Würdet ihr jemanden beim Jobcenter anzeigen?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von melmystical 23.04.10 - 16:18 Uhr

Ich kenne jemanden der zu Unrecht ALG II bezieht.

Am liebsten würde ich ihn beim Jobcenter anzeigen, allerdings anonym, da ich wirklich Angst vor den Folgen hätte. #zitter

Hat das schon mal jemand gemacht? Kann man dort einfach anrufen, oder wie geht das?
Wieviele Daten bräuchte ich denn von dem jenigen? Reicht der Name? Oder brauche ich auch Geburtsdatum, Adresse usw?

#danke

Beitrag von fred_kotelett 23.04.10 - 16:26 Uhr

Der schlimmste Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Informant.

Also nö

VG

Beitrag von melmystical 23.04.10 - 16:44 Uhr

Und warum nicht?

Ist es dir generell egal, was andere Leute machen oder interessiert es dich nicht?

Ich muss sagen, ich habe einen ziemlich ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und wenn jemand so einen Betrug ausübt und damit auch noch angibt, fällt es mir sehr schwer den Mund zu halten. #aerger

Beitrag von shmenkman 23.04.10 - 17:57 Uhr

Na, so schwer scheint es dir dann auch nicht zu fallen, denjenigen hast du ja nicht persönlich mit deiner Absicht konfrontiert. Sonst würdest du doch nicht anonym bleiben wollen.

Vor allem: was bringt das dir? Meinst du, dir geht's hinterher besser? Meinst du dein Leben wird ein kleines bisschen schöner, wenn du andere auch noch feige und hintenrum denunzierst?

Gruß
Belma

Beitrag von litalia 24.04.10 - 10:17 Uhr

wegschauen ist und bleibt feige!

was es bringt? hmmm, evtl das gefühl nach ein klitzeklein wenig GERECHTIGKEIT? .... gegenüber allen arbeitnehmern!

offensichtliche "sozialleistungs betrüger" gehören angezeigt.

wenn das mal ein paar menschen mehr machen würden indem sie handeln und nicht immer wegschauen gäbe es vielleicht nicht mehr derart viele menschen die zu unrecht leistungen beziehen.

aber schau du lieber weiter auf dein kleines randloses tellerchen.

Beitrag von shmenkman 24.04.10 - 11:27 Uhr

Die Courage, die du bei ANONYMEN Anzeigen an den Tag legst ist natürlich bewundernswert und ich bin -ja, du hast recht!- feige, weil ich den Menschen ins Gesicht sage, was ich von ihnen halte!

Vor allem die Freude, die du beim denunzieren empfindest macht deutlich wess' Geistes Kind du bist.

Es ist wohl auch der "randlose Teller" der es mir ermöglicht, weiter zu schauen als du es kannst. Gottseidank sind die meisten Menschen in Deutschland von anderem Schlag, sonst bekäme ich nachts kein Auge zu.

Beitrag von litalia 24.04.10 - 13:22 Uhr

1. wer sagt das ich anonym melde? wieso sollte ich das?

2. was bringt es denn wenn man es den menschen ins gesicht sagt? ÄNDERT sich was???? sicher nicht! also vergeutete zeit mit leuten mit denen ich nichts zu tun haben will!

ja natürlich freue ich mich wieder ein schritt mehr zur gerechtigkeit getan zu haben und betrüger nicht wortlos zu dulden!

sozialbetrug zu DULDEN ist schlicht dumm.

warum sollte ich wegschauen wenn jemand offensichtlich zu unrecht leistungen bezieht? ... ich rede hier nicht von 20 euro die sich vielleicht jemanden "hintenrum" zum alg2 dazu verdient sondern vom sozialbetrug im großen stil.

vielleicht gerätst du ja auch mal in eine NOT situation? und bist auf leistungen vom staat angewiesen?
jammer dann nicht wenn du unter der brücke schlafen musst. DU warst es schließlich die weggeschaut hat wo andere zu unrecht leistungen bezogen haben.

Beitrag von shmenkman 24.04.10 - 14:26 Uhr

Wenn du das nicht anonym machst, ist das meiner Meinung nach ok.
Darum geht es mir doch die ganze Zeit! Das habe ich in meinen Beiträgen weiter unten auch gesagt.
Ich habe auch folgendes (weiter unten) finchen geantwortet:

Ich hoffe, du hast verstanden, dass es mir nicht darum geht Leistungsmissbrauch zu entschuldigen.
Ich glaube nur, dass anonymes Anschwärzen, Petzen und Denunzieren Gift für unser Land ist. Wo ist da die Grenze?
Sollte man Falschparker anzuzeigen? Jemanden, der gefundenes Geld nicht abgibt? Schulschwänzer, Steuertrickser, Hundehalter, die den Leinenzwang nicht einhalten?

Gehst du genauso vehement gegen diese Fälle vor?

Zu 2.: Ich würde den Leuten lieber persönlich die Pistole auf die Brust setzen, als sie sofort zu denunzieren, weil ich das für das anständigere Vorgehen halte.

Darf ich dich fragen wie es kommt, dass du soviele Sozialbetrüger kennst die dir ihre Finanzen offen legen?

Ich habe solche Leute nicht im Freundes- und Bekanntenkreis (oder sie sagen es mir nicht?!).

Beitrag von litalia 26.04.10 - 18:44 Uhr

"Sollte man Falschparker anzuzeigen? Jemanden, der gefundenes Geld nicht abgibt? Schulschwänzer, Steuertrickser, Hundehalter, die den Leinenzwang nicht einhalten?

Gehst du genauso vehement gegen diese Fälle vor?"

Nun, natürlich habe ich noch andere sachen zu tun ;-) und ich bin gewiss nicht dafür jeden pups zur anzeige zu bringen.
aber wenn menschen ganz selbstverständlich und dreist "straftaten" begehen bin ich dafür das diese zur rechenschaft gezogen werden.

ich gebe zu: gegen falschparker die andauernd auf dem fußweg parken sodass ich mit meinem kind auf der straße lang laufen muss und hundehalter die ihre vierbeiner in der stadt nicht anleinen.... ja, gegen die habe ich besonders was ;-)

ansonsten, leben und leben lassen. jeder hat fehler und jeder macht fehler und bevor man anzeigt sollte man den persönlichen kontakt suchen.

allerdings muss man das eben auch situationsabhängig machen.

das dreisste, verkiffte "pack" was im großen stil zu unrecht sozialleistungen bezieht, nein, da suche ich keinen persönlchen kontakt und JA in so einem fall würde ich auch anonym anzeigen da ich nicht um mein leben fürchten möchte;-)

ich sehe das so: nur weil man anonym anzeigt heisst das nicht das man feige ist sondern das man einfach seinen eigenen "frieden" wahren will.
ist es besser, betrüger munter weiter "betrügen" zu lassen nur weil man sich nicht "traut" anzuzeigen, weil man ärger befürchtet. weil man kinder hat die man ein stückweit ja auch beschützen möchte?

ich finde es in ordnung wenn menschen anonym anzeigen, niemand ist verpflichtet ein blaues auge zu riskieren.

Beitrag von manavgat 10.06.11 - 18:46 Uhr

Sollte man Falschparker anzuzeigen?


wenn sie immer wieder abgesenkte Bordsteine zuparken, Rettungswege unpassierbar machen - ja!

Jemanden, der gefundenes Geld nicht abgibt?

das ist eine Straftat: Fundunterschlagung und genauso schwerwiegend wie Diebstahl

Schulschwänzer

- da bringt Hilfe mehr, sie schaden schließlich in erster Linie sich selbst.

, Steuertrickser

es gibt keine Steuertrickser. Es gibt nur Steuerhinterzieher. Und das ist strafbar.

, Hundehalter, die den Leinenzwang nicht einhalten?

- der Leinenzwang dient, z. B. im Park dem Schutz der anderen. Vor allem den Kindern. Ich würde das nicht bagatellisieren wollen.


Grundsätzlich hast Du eine für mich sehr merkwürdige Moral. Oder gar keine, wie man es nimmt.


Gruß

Manavgat

Beitrag von windsbraut69 24.04.10 - 10:22 Uhr

"fällt es mir sehr schwer den Mund zu halten"

Ja, was sagt derjenige denn zu Deinen Vorhaltungen?
Du hast mit ihm/ihr gesprochen und er/sie zeigt weder Einsicht, noch wird er etwas ändern?

Gruß,

W

Beitrag von nightwitch 23.04.10 - 17:16 Uhr

Oder vielleicht doch eher derjenige, der noch nicht mal richtig zitieren kann? #rofl#kratz

http://www.gutzitiert.de/zitat_autor_august_heinrich_hoffmann_von_fallersleben_thema_Verrat_zitat_21298.html


Gruß
Sandra

Beitrag von biene81 23.04.10 - 17:25 Uhr

Ich weiss nicht ob Du Fred "kennst", aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er dieses Zitat nicht ganz unbeabsichtigt veraendert hat ;-)

Beitrag von ayshe 23.04.10 - 18:31 Uhr

#pro

Beitrag von gh1954 23.04.10 - 17:30 Uhr

Es heißt "Denunziant"...

Verstehst du den Unterschied?

Beitrag von ayshe 23.04.10 - 18:34 Uhr

sie will ja nur informieren, für das denunzieren sind dann andere zuständig.

Beitrag von nightwitch 24.04.10 - 09:05 Uhr

Nein, sie denunziert!

Unter Denunziation (Herkunft: lat. denuntiare = absprechend berichten, Anzeige/Meldung machen, lat. denuntiatio = Ankündigung, Anzeige, Androhung) versteht man die (häufig anonyme und/oder öffentliche) Beschuldigung oder Anzeige einer Person.

Also von daher war das Zitat schlichtweg falsch. Auch in diesem Zusammenhang ;-)

Beitrag von litalia 24.04.10 - 10:12 Uhr

wegschauen war schon immer des deutschen größte schwachstellte ---- so auch deine!


ich zeige mit freude leute beim jobcenter an wo ich zu 100% weiß das sie zu UNRECHT leistungen beziehen, bisher immer mit erfolg und ich kann meine anzeigen nicht mehr an einer hand abzählen.


ich tue dies weil ich nicht wegschaue und für alle arbeitnehmer in diesen land die es nicht verdient haben so verarscht zu werden!

von jedem den ich weiß der offensichtlich zu unrecht leistungen bezieht wird von mir angezeit und zwar ZURECHT!

Beitrag von papazei 24.04.10 - 17:34 Uhr

süß beschrieben

Beitrag von piep1988 23.04.10 - 16:44 Uhr

>>Am liebsten würde ich ihn beim Jobcenter anzeigen, allerdings anonym, da ich wirklich Angst vor den Folgen hätte. <<

Seitwann kann man wen bei Nicht-Behörden anzeigen ?

Beitrag von melmystical 23.04.10 - 16:46 Uhr

Meine Güte, du wirst doch wohl wissen, wie ich das gemeint habe. #augen

Beitrag von piep1988 23.04.10 - 17:32 Uhr

Nö, bin schließlich kein Hellseher - woher soll ich denn bitte wissen, dass Du Polizei meinst, wenn Du Jobcenter schreibst ?

Beitrag von shasmata 23.04.10 - 17:46 Uhr

Ich denke mal, sie meint beim Jobcenter "melden". Was nun wirklich aus dem Kontext hervorgeht.

Beitrag von fienchen1101 23.04.10 - 17:14 Uhr

Hallo,

ich hab das schonmal gemacht.

Habe ein anonymes Schreiben an die Arge geschickt.
Habe nur den Name und die Adresse desjenigen angegeben.
In dem Brief habe ich dann geschildert, wie ich zu der Annahme komme, dass Derjenige zu Unrecht ALG2 bezieht.

Mein "Anschiss" hat Wirkung gezeigt. War ne damalige Freundin von mir. Hat durch Sozialbetrug und Schwarzarbeit wie die Made im Speck gelebt. Jetzt lebt sie nun wirklich am Existenzminimum. Tja, Pech gehabt. #ole

Also scheue dich nicht davor, ihn bei der Arge anzuzeigen. Sollte dein Verdacht doch unbegründet sein, hat er ja nichts zu befürchten.

lg
Fienchen

Beitrag von zeitblom 23.04.10 - 17:20 Uhr

Genau: erst schiessen, dann fragen....