Habe mich ins Abseits befördert, was kann ich tun?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von doreen1975 23.04.10 - 21:48 Uhr

Hallo,
ich bin traurig, denn es gibt eine Situation, von der ich nicht weiß, wie ich sie lösen sollte. Momentan arbeite ich in einem Büro mit 5 weiteren Personen, 3 Frauen und 2 Männern. Meine Aufgabe ist es, Zeitung zu lesen und diese für für unsere Auftraggeber auszuwerten. Je mehr Artikel man findet, desto wirtschaftlicher ist man auch für das Unternehmen.
Der Firma geht es nicht gut, etwa die Hälfte der Belegschaft ist inzwischen in Kurzarbeit. Ich selbst nicht, ich bin als Einzige im letzten Jahr freiwillig in die Teilzeit gegangen, weil ich mit der Doppelbelastung Familie / Job nicht klargekommen bin.
Unser Chef meinte, wenn sich die Situation nicht verbessert, müssen Leute gekündigt werden.
Ich selbst habe mich für den Powerweg entschieden, möglichst viel lesen und schaffen, um auch weiterhin wirtschaftlich zu bleiben. Aber genau mit diesem Weg habe ich mich absolut ins Abseits manövriert. Keiner mag mich mehr:-[ Ich bekomme kaum noch Antworten, meine Kollegen sind angenervt. Ich würde so gern wieder kollegial mit ihnen zusammenarbeiten. Aber ich kann doch nicht absichtlich langsam arbeiten, nur um ihnen einen Gefallen zu tun, und das in Zeiten der Krise.
Ich bin diejenige mit den besten Zahlen, aber auch diejenige, die niemand mehr mag, bei der die Gespräche verstummen, wenn sie auftaucht. Wie komme ich aus diesem Dilemma wieder raus? Hat jemand eine Idee?
Liebe Grüße
Doreen

Beitrag von arkti 23.04.10 - 22:25 Uhr

Da kommt man wohl gar nicht mehr raus.
Klar das die anderen so reagieren.

Beitrag von doreen1975 23.04.10 - 22:27 Uhr

schreib mir bitte was anderes!#heul

Beitrag von fraukef 24.04.10 - 07:22 Uhr

Warum ist das klar? Das versteh ich nicht...

Die TE hat den anderen nichts getan. Sie macht ihren Job - und sie versucht, ihn gut zu machen. Ich kann nirgends lesen, dass sie versucht, den anderen Steine in den Weg zu legen oder ähnliches.

Für mich gehört es auch zu meinem Job, dass ich versuche, ihn gut zu machen - meine Kollegen im Übrigen auch - von daher gibt es da keine Probleme. Angenervt sind wir eher über Kollegen, die nicht mitziehen. Warum? Weil wir deren Arbeit dann obendrein mitmachen müssen - und das zusätzlich zu unserer - es muss ja gemacht werden.

Warum es zur Kollegialität gehören soll, extra langsam zu arbeiten, versteh ich nicht...

LG
Frauke

Beitrag von summer1981 23.04.10 - 22:56 Uhr

Ich denke das liegt an der Situation, ich würde genau so handeln, jeder will seinen Job behalten, zwar ist das jetzt nicht die besste Situation für dich, aber da musst du jetzt durch, wenn der erste gekündigt wird werden die anderen schon merken warum du dich so verhalten hast.

Beitrag von regentaenzer 24.04.10 - 09:08 Uhr

Na und?

Wärst Du gern eine gute Kollegin und dafür bald arbeitslos oder unersetzlich und wirst weiter beschäftigt?

Ich hatte auch mal eine Kollegin, die zu mir so war (wobei mein normales Tempo einfach super schnell ist - kann ich nichts für).

Die wollte mich erst überreden, so langsam zu sein (Wenn der Chef nicht da ist, muss man nicht arbeiten. Komm Kaffee und Kuchen...)

Ich hab ihr aber deutlich gesagt, dass ich jetzt weiter arbeite.

Jetzt haben wir halt ein schlechtes Kollegenverhältnis - sprechen nur das nötigste und haben Gott sei Dank kaum Schnittmengen in unseren Arbeitsbereichen.

Dafür bin ich jetzt Bürovorsteher mit 30 % mehr Gehalt und sie wird demnächst gekündigt (weiß ich aus der Geschäftsleitung, weil ich jetzt jemand neues organisieren soll).

Also sorry, aber wenn Deine Kollegen kollegial schlecht arbeiten um weiter beschäftigt zu werden, musst Du da noch lange nicht mitmachen.

Man kündigt nicht das beste Pferd im Stall, das solltest Du Dir klar machen.

Andererseits wäre es vielleicht eine zusätzliche Option, das sinkende Schiff zu verlassen und Dich aus dem Job heraus neu zu bewerben, damit Du am Ende nicht trotz Deiner guten Leistung gekündigt werden musst, weil die Firma pleite geht.

Ich wünsch Dir viel Glück. Und eigne Dir bloß nicht so ein Verliererverhalten an.

LG

Beitrag von bruchetta 24.04.10 - 12:02 Uhr

Die einzige Lösung ist, das mal auf den Tisch zu bringen.
Setz Dich mit den Kollegen auseinander, frage sie, warum Du gemieden wirst.
Erkläre ihnen, dass Du Deinen Job gern behalten möchtest und Du Dich deshalb doppelt bemühst.
Sag ihnen, dass es ihnen frei steht, ebenso zu arbeiten oder eben anders, aber dass das kein Grund ist, Dich auszugrenzen.
Sag ihnen, dass Dich das verletzt!
Nur so kannst Du das Problem lösen!!!

Beitrag von jeannylie 24.04.10 - 15:28 Uhr

Hallo,
ich glaube auch dass Du da nicht mehr rauskommst.
Gerade im Beruf steht man aber immer wieder vor solchen Entscheidungen. Ich vertrete die Auffassung man sollte sich immer wieder vor Augen halten dass es Kollegen sind, und keine Freunde.
Die Alternative ist arbeitslos zu sein und sich dafür mit den anderen verstehen.
Das ist doch keine echte Alternative.

LG
Jeannylie

Beitrag von manavgat 24.04.10 - 19:26 Uhr

durchhalten.

Gruß

Manavgat