweise bei völlig unvorhersehbaren und falschen Verhaltensweisen von Fußgängern oder anderen Verkehrsteilnehmern der Fall, passiert aber recht selten.
Denn als Autofahrer ist es unsere Pflicht, vorausschauend zu fahren und mit dem Fehlverhalten anderer zu rechnen. Sind Kinder im Spiel, ist man immer in der Bredouille. Ebenso auf Autobahnen, wenn man die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h überschreitet: Ein besonnener und umsichtiger Autofahrer hätte diese Geschwindigkeit nämlich nicht überschritten und sich und die anderen Fahrer nicht einem erhöhtem Risiko ausgesetzt.

LG,
Susi

Beitrag von .roter.kussmund 23.04.10 - 15:51 Uhr

"Dann kam ein Opa rückwärzt aus der Parklücke und hat mich voll gerammtmein Auto total schrott."

wäre das auto samt opa ein kind gewesen, so wäre jetzt das kind "total schrott"!

schonmal daran gedacht?

Beitrag von biene81 23.04.10 - 15:53 Uhr

Ich stehe moeglicherweise total auf dem Schlauch, aber was genau willst Du mit dieser Antwort bezwecken? #gruebel

Beitrag von .roter.kussmund 23.04.10 - 16:01 Uhr

ich weiß ja nicht, was sie dem anwalt erzählt hat, aber hier hat sie sich nicht zu ihrer geschwindigkeit geäußert... vielleicht war sie auch sehr flott unterwegs.

Beitrag von biene81 23.04.10 - 16:05 Uhr

Vielleicht auch nicht!
Von daher ist es vollkommen nutzlos jetzt solche Sprueche rauszukramen.

Beitrag von nightwitch 23.04.10 - 16:17 Uhr

Hallo,

genau das habe ich mir auch gedacht.

Wenn ich an parkenden Autos vorbei fahre, dann muss ich damit rechnen, dass jemand plötzlich ausparkt. Man sieht auch die Rücklichter und muss somit auch erhöhte Vorsicht walten lassen.

Nunja, ob nun Teilschuld vorliegt oder nicht, muss halt das Gericht entscheiden.

Gruß
Sandra

Beitrag von xandria 23.04.10 - 17:39 Uhr

Das hypothetische "Kind" könnte aber auch total Schrott sein, wenn sie langsam oder gar in Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren wäre. Alles rein spekulativ.

Beitrag von biene81 23.04.10 - 17:53 Uhr

Das sehe ich auch so.
Ob man nun die Lichter des Autos sah, ist auch rein spekulativ, denn kein Mensch hier weiss, wie die Auto's angeordnet waren.
Vor dem alteren Herren haette auch ein groesseres Auto stehen koennen, in einem solchen Falle sieht man naemlich das Auto danach nicht.
Vielleicht hat die TE auch verstaerkt auf andere Dinge geachtet, wie spielende Kinder, herumlaufende Hunde und weiss der Henker.

Beitrag von gaeltarra 23.04.10 - 17:08 Uhr

Hallo,

wenn du eine Vorladung hast, musst du hin. Wenn der Richter dich persönlich fragst, musst du antworten.

Aber eines ist sicher: bei deinem Jargon, sprich "Opa" usw., kann schon sein, dass du nicht den besten Eindruck dort hinterläßt.

Zu dem Thema "Opa" muss aufpassen: auch du als "Noch-nicht-Oma, aber irgendwann-Oma" musst aufpassen! Bist du 50 km/h gefahren? Schneller? Dann wird man dich dazu befragen, nehme ich mal an.

Ach ja: schau mal unter "rückwärzt" im Duden nach.

VG
Gael

Beitrag von dodo0405 23.04.10 - 19:59 Uhr

Also mir ist mal jemand an mein geparktes (!) Auto gefahren und geflüchtet. Wurde dann ermittelt, war ein über 75-Jähriger Mann, der angeblich nix bemerkt hatte.

Mir sollte auch eine Teilschuld aufgebrummt werden - mein Anwalt hat aber ganz schnell klar gemacht dass ich vom Büro aus schlecht an irgendwas Schuld sein hätte können

Beitrag von tapsitapsi 23.04.10 - 20:57 Uhr

Hey,

mein Papa ist letztens auch in ein anderes parkendes Auto gefahren beim Rückwärtsausparken.

Allerdings hat der andere ne Teilschuld bekommen und noch ein Bußgeld. Er stand nämlich im absoluten Halteverbot!

Da es ein Geschäftswagen war, der nicht sonderlich beschädigt wurde, wollte der Chef, dass die beiden die Polizei holen.
Das war wohl Pech für den Fahrer!:-p Seit diesem Tag parkt er auch ordnungsgemäß!:-p


LG

Beitrag von stolzemutsch 23.04.10 - 21:41 Uhr

Hey,

warumsollst du denn eine Teilschuld bekommen?
Das müsstest du dazu schreiben, sonst können wir dir nichts sagen. Warst du zu schnell? Hast du nicht reagiert? Oder irgendwas anderes, was der Gegner dir vorwirft?

Also, wenn du dich ordnungsgemäß verhalten hast und du den Unfall nicht verhindern konntest, können sie dir keine Teilschuld geben. für was denn auch? Wollen sie dir zur Last legen, dass du böse böse Frau auch ausgerechnet diese Straße, zu dieser Uhrzeit langfährst und nicht mit Schrittgeschwindigkeit an parkende Autos langfährst, für den Fall, dass jemand, wie der "Unfallverursacher", unvorsichtig aus der Parklücke kommt? Das ist doch Blödsinn. Da kann dir keiner was. ER hat beim Rückwärtsfahren die Verantwortung. ER ist in diesem Moment eine "Gefahr" für den fließenden Straßenverkehr,also muss ER sich auch versichern, dass er bei seinem Manöver keinen gefährdet. Notfalls über eine ausweisenden Person. Das hat man doch schon in der Fahrschule gelernt und ändert sich auch nicht. Wäre ja noch schöner, wenn du die Schuld für seinen Fehler bekommst. Aber gerade die älteren Männer sind schwierig und ich kann mir gut vorstellen, dass er vielleicht vor seiner Familie nicht als Unfallverursacher darstehen möchte und deswegen alle Hebel in Bewegung setzen möchte um dir wenigstens eine Teilschuld zu geben. Und deswegen wird dem erstmal nachgegangen, denk ich mal. Aber keine Sorge, wenn du wirklcih NICHTS falsch gemacht hast, lächelt der Richter darüber einmal müde und du kannst wieder gehen.

Solltest du allerdings etwas falsch gemacht haben, wie in etwa: zu schnell gefahren, dann sieht das wieder anders aus. dann könnten sie dir vorwerfen, dass du, wenn du dich an die Geschwindigkeit gehalten hättest, den Unfall hättest vermeiden können. Und dann kommt es zum gutachter usw, der dann rausfinden müsste, ob du bei tempo 50 wirklich den unfall hättest vermeiden können.
Lg

Beitrag von lucccy 24.04.10 - 09:38 Uhr

Hallo,

wenn man sich gütlich nicht einigen kann, geht es halt vor Gericht. Rechne mal damit, dass Du eine Zeugenaussage machen musst, denn Du warst dabei, Dein Anwalt nicht.
Überdenke aber evtl. vor der Aussage Deine Wortwahl, also statt Opa evtl. Herr X (den Namen wirst Du sicher kennen) und statt "Auto total Schrott" wäre "mein Wagen hat einen Totalschaden" sicher angebrachter.
Richter sind übrigens auch nur Menschen und meiner Erfahrung nach ziemlich nette. Der Richter will einfach nur den genauen Unfallhergang erfahren und wird daraufhin ein Urteil fällen. Was für ein Gerichtsverfahren ist es denn? Ein strafrechtliches oder ein zivilrechtliches (wie lautet genau Deine Ladung, wirst Du als Zeuge, Angeklagter oder als Nebenkläger geladen)? Was steht denn eigentlich in der Post von Anwalt bzw. der gegnerischen Vesichrung, warum sie nicht die vollen Kosten übernehmen (darum geht es ja wahrscheinlich, was noch lange nicht Teilschuld bedeutet).

Gruß Lucccy