Heute die Diagnose bekommen

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von julian079 23.04.10 - 16:35 Uhr

Also ich hab schon mal gepostet das ich Angst um meine Mama hab, die evtl. Lungenkrebs hat!
Tja es hat sich also doch bestättigt!#heul
Also sie haben ihr heute eine Bronchoskopie gemacht und alles ist gut verlaufen, es geht ihr soweit ganz gut. Sie ist wieder nach Haus. Es wurde unter Vollnarkose gemacht.

Dann das Gespräch mit dem Arzt:

-Auf der rechten Seite 6 mm kleiner Tumor
-sie wissen nicht ob gut oder schlecht
-DAs können die erst feststellen wenn sie es rausschneiden

Also sie haben ihr 2 Möglichkeiten gegeben: entweder abwarten und alle 3-6 Monate zum CT gehen und es beobachten! Allerdings ist da die Gefahr das es größer werden könnte und bösartig
Oder sie lässt es sich wegschneiden, wie bei einem Stück Torte.
Ich hab dann den ARzt gefragt was er uns rär!? Und er meinte es wäre besser es wegoperieren zu lassen. Meine Mama will es auch operieren!
Irgendwie denke ich positiv und meine Mama auch, denn jetzt haben wir die Gewissheit!
Sie hat am Dienstag Termin zur Lungenbesprechung und dann geben sie ihr Anfang Juni einen Termin zur OP!

Wir wollten noch ende Mai in den Urlaub fahren nur für ne Wochen und der Arzt meinte es ist kein Problem und wir machen das dann Anfang Juni...

Was kommt denn jetzt auf meine Mama zu? Verliert sie bis Juni viel Zeit?
Braucht sie danach doch eine Chemo? Davon hat der Arzt nichts gesagt!#zitter#zitter#zitter

Beitrag von tauchmaus01 23.04.10 - 16:46 Uhr

Ohje!
Das ist natürlich keine schöne Diagnose.

Ich würde Euch raten nochmal einen Beratungstermin bei dem Arzt zu machen. Einfach alle Frage aufstellen die sich auftun und den Zettel mitnehmen.
Hier weiß ja keiner genau wie es ausschaut.

Alles Gute
Mona

Beitrag von julian079 23.04.10 - 18:20 Uhr

ja das werden wir machen...:-(wir werden uns am besten alles aufschreiben, denn man vergisst so viel zu fragen!

Ich dachte vielleicht das jemand evtl. ähnlich Erfahrungen gesammelt hat...

Beitrag von fruehchenomi 23.04.10 - 19:46 Uhr

Ich hab erst kürzlich wo gelesen, dass es eine neue Methode gibt, so kleine Tumore aus der Lunge wegzu....lasern ??? Und zwar punktgenau. Leg mich bitte nicht fest, notfalls googeln, aber es gibt da wirklich neue Methoden, man wird halt das KrHaus suchen müssen, die die machen.
Auch die Krankenkassen wissen da Bescheid oder
die Deutsche Krebshilfe ! Oder KID (Krebsinformationsdienst) die haben eine TelNr - siehe Internet, wo man immer anrufen kann !
Alles Gute euch !
LG Moni

Beitrag von steppi75 23.04.10 - 20:30 Uhr

hallo...also ein tumor bedeutet nicht immer krebs...du hast ja geschrieben, dass sie nicht wissen,ob gutartig oder nicht . krebs ist es erst, wenn der tumor bösartig ist. deshalb hat der arzt auch noch nichts von chemo gesagt, weil man erst das ergebnis nach der op abwarten muss..
viel glück und alles gute
lg steffi

Beitrag von musicalfever4 23.04.10 - 20:52 Uhr

Hallo,
meine Mutter hatte auch Lungenkrebs und ist operiert worden. Da ihr Allgemeinzustand aber nicht so gut war, hat sie hinterher keine Chemo bekommen (viele kleine Wehwehchen, die sie schwächten). Nach etwa einem 3/4 Jahr hat der Lungenfacharzt, bei dem sie zur Kontrolle war gesagt, dass die Lunge sich gut erholt hätte. Man könne fast nicht mehr sehen, dass ein Stück weggeschnitten wurde. Die Lunge erholt sich und weitet sich aus. Sie hatten ihr vom rechten Lungenflügel den oberesten Lungenlappen weggeschnitten. Sie hatte aber nie Atemprobleme wie Kurzatmigkeit oder so. Hat ganz toll geklappt.
LG Petra

Beitrag von anni_hase 23.04.10 - 21:21 Uhr

Hallo!

Was genau auf Deine Mum zukommt, kann ich Dir leider auch nicht beantworten.

Ich habe meinen Papa im November`09, 2 Tage nach seinem Geburtstag, verloren. Vom Tag der Diagnose bis hin zu seinem Tod vergingen gerade mal 5 Wochen #heul. Allerdings hatte der Lungenkrebs bei Diagnosestellung schon gestreut. Es mußte in den 5 Wochen sogar noch am Rücken operiert werden, da bei einem Wirbel akute Bruchgefahr bestand.

Chemo o.ä. hat mein Papa nicht mehr bekommen, obwohl schon ein entsprechender Termin fest stand. Mein Papa ist vorher verstorben.

Sicherlich hätte ich meinen Papa noch sehr gerne und sehr lange hier gehabt, aber ich bin auch froh, daß er Chemo usw. nicht mehr mitmachen mußte.

LG Anja

Beitrag von 444444444444444 23.04.10 - 21:31 Uhr

Hallo
Mein Papa ist auch innerhalb von 2 Wochen an dieser Krankheit gestorben. Das ging alles so schnell und ich konnte mich nicht mal mehr verabschieden weil ich in einem anderen Bundesland wohnte.

Beitrag von anni_hase 23.04.10 - 21:59 Uhr

Oh man, das tut mir leid #liebdrueck

Mein Papa ist zuhause verstorben und ich war dabei. Konnte mich von ihm verabschieden.

Beitrag von julian079 24.04.10 - 07:35 Uhr

Guten Morgen Ihr Lieben,

ich möchte Euch erstmal sehr danken für Eure Antworten;-) es macht mir auch Mut!
Ich bin innerlich irgendwie ruhig und meine Mama auch!
Es beruhigt mich sehr das der Arzt nicht gesagt hat sie muss sofort operiert werden, sonder erst Anfang Juni! Erst dann werden sie die Diagnose haben wie der Tumor ist!
Gestern direkt nach dem KH gings meiner Mama noch gut und danach zum Abend hin sagte sie, dass ihr alle Knochen wehtun! (wahrscheinlich von der Bronchoskopie)
Was sie sehr nervt ist dieses ständige räuspern als wenn in der Lunge was festsitzt! Wir haben vergessen zu fragen warum das so ist! Ob es evtl. davon kommt weil da was in der lunge ist#kratz
Trotzdem, ich habe mich von Euch allen hier sehr gut verstanden gefühlt:-)

Vielen Danke Euch allen!#kuss

Beitrag von joshmom 24.04.10 - 11:17 Uhr

Hallo,

es gibt zwei ARten von LUngenkrebs. Einmal einen der schnell wächst und meist innerhalb eines Jahres zum Tode führt.( das hat mein Chef mir erzählt)
Der Vater meiner Freundin hatte diese agressive Form und hat aber fast 2 Jahre mit der Diagnose gelebt, aber halt immer unter Chemo.

Mein STiefvater bekam 1990 die Diagnose Lungenkrebs, war nur ein Nebenbefund, der bei einem Kh Aufenthalt rauskam.
Sein Tumor wuchs recht langsam, war aber bösartig.
Er bekam den li. LUngeflügel entfernt, keine Chemo, keine Bestrahlung und lebt so noch bis 2005.
Da hatte er ein Tumorrezidiv, der andere Lungenflügel war betroffen. Aber auf Grund seines schlechten Allgemeinzustandes und dem fortgeschrittenen Stadiums war keine Therapie mehr möglich!!

Sollte der Befund deiner Mutter schlecht ausfallen, dann bekommt sie sicher auch einen früheren Termin zur Op.
Deine Mutter ist sicher gut aufgehoben.
Sei stark.
Ich drück euch die Daumen, das der Befund für deine Mutter gut ausfällt!

L.G. Joshmom

Beitrag von julian079 25.04.10 - 07:33 Uhr

Danke für deine Antwort!:-)
Meine Mama hat noch am Dienstag einen Termin zur Lungenbesprechung...
Normalerweise habich gelesen das sie so einen kleinen Tumor nicht operieren und bei meiner Mama sitzt er auch noch so komsich aber ganz am Rand, deshalb kann man ihn gut wegschneiden#zitter
Ich hab gelesen das die Ärzte so einen kleinen Tumor garnicht erst operieren sonder Chemo anbieten oder man beobachtet es, ihrer ist 6 mm...und ich hoffe die Ärzte sind sich am Dienstag einig das sie ihn wegschneiden.
Ich hab halt Angst weil eine OP doch mit vielen Risiken verbunden ist. Und meine Mama ist auch noch Zuckerkrank!
Der Arzt meinte ca. 10 Tage nach der OP erholt sich der Körper#zitter

Beitrag von nicole1508 27.04.10 - 08:54 Uhr

Hallo
Mein Bruder hatte vor 7Jahren einen Tumor an der Lungenspitze,er war damals 16!!Muss dazu sagen das er knapp 4monate vorher sein linkes Bein durch Knochenkrebs verloren hatte und schon in der Chemotherapie war.Er wurde operiert war dann eine Woche im Kh und dann hat er aber noch fast 1/einhalb Jahre Chemo bekommen da er ja das mit dem Bein auch noch hatte.
Ich würde mir auch alles aufschreiben was du fragen willst denn oft wenn man dann beim Arzt ist weiss man nichts mehr.
Es wird schon gutausgehen,unterstütze deine Mama soweit es geht denn das hilft auch bei der Heilung wenn man Menschen im Rücken hat die einen aber nicht als "krank"behandeln,sondern so wie immer.
Mein Bruder ist geheilt,er hat zwar nur noch ein Bein aber er macht vielen 2beinigen was vor im Leben!!!